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berůbren, und mir fofort eine furze Beleudjtung des Bes richts der Minoritaͤt der Commiſſtion erlauben.

Der Geſetzentwurf hat ſeine Vorlage nicht äuſſern Ver⸗ haͤltniſſen zu verdanken, wie der Hr Nbg. Welder vor ausſetzte. Er iſt auch nach meiner Ueberzeugung kein Rückſchritt, ſondern ein bedentender Fortſchritt, und bez ruht auf demſelben Grundgedanken, worauf der urſprüng— liche Entwurf beruht, welchen die Regierung im Jahr 1834 vorgelegt hat. Er entwickelt aber dieſen Grund— gedanken auf eine viel beſſere, gerechtere und billigere Weiſe. Nach dem Grundgedanken, worauf das Geſetz beruht, ſoll den Vermoͤglicheren ein ſtaͤrkerer Einfluß auf die Entſcheidung der wichtigen Angelegenheiten der Ge— meinden und auf die Wahlen geſtattet werden. Dieſen Grundſatz wendet der Geſetzentwurf unbedingt nur auf die Staͤdte über 3000 Seelen an. Die Minorität Der Commiffoi beſtreitet zwar im Allgemeinen dieſen Grund⸗ fatz, macht aber doch zwei Conzeſſionen. Sie gibt erſtens zu, tap in den vier groͤßern Staͤdten der große Ausſchuß beſtehen ſolle, in den uͤbrigen aber beſtehen duͤrfe, und daß in allen Faͤllen eine verhaͤltnißmaͤßig groͤßere Zahl von Vermoͤglichen in den Ausſchuß treten ſolle. Sie huldigt dem ausgeſprochenen Grundſatz zweitens durch das Zugeſtaͤndniß, daß der Gemeinderath von bem gro- ßen Ausſchuß gewaͤhlt werden fol, fo wie durch den Vorſchlag, bei den direkten Wahlen der Buͤrgermeiſter alle Gemeindeglieder auszuſchließen, die kein Steuer⸗ kapital von mehr als fuüͤnfhundert Gulden beſitzen. Ihre allgemeinen Einwendungen gegen den Regierungsentwurf reduziren ſich im Weſentlichen auf die Behauptungen: 1) daß das Steuerkapital kein Repraͤſentant der Intel — ligenz und Charaktertuͤchtigkeit, und eben ſo wenig als eine Garantie zu betrachten ſey; daß der Regierungs⸗ entwurf die natuͤrliche Gleichheit verletze, den Saamen der Unzuſriedenbeit ausſtreue, und den Zunder der Zwie⸗ tracht in die Gemeinden werfe. 2) Daß insbeſondere die Wahlrechte ihrer Natur nach unuͤbertragbar ſeyen, und das Syſtem der mittelbaren Wahlen in den Gemeinden als unbedingt und ſchlechthin verwerflich erſcheine. Wenn ich auch zugebe, daß das Vermoͤgen uͤberhaupt, und eben ſo wenig die Steuerkapitale in einzelnen individuellen

Faͤllen keinen Maßſtab der Intelligenz und der Charak⸗

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TOT NNN Xi ER è—* 34 Verhandlungen der zweiten Kammer. Sechsundzwanzigſte öͤffentliche Sitzung am 18. Mai 1837

tertüchtigkeit bilden, ſo koͤnnen ſie doch im Durchſchnitt in derjenigen Klaſſe der Staatsbuͤrger dafuͤr gelten, auf welche das Geſetz ſeinen Grundſatz anwendet. Ich meine die produktiven Klaſſen, welchen die eminente Mehrheit der Gemeindebürger angehoͤrt. Im Allgemeinen kann man ſchon ſagen, daß in derjenigen Klaſſe, deren Lebensberuf produttive Arbeiten ſind, der Intelligenz und anderen moraliſchen Eigenſchaften, der Arbeitſamkeit, dem Fleiß, der Sparſamkeit die oͤkonomiſchen Erfolge nie fehlen wer⸗ den. Jedoch muß man in Beziehung auf den Grundge⸗ danken des Geſetzentwurfs den großen Unterſchied beach⸗ ten, der zwiſchen den Staͤdten und dem platten Lande Statt findet. Auf dem Lande erhalten in der Regel die Armen oder weniger Wohlhabenden, und aud die Wohi- habendern, die gleiche Erziehung. Die Kinder der einen und der audern Klaſſe beſuchen die gleiche Schule. Die Erwachſenen ſind in demfelben Gebiete der Produktion thaͤtig, und der Unterſchied iſt nur der, daß der Wohl⸗ habende weniger angeſtrengt arbeitet, ſondern die Arbeit mehr beaufſichtiget und leitet, als ſelbſt Hand anlegt, und beſſer lebt, als der weniger Bemittelte. Daher wird in

der Regel bei dem Landmann das Daſeyn der natürlichen

Anlagen entſcheiden. Die hervorragend Reichen bilden nur einzelne Ausnahmen auch in groͤßeren Landorten. Ales dieſes iſt anders in den Städten. Die unterſten Klaſſen, beſonders in den größern Staädten, ſtehen ſehr häuſig in ihrer intellectuellen und moraliſchen Bildung unter der größern Maffe der Landleute. Die Verſchiedenheit der Beſchäftigung und noch andere Verhältniſſe erklaͤren dief, und idh habe nidit nöthig, mich hierüber weiter anszulaſ⸗ ſen. Dagegen benutzt in den Staͤdten der Wohlhabendere und Reichere die beſſere Gelegenheit, die fuͤr die Erzie⸗ hung ſeiner Kinder die beſtehenden hoͤhern Unterrichtsanſtal⸗ ten darbieten. Sodann iſt an ſich klar, daß in dem Ger biete der Gewerbe dem Talent, der Intelligenz, der Spar⸗ ſamkeit und dem Fleiß es nicht ſchwer faͤllt, auch von der Mittelloſigkeit zur Wohlhabenheit, und ſelbſt zum Reich⸗ thum empor zu ſteigen. Ungluͤcksfaͤlle machen eben fo eine Ausnahme, wie beſondere Gluͤckszufälle, allein die Ges ſetzgebung darf nur die große Mehrheit der Faͤlle ins Auge faſſen. Man darf alſo mit Recht behaupten, daß das Steuerkapital im Durchſchnitt und in der Regel als ap⸗

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