612<- der Erften Rammer,
Pferde, zumal da man"fie nod mit andern guten Nar cen, mit Medlenburger, Hannoveraner- ic. vermir ſchen ließ. Dieſer Fuͤrſt traf die Einrichtung, daß, ſo wie ehehin im Mainziſchen, alle Landbewohner ihre Stu⸗ ten jaͤhrlich unter zweckmaͤßiger Leitung von herrſchaftli⸗ chen Hengſten mußten bedecken laſſen; ſo konnte es nicht
fehlen, daß man in jenen Gegenden herrliche Pferde fand.
Der Fuͤrſt Biſchoff Adam Friedrich zu Würzburg , welder damals mit dem Hofe zu Ansbach in beſonderb gutem Vernehmen ſtand, veredelte die Pferde ſeines Lan—⸗ des durch Anſpachiſche Zucht, wo man noch heut zu Tag die wenigen Ueberbleibſel mit Vergnuͤgen anſieht.
Holſtein, Holland , Friesland , Mecklenburg zogen allein ſo viele Pferde, daß die Armeen des Kaiſers, der Krone Frankreich , des Koͤnigs von Preußen, und ſo vieler andern Staaten nicht nur damit verſehen wurden, ſondern beynahe ganz Europa zum Staat, zum Fuhrwerk, zum Feldbau, zur Bequemlichkeit der Reiſenden, zur Fortſchaf⸗ fung ſchwerer Schiffe gegen die ſchnellſten Stroͤme die taug⸗ lichſten Pferde von ihnen erhielten. Das dieſſeitige Hardt⸗ geſtuͤte fieng auch an ſich empor zu heben, und lieferte ſehl dauerhafte Pferde, und noch zeigen uns die von dem un⸗
vergeßlichen Karl Friedrich getroffenen Einrichtungen auf dem Stutenſee , was dieſer kluge Regent damals fuͤr Em⸗ vorbringung der Pferdezucht that.
Ich uͤbergehe die noch an ſo vielen andern Orten des ſuͤdlichen und noͤrdlichen Deutſchlands beſtandenen Ein? richtungen zur Pferdezucht,
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