Dienstag, 8. JuU IMS
Ein Fünfzehnjähriger macht das Rennen
Lörracher Rundstreckenrennen auf dem „Alemannen*Ring“ bringt ausgezeichneten Sport
Lörrachs schneller und schöner Rennkurs am nordöstlichen Stadtrand verfehlte auch in diesem Jahr seine Anziehungskraft auf die sfidbadiscfaen Motorsportfreunde nicht. Rund 25 000 Zuschauer umsäumten die Strecke, auf der es auch in diesem Jahr schöne und schnelle Rennen gab, die das Publikum restlos zufriedenstellten. Einmal mehr zeigte es sich, daß Rennen für Nachwuchsfahrer vielleicht nicht so schnell, dafür aber mindestens ebenso kampfreich wie die der Fabrikfahrer sind und auf jeden Fall das sportliche Moment im Vordergrund haben. Unter dem Gesichtspunkt der Nachwuchsförderung darf das diesjährige Lörracher Rundstreckenrennen wieder als voller Erfolg bezeichnet werden. Nachdem das Schaulnslandrennen in diesem Jahr nicht ausgetragen wird, ist das Lörracher Rennen zugleich als Höhepunkt der südbadischen Motorsportsaison zu bezeichnen.
Zwei Vorläufe der „Kleinen“
TJm das große Feld der Klasse bis 125 ccm zu „sieben“, wurden zwei Vorläufe nötig, deren schnellste Fahrer den Endlauf bestritten. Der erste Vorlauf Stand klar im Zeichen des Schwabenhausener NSU-Fahrers Horst Kaßner, der gleich nach dem Start die Spitze übernahm und die Führung während der ganzen fünf Runden nicht abgab. Interessanter verlief der zweite Vorlauf, der auch wesentlich schneller wurde. Die drei Puch -Fahrer Mäder, Heck und 'Feßler wurden nqch interessanten Positionskämpfen während der ganzen fünf Runden knapp von dem Ingolstädter Klingenschmidt auf einer Werk-DKW geschlagen.
Hutes Duell bei den Seitenwagen
Das erste Rennen um einen Klassensieg bestritten die Seitenwagen über zehn Runden. Der Singener De Monte auf Norton, Fath, Ursenbach , auf BMW , Rubato, Schussenried , auf BMW , und Hepp aus Tettnang bildeten nach den ersten Runden eine Spitzengruppe, die sich ein spannendes Rennen lieferte. Hepps Maschine hielt die Jagd aber nicht lange mit, so daß die drei anderen unter sich den Endkampf ausmachten, den De Monte mit Hagspiel im Seitenwagen schließlich knapp für sich entschied, während Romano Rubato sich auf seiner BMW kurz vor dem Ziel noch auf den zweiten Platz Vorarbeiten konnte. Hinter Fath wurde Hepp noch sicherer Vierter.
löjähriger schlägt alles!
Aus den beiden Vorläufen der 125-ccm-Klasse bestritten die siebzehn Zeitbesten den Endltuf. Das Rennen entwickelte sich zu einem überaus spannenden Kampf. Kaßner, Klingenschmidt und der Tutt- llnger Puch -Fahrer Mäder übernahmen bald die Spitze und schafften auf die nächste Gruppe mit Locarek, Feßler und Schneider einen klaren Vorsprung. Nach der Hälfte des Rennens, in der fünften Runde, löste der 15jährige Kaßner den bisher führenden Klingenschmidt ab und fuhr nun unter dem Jubel des Publikums ein großartiges Rennen, des ihm einen unerwarteten und schönen Erfolg brachte. In der zweit
letzten Runde ging Klingenschmidt zwar noch einmal an Kaßner vorbei, aber der junge Schwabenhausener war auf der Hut und brachte seine NSU zur Freude seiner als Betreuerin anwesenden Mutter als erster über die Ziellinie. Ein großer und schöner Erfolg, zu dem man dem talentierten Nachwuchsfahrer nur gratulieren kann. Hinter ihm änderte sich nichts mehr. Klingenschmidt wurde Zweiter vor Mäder, und mit
großem Abstand folgten Locarek, Feßler und Schneider vor dem Hauptfeld auf den nächsten Plätzen. Mit 85,8 kmst. verbesserte Kaßner auch den Rundenrekord seiner Klasse, der auf 85,7 kmst. stand.
