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Stadttaths-Bekanttlniachiingen.

j. ^Bekanntmachung.^ Alle diejenige Hauseigenthümer, welche sich entschlossen haben, ihre Gebäude in einem höheren Werth der Brand-Assekuranz einzuverleiben, als sie bisher -arm ausgenommen waren, wert:n aufge­fordert, längstens bis Dienstag den 21 . dieses Vormit­tags bey der Rathsfchreiberey dahier sich zu melden, und ihre Namen aufzeichnen zu lassen, damit alsdann das weiter Nöthige besorgt werden kann.

Lahr , den iS. Jänner 1817.

Stadtrath dahier.

Fischer.

sVekanntmachungJ In Gemasheit der im diesjähri­gen Wochenblatt Nro 1. eingerückten Aufforderung ha­ben sich mehrere Weiber von hier gemeldet, um als Ge- sindeverdingerinnen angestellt zu werden. Bon den sich gemeldeten Weibern sind folgende z instruirt und verpflich­tet worden,,nemlich:

Christin Rees, des Nachtwächters Ehefrau, Schreiner David Fingado's Wittib, und Schnallenmacher Johannes Lesers Ehefrau, an welche sich also die Herrschaften, welche Gesinde su­chen, und das Gesinde, welches Dienst und Anstellung suchet, zu wenden, und sich bei Vermeidung namhafter Straie sonsten keiner unangesteüten Gesindeverdingerin- nen zu bedienen, indem nur die genannte drey Weiber sich damit abgeben zu dürfen die Erlaubniß haben Ent­weder das Gesinde, welches einen Dienst suchet, oder die Gesinde suchende Herrschaft, mithin derjenige Theil, welcher die Gcsiiidevecdingerin anstellt und beauftragt, hat dieser für Verschalung eines Dienstes oder eines Gesinde 30 Kreutzer Belohnung zu bezahlen.

Welches hiemit zur öffentlichen Keunniiß gebracht, und außer obigen 3 Weibern jeder andern Person das Geschäft einer Gesindeverdingcnn bey rmal rgstündiger Gefängnißstrafe untersagt wird.

Lahr , den 16. Januar 18:7.

Stadrath dahier.

Fischer. Diels.

Bekanntmachungen

sArmen-Cassc.j Der gute Geist, der die hiesigen Ein­wohner hinsichtlich unserer Armen-Anstalt so trefflich beseelt hat, scheint auch auf unsere benachbarte Ortschaf­ten übergehen zu wollen, indem heute unserer Verrech­nung von zwei Freunden der Armen aus einem uns nabe gelegenen Ort durch Vermittlung eines hiesigen Wohl- thäters der Armen n fl. emgeschirkt wurden. — Neh­met hier Ihr gute Menschen dafür unfern herzlichen Dank.

Lahr , den .6. Jan. ,317.

Die Armen-Deputation.

sArmen-Sache. Suppen Anflalt.j Unserer Suppen- Anstalt wurde wieder zum Geschenk gemacht:

» Feuerzange, > Ankenbrecher, eine Siebe und 1 Sr Grundbirn, nebst allerlei Grünes . Sodann Nach­

laß au einem Sack Salz * fl. z6 kr. und mehrere Eure sendungen von 6, 8, rr und 24 kr. für r bis r Schop­pen Suppe.

Dies allgemeine Anerkennen der guten Sache ist u»S un­erwarteter Lohn, und wird uns wo möglich, zu noch gross fern Anstrengungen anlreiben.

Lahr , den j?. Jänner 1817.

Die Armen-Deputation.

2 . fEmpfehlung.) Unterzeichneter macht hiermit bekannt, daß er sich dahier etablirk hat, und alle mögliche Sorten Bildweberarbeit in Leinen «»& Baumwoll, so wie baumvollene Schnupf, und Halstücher, feine Siamorfe und Moufeline ver- fertigt, sowohl für eigene Rechnung als für Kun­den welche die Garne dazu geben; er verspricht billige nnd gute Bedienung und bittet um geneig­ten Zuspruch. Seelbach , im Jänner isi7,

Marx Binder, Kunstweber.

2 . fSchmidt-Handwerkszeug feil.) Bei Anton Schmidt, Schmidkmeifter in Hrrbolzheim, ist ein gut erhaltenes vollständiges Handwerkszeug m billigem Preis zu verkaufen.

2 . fChemifcheBleiche.) Unterzeichneter empfiehlt sich im Bleichen der Baumwolle, Leinengarn und fo weiter, im billigsten Preis, wo man solches za jeder Zeit in 8 Tagen wieder haben kann. Er ver­spricht sich bald daS Zutrauen erworben zu haben, besonders da fein Bleichen vorzüglich wegen der Stärke und Weiße den größten Beifall erhalten wird. Lahr , den 14. Jänner 1817.

Carl Mörstadt, Strumpfweber.

2 . fCbaife feil.) Bei Chaisenmacher Schabt dahier steht ein halbnenes gut conditionirtes ein- und zweispänniges EhaiSchen billigen Preises za verkanten.

2 . Wohnung zu verlehuen re.) Bey Andreas Kessel meyer, Rothgrrbcr, sind 2 Stuben nebst Küche im ober« Stock zu verlehuen und bis künf­tige Ostern zu beziehen. Auch hat derselbe gute» Kleeheu und Futterstroh zu billigem Preise zu ver­kaufen.

2 . Lahr. fFlachSfeil.) Bei Handelsmann Ro­sen lecher ist seiner FlachS zu 32 fr, daö U zu haben.