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XXYIL Gigung v. 20. Mai 1831. 183

enthalten, fo babe ih, um Wiederholungen zu erſparen, die zeitraubend wären, den Bericht hierüber zuſammen gezogen, damit Sie dieſelben mit einem Blicke beurtheilen können.

Die Tuchmacher der beiden Orte geben in ihren Pe— titionen an, daß ihr Gewerbe durch die Einfuhren der Tuchwaaren der Tuchfabrikanten des Großherzogthums Heſſen und des Königreichs Würtemberg, beſonders aber durch erſtere gefährdet werde, ſie ſagen, daß diefe Tue macher alle Märkte in der Umgegend mit ihren Fabrikaten überſchwemmten; daß ſie ſogar noch Lager in unſerm Badiſchen Staatsgebiete hätten, wodurch ihr Abſatz gänzlich gelähmt, während ihnen jede Gelegenheit benom men fei; ibre Tudhmwaaren auf Heſſtſchem oder Würtem— bergiſchen Gebiete abzuſetzen. Die Petenten von Schönau legen ihrer Petition die Abſchrift einer Eingabe vom 9, Mai 1839 an das Etaatóminifterium bei, in weider fie die Noth ihrer ganzen Gemeinde, veranlaßt durch den Druck der Zollſyſteme unſerer benachbarten Staaten, mit düſtern Farben ſchildern, welches Gemälde Theilnahme erregen muß; ſie geben an, daß Schönau mit allem Rechte der ärmſte Ort des ganzen Großherzogthums zu nennen ſei, weil er mitten im Odenwald , umgeben von lauter unfruchtbaren Gebirgen, liege, und nur ganz wenig Feld⸗ bau auf mageren und ſteinigten Bergen habe, durchaus keine Allmenden, eben ſo wenig Gemeindewaldungen be⸗ ſite, da alle Liegenſchaften und Waldungen auf ihrer Ge⸗ markung entweder Eigenthum der geiſtlichen Adminiſtra—⸗ tion, oder wenigſtens derſelben zinsbar ſei, und endlich Schoͤnau an keiner Landſtraße liege, 280 Bürger zähle, welche durchaus faſt alle arme Leute ſeien, von welchen bei weitem der größte Theil, wegen Mangel an Veſchäf⸗ tigung und megen gänglicher Vermögensloſigkeit ſich leider,