Spannender Zweikampf der Ü50er
In der Klasse bis 250 ccm wiederholte sich das Bild eines scharfen Duells um den Klassensieg, das wir in der 125-cm-Klasse gesehen hatten. Nachdem Esdar auf Seiner Dürkopp die erste Runde als Anführer des noch geschlossenen Feldes überstanden hatte, ging Walter aus Landshut auf seiner NSU an die Spitze, dicht gefolgt von Ernst aus Lampertheim auf der Eigenbau-Wigy. Esdar verlor auf die beiden immer mehr Boden, führte aber klar die folgenden Fahrer, unter denen Friedlin aus Brombach immer besser wurde, an. In der zweitletzten Runde überholte Ernst den Landshuter , doch stieß dieser in der letzten Runde wieder zur Spitze vor und gewann knapp vor Ernst, während sich Esdar an der dritten Stelle behauptete. Friedlin wurde Vierter vor dem DKW -Fahrer Vili- mek, Mannheim . Die schnellste Runde drehte Walter mit 91,3 kmst.
Auf seiner selbsthergerlchteten Horex gestaltete Franz Rösch aus Bleibach das Rennen der 350-ccm- Klasse zu einem großen Erfolg, der ihn auf dem Weg zur Lizenz ein gutes Stück nach vorne gebracht haben dürfte. Souverän zog Rösch vom Start seine Runden an der Spitze und fuhr einen Vorsprung von zeitweise zwanzig Sekunden heraus. Hinter ihm konnten nur Kronmüller auf seiner AJS und dessen Markengefährte Schmitz, Adenau , das große Tempo über die Distanz von 15 Runden mithalten. Unangefochten fuhr Rösch sein Rennen zu Ende, während Kronmüller und Schmitz um den zweiten Platz verbissen kämpften, den schließlich Kronmüller knapp behauptete. Keiner der anderen Fahrer vermochte hier in die Entscheidung einzugreifen. Pech hatte der Freiburger Horex- Fahrer Walter Fischer, der nach abgewunkenem Rennen aus der Bahn getragen wurde und sich einen Beinbruch zuzog. In diesem "Rennen war übrigens ein neuer Rundenrekord fällig. Kronmüller erreichte bei der Verfolgung von Rösch mit 94,7 kmst. eine bessere Zeit als der Vorjahressieger mit 94,5 kmst.
Schnelles Rennen in der Halbliterklasse
Im Rennen der 500-ccm-Klasse fuhr Schaflltzel aut BMW aus Herbertshofen einen überlegenen Sieg heraus. Auf halber Distanz übernahm er von Reisiegel aus Mannheim die Führung und baute diese in ausgezeichnetem Stil weit aus. Der zweite Platz des Mann-
Die Hitze forderte ihre Opfer
Titelverteidiger Stöber abermals badischer Strafienmeister
Bei drückender Hitze verteidigte der badische Straßenmeister 1951 Hermann Stöber, Linkenheim , am Sonntag in Pforzheim unter 63 Teilnehmern seinen Titel auf der fünfmal zu durchfahrenden 29 Kilometer langen Strecke Pforzheim , Wilferdingen, Nöttingen, Ellmendingen, Dietlingen, Pforzheim mit einer Gesamtzeit von 4.05 stunden. Stöber siegte mit einer Radlänge Vorsprung vor Hans Hinschütz. Rellingen . Dritter wurde Manfred Maier , Tiengen ; 4. Fritz Schlimm, Karlsruhe . Auf den Plätzen fünf bis zehn folgten Bürgin, Schopfhelm; Schühle, Baden-Baden ; Lang und Benz, beide Heidelberg ; Volz, Waldhof, und Marx, Mannheim .
Die badische Meisterschaft der Jugendlichen gewann der vorjährige zweite deutsche Meister R. Steeger, Singen a. H., im' Endspurt vor Hermann Roth. Linkenheim ; Max Schleif, Sinzheim . In dieser Klasse, die die Rennstrecke zweimal zu durchfahren hatte, waren 32 Teilnehmer am Start.
Durch die Hitze waren die Ausfälle, besonders bei den Junioren, erheblich. Bei den Jugendlichen ging jedoch eine 20 Mann starke Spitzengruppe dichtauf durchs Ziel.
