Verhandlungen der zweiten Kammer. Dreinndreipigfte öffentlidje Sitzung vom 26. Februar 1844.

lingen, um Herſtellung einer Straße zur Verbindung des Wieſen⸗ und Wehrthales mit dem Rheinthale, erneuert das auf dem vorigen Landtage bereits geſtellte und von der Kammer dem Großh. Staatsminiſterium zur geeigneten Beruͤckſichtigung uͤberwieſene dießfallſige Geſuch.

Es hat auch die Großh. Regierung in Tabelle Nr. II. welche dem neuen Straßengeſetzesentwurfe beiliegt, unter Nr. J., Ordnungszahl 21, dieſe Straße als eine ſolche bezeichnet, die unter die bedeutenden gehoͤre und deren Herſtellung wuͤnſchenswerth ſeye. Ebenſo ſolle

15) nach einer weitern Petition der Gemeinde Eichen (Amtsbezirks Schopfheim), die Aufhebung eines neuen Straßenprojectes und die Bewilligung des Straßenzuges durch den Ort Eichen betreffend, auf Anordnung der Oberdirection des Waſſer⸗ und Straßenbaues im Verlaufe des letztverfloſſenen Sommers ein neues Straßenpro⸗ ject von Schopfheim nach Wehr entworfen worden ſeyn, nach welchem dieſe Straße nicht, wie fruͤher, durch den Ort Eichen, ſondern beilaͤuſig 30 Ruthen dar⸗ an vorbei fuͤhre, was diefe Gemeinde zu ihrer Peti- tion veranlafte.

Sie erwaͤhnt der großen Nachtheile, welche ihr ſchon dadurch zugingen, wenn die Straße außerhalb des Or⸗ tes verlegt wuͤrde, und bezieht ſich auf das Urtheil von Sachverſtaͤndigen, die nach naͤherer Pruͤfung anerkennen werden, daß jene Verlegung viel koſtſpieliger und un— weckmaͤßiger ſeye, weßwegen in Betracht, daß bei Anlegung einer Straße wo moͤglich die zunaͤchſt gele— genen Orte zu beruͤckſichtigen ſeyen, gebeten wird, daz hin zu wirken, daß der fruͤhere Straßenzug mit einigen Veraͤnderungen und vorgeſchlagenen Verbeſſerungen bei⸗ behalten werde.

Nach der Anſicht Ihrer Commiſſion waͤre ſowohl

dieſe Petition, ſo wie jene der Gemeinden Wehr und Oeflingen dem Großh. Staatsminiſterium zur geeigneten Beruͤckſichtigung zu uͤberweiſen.

16) Die Gemeinden Huͤfingen und Pfohren bitten um Verwendung, daß die ſeit 1790 bis 1821

zwiſchen dieſen beiden Orten beſtandene Landſtraße, Verhandl. d. II. Kammer 1844, 26 Vrot.-Heft.

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welche im Jahr 1821 als ſolche aufgehoben wurde, wieder in den Straßenverband aufgenommen werde.

Die Petenten bringen vor, es ſeye dieſe Straße darum aug dem allgemeinen Straßenverbande ausge— ſchloſſen worden, weil man beabſichtigte, den Guͤter⸗ zug und Verkehr der uͤber Donaueſchingen fuͤhrenden Straße zuzuwenden, weßwegen auch dort zur Erleich— terung der Fuhrwerke der ſogenannte Kirchberg abge— graben worden.

Deſſen ohnerachtet benuͤtzten aber die ſchweren aus dem Wuͤrttembergiſchen in die Schweiz und aus der obern Gegend des Seekreiſes und Conſtanz nach Frei— burg und in dag Breisgau fahrenden Fracht- und Korn- wagen, mit Umgehung von Donauefhingen, nady wie vor diefe Strafe, indem folje fúr diefelben viel bez quemer, gefahrlofer und auh 12,168 uf fürzer feye.

Die Unterhaltung diefer 14,340 Fuß langen Strafe habe die beiden Gemeinden in den Jahren 1840 big 1843 mit Subegriff des Strafenwerthes 1104 fl. ge- foftet, welhe Summe fie neben Dem, wag fúr Unters haltung der úbrigen Vicinalwege aufgewendet werden muͤſſe, gleichſam fuͤr den Staat zu bezahlen habe, wag man ihren unbemittelten Buͤrgern nicht wohl zumuthen koͤnne.

Ihre Commiſſion, meine Herren, iſt bei dieſer Gad- lage der Anſicht, daß die fragliche Straße entweder in den Straßenverband wieder aufgenommen, oder aber den Petenten ein verhaͤltnißmaͤßiger Staatszuſchuß zur Unterhaltung derſelben verwilligt werde, und traͤgt ſo— nach auf Ueberweiſung der Petition an das Großh. Staatsminiſterium zur geeigneten Beruͤckſichtigung an.

17) Die Gemeinden Salem, Rickenbach , Ho— henbodmann, Billafingen , Seelfingen, Bam— bergen, Ernatsreuthe, Lippertsreuthe, Frik— kingen und Owingen bitten um Verwendung, daß die von Salem uͤber Owingen durch das Thal nach Stockach ziehende Poſt- und Vicinalſtraße in den all⸗ gemeinen Straßenverband aufgenommen werde, und zwar aus folgenden Gruͤnden:

Schon im Jahr 1828 ſeye dieſe Straße von Sr. Koͤnigl.

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