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76 Verhandlungen der zwehten Kammer,
lichen Richter entzogen werden darf; auch darf niemand
anders, als in geſetzlicher Form verhaftet werden. Und dennoch befinde ich mich:
1) Ohne ordentlichen Richter, in einer Criminalſache behandelt, denn der hieſige Herr Stadtdirector Wild darf, nach ſeiner eigenen Angabe, nicht als Richter, ſon— dern nur als Commiſſarius handeln. Die Unterſuchungs⸗ Commiſſton zu Mainz iſt, nah ihrer von der Bundesver— ſammlung zu Frankfurt oͤffentlich erklaͤten Geſchaͤfts Beſtim⸗ mung, tein Richter Dag Großherzogliche hohe Staats⸗ Miniſterium, welches meine Arretirung befohlen hat, be— fiehlt, und behartt, iſt ebenfalls nicht mein ordentlicher Richter, vielmehr hatte Jeder der Herren Staatsmini— ſter verfaffungsmägig bdie Pflidt, Sr. Koͤnigl. Hoheit nicht zu verſchweigen, daß eine Requiſition von der unter der Bundes Verſammlung, als dem Richter, ſtehenden, proviſoriſch errichteten Unterſuchungs Commiſſion, nur peran- laſſen koͤnne, mich vor meinen ordentlichen Rich— ter zu ſtellen, wie dies in aͤhnlichen Faͤllen in andern Laͤndern, und namentlich in Darmſtadt , geſchehen iſt.
Nun aber iſt nicht nur dieſes nicht geſchehen, es wurde
mir wie ſchon erwaͤhnt, 2) nicht geſtattet, mich wegen Entſcheidung durch meinen ordentlichen Richter an dag Großh. Hofgericht zu wenden, ja mir vielmehr noch ausdruͤcklich unterſagt irgend einen der Geſetze und Rechte kundigen Rechtsbeyſtand zu gebrauchen. Ich bin, wie bereits bemerkt:
3) ſeit mehr als 12 Wochen, ohne geſetzliche Form, ohne den rechtlichen Ausſpruch irgend eines Richters, alſo blos unter dem Titel eines ſogenannten polizehlichen
erfahrens, arretirt und ſomit zugleich an Ehre, Leib und Vermoͤgen gekraͤnkt. Zu dem Allem ſoll ich nun auch noch 4) waͤhrend die Staͤnde Verfammlung bep:
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