Venedig Pal. Barbarigo Casa Gregori 8 febr. 92 Theurer Freund! Dein lieber Brief machte mir die grösste Freude— ich sehe die beiden Bilder in aller Herrlichkeit strahlenden Farben vor mei- nem Auge, so lebhaft, als wäre ich eben aus Deinem Atelier gekommen und wan- derte nun, in besuchendem Eindruck befangen, träumend den Reuterweg hinab der Gutleutstraße zu. Könnte ich Dir nur auch gleich eine Skizze senden von dem Meer, das wir heute Nachmittag im wunderbarsten Spiel des Sonnenlichtes am Lido ent- lang wanderten. Hier hast Du es: siehst Du wie zart, und licht blau der Himmel darü- ber lächelt, in welch' uner- gründlich tiefem Blau es sich ausbreitet? Doch nein—