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S Offenburg . (Ballanzeige.) Heute, Dienstag den 12. d.M. , wird . . ! bei Unterzeichnetem öf
fentlicher Ball statt fi nden, zu welchem auch anständigen Masken der Zutritt gestattet ist. Eintrittspreis 18 kr. Anfang Abends 7 Uhr. Hierzu ladet höfliche ein: G. Trautvetter
zum Salmen.
(1 ] Offenburg. lFonepianv-Brrkaus.) Ein sechSoctavigeS, in gutem Zustande fich befindliches Fortepiano ist zu verkaufen, und das Nähere bei Hauptlehrer Köhler zu «kragen.
Sehr gute schwarze und
[3] Osfenburg (Anzeige.) reifee Dime ist zu feaben bei
Xaver Michl.
Osfenburg. (Rebwürzlinge-Verkauf.) Aus der Rrb- schule des ». Walter sind dreijährige Rebwürziinge zu sehr billigen Preisen zu erhalten bei
jmm Pserdverkaus. Ein fehlerfreies, braunes Mv sechsjähriges Pferd (Wallach), das gut zugeritten
ist und sich ganz besonders zum einspännigen Fuhr- Iwerk eignet» ist um billigen Preis zu kaufen. — Bon wem? sogt die Expedition dieses Blattes.
Renchen . (Anzeige.) Der Unterzeichnete ist als Unter ogem vom Laupiogenten in Baden , C. Nestler & Comp, in Mannheim , der einzig regelmäßigen amerikanischen Post- schiffe zwischen London und New-Jork angestelll. Diese Linie besteht aus 18 „roßen gekvpserten Dreimastern t. Klaffe, zwischen 8 dis 1200 Tvnnengehalk; diese fahren regelmäßig am 6.» t3., 2t und 28. jeden Monats des ganzen Jahrs von London ad, und bieten den Auswanderern durch ihre billigen Preise, durch ihre erfahrenen Capitäne und die Pünktlichkeit ihrer Abfahrten Dortheile dar, welche keine andere Linie zu geben im Stande ist.
Wegen Passage- und nähern Bedingungen wende man sich in portofreien Briefen an den bevollmächtigten Unteragenten
Stehle,
Osfenburg. (Wohnungsvermietbung.) Wegen Abreite des Notars Castorph ist deffen Wohnung zu vermieiden. Dieselbe besteht in 5 Zimmern, 2 Mansardenzimmern, Küche, besonderem Speicher und Keller. — Das Nähere zu erfragen bei Schmiedmcister Grvmer dahier.
Osfenburg. (Vungverkauf.) Ein Haufen guter Dung ist zu verkaufen — bei wem? sagt der Herausgeber dieses Blaues.
Für Auswanderer,
welche im Anfänge des FrüdjahrS ihre Reise nach New-Bork antreken wollen, habe ich zwei Schiffe angelegt, die am 1. und 13. März in ee gehen. — Nach New-OrleanS und Galvefton gibt e« zur gleichen Zeit gute Gelegenheit Zur Sicherung der Plätze ist es nötbig. daß man sich baldmöglichst an mich oder weine Agenten wendet Mannheim , iw Januar 1850.
£ W Nenner.
Agenten.
In Achern : Herr Wilhelm Fautz.
Zur Tagesgeschichte.
Badisches. Ein Artikel der Biene enthält Nachrichten, daß die Flüchtlinge und Demokraten alles Ernstes einen abermaligen Einfall vom Oberelsaß und der Schweiz aus beabsichtigen; Südfrankreich , Elsaß und Deutschlothringen seien schon ganz für die Unternehmung eingenommen. Die Unternehmung habe zunächst Württemberg im Augenmerk, wo die Demokratie blüht. Man wird aber darauf gefaßt sein, die Gäste gehörig zu empfangen.
