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teiHit formen fey Euch der Mann des Volkes! --- WüMget den Namen „ Freimüthig" nicht zu solch Schmählichem herab. Der Freimüthige ist ein Mann voll frohen Muthes — Muth ist aber weder Frivolität, noch ausgelassene Schmähsucht oder grobe Tollkühn­heit, es giebt nur einen Muth für das Heilige, Rechte, Gute, Edle; und wer diesen in seinem Wort und in seiner Lhat beurkundet furchtlos und ungescheut, der ist ein freimüthiger deutscher Mann; heilig aber und über Alles theuer waren dem deutschen Manne von jeher seine Fürsten und seine Verfassung. Lenket Eure Wahlen auf wahre Volksmänner. Diese thun sich kund, durch achtdeutschen Biedersinn, treue Anhänglichkeit an Fürst und Volk, Besonnenheit und bescheidene Klug­heit, «nd festen Charakter, Muth und Entschlossen, heit, wenn es gilt des Vaterlandes Sache. Des Va­terlandes Sache ist aber zugleich Sache de- Fürsten «nd des Volkes —— Wer diese beiden trennen mochte, ein Erzfeind ist er dem Vaterlande, und eine verderb­liche Schlange, die sich nie in den Rath der Männer deS Vaterlandes schleiche — — dafür macht Euch das Volk verantwortlich, das seine heilige Sache in Eure Hand niederlegte! — Darum prüfet, wessen EeisteS Kinder sie sind!

Dir Liebe zu Fürst und Volk gienq bei unfern Alt- vordem auS Religiosität hervor. Wählet daher Män­ner von Religion! — Ihr Grundcharakter ist aber Gehorsam, nicht der schmeichelnd kriechende, sich schmie­gende, Lenksame, sondern der Besonnene, feste und freie, der aus der Achtung des Gesezes und der Liebe zum Gesetzgeber, und zum Guten sproßt, der die Macht des Regenten — komme sie vom Himmel zur Erd« — oder steige sie von der Erde zum Himmel — alS heilige Verwalterin der Sach« Gottes auf Erde verehrt, und gerne dienet — solch ein Reich zu grün­den, zu verbreiten.

Bei den Alten ist Bedächtlichkeit, Besinnung, klu­ger Rath und Erfahrung — — Möge sich im Rathe d«S Volkes die Kraft der That dazu gesellen und vor allem Besonnenheit und erprobte Erfahmng daS Feuer der raschem Zugend mildern —- bezähmen!

Der Geist unserer Zeit fordert von jedem Manne,

der öffentlich wirken will, wissenschaftliche Bildung, unerläßlich ist diese dem Repräsentanten des Volkes. In einem Nimbus gelehrter Vielwisserei und spitzfin­diger Sophismen hüllt sich oft der Geist der Lüge nnd der Tücke. -- Man gehe ihm mit gründlicher Gelehrt­heit zu Leibe, ung zerfließen wird der Schein, in sei­ner verächtlichen Blöße der Lügengeist dastehen und in die Schlupfwinkel verkriechen, die Finsterniß Und Nacht ewig bergen mögen! —

Brüder! seht auf euer» hohen Beruf! Zeiget, daß die Badener, auf die das ganze deutsche Vater­land blicket, ten Beweis liefern, wie sehr sie der land­ständischen Verfassung würdig find, und mit welch' ächt - deutschem Sinne sie dieselbe ergreifen; — und Ihr zum Volksrathe Abzuordnenden! beurkundet es, daß Ihr die Trefflichsten seyd, die den Sinn des Re­genten und die Meinung des Volkes klug und vor­sichtig einigend, die Stütze des Volkes und des Für­ sten , und werth sind, den schönen Namen, Männer des Volkes, Väter des Vaterlande- zu tragen.

Von einem Wahlmanne.

Obrigkeitliche Bekanntmachungen.

Schulde« - Liquidationen.

Andurch werden alle diejenigen, welche an folgende Personen etwas zu fordern haben, unter dem Prä­judiz , von der vorhandenen Masse sonst mit ihren For­derungen ausgeschlossen zu werden, zur Liquidation der­selben vorgeladen. — AuS dem

Bezirksamt Ettenheim .

(2) zu Ettenheim an die Sebastian Haasschen Eheleute, auf Montag den 1. Febr. d. I. Morgen« 9 Uhr im Ochsen allda.

<s) zu Rust an Friedrich Schwörers Witt we, auf Mittwoch den 3 . Februar d. I. früh um 9 Uhr im Ochsen daselbst.

Vermögen- - Untersuchung.

(,) Um die Vermögens-Verhältnisse des Hirsch wirths Joseph Müller zu WalterSweyer genau