„Little Mo“ neuer Tennisstar Nummer Eins Die letzten Titel im Wimbledonturnier vergeben
Beim klassischen Wimbledon -Turnier in England wurden am Wochenende die letzten Titel vergeben. Dabei schaltete die erst 17jährige amerikanische Tennismeisterin Maureen Connolly die gesamte bisherige Weltklasse aus. Durch einen Sieg von 7:5, 0:3 über die dreifache Meisterin Louise Brough (USA ) gewann sie den Titel im Damen-Einzel und krönte zugleich ihre Tennislaufbahn. Nach einem verhältnismäßig schwachen Start — sie begann ihr Debüt in Wimbledon mit einer Schulterverletzung und mußte sich zwischen den einzelnen Kämpfen immer wieder ärztlich betreuen lassen — steigerte sie von. Spiel zu Spiel ihre Leistungen und konnte als Debütantin ins Finale Vordringen, wo ihr im ersten Anlauf Sieg und Titel zufielen.
Im Damen-Doppel wurden die Amerikanerinnen Doris Hart/Shirley Fry mit einem 8:6-, 6:3-Sieg über ihre Landsmänninnen Louise Brough/Maureen Connolly Wimbledon-Sieger. Hart/Fry verteidigten damit erfolgreich ihren im Vorjahre errungenen Titel.
Auch im Herren-Doppel verteidigten die Australier Frank Sedgman/Ken McGregor durch einen 6:3-, 7-5-, 8:4-Sieg über Vic Seixas/Eric Sturgess (USA/Süd afrika ) erfolgreich ihren Titel.
Wimbledon-Sieger im Gemischten Doppel wurden Doris Hart/Frank Sedgman (USA/Australien ), die im Endspiel Thelma Long/Enrique Morea (Australien / Argentinien ) 4:6, 6:3, 6:4 schlugen.
Der Australier Frank Sedgman war mit drei Titelgewinnen — im Herren-Einzel, im Herren-Doppel und im Gemischten Doppel — erfolgreichster Teilnehmer des Turniers.
Poenegenspiel in Offenbarg
Im Rahmen der südbadischen Poensgenepiele empfingen die Damen “ des Offenburger Tennisclub am Sonntag die erste Damenmannschaft des Freiburger
TC. Die Freiburgerinnen gewannen (bei 38 Grad im Schatten) überlegen mit 5:1 Punkten und treffen damit in der Vorschlußrunde auf den Sieger der Begegnung TC Rot-Weiß Baden-Baden — TC Rastatt. Ergebnisse (Freiburger TC zuerst genannt):
Einzel: Fräulein Weihe — Lemp 6:, 6:0; Frau Jockers — Schmidt 6:3, .6:0; Frau Huck — Gamstät- ter 6:2, 6:4; Frau Baum — Zeller 6:1, 6:1.
Doppel: Fräulein weihe/Frau Baum — Lemp/ Schmidt 6:1, 6:1; Frau Huck/Fau Jockers — Zeller/ Gamstätter, Freiburg , zurückgezogen.
Mixed-Turnier "heim FTC
In einem internen Mixed-Turnier, das der Frei burger Tennisclub über das Wochenende auf seiner Anlage durchführte, siegte in der Klasse A Fräulein Weihe/Sven Müller und in der B-Klasse Fräulein Zeh/Böde.
Aufstieg zur Tlschtenni*-L«idesliga
Freiburger FC — SV Schopfhelm 11:5
Im ersten Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die badische Tischtennis-Landesliga kamen die Spieler des Freiburger FC in Schopfhelm zu einem überzeugenden ll:8-Erfolg. Zwar war der Start der Freiburge r recht schwach — die ersten beiden Doppel und das erste Einzel gingen verloren. Dann aber wartete der Freiburger Altmeister Bauer mit einem sensationellen 21:l-Satzerfolg auf, der den Wohl entscheidenden Anschlußpunkt brachte. In den folgenden Spielen mußte teilweise hart gekämpft werden, denn die Gastgeber spielten gekonnt und mitwollem kämpferischem Einsatz. Gegen die technische und taktische Überlegenheit der Freiburger aber konnten sie nicht aufkom- men. Durch Siege von Klapper, Beye, Bauer, Vogel und Hackbeil kam dar FFC schließlich zu einem verdienten ll:5-Gesamterfolg.
helmers war aber nicht gefährdet, dagegen wurde um die folgenden Plätze zwischen Sieler, Bernau, auf BMW , Harter, Tailfingen , auf BMW , und Sartori aus Garmisch verbissen Runde für Runde gekämpft. Dieses Rennen war ein schöner Abschluß des 2. Motorrad- Rundstreckenrennens in Lörrach , das mit wenigen Ausnahmen, reibungslos verlief. Die wenigen Unfälle entstanden durch Unvorsichtigkeit des Publikums. Streckenärzte und Rotes Kreuz leisteten Erste Hilfe, so daß keine ernsthaften Folgen zu verzeichnen waren.
