feld, eine in jeder Beziehung ausserordentliche, kühn und gross empfindende Frau be- wundert Dich leidenschaftlich. Ihr einziger Wunsch ist, Dich und Deine Frau kennen zu lernen— ich verspreche ihr jedesmal, dass Ihr im Frühjahr auf einige Wochen hierher zu uns kommt! An Euch ist es, dies meine Versprechen zu halten— es ist mein liebster Traum, mit Dir Venedig zu sehen und durch Dich neu zu erleben. Es ist und bliebte einzig auf der Welt in Allem: Natur, Kunst und Geschichte. Der Plan mei- nes Werkes wird immer grösser: in Verbindung mit Geschichte, Sitte und Kultur, möchte ich diese ganze Venetianische Kunst in Architektur, Skulptur und Malerei schildern— täglich gestaltet sich mir das Bild umfassender. Es würde ein Werk in einer Reihe von Bän- den werden entspräche es meinen Ideen und könnte ich ein paar Jahre hier blei- ben. Fortdauerdn arbeite ich beseelt von tiefer innerer Erregung.— Ob es mir ver- gönnt sein wird? Dieses Venedig ist nicht eine Stadt, es ist ein Individuum, und ein solches Werk würde gleichsam eine Biographie.— Ein kleines, höchst wunderbares Erlebniss erscheint mir von guter Vorbe- deutung. Ich will es Dir erzählen. Du hast vielleicht die Freundlichkeit
die Geschichte mir zurückuzsenden, da ich sie gerne meinen Eltern und einigen Freunden schickte und nicht die Zeit habe,