Nummer 88

Dienstag, 8. Juli 1952

rr

Der neue Etat der Stadt Freiburg

Veranschlagte Einnahmen 30 Millionen DM, Ausgaben 33 Millionen DM, mithin 3 Millionen DM Defizit

Faßt man die Übersicht, die Stadtrat Peter Kappes in den beiden vorausgegangenen Ar­tikeln gab, zusammen, so betragen die gesamten Einnahmen im ordentlichen Haushaltsvor­anschlag die Summe von 30 017 470 DM, die Ausgaben belaufen sich auf 33 128 420 DM, so daß 3110 950 DM als ungedeckter Aufwand verbleiben. Ob sich der Stadtrat zu einer Er­höhung der H^besötze bei der Grund- und Gewerbesteuer zur Deckung des Defizits ent­schließen wird, oder auf andere Weise einen Ausgleich versucht, werden die Etatberatungen im Plenum zeigen. *

Der heutige dritte Ap^ik.el beschäftigt sich eingehender mit den Stadt werken; in einem abschließenden Bericht wird der Verfasser den außerordentlichen Haushalts­voranschlag behandeln. DB.

%

Daß Sie aus diesem Grunde betriebstechnisch auf der Höhe gehalten werden müssen, ist selbstverständlich.

Die Nazizeit, der Krieg und die erste Nach­kriegszeit haben einen großen Nachholbedarf hinterlassen, dazu kommt die Erhöhung der Be­völkerungszahl und ihre Verlagerung in die Außenbezirke. Aus den Betriebseinnahmen allein können diese Aufwendungen nicht be­stritten werden. Wenn auph die Einnahmen der Werke ständig 1 steigen, so auch die regulären Ausgaben. Im Wirtschäftsplan des Wasserwerks erscheinen die Gesamteinnahmen mit 1 313 700 DM, die Gesamtausgaben mit 1 787 700 DM, was einen rechnerischen Verlust von 474 000 DM er­geben Würde. Das Gaswerk erhofft 5 835 300 DM Einnahmen und rechnet mit 6 711590 DM als Ausgabe. Das Elektrizitätswerk stellt als Ein­nahme 8 060 680 DM ein und als Ausgabe den­selben Betrag, während die Straßenbahn mit

III.

Nach den Vorschriften der Eigenbetriebsord­nung vom 81. November 1938 werden die unter dem Namen „Stadtwerke“ zusammengefaßten wirtschaftlichen Unternehmungen der , Stadt Freiburg (Gaswerk, Wasserwerk, Elektrizitäts­werk, Straßenbahn), insofern gesondert im Lahmen des. jeweiligen Haushaltsvoranschlags behandelt, als sie statt der Haushaltspläne dem Stadtrat sogenannte Wirtschaftspläne vorlegen, die sich in Erfolgsplan, Finanzplan und Stellen­übersicht gliedern.

Die Stadtwerke werden eben als Sonder­vermögen der Stadt angesehen und haben also eine gewisse Eigenständigkeit. Dafür obliegt ihnen aber auch die Verpflichtung, an die Stadt sogenannte „Konzessions­abgaben“ abzuführen.

Diese Konzessionsabgaben werden aber nicht einem etwaigen Betriebsüberschuß entnommen, sondern bestimmte Prozentsätze der Hohe innahmen der verschiedenen Weihe bilden dabei die Grundlage. Bei Besprechung des Teilplans 8 wurde schon darauf abgehoben, daß im Voranschlag als Einnahme ein Betrag von 2 213 730 DM als Konzessionsabgabe vor­gesehen sei. Davon sollen aufbringen: das Wasserwerk 215 200 DM, das Gaswerk 561500 DM, das Elektrizitätswerk 1 084 230 DM und die Straßenbahn 352 200 DM. Die Stadtwerke müs­sen diese Beträge vorweg abliefem und jede Erhöhung wirkt sich automatisch auch auf die Konzessionsabgabe durch eine Erhöhung der­selben aus. Wenn innerhalb der Stadtwerke ein Betrieb trotz dieser Vorwegnahme mit .Über­schuß arbeitet und die anderen mit Verlust, so kann der Überschuß zur Deckung des Verlustes der anderen Werke verwendet werden.

Welch große finanzielle Bedeutung die. Stadtwerke für die Stadt haben, geht aus dem Gesagten hervor. Die Werke sollen aber nicht in erster Linie Einnahmequellen für die Stadt sein, sondern sie müssen Ver­sorgungsbetriebe für die Bevölkerung blei­ben, die nicht nach rein kapitalistischen Grundsätzen, sondern im Interesse und zum Nutzen der Bevölkerung betrieben werden.