Resultate: 125 ccm: 1. Kaßner, Schwabenhausen, NSU, 18.23.0 =* 83,3 kmst.; 2. Klingenschmidt, Ingol stadt , DKW , 18.23.2; 3. Mäder, Tuttlingen , Puch , 18.23.4; Locarek, Augsburg , Puch , 18.39.0; 5. Feßler, Friedrichs hafen , 18.41.0. — Schnellste Runde: Kaßner, 85,8 kmst.
258 ccm: 1. Walter, Landshut , NSU, 17.55.0 «= 85,4 kmst.;
2. Ernst, Lampertheim , Wigy, 17.55.5; 3. Esdar, Biele feld
, Dürkopp , 18.08.5; 4. Friedlin, Brombach, NSU. 18.55.2; 5. Vilimek, Mannheim , DKW , 18.19A. — Schnellste Runde: Kronmüller, 94,7 kmst. , |
350 ccm: 1. Rösch, Bleibach , Horex, 25.03.1 - 91,6 kmst.; 2. Kronmüller, Mannheim , AJS, 25.14.8; 8. Schmitz, Adenau , AJS, 25.14.2; 4. Rau, Weinheim , Nort .n, 26.03,5; 5. Fiedler, Freiburg , Horex, 26.12.0. — Schnellste Runde: Kronmüller, 94,7 kmst.
500 ccm: 1. Schaflltzel, Herbertshofen, BMW , 24.47.3 - 92,8 kmst.; 2. Reisiegel, Mannheim , Triumph, 25.31.0;
3. Sieler, Bernau (Obb.), BMW , 25.23.5; 4. Sartori, Gar misch . Triumph, 25.27.2 ; 5. Bingert, Singen, Norton, 25.36.5. — Schnellste Runde: Schaflltzel, 98,6 kmst.
Seitenwagen bis 580 ccm: 1. De Monte/Hag spiel, Singen, Norton, 18.41 =81,9 kmst.; 2. Rubato/v. Wuten- au, Schussenried . BMW , 18.44.0; 3. Fath/Stein, Ursen bach , BMW , 18.45. — Schnellste Runde: De Monte/ Hagspiel, 85,1 kmst.
BMW startet nicbt auf der Solitude
Die bayerischen Motorenwerke gaben am Sonntag in München bekannt, daß sie wegen der Entwicklungsarbeiten an der neuen 900-ccm-Rennmaschine beim Weltmeisterschaftslauf auf der Solitude am 20. Juli nicht teilnehmen, da die Arbeiten noch nicht zum Abschluß gebracht wurden. Das Werk will jedoch seinen Fahrern Georg Meier , Walter Zeller und Kraus/Huser beim Rennen „Rund um den Schotten“, das am 13. Juli als deutscher Meisterschaftslauf ausgetragen wird, eine Startmöglichkeit bieten. BMW will außerdem mit seinen Fahrern am Ende der Rennsaison noch bei einem anderen weltmeisterschaftslauf starten.
Deutsche B-Lei&tathleten siegten .
Bei drückender Schwüle schlug die deutsche * B- Mannschaft am Sonntag im Luxemburger Stadion die Leichtathletikvertretung des Großherzogtums erwartungsgemäß klar mit 100:51 Punkten.
Ergebnisse: 100 m: 1. Wittekindt <D». 18-7 Sek.: 3. Sturm (D), 11.9; 200 m: 1. Pohl (D), 22,2 Sek.; Z Sche- fer (L), 22.2; 408 m: L Huppertz (D), 49.6 SÄ. hWlen (D), 48.8; 888 m: 1. Surray (D). 1-56J Min.; 3. Wieget (D), 1.55.4; 1506 m: 1. Barthel <L), 3A1A Min.; 3. Emde (D). 3.54.7; 5000 m: 1. Brenner (D), 15.19k Minuten; 2. Schnepp (Dl, 15.23.3; 118 m Hürden: L Theümann CD),
15.5 Sek.; 2. Fonck (L), 15k: 4X188 m: L Deutschland.
43.3 Sä.; 2. Luxemburg , 42.4: 4X488 m: L Luxemburg,
3.20.3 Minuten; 2. Deutschland, 3.24k; Weitapning: L Göbel (D), 7,12 m: 2. Gleim (D). 6,97 m; Hochsprung:
I. Naumann (D), 1,86 m; 2. Jeims (D), 1,85 m; Stabhochsprung: 1. Thenee (D), 2k8 m; 2. Gleim (D), 3,48: Kugel: I. Riese (D), 14k5; 2. Rosendahl (Di. 13.77 m: Diskus: 1. Rosendahl CD), 45,33 m; 2. Riese (D), 42.73; Speer : I. Kosehel (D), 64,49 m; 2. Keller CD), 68,33 m.
