kohlen als zu der mit Holzkohlen. Nicht zufrieden durch die begonnene Verfeinerung des Roheiſens zu reſined metal ein Produkt geliefert zu haben,

welches dem Stabeiſen bereits näher ſteht, als das Roheiſen, wie es der Zolltarif im Auge hat, und doch unter dieſem Namen zollfrei eingeht, ſind die raffinrirten Britten, durch dieſes Reſultat ermuthigt, in neueſter Zeit noch einen Schritt weiter gegangen und führen nun ſagar wirkliches gefriſchtes Eiſen(ſogenannte Puddling-balls), das in Beziehung auf ſeine innere Beſchaffenheit dem Stabeiſen faſt völlig gleich kommt, und nur noch des Durchgangs durch die Walzen und darum auch der äußern Form entbehrt, als Roheiſen zollfrei ein, was dem Ginn deg Zolltarifs ebenfo Direct wider fpriht, wie e8 allerdings mit dem Wortlaute im Einklang iſt, nach welchem als„Stabeiſen“ nur Eiſen in der Form von Stäben angeſehen werden kann. Ein Motiv weiter gegen dieſe Concurrenten, die bekanntlich auch bei andern Fabrikaten ähnlicher Schliche ſich bedienen, die größte Vorſicht zu gebrauchen und den Eingang— ſelbſt ihrer ſogenann⸗ ten Rohprodukte— immer eher mit einer zu hohen, als einer zu niedern Steuer zu belegen.

PE EE Daß nun unter ſolchen Umſtänden die inländiſche Roheiſenfabrikation und die Fabrikation der gröbern Stab⸗ M eiſen⸗Gattungen(die fein ern genießen einen entſprechenden Schutzzoll) laͤnger jedenfalls nicht mehr beſtehen kann, iſt evident und es bleibt ſomit nur noch zu unterſuchen, ob dieſes Verhältniß als ein bleibendes oder vorübergehendes zu be⸗ trachten,— ob eine Zunahme oder Abnahme der brittiſchen Concurrenz zu erwarten ſteht?

Die Fabrikation der inländiſchen Eiſenwerke hat in den letzten Jahren bedeutende Fortſchritte gemacht. Der Brenn⸗ Ani, material-Berbraud, wiè er oben erwähnt ift, beträgt etwa 60% von demjenigen, wie er vor 6—8 Jahren ftund un?

W insbeſondere die Stabetſenfabrikation des Landes ſteht dermalen bezüglich ihrer Technik in einem ſolchen Verhältniß zu der Holzkohlenfriſcherei aller Nachbarländer, daß dieſe ſie als ihre Schule betrachten und der Schwierigkeit des Kampfo mit den ausländiſchen Produkten ſich noch diejenige hinzugeſellt, daß Leute von den badiſchen Werken überall geſucht ſind und dieſelben deshalb mit erhöhten Anſprüchen auftreten. Es iſt insbeſondere Oeſtreich, was fortwährend Leute zu ho— len ſucht.

Auf dem Wege der Verbeſſerung wird alſo den in techniſcher Beziehung relativ nicht auf höherer Stufe ſtehenden, wohl aber mit weit reichern Hülfsquellen verſehenen Concurrenten nichts abzugewinnen ſein.

Dagegen ſind die materiellen Reſourcen dieſer letztern, beſonders der Schotten, ganz enorm. Die Anwendung der erhitzten Gebläſeluft hat es ihnen möglich gemacht, den Anthracit— eine ſehr reine, aber aller flammenden Beſtandtheile entbehrende, äußerſt dichte und darum bei gewöhnlichem Luftzuge ganz unverbrennliche Steinkohle— direct zum Aus⸗ ſchmelzen des Eiſens aus den Erzen im Hohofen anzuwenden, während früher die mit Steinkohlen arbeitenden Hoh⸗ ofenbeſitzer ihre Steinkohlen Behufs der Entfernung der flammenden, dem Hohofenprozeſſe hinderlichen Beſtandtheile auch noch einem Verkohlungsprozeſſe unterwerfen mußten, um die ſogenannten Coacks darzuſtellen, die dann ungefähl noch einmal ſo theuer zu ſtehen kommen, als die rohen Steinkohlen. Bei der Anwendung des Anthracits haben nun die Schotten lediglich nur die Kohle und den Eiſenſtein, die meiſtens aus einer und derſelben Grube geſördert werden können, an deren Müuͤndung in der Regel das Eiſenwerk angelegt iſt, aus der Erde in den Hohofen zu ſchaffen, und da ſie der Zentner Anthracit etwa auf 8 kr., der Zentner Eiſenſtein auf 10 kr. kommen mag und etwa 411/2 Centner Anthracit und 2 Zentner ihres ſehr reichhaltigen Cifenfteineg zu 4 Zentner Roheifen erforderlich find, fo fommt fie Cr un? Brennmaterial, was unfere vaterländifhen Hütten auf 3 fl. 47 kr. zu ſtehen kommt, etwa auf 35 fr per Zentner Roh⸗ eiſen , alſo Vs bis höchſtens 1 des letern. Rehnet man nun die völlige Unbefhränttheit in der Größe der Produltion⸗ indem bag vereinigte Königreich jährlich nidt zygy feiner bis jetzt bekannten Steinkohlenvorräthe conſumirt, die enormen Capitalien, die zum Zinsfuße von höchſtens 80/ beliebig zu haben find, die vortreffllichen Transportmittel bis zur See und von da in alle Welt, ſo ſieht man leicht, daß fidh aud die übrigen Koften, Die auf der Cifenproduction liegen, be

Unterganges zu erbliden vermógen:— Endlich eignet fih diefe Roheifenforte auch mehr zur: Berarbeitung mit Stein⸗

— O P p pme