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[3] Offenbur«. (Nachricht.) Der erste öffent­liche Eursus in der Englischen Sprache, in wöchentlich vier Lehrstunden (Montag, Mittwoch, Freitag und Sonn­abend) beginnt am Montag den 19. März im Locale der städtischen Gewerbschule, und zwar für die erste Abtheilung von 5 — 6 Uhr und für die zweite Abtheilung von 6 — 7 Uhr Abends. Das Honorar wird immer nur auf emen Monat mit Einem Gulden und Dreißig Kreuzer vorausbezahlt. — Anmeldungen werden noch täglich von 8 bis 11 Uhr Vormittags im Hause des Herrn Apothekers Rehmann entgegengenommen.

Pachtgesuch. Es wird eine halbe Zeuch Acker am Detngarkenweg zu pachten gesucht — von wem sagt der Herausgeber dieses Blattes.

Warnung.

Unterzeichnete warnen das Publikum, stch vor den be­zahlten Maklern, welche stch unter allerlei Gestalten am Bahnhöfe den Fremden aufdrängen, zu hüten; besonders wenn solche nach Amerika auswandern, so «erden sie genötdizt, in die Blume zu gehen, welcher Herr Agent ist; wir glauben zwar nicht, daß diese Leute im Sold des Agenten Held sind.

Wir fordern aber auch zugleich die andern Wirthe, sowie die Tisenbadn-Polizei aus, sich dieser Sache anzunehmen, damit die Reisenden nicht der Spieldall dieser Leute sind, denn diese Makler gingen soweit, daß sie uns sagten, wenn wir zu viel Geld hätten, so sollen wir nur in das von un­verlangte WirtdshauS gehen, da würden wir es schon los­werden; wir würden viel besser und woblseiler in Straßburg logiren, als in Kehl , — nur in der Blume sei es billig.

Kehl , den 12. März 1849.

Zohann Georg Buck von Münchweiler .

Zohann Weisser von da.

Anna Maria Heinzmann von Konigsselden.

Erklärung.

Man sucht da- ehrenrührige Gerücht über mich zu ver- brriken, als hätte ich in Peterskhal einen Scheinkaus über ein Hofgut abgeschlossen, um einen Gläubiger um 700 fl. zu bringen, für d-ffen Forderung sich der angebliche Verkäufer verbürgt habe.

An diefem Gerüchte ist k-in wahres Wort. Der fragliche Verkäufer, der keine eigenen Schulden, wohl aber ein werth- volles Hosgut besitzt, hat letzteres nicht zu veräußern gedacht, und ich noch weniger dasselbe gekauft oder zu kauten je im Sinne gehabt. Zudem wird der Gläubiger der 700 fl von dem Haupkschuldner Befriedigung erhalten, und ist ein Rück griff auf den Bürgen nicht zu befürchten.

ES kann daher nur einem elenden, niederträchtigen Schuf­ten und erbärmlichen Lügner einfallen, folche boshafte, ver- laumderische Angriffe aus die Ehre Anderer zu erfinden und zu verbreiten.

Oppenau , den >2. März «849.

Georg Ronecker, Xordwafferbauer.

BolkS-Berei«.

Laut Beschluß des Vorstandes ist künfrigen^Mntzag keine Versammlung, weil Freunde des VolksvereinS Sonntag den 18. dieses Monats in Griesheim zusammen kommen.

Offenburg , den 14 März «849.

Der Borstand.

Anfrage.

Wird der hiesige Volksverein aus den Schmähartikel gegen die Tendenz der Lolksvereine in Rv. 20 dieses Blattes, überschrieben: -Offene Ansprache an meine Ritbür- er!- und von einem fteien Bürger, vor welcher Sorte uns je Vorsehung bewahren möge, ausgehend, nichts erwiedern?

Politische Nachrichten.