Deutsche Jugendmeint ersehnt t«
Bei den deutschen Leichtathletikjugendmeisterschaften in Kassel kamen die Meister durchweg erst nach harten Kämpfen zum Stege.
Ergebnisse: Weibliche Jugend: Hocksprung: 1. Hannelore Rosche, Lübeck ; 2. Maria Sturm. Fürth ; 3. Inge Kilian, Braun schwelg; 4 Ingrid Glittenberg, Wupper tal ; alle 1,52 m. Kugelstoßen: 1. Edelgard Anhoff, Cbar- lottenburg, 12,41 m; 2. Mathilde Marti, Maljersdorf,
II, 84 m. Männliche Jugend: 3860-m-Lauf: 1. Klaus Bremer, Bremen , 9.05k Min.: 2. Franz Voggenreiter, München , 8.06.4 Min.; 3. Bernhard Fischer, Menden , 0.06.6 Min. Hammerwerfen: 1. Ewald Römer, Herne . 38,10 m; 2. Ingo Schnell, Stuttgart . 37.95 m; 3. Heinz- Günther Jöhnk, Kiel , 37,57 m. Stabhochsprung: 1. Gustav Meyer, Cloppenburg , 3,40 m; 3. Rudolf Schneider, München , 3,48 m; 3. Winfried Bramhoff, Oberhauaen, 3,30 m.
Ergebnisse am Sonntag: Männliche Jugend: 188 n: Müller, Kornwestheim , 11.1 Sek. 488 m: Mevius, Lü beck , 5lk Sek. Ile m Hürden: Höltacher, Holzminden , 15k SÄ. 1088 m: Körte, Unna , 3.33.9 Min. 3888 m Bahngehen: Köllner, Frankfurt a. M., 14.56.2 Min. Diskus: Reisiger, Oberhausen , 43,89 m. Weltsprung: Büttel, Pfungstadt , 8,7o m. Speerwerfen: Scfamid, Landsberg , 56,05 m. Weibliche Jugend: 188 m: Schuh, Münster .
12.5 Sek. 80 m Hürden: Bercto, Augsburg , 12.1 Sek. Diskus: Hausmann, Rheinhausen , 38,83 m.
Neuer Weltrekord von Fanny Blankers-Koen
Die holländische Olympiasiegerin Fanny Blankers- Koen lief am Samstag über 188 Yards in s'Graven- hage mit 10.8 Sekunden einen neuen holländischen Rekord. Die Zeit liegt auch unter der offiziellen Weltrekordzeit von 18.7 Sekunden, die von Marjorie Jackson (Australien ) am 31. März 1850. aufgestellt wurde. Die Australierin lief am 8. März in Sydney bereits 10.4 Sekunden. Jedoch ist diese Leistung bisher noch nicht als offizieller Weltrekord unerkannt.
Schlechter Wechsel kostete Weltrekord Ein schlechter zweiter Wechsel war-am Samstag im Londoner White-City-Stadion daran schuld, daß Australiens Mädel Strickland, Johnstone, Cripps und Jackson den Leichtathletik-Weltrekord in der 4X110- Yards-Staffel verfehlten. Sie stellten allerdings mit einer Zeit von 46,9 Sek. den von einer südafrikanischen Staffel seit 1951 gehaltenen Rekord ein. Margery Jackson gewann außerdem die 100 m in 11.7 Sek. und die 300 m in 24.2 Sek. Beide Zeiten sind international gesehen erstklassig und wurden in diesem Jahre lediglich durch Fanny Blankers-Koen (Holland ) mit il.4 bew. 23.7 Sekunden unterboten.
Deutsche Handballmeisterschaft
Sowohl der RSV Mülheim, wie auch Oeynhausen verpaßten am Sonntag die Chance, ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft einzuziehen. Mülheim verlor gegen Polizei Hamburg 16:12 und Oeynhausen bezog in Dietzenbach eine sensationelle Niederlage von 18:8. Damit steht wieder offen, wer das Endspiel um die “ deutsche Handballmeisterschaft bestreiten Wird.
