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SBo der Fasan auch schwär«» in den Gebüschen» Den man so hoch bei mürben Trüffeln schätzt,

Und wo die Schnepfe wohnt» die an den Tischen Die schönste Kröne auf die Mahlzeit setzt.

und welche Lust, die Hügel dort zu seh'n,

Mit Lickt umkränzt und frischer Lebenslust!

Wo sanft« Winde uns entgegen wehe»

Mit himmlisch-süßem Weinbeerblüthenduftz Wo der Gesträuche hohes Schöpfungswunder,

Die edle Rebe prangt im Sonnenschein;

Sie ziert de» Tisch mit Rheinwein und Burgunder, Liebfrauenmilch und gutem MvSlerwein.

Drob freu' ich mich in unsren Regionen;

Doch höher schwingt sich noch mein froher Sinn« Denk' ich mich zu den Mandeln - und Zitronen- Und Pomeranzen-Hainen Welschlands hin; und zu den heit're» Fluren, die uns bringe« Zimmt, Ananas und Zucker und Kaffee,

Manch indisch Vogelnest vor allen Dingen,

Und China's hoch gepriesnen Kaiserthee.

Wird Vieles gleich durch Menschcnkunst bereitet, Kommt Alles doch, Natur', aus deiner Hand;

Die Würste, die aus Straßburg man verbreitet; Lebkuchen, uns von Nürnberg hergesandt;

Ei» fetter Pudding, wie ihn London spendet;

Ein Chocolad > Crem, sein und ertra < süß ;

Ein Parmesankäs, wie ihn Mailand sendet,

Ligueur von feinster Sorte aus Paris .

Wie viel noch könnt' ich von Pasteten sagen, Mit zarte« Gänselebern vollgepfropft;

Bon Anisbrvd, »VN fetten Schwartenmagen,

Von Sauerkraut mit Gänsefett gestopft;

Von Punsch, von Laberdan , von Mandeltorten, Krebssuppen mit Gewürz und edler Kraft, Sardellensauce, berühmt an allen Orten,

Gebrat'nen Austern mit Zitronensaft >.-

Da wässert mir der Mund bei solchen Bissen;

O welch ein Glück ist'S doch, ein Mensch zu sei» ! Und sollt' ich auch gleich manches and're missen, Bleibt nur, Natur! dein reicher Segen mein,

So weih' ich dir mit Freuden Leib und Seele, Sammt Sinnen, Herz und Magen und Verstand, Gefühl und Appetit und Hals und Kehle,

Wag alles ich empsteng aus deiner Hand.

Und wenn durch hohe Kunst die großen Geister Dein Reich noch zu verschönern, sich erfreu'», Hinauf bis zu dem großen Küchenmeister Und Zuckerbäcker Alle dir stch weih'»;

Ö möcht' es dir einmal doch auch gefallen,

Die gold'ne Zeit zu bringen für die Welk,

Wo für uns mit den Leckerbissen allen,

Die Mahlzeit ewig würde ausgestellt i

's ist Alles Rauch.

An meinen Bruder Joseph.

Mein Bruder! Von der Wiege bis zur Bahre Entschwinden, wie man rechnet, achtzig Jahre,

Wohl hundert auch, wie's in der Bibel steht.

Doch bin ich früh zu der Erkenntniß kommen Und he« ist mir das Sprüchlein aufgcklommen:

's ist Alles Rauch, was aus der Welt besteht!

's ist Alles Rauch. Wenn drum stch trüb entfalten Der schnellen Horen wechselnde Gestalten,

Und manches stch «ach deinem Wunsch nicht dreh«;

Dann stopfe deine Pfeife in der Stille Und sprech' zu ihrem blauen Dampfgehülle:

's ist Alles Rauch, was auf der Welt besteht!

's ist Alles Rauch. Dem kargen Erdenleben Sind Schweiß und Muh'« und Qualen nur gegeben»

Und ach! sein Glück ist Augenblicks verweht.

Heut küßt es dich und morgen ist's entschwunden,

Noch keiner starb, dem es sich stets verbunden.

's ist Alles Rauch, was auf der Welt besteht!

's ist Alles Rauch. Ob dir ln Durbachs Weine Dein Sternlein scheinet, ob im Freudenhaine Dein Fuß auf dufterfllllten Pfaden geht»

Ob du dich quälst mit der Sorgen Plunder,

's ist einerlei, du mußt in's Grab hinunter.

'S ist Alles Rauch» was auf der Welt besteht!

's ist AUes Rauch. Der Ruhm, der Alles blendet» und seinen Glan; vom Pol zum Pole sendet,

Die Ehre, di« a« Stab des Geizes geht,

Die Hoffnung mit erlogenen Chimären —

Wie oft muß wahre Lieb' des Lohns entbehren! —

's ist Alles Rauch, was auf der Welt besteht!

's ist Alles Rauch. Die Aerzte, Theologen»

Wie habe» dir nicht schon die Welt betrogen!

Und ach, das Recht, wie gräulich wird's verdreh«!

Die Weltweisheit strahlt im erborgten Schein«

Und holpert an dem schweren Zweifelssteine:

'S ist Alles Rauch, was auf der Welt besteht!

Der wähnt des Weibes baar stch frei im Leben,

Der sucht sein Heil als Eh'herr zu erstreben,

Doch fühlt er bald, daß er im Joche steht.

Der rechnet wuchernd auf des Golds Chatoullen,

Da kommt der Tod und tauscht es aus mit Nullen r 's ist Alles Rauch, was auf der Welt besteht!

's ist Alles Rauch. Vom nicht »erstandnen Traume Der Kindheit bis zum offnen Grabesraume.

Und wenn der GreiS an seinem Rande steht,

Ihm noch einmal verklungene Zeiten winken,

Dann muß er sprechend in die Grube sinken:

's ist Alles Rauch, was auf der Welt besteht!

Einst kommt die Zeit, wo Mond und Sonne rauchen»

Die Sterne stch in einen Gluthstrom tauchen,

Und Alles glüht im allgemeinen Brand,

Die Meere kochen, Cbtmbvrasso's brennen,

Ein großer Ofen ist die Welt zu nennen,

Und Rauch wird Alles, was hier einst bestand.

Schwarzenau. «arl Huber.

Verschiedenes.

Ein Gutsbesitzer wurde äußerst aufgebracht, wenn sein« Unterthanen, statt «hm den gehörigen Respekt zu erweisen, von der Ferne schon auswichen, sobald sie seiner ansichtig wurden. Einst sah er auf einem Spaziergang ebenfalls zwei Menschen, die bei seinem Anblicke sich im Gebüsche verkrochen. Er ging auf sie zu, suchte sie auf, und fand, daß es Betteljuden waren. „Warum habt ihr euch ver« steckt vor mir?" fragte er entrüstet. „Wir haben unS gefürchtet, gnädiger Herr!" erwiederten sie.— „Lieben, lieben sollt ihr mich, und nicht fürchten!" rief er, indem er sein spanisches Rohr ergriff und die Juden derb durch, bläute.

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