Deutsche Angelegenheiten. «82. Sitzung der Na­tionalversammlung vom 8. März. Nachdem der Austritt mehrerer Mitglieder, unter welchen auch der fromme Hoff- mann aus Ludwigsburg , der sich mit sriner Partei so viele Mühe gegeben hat, in die Paulskirche gewählt zu werden, augezeigt war, stellte Bischer aus Tübingen einen Antrag, die österr. Regierung durch die Centralgewalk auszusordern, Aufklärung zu geben über ihr Verhälkniß zu Rußland , dessen Truppen in Siebenbürgen eingerückt seien und noch in größe­rer Zahl an den Grenzen/«ch sammeln. Der Antrag wurde an den Ausschuß für die österr. Angelegenheiten verwiesen. Hieraus brachte die Tagesordnung die Beratdung über die noch rückständigen Paragraphen der Grundrechte an die Reihe und wurde in der 183. Sitzung vom 9. d. M. fort­gesetzt. Hierauf stell» Eisenstuck den Antrag, daß die zwei» Lesung des Wahlgesetzes oorgelegt und zur endgültigen Be rathung und Beschlußfassung gebracht werde; dieser Antrag wurde als dringend anerkannt. Andere meinten, man könne das Wablgefttz nicht eder endgültig feststellen, bevor die Ver. fassnng festgestellt fei. Nach heftiger Debatte wurde der An­trag Eifenstuck's mit 262 gegen «82 Stimmen verworfen. — ver preuß. Bevollmächtigte soll sehr unzufrieden sein mit dem Reichswahlgefetze und Vorhaben, die Regierung zu einer wei­tern No» gegen diese- Gesetz zu veranlassen. Deßhald dringt die Gegenpartei so entschieden auf ungesäumte Beschlußfas­sung über da- Wahlgesetz, damit die zu erwartende Note zu spät komme. — Eine österr. Psundnv» ist wieder in Frank­ furt angekowmen; Boxern, Hannover , Sachsen und Würt­ temberg — also die Königreiche — haben stch derselben an­geschlossen, diese laut«: l) die Reich-regierung wird von einem Direktorium geführt; 2) dieses wird von 7 Fürste» oder ihren Stellvertretern besetzt. Dieses viereciorium be­steht aus: ») de« Kaiser von Oesterreich (oben an!); d) dem König von Preußen; o) dem König von Bayern ; d) au» einem durch Württemberg , Baden, den beiden Hodenzvllern und Lichtenstein ; e) aus einem durch Sachsen und die fachst- schenHerzogihümeraebst den reußischen Fürstenrhümern; f)«u» einem durch Hannover , Braunschweig , den beiden Mecklen­ burg , Schleswig-Holstein und Louenburg, Hamburg , Bremen und Lübeck ; 8) aus einem durch beide Helfen, Hessen-Hom­ burg , Nassau, Luxemburg , Limburg , Waldeck , Lippe-Den mold, Schaumburg-Lippe und Frankfurt gewählten Fürsten .

3) «n der Spitze der Regierung steht ein Reichsstatthalter.

4) Abwechselnd von Zohr zu Zahr bekleidet der Kaiser von Oesterreich oder der König von Preußen diese Würde, u.s. w

Oesterreich. Es ist nun zu Tage gekommen, was man «n Olmütz ausgesonnen har: eine Sooft des preußischen Staats­streiches — eine octropirte Verfassung; wie es dem König von Preußen zu lange wähne, bis die verfassunggebende Versammlung in Berlin und Brandenburg mir einer Ver­fassung fertig wurde, so wurde es auch dem Kaiser von Oesterreich zu lange, bis seine --Lieben und Getreuen-- in Wien und Kremster damit zu Stande kamen; wie der König seine Reichsversammlung deßhald aufloere, so auch der Kai­ser. Diese Verfassung erstreckt stch auf alle zue Monarchie gehörigen Gebiete, mithin auch aus Ungarn und die Lom dardei-nebst Venedig . — Der selige Winker hat in den zwan­ziger Zähren einmal in der badischen Kammer gesagt, als man die Regierung mit Gesetzesvorlagen überhäufen wollte: --Meine Herren, man macht die Gesetze nicht so geschwind, wie man Kornnickel macht-; und der Bundestag wurde in 32 Zähren nicht fertig mit einem Preßgefetze, und unser ba­disches Strafgesetz brauch» mehrere Zähre und koste» Hun- derttaüsende, bis es fertig war, und ein Zollgesetz über Ein­fuhr von russischen Pudelhaaren halte früher soviel Mona« ebrancht, als die Berliner und Olwützer Minister Tage rauchten zum vollständigen Gebäude einer Alle« umge- stallenden Reichsverfassung: ver Mensch kann Alles, wenn