DEPTS AES AE N T* 16 Verhandlungen der I. Kammer.
Zinſen ausbezahlt werden, derfelben übrigens freiftehe, ihren Nidgriff an irgend Jemand zu nehmen.
Jh glaube, daß die Kammer, von der ich nichts alg die ſtrenge Gerechtigkeit fordere, dieſer Bitte nichts wird entgegenſetzen können; ich verlange von der Kammer nicht, wie es von dem Miniſterium geſchehen iſt, eine diplomatiſche Verzögerung und Verſchleierung der Sache, ſondern eine ſtrenge Entſcheidung nach Rechtsprinzipien.
Ihre Commiſſion iſt nun noch in die Erörterung der Frage eingegangen, ob die Ortenau in den fraglichen Etappenverband, und von welchem Zeitpunkte an, einge⸗ reiht werden könnte; allein die Unterſuchung darüber gehört, meiner Anſicht nach, nicht hierher, ſondern ſei— ner Beit vor den Richter; wenn nämlich die beiden Etap- penſtationen Raſtatt und Biſchofsheim ihre Forderungen an die Ortenau vor dem Richter geltend machen wollen, fo wird er über den Werth dieſes Klagegrundes zu ents ſcheiden haben. Die Ausgleichung, die Herſtellung der faktiſchen Verhältniſſe iſt alſo hier nicht mehr unſere Sache, ſondern reine Partheiſache, und ich wiederhole deßhalb meinen vorhin geſtellten Antrag.
Knapp: Ich unterſtütze dieſen Antrag, und habe nur Weniges hinzuzufügen, da der Abg. Rindeſchwender die Gerechtigkeit dieſer Sache ſo klar auseinandergeſetzt hat, daß es ſchwer iſt, noch weitere Gründe anzuführen. Ich will daher nur noch diejenigen Mitglieder, die den Stand der Sache nicht kennen, auf einige weitere Um— ſtaäͤnde aufmerkſam machen. Die Ortenau bildete früher einen eigenen Staat, und war ein Theil des Breisgaues, welch letzteres zweierlei Obligationen ausgeſtellt hat, welch beide Schuldengattungen an Baden übergegangen ſind. Die Ortenau hat jedoch ihren Antheil bezahlt, ſoll
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