Seite

F——— N APPETERE, e ED TAE A R OE ENA Sa Ea a TPPA a AAEN HEN— aa a AARE E a E

65 in⸗ deutend niederer ſtellen, als auf den dieſſeitigen Werken, ſo daß alſo der Verkaufspreis von 1 fl. 24 fr. fúr 4 Zentner Roheiſen und 3 ſl. 40 kr. für 4 Centner Stabeifen noh ein gang guter fúr die jenſeitigen Producenten ift, und daß yet wir aus dieſen Verkaufspreiſen die Nothwendigkeit oder auh nur die Wahrſcheinlichkeit eines ſpätern Steigens der Preiſe ſem niht abzuleiten vermögen. Dagegen nimmt die Leihtigfeit deg Verfehre. mit England mit jedem. Tage zu. Während ritt| früher mindefteng eine Zeit von fünf Woten zum Waarenbezug aug England erforderlich, und felbft in diefer Frift das auf Cintreffen der Waare noh niht ficher war, kann jetzt in Folge der Schleppſchifffahrt auf dem Rheine binnen 44 Zagen und eine beliebige Quantität Eiſen jeder Gattung aus England verlangt und bezogen werden! Wem ruft dies nicht die der⸗ Karthagiſche Frucht in Erinnerung, welche Cato in den Senat brachte!— Englands Eiſenwerke ſind in dieſem Augen— orm blicke Baden näher gerückt, als es vor Kurzem noch die Naſſauiſchen waren! erit Es ſteht alfo fet: dap die inländiſche Roh- und Stabeiſenfabrikation untergehen muß, nn wenn der brittifhen Concurreng niht ein Riegel vorgefhoben wird. Wir gehen fomit zur zweiten Frage über: ab- H. Wird das angefonnene Hülfsmittel eines erhöhten Schutzzolles den Eiſenwerken aR Badens auch wirkhiche Abhülfe gewähren? be⸗ Daß bei hinreichend erhöhtem Schutzzolle die Concurrenz des nicht im Vereinsgebiete liegenden Auslandes aufhört, iſt an und für ſich klar, es entſteht aber die Frage: ob nicht in Folge der, der Eiſenproduktion in den Vereinsſtaaten nn⸗ dadurch erwachſenden Ermuthigung ſich dieſe in den concordirenden, zugleich aber auch auf dem badiſchen Markte con- und currirenden Ländern dergeſtalt ausdehnen und heben würde, daß die badiſchen Werke doch nicht fortbeſtehen könnten? ß zu Mit Baden concurriren in ſeinem inländiſchen Verkauf die rheiniſchen Hütten, nämlich die Hochöfen Naſſaus be— pf zuͤglich der Roheiſen und Gußwaarenproduktion, die Stabeiſenwerke Rheinpreußens und Rheinbaierns und des heſſiſchen ſind Odenwaldes mit ihrer Stabeiſenproduktion und endlich die Gießereien derſelben Länder mit ihren Gußwaaren. ho⸗ Von allen dieſen Concurrenten ſind unter Einſchluß der erforderlichen Transportkoſten nur die zur Steinkohlen⸗ verwendung befähigten Stabeiſenwerke Rheinpreußens und Rheinbaierns in einem weſentlichen natürlichen Vortheile den, gegen die in Baden ſelbſt gelegenen Eiſenwerke, obgleich auch ein großer Theil der mit Holzkohlen arbeitenden Werke jener Länder durch bedeutende Vorrechte im Holzbezug aus Staatswaldungen begünſtigt iſt. Authentiſche Notizen über der die Fabrikationskoſten der Eiſenwerke bei Zweibrücken und Saarbrücken , bei Trier und Coblenz , die das Stabeiſen mit⸗ peile telft deg fogenannten Puddlingsprozeffes unter Anwendung dér Steinfohle, die fie fehr billig zu ftehen fommt, erzeugen, lus⸗ liegen nicht vor; doch iſt ſoviel unbeſtreitbar, daß dieſe Werke ihre Fabrikate, ſelbſt unter Zuſchlag der Frachten bis in aoh; das Herz von Baden, um ein Namhaftes billiger. ablaffen fönnen, al die dieffeitigen Werfe e8 vermögen. Gine ebenfo peile conftatirte Thatfadhe ift e8 aber auh, daf diefelben in ihrem Eiſenſteinsbezuge ſehr beſchränkt ſind und daß ſich deshalb, fäht ſobald ſie das engliſche Roheiſen nicht mehr ſo billig beziehen können und auf das mit Holzkohlen erzeugte theure nun naſſauiſche Roheiſen angewieſen ſind, ihre Erzeugungskoſten namhaft erhöhen müſſen, und daß ihre Produltion einer rden fold? enormen Ausdehnung, wie die brittiſche, nicht fähig iſt, ſo daß ſie, zumal bei der fortwährenden Zunahme der Ei⸗ d da ſenconſumtion nicht wohl erdrückend für die diesſeitigen Werke werden kann, wenn auch die jenſeitigen Hüttenbeſitzer racit Allerdings beſſere Gefhäfte machen werden, al8 die dieffeitigen. Dies geht aud aus der bisherigen Erfahrung hervor, und Obwohl die Eiſenwerke an der Saar und Moſel ſeit 6 Jahren in fortwährender bedeutender Ausdehnung ihrer Fabrikation Rob begriffen waren, fo war ihre Concurrenz den inländiſchen Werfen doh nicht in fehe beläftigendem Grade fühlbar, und tio| erft feitbem die Britten mit ihrem neuen wohlfeilen Producte einen allgemeinen Drud des nördlichen Eiſens auf das men ſüdlichere herbeigeführt haben, beginnt ein ernſtlicherer Zuſammenſtoß der mittelrheiniſchen Produkte mit den ſüddeutſchen, gu‘welcher aber fogleich wieder aufhören wird, fobald der gemeinſchaftliche Feind aus dem Felde geſchlagen iſt. be⸗ Durch die Combinirung der naſſauiſchen Eiſenſteine mit den Kohlenlagern an der Saar , nämlich durch einen

Coackshohofenbetrieb an der Moſel - oder Lahnmuündung, dem die Saar und Moſel eben ſo billig die Steinkohlen, wie