In Pforzheim leben die Bijouterie- (Goldgeschmeide-) Fabriken, und m Ettlingen die Spinnereien wieder zu erfreulicher Thätigkeit auf. — Staatsrath Bekk wird eine Schrift über seine Verwaltung seit 1848 herausgeben. — Welcher hat die Wahl in die Kammer abgelehnt; dieser rüstige Kampfer scheint müde zu sein — gönnen wir ihm die Erholung, um einst mit erneuter Kraft auftreten zu können. — Bassermann ist mehrmals in Norddeutschland gewählt worden, er wird aber nur in Baden eine Wahl annehmen in das Dolkshaus nach Erfurt . — Domcapitular Hirscher ist von der Universität Freiburg in die erste Kammer gewählt. — Unsere Artillerie ist nun ihrer Wiederherstellung nahe; die Ofsiciere sind bereits ernannt; Oberstlieutenant v. Theobald wird sie commandiren; Stabsvfficiere sind die Majore Maier und Ludwig; Havptleute: v. Faber, v. Warschau , v. Röder, Zerom und v. Holzing. Die übrigen Ofsiciere der Artillerie werden in der Cavallerie und Infanterie verwendet werden. — Auf dem Bahnzuge von Mannheim nach Friedrichsfeld sprang eine gefangene Weibsperson aus dem in vollem Laufe befindlichen Wagen und kam unbeschädigt ins Freie.
Auswärtiges. In Württemberg ist die Demokratie wieder sehr thätig bei den Wahlen in die neue Kammer, und sie wird wieder durchsetzen. — Auf dem Gute des Grafen von Neipperg , Schwiegersohn des Königs, sind die Scheunen und Oekonomiegebäude abgebrannr; das Volk stand da und regte sich nicht, um zu löschen: das ist ein gefährlicher Brand, der in Württemberg um sich gegriffen!
Bayern . Die von den 4 Königen vorgeschlagene Reichsverfaffung soll nun der Eröffnung des Reichstages in Erfurt zuvorkommen, und ein siebenköpsiges Directvrium an der Spitze haben; Deutschland soll in 7 Kreise gctheilt werden; ein Volkshaus soll durch Wahl aus den einzelnen Ständekammern hervvrgehen; Oesterreich will sich mit allen seinen Nationalitäten (Italien ausgenommen) einwerfen.
Preußen. Von der Beschwörung der Verfassung in Berlin wissen wir, daß sie mit großen Feierlichkeiten am 6. begangen worden ist; wie dieser Tag für Preußens Zukunft, so ist er auch in Preußens Vergangenheit denkwürdig: er ist der Geburtstag des großen Chursürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg , des Gründers der Größe Preußens. — Die Reichstagswahlen gehen rasch voran, und meist im Sinne des Ministeriums Brandenburg ; Brandenburg und Mankeuffel werden vielfach gewählt; Letzterer hat in einer Wäblerversammlung ausgesprochen: er werde mit dem edlen von Gagern Hand in Hand geben. — Bei den Kammern wurde ein sehr schönes Gesetz vorgelegt: Die Landwehr und Reservemannschaften sollen, wenn sie zum Kriege einberufen werden, für ihre Familie im Falle der Bedürftigkeit eine Unterstützung erhalten; sie besteht in Freiheit von Schulgeld, Gemeindelasten, Kreislasten, ärztlichen Kosten und in einer monatlichen Geldunterstützung von 1 Thlr. 10 Sgr. für die Frau und 15 Sgr. für jedes Kind, und einem halben Klafter Prügelholz. - Zwischen Preußen und dem Herzogthum Braunschweig ist ein Militärvertrag abgeschlossen worden, wonach die Braunschweigischen Truppen auf 15 Jahre mit der Preuß. Armee einverleibt werden; 5000 Braunschweiger werden nach Schlesien, 5000 Preußen nach Braunschweig gelegt.
Oesterreich. Der Regierung ist es nun sehr ernst mit dem Anschluß an den deutschen Zollverein, nur will sie