FT-Handballer verteidigen den Stadtpokal
Herbolzheim schlägt den Freiburger FC — Buggingen muß noch lernen
Die fünf Handball-Mannschaften, die sieh am Sonntag im Freiburger Mösle-Stadion an einem Turnier um den Handball-Pokal der Stadt Freiburg beteiligten, hatten nicht nur gegen den jeweiligen Gegner, sondern auch gegen die tropische Hitze und liegen den Staub auf den Plätzen zu kämpfen. Trotzdem lieferten sich die Teilnehmer zum Teil schnelle und einsatzfreudige Spiele, wie sie die nur wenigen Zuschauer nicht erwartet hatten. Überraschend stark zeigte sich hierbei die Elf aus Herbolzheim . Im Spiel gegen den FFC wurde sie von den Einheimischen anscheinend als zu leicht befunden. Die Antwort erfolgte dann auch prompt durch einen verdienten 4:2-Sieg der Herbolzheimer, die hierdurch mit dem FFC punktgleich wurden, auf Grund des schlechteren Torverhältnisses aber den dritten Platz belegten. Auch Bug
Südbadens junge Athleten im Kommen
Gesamtbadische Schüler- und Juniorenmeisterschaften in Freiburg -St. Georgen
Die von der Arbeitsgemeinschaft der Schwerathletikverbände Süd- und Nordbeden dem Athlettk- sportvarein Germania Freiburg-St. Georgen anläßlich seines 66jährigen Jubiläums übertragenen gesamtbadischen Schüler- und Juniorenmeisterschaften wurden ln dem Freiburger Vorort zu einem großen sportlichen Ereignis. Weit über 300 Teilnehmer aus beiden Landesteilen wären mit Freude in die Breisgaumetropole gekommen, um hier ihre Meister im Rasenkraitsport, Gewichtheben und Ringen zu ermitteln. Schon vor wenigen Wochen hatte es sich bei den Jugendmeisterschaften ln Daxlanden gezeigt, daß nach spätem Start auch der sübadisehe Nachwuchs zur starken nordbadischen Konkurrenz aufgeschlossen hat und diese Schüler- und Jhniorenmeister- schaften fügten einen Beweis dazu, daß tatsächlich di« südbadlschen Kraftsportjünger den Weg des Erfolges beschritten haben. Die Wettkämpfer lieferten
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Ea war schon ein Wagnis des Weiler Eisenbahn- Sportvereins. bei tropischer Hitze und gleichzeitig mit dem Lörracher Rundstreckenrennen ein Handball-Turnier zu veranstalten. Trotzdem wohnten rund 500 Zuschauer den Spielen bei, die durchweg guten Sport brachten. Lediglich die Elf der Inns brucker Eisenbahner blieb dem Turnier fern. Für sie sprang die Weller Reservemannschaft ein.
Die Vorrunde wurde auf zwei Feldern ausgetragen. Die Mannschaften der ESV Ingolstadt und Reck linghausen wurden Sieger ihrer Gruppen. Im einzelnen gab es folgende Vorrunden-Resultate: Obergrafen Dorf — Mülhausen 8:2, Mannheim — Lörrach 1:6, Recklinghausen — Obergrafen Dorf 7:1, Mül hausen — Mannheim 7:5, Lörrach — Recklinghausen 2:3, Mannheim — Obergrafen Dorf 1:2, Lörrach — Mülhausen 7:4, Recklinghausen — Mannheim 9:8, Obergrafen Dorf — Lörrach 4:5, Mülhausen — Recklinghausen 1(7. Schlußstand: Recklinghausen 8 Pkt., Lörrach 6 Pkt., Obergrafen Dorf 4 Pkt.. Mülhausen 3 Pkt., Mannheim 0 Pkt.
Ingolstadt — Grenzach 7:L Kaufleute Basel — Weil n 11:2, Weil — Grenzach 1:4, Weil H — Ingolstadt 0:12, Kaufleute — Weil 8:2, Grenzach — Well H 8:4, Ingolstadt — Kaufleute 8:2, Well — Weil H 3:1, Kaufleute — Grenzach 3:5, Ingolstadt — Weil 6:2.
Schlußstand: Ingolstadt 8 Pkt., Kaufleute 4 Pkt., Grenzach 4 Pkt., Weil I 2 Pkt., Weil H 2 Pkt.
