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Das menschliche Herz schlagt 43,83o,ooo Mal in einem Zahre — nun rechnet, wie viel das auf ein sechzigjähriges Alter betragen mag, und wundert euch nicht, wenn so manches sich müd' und matt klopft, und am Ende mit Freude stillsteht!

Zwei Matrosen wanden ein Seil in die Höhe, und konnten nicht so schnell damit fertig werden, als sie wünschten- „Zum Leusel," rief der Eine ungeduldig, „wo bleibt denn das Ende?" „Gib Acht!" versetzte der Ander«, „das haben sie gewiß abgeschnitten."

Zn einem dem Departement des Löstet benachbarten Departement (näher wird der Orr nicht angegeben) wurde kürzlich bei der Versteigerung des Nachlasses eines Dorfpfarrers, als man im Keller ein Faß weg­nahm, unter dem Faßlager, ein Koffer gefunden, welcher folgende Gegenstände enthielt: 30,000 Gold­stücke; eine reich mir Rubinen besetzte Uhr, noch voll­kommen wohl erhalten, so daß sie gleich wieder ging, als man sie aufzog; ein mit Brillanten besetztes Porträt (das Bild ist verwischt), eine Menge anderer Kostbar­keiten, Kelten, Ringe, zusammen in einem Werlhe von mehr als 5o,ooo Fr. Ausserdem fand man in dem Koffer noch Schuldverschreibungen, meist von Spielverlusten,' im Werihe von mehr als einer Million, meist von hohen Adeligen an dem Hofe Ludwigs XIV. während dessen Minderjährigkeic herrührend und zu Gunsten des Kardinals Mazarm ausgestellt.

(Reitende Kellner.) Die Kunstreiterei greift ohne Gränzen um sich. Zn Berlin ist ein neuer Garten er­öffnet worden, worin die Kellner zu Pferde reitend bedie­nen. Gleich beim Eintritt in den Garten nimmt man zwei Cavalleriekellner wahr, der eine ist roth, der andere grün umformirt. Alles Verlangte wird den Gasten zu­geritten: Kaffee, Wein, Thee , Würste, Schinken u.s. w. Die Geschicklichkeit der Kellner, welche im schnellsten Carriere den Gästen die Getränke verabreichen, ohne auch nur einen Tropfen davon zu verschütten, sollen alles bis jetzt Gesehene in der Kunstrciterei bei weitem übertreffen!

(Schreckliche Wirkung der Tortur.) Im Jahre i5i8 wurden »ach der Erzählung des Chronisten Micrä- lius zu Stettin vier Mörder und Kirchenräuber ergriffen, welche lange Zeit ihre Verbrechen unencdeckt getrieben hatten. Um dieser Menschen willen waren unschuldig verurkheilk und hingerichtet worden: 3 Prediger, 17 Küster, 80 andere Männer, 18 Frauen und Jung frauen, zusammen >>8 Personen. Alle diese waren fälschlich in Verdacht geralhen und durch die unerträg­lichen Schmerzen der Folter dahin gebracht worden, sich ohne Grund als schuldig anzugeben.

Schädlichkei« der Arsenik ent haltenden Farben.

Z» grünen Anstrichen für die Zimmer sollte» Farben ver­mieden werde«, welche mit Arsenik brreirek sind. Das sogenannte Schweinfurter Grün ist in dieser Beziehung besonders gefährlich. Es lost sich von de« Wände« ab, kommt als Staub in die Luft; auch wird der Arsenik wohl in der Luft selbst aufgelöst, was namentlich bei Tapeten, die mit solchen Farben gemalt sind, zu berücksichtige» fein dürfte.

Kirchenbuchs -Auszüge.

Geboren:

^ Den 3. Juli. Anna Maria; Vater: Konrad Pfeffer, Bürger und Kiefermeister.

Den 4. Maria Anna; Vater: Joseph Krauß, Bür­ger und Fischer.

Den 4. Elisabeth; Vater: Joseph Distelzweig, Bür­ger und Tagwerker.

Den 5. Anna Franziska; Vater: Bernhard Stürzel, Bürger und Maurermeister aus Zell.

Den 8 . Heinrich; Vater: Toussaint Zerer, Bürger und Fuhrmann.

Den 8 . Johann, von Rosalia Wernert v. Ortenberg .

Den 9. Anna Herminä Friederika; Vater: Herr Karl Braunstein, Großherzogl. Amtmann dahier.

Den 10. Karl Friedrich, von Genofeva Gailer.

Getraut:

Den 11. Juli. Anton Hund, Bürger und Metzger- meister, mit Theresia Gaß von Weier.

Gestorben:

Den 7. Juli. Gottfried Wußler, von Elisabeth Wußler, 9 Tage alt.

Den 8 . Joseph Thalmann, 49 Jahre alt, Bürger und Schlossermeister.

Den 10. Joseph Sommerer, 86 Jahre 6 Monate alt, verwittweter Bürger und Bäckermeister.

Den 11. Martin Schöpflin aus Effringen, 22 Jahre alt, lediger Schneidergeselle.

Fruch

Das Malter

Waizen . . . Kernen . . . . Halbwaizen . .

Korn . . . .

Gerste . . . .

Welschkorn. . . Haber . . . .

t-Mitrelpreise

vom 8 . Juli.

vom 11. Juli.

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Mit einer Beilage.

Redacrion, Druck und Verlag von I. Otteni.

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