452 Verhandlungen der weiten Kammer.
genuͤgen muͤſſe. In Beziehung auf die Bemerfung deg Abg, Reichart måfe man eg dDanfbar anerfennen, daf von Seiten des Kriegsminiſteriums vorzuͤglich auf ar— me Gegenden, namentlich Schoͤnau und Neuſtadt auf dem Schwarzwalde, Ruͤckſicht genommen werde, obgleich auch Sinsheim beachtet zu werden verdiene. Roßhirt: Er komme nun auf einen andern Punkt zuruͤck. Er wuͤrde ihn nicht angeregt haben, wenn es nicht Pflicht eines jeden Deputirten waͤre, zunaͤchſt die Beduͤrfniſſe der Staͤdte und Aemter, von denen ſie comz mittirt ſeyen, zu beachten. In dem Commiſſionsbericht des Jahres 1823 ſeh am Schluſſe der Antrag, daß die bei Beurlaubungen ſtattfindenden Bequartierungen des Militaͤrs abgenommen, und eine Entſchaͤdigung in Geld dafuͤr an das Kriegsminiſterium gegeben werden ſoll, gemacht worden. Dieſe Koſten waren damals von dem Kriegsminiſterium auf 25,000 fl. berechnet, und die Mi— litaͤrfrohnden auf 14,000 fi. Die vorige Budgets⸗Com—⸗ miſſion habe in Beruͤckſichtigung der wahren Erleichte rung, die hierdurch eintrete, und der Vertheilung die— ſer Laſt, die bisher auf dem Ruͤcken Weniger liege, auf wahre Anſichten der Gerechtigkeit und Billigkeit darauf angetragen, dieſe 39,000 fl. zu bewilligen, um auf dieſe Weiſe in Zeiten des Friedens die Erinnerungen an den Krieg zu verloͤſchen; er habe denſelben Antrag in der Budgets⸗Commiſſion gemacht, ſey aber damit an die Kammer ſelbſt verwieſen worden, er appellire an dieſelbe und hoffe, daß ſite anerkennen werde Dag Gute der Sache, ſo, daß er nicht noͤthig haben werde, dieſen Antrag naͤ⸗ her zu rechtfertigen. Er gehe dahin, die Kammer wolle beſchließen, dieſe Laſt der Bequartirung und der Mili— taͤrsfrohnden dadurch aufzuheben, daß man dem Kriegs— miniſterium 39,000 fl. oder das, was ſich nady einer neuen Berechnung heraus ſtelle, bewillige.
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