Die Schlußrunde am Nachmittag begann mit dem Spiel um den neunten Platz, den Mannheim durch einen Sieg gegen Weil H sich holte. Um den siebenten Platz schlug Mülhausen die Weiler I. Mannschaft mit 6:5, während um Platz fünf Grenzach zu einem 6:5-Sieg gegen Obergrafen Dorf kam. Die Elf von Rot-Weiß Lörrach schlug Kaufleute Basel um den dritten Platz klar mit 7:3, während im Endspiel Ingolstadt gegen Recklinghausen mit 8:3 die Oberhand behielt.
Fred Kirsch legt Berufung ein
Fred Kirsch, der Manager des deutschen Box- schwergewichtamelsters Hein ten Hoff , teilte am Samstag in Berlin mit, daß er gegen das Urteil des USA -Gerichts in Berlin , des ihn zu drei Monaten Gefängnis verurteilte, Berufung eingelegt habe. Kirsch sagte außerdem, daß der Tag seiner Abreise noch nicht feststehe und die inzwischen erfolgte Abreise seiner Familie nach den USA schon lange geplant war und mit dem Gerichtsurteil nichts zu tun habe.
sich trotz der drückenden Hitze erbitterte Duelle und man kann wohl sagen, daß kein Sieg/ verschenkt wurde. Mit Ehrgeiz und Idealismus packten diese kommenden Athleten ihr Handwerk an und zeigten den vielen interessanten Zuschauern, wie man kämpfen soll und kann. In der 50-Pfund-Klasae der Schüler war es der jüngste Sproß des Vereinsvorsitzenden Stadelbacher — Reiner Stadelbacher — der den ersten Meistertitel für die grün-weißen Farben von Germania Freiburg-St. Georgen erkämpfte. Mit Schneiderberger. SV Freiburg ; Topfsnik, Freiburg- Haslach , und Hummel, ASV Freiburg, setzten sich in, der Gewichtsklasse über 100 Pfund gleich drei Südbadener an die Spitze. Auch Staschull, Freiburg - St. Georgen ; Säbele, Freiburg -St. Georgen ; Schneider, Freiburg -Haslach ; Seger, Freiburg -St. Georgen ; Höliner, Fretburg-Haslach, und Meier, Appenweier , hielten sich in der Schülerklasse ausgezeichnet und kämpften sich bis in die Spitzengruppe vor.
Bei den Junioren wurde ln der Klasse 118 Pfund Helmut Maier, Freiburg -St. Georgen , gesamtbadlicher Juniorenmeister. Den zweiten Platz belegten in den verschiedenen Gewichtsklassen Heinzelbecker, Frei burg -St. Georgen ; H. Böhler, Freiburg -St. Georgen , und Hoff mann, Hornberg . Beachtlich hielten eich in dem großen Teilnehmerfeld auch Schüler. Kollnau ; Burgold, Freiburg -Haslach : Schneider, Freiburg -St. Georgen ; Böhler, Freiburg -St. Georgen, und Schneider. Urioffen. —
Die erfolgreichsten südbadlschen Gewichtheber waren Braun, Kuhbach; Heidinger, Freiburg -Haslach ; Gräfe, Rheinfelden ; Drüssei, Köndringen und Baumgärtner, Altenheim.
Im Rasenkraftsport wurden Wolfsperger. Kollmars reute , und Gutjahr, Kollmarsreute , gesamtbadische Juniorenmeister. Der Frelburg-St. Georgener R. Böhler wurde zweimal Zweiter.
Die Veranstaltung war von dem Jubiläumsverein Freiburg -St. Georgen gut vorbereitet und wurde zu einem schönen Erfolg für den Schwerathlet) Rzport.
Die Ergebnisse
Gewichtheben (Olympischer Dreikampf). Klasse bis 100 Pfund: 1. Rokoki, Sandhofen , 280 Pfund; bis 110 Pfund: 1. Hasselbach, Rheinhausen . 415 Pfund: bis 128 Pfund: 1. Nick laus, Heidelberg , 428 Pfund; bis 138 Pfund: 1. Meier, Neckarau , 480 Pfund* bis 148 Pfund: 1. Klug, Neckarau , 47« Pfund; bis 158 Pfund: 1. Hrdli- tschka. Durlach , 515 Pfund: über 158 Pfund: 1. Falk, cs-rmanla Karlsruhe . 548 Pfund.
Rasenkraftsport, junioren (Dreikampf): bis 125
gingen zeigte in Anbetracht der Tatsache, da# die Mannschaft nicht viel mehr als ein halbes Jahr Handball spielt, bereits eine ansprechende Leistung. In den vier Spielen konnte sie allerdings keinen Sieg erringen und landete auf dem letzten Tabellenplatz. Den zweitletzten Platz belegte der PTSV Jahn Freiburg . Jahn mußte auf das letzte Treffen gegen den FFC verzichten, da drei Mann der Elf ausgefallen waren. Durch einen glatten 7:2-Slsg über Herbolzheim sicherte sich im letzten Treffen des Tages die Freiburger Tumerschaft (früher 1844 Freiburg ) zum zweiten Male den Turniersieg. Die FT gab nur im Treffen gegen den FFC, das unentschieden 3:2 endete, einen Punkt ab. Alle anderen Spiele wurden glatt gewöhnen.
Die einzelnen Ergebnisse: Buggingen — FT 1:8: Herbolzhelm — FFC 4:2; FFC — FT 2:2: PTSV Jahn — Buggingen 5:8: Herbolzheim — PTSV Jahr 6:6; Bug gingen — FFC 6:7; Herbolzheim — Buggingen 10:3: FT — PTSV Jahn 8:1; PTSV Jahn — FFC 6:0 (Jahn verzichtet): Herbolzheim — FT 7:2.
Schlußtabelle
FT
4
3
1
0
2S.S
FFC
4
3
1
1
11:4
4
3
1
1
38:1«
PTSV Jahn
4
1
1
3
12:14
Buggingen
4
4
0
4
4:10
Unentschieden zwischen Berlin und Wien
Im internationalen Handball-Städtespiel trennten sich am Samstagabend in Berlin vor 7000 Zuschauern die Mannschaften’ von Berlin und Wien mit 14:14- (8:8)-Toren. Die Gastgeber lagen durchweg mit einem oder zwei Toren in Führung, doch rettete der Wie ner Torwart Rosenkranz seine Mannschaft vor einer Niederlage. Eine Minute vor Schluß schoß der Wie ner Freiwurfspezialist Mrttersteger den verdienten Aulgleich. Die mit sieben Nationatoplelem antretenden wiener enttäuschten leicht, obwohl sie das gefälligere Stürmerspiel zeigten. Torschützen: Wien : Mlttersteger (sechs), Hofmann (vier), Blegler und Riedl, (je zwei); Berlin : Abendroth (fünf), Käsler (vier), Krause (drei) und Schütze (zwei).
Pfund: 1. Schenk, Germania Karlsruhe, 203 Punkte; Steinstoßen: 1. Schenk, Germania Karlsruhe, 5,85 m; Gewichtwerfen: I. schenk, Germania Karlsruhe, 13,87 Meter; bis 140 Pfund: I. Wolfsperger, Kollmarsreute , 201 Punkte: steinstoßen: 1. Gutjahr, Kollmarsreute , 5,74 Meter; Gewichtwerfen: 1. Wolfsperger, Kollmars reute , 15,04 Meter: bis 180 Pfund: 1. Hörr, Sulzbach, 243,5 Punkte; steinstoßen: 1. Hörr, Sulzbach, 6 54 m; Gepichtwerfen: J. Herr. Sulzbach, 16,18 Meter; über 188 Pfunde 1. Gammisar, Karlsruhe , 385 Punkte; Steinstoßen: I. Gammisar, Karlsruhe , 7,58 Meter; Gewichtwerfen: i Gammisar, Karlsruhe. 19,88 Meter.
Schüler, Ringen: bis 158 Pfund: 1. R. Stadelbacher, Freiburg -St. Georgen ; bis 55 Pfund: 1. Beyerer, Schriesheim ; bis 68 Pfund: L Rühle. Heidelberg- Kirchheim ; bis 70 Pfund: l. Lautenschläger, Bruch sal ; bis 88 Pfund 1. Becker, Malsen; bis 88 Pfund: 1. Scherer, Bruchsal ; über 108 Pfund: I. Schneidenberger, SV Freiburg ; bis 108 Pfund: 1. Schmidt, Bruchsal .
Junioren, Ringen: bis 188 Pfund: 1. Rokiki, Sand hofen ; bis 119 Pfund: L Maler, Frelburg-St. Georgen ; bis 128 Pfund: 1 Ehmantx, Wlesentel; bis 128 Pfund: 1. Mayer, Viernheim ; bis 148 Pfund: 1. Weber, Sand hofen ; bis 150 Pfund: l. Martus, Kirrlach: über 158 Pfund: 1. Schahn. Heidelberg -Rohrbach. W. H