4 129 600 DM Einnahmen. 4 741 100 DM als Aus­gabe buchen will. Die Ausgaben der verschie­denen Werke werden aufgeteilt in Betriebsauf­wand und Finanzaufwand. Es werden bei dem letzteren 13 verschiedene. Posten aufgeführt, darunter die Abschreibungen auf das Anlage­vermögen, Grund- und Gewerbesteuer, Körper- schaftsteüer, Benzolsteuer, Umsatzsteuer, Be­förderungssteuer, Konzessionsabgabe usw. Diese Ausgaben betragen für die städtischen Werke zusammen 4 947 040 DM, während , sie für 1951 nur 3 915 140 DM ausmachten. Weiter wird un­ter außergewöhnlichem Aufwand ein Betrag von 70 000 DM errechnet, und unter der Be­zeichnung „Jahresgewinn“ werden angegeben für Verzinsung des Eigenkapitals insgesamt 639 700 DM und als Rücklage für nachzuholende Instandsetzungen 190 270 DM, was zusammen 829 970 DM ergibt

Die „Stadtwerke“ zusammen steilen 19 339 280 DM als Einnahmen in ihren ordentlichen Haus­halt ein und 21'310 070 DM als Ausgabe. Die außerordentlichen Aufwendungen zur Vergrö­ßerung der Gaswerksanlagen, Ausbau des Elek­trizitätswerks nebst Anlagen, Anschaffung von Trieb- und Anhängewagen sowie Autobussen bei der' Straßenbahn usw. erscheinen fm außer- -brdentlichen Haushalt, ebjsnso die für eine even­tuelle Vergrößerung des Wasserwerks erforder­lichen Beträge.

(Schlußartikel über den außerordentlichen Haushaltsplan folgt.)

Rund um unser Stadtgescbehen

Unfallreiches Wochenende. Die Außeracht­lassung der Verkehrsregeln hat am Wochenende wieder zu zahlreichen Verkehrsunfällen im Stadtgebiet geführt. Während es in manchen Fällen noch mit Sachschaden abging, gab es auch wieder zahlreiche Verletzte, die in das Kranken­haus eingeliefert werden mußten'.

An der Kreuzung Scheffel-Zasiusstraße stie­ßen infolge Nichtbeachtens der Vorfahrt zwei Krafträder zusammen, wobei beide. Fahrer und eine Mitfahrerin verletzt wurden. Ein im glei­chen Augenblick die Fahrbahn überquerender Junge wurde von dem Kraftrad erfaßt und er­litt eine Fußgelenkverletzung. — Beim Über­schreiten der Bertholdstraße wurde eine Frau von einer Radfahrerin angefahren. Die Frau zog sich einen Bluterguß* am linken Bein zu. Die Radfahrerin setzte ihre Fahrt fort, ohne sich um die Verletzte zu bekümmern.Auf der Kreu­zung Klara-Kreuzstraße erfolgte ein Zusammen­stoß zwischen einem Pkw. und einem Kraftrad, wobei die Fahrer, verletzt wurden. Bei der Über­prüfung wurde festgesteilt, daß .die Bremsen am

Um die Große Besoldungsreform

Audi die Berufsbeamten verlangen ein Mitbestimmnngsredit

einer Stärkung

In einer Mitgliederversammlung des Badi­schen Beamtenbundes sprach der f. Vorsitzende r R e i n m u t h über aktuelle und beamtenrecht­liche Fragen. Als Hauptziel des dem Deutschen Beamtenbund angeschlossenen Bundes bezeich- nete er die Erhaltung des öfentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnisses der Beamten, bei dem diese sich dem Staate verschrieben und der Staat die uneingeschränkte Schutz- und Fürsorgepflicht übernehme. Das Mitwirkungs­recht der Beamten gehöre in ein Beamtengesetz hinein, nicht in ein Betriebsverfassungsgesetz. Die Berufsbeamten verlangten in allen sozialen Fragen das Mitbestimmungs - und in anderen wichtigen Fragen das Mitwirkungsrecht, das durch von ihnen zu wählende Personalräte ge­währleistet sein müsse. Weiter fordere man, daß die Beamten in den Personalräten bei beamten­rechtlichen Fragen nicht von anderen Gruppen •überstimmt werden dürften. Das sei nur eine Forderung der Gerechtigkeit, die von der ÖTV leider nicht anerkannt werde. Die Beamten­schaft wünsche ferner eine Große Besoldungs­reform; sie warte seit langem darauf, daß auch ihre Gehälter der allgemeinen Teuerung ange­glichen und auch die Bezüge , der Pensionäre in die Große Besoldungsordnung eingebaut wür­den. Von dem halben Monatsgehalt nämlich, das den Beamten zusätzlich bewilligt worden sei, sei praktisch nur ein Drittel ausgezahlt worden. Leider sei es eben in Deutschland immer so ge­wesen, daß für Soldaten Geld genug vorhanden gewesen sei, während die Berufsbeamten immer wieder auf „bessere Zeiten“ vertröstet worden seien. Auch die Heimatvertriebenen dürften bei der Besoldungsneuregelung nicht vergessen werden. Der Redner äußerte den Wunsch, daß das Wort „Berufsbeamtentum“ wieder seinen alten guten Klang bekomme, und hob ab-

Hisr sprich* iMe SPD

Ortsverein Freibmrg IBr.

Freitag, 11. Juli, 20 Uhr, findet Im Heimatsaal der „Harmonie“, Grfinwälderstraße, unsere diesjährige

GENERALVERSAMMLUNG

statt.

Tagesordnung:

1. Geschäfts- und Kassenbericht

2. Neuwahlen

8. Bericht vom Parteitag in Stuttgart Achtung, Jungsozialisten!

Alle Jungsozialisten treffen sich am Mitt­woch, 9. Juli, um 20 Uhr im Nebenzimmer der Gaststätte Gewerkschaftshaus und nehmen an der dortigen wichtigen Versammlung teil.

schließend die Notwendigkeit der Berufsorganisation hervor.

Anschließend wurde die Kreisgrupp^ Freiburg des Badischen Beamtenbundes 'gebildet,, der außerdem Kreisgruppen in Konstanz , Lörrach , Offenburg und Baden-Baden besitzt und. dem­nächst auch eine solche in Bühl erhalten wird. In den vorläufigen Vorstand cler Kreisgruppe Freiburg wurden unter anderen Regierungs­direktor Dr. Lorenz als 1. Vorsitzender, Ober­zollinspektor Sachse als 2. Vorsitzender und Regierungsrat Slemeier als 3. Vorsitzender ge­wählt.

In der nachfolgenden Aussprache setzte man sich mit besonderem Nachdruck für eine Er­höhung der Besoldungssätze für Beamtenanwär­ter in Baden und für ihre Anpassung an die Bundessätze ein. R. B.

Schluß mit der Rentenanrechnung!

Der Verband der Kriegsbeschädigten, Hinter­bliebenen und Sozialrentner (VdK) hielt eine Versammlung für Rentner der Invaliden-, An­gestellten- und Unfallversicherung ab. Der 2. Landesverbandsvorsitzende Hermann Dre­her berichtete über die Verbesserungen auf dem Gebiete der Sozialversicherung seit Be­stehen des Bundestages und besonders über das vor kurzem verabschiedete Ünfaliteuerungs- zulagegesetz. Danach erhalten jetzt alle Unfall­rentner, die mit mehr als 50 Prozent eingestuft sind, eine Zulage von 5 bis 25 Prozent. Der Kampf des VdK richte sich, so sagte der Redner, namentlich gegen die Anrechnung der einen Rente auf die andere, wobei sich in den meisten Fällen große soziale Härten ergäben. Bislang sei beispielsweise die Invalidenrente zu 50 Pro­zent auf andere Renten angerechnet worden. Jetzt aber wolle man im Bundestag schon für eine Anrechnung zu nur 25 Prozent eintreten; das sei immerhin ein Fortschritt und bekräftige den VdK in seinem Bestreben, auch dieses letzte Anrechnungsviertel noch fortfallen zu lassen. Der VdK verlange mit aller Entschiedenheit, daß die Grundrente der Kriegsbeschädigten auf kei­nen Fall mehr auf eine ändere Rente angerech­net werde; er vertrete den Standpunkt, man müsse dahin kommen, d?ß die Kriegsbeschädig­ten nicht mehr auf die öffentliche Fürsorge an­gewiesen seien.

Der Redner ging noch kurz auf die Reform der Sozialversicherung im allgemeinen ein und er­klärte, daß der VdK seinen Kampf auf diesem Gebiete Seite an Seite mit dem Deutschen Ge­ werkschaftsbund führe: ein Block von insge­samt rund 6 Millionen Versichertet. Unter das zü schaffende Fürsorgerecht fielen auch die Kriegsbeschädigten und Sozialrentner sowie nicht zuletzt die Kriegerwaisen. R. B.

Pkw. Völlig wirkungslos waren. — Ein ähnlicher Unfall ereignete sich an der Kreuzung Schützen- allee-Seminarstraße, wobei die Fahrer ebenfalls Verletzungen erlitten. — Unter Alkoholeinwir­kung führ ein Pkw.-Fahrer mit seinem Fahr­zeug in der Stefan-Meier-Straße gegen einen Baum. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe ent­nommen und der Führerschein eingezogen. — Durch zu starkes Bremsen kam ein, Motorrad­fahrer in der Eschholzstraße-Hohenzollernstraße ips Schleudern und stürzte. Er zog sich erheb­liche Verletzungen zu. — Die Nichtbeachtung der Vorfahrt führte in der Basler Landstraße und an der Kreuzung Reimweg-Sautierstraße zu zwei Unfällen, wobei es insgesamt vier Verletzte gab.

Rabiate Burschen» An der Ecke Eisenbahn- Vaubanstraße versetzte ein 21 Jahre alter Bursche einem hinter ihm vorbeilaufenden Hund grundlos einen Fußtritt. Als ihn Passan­ten auf setzt Verhalten aufmerksam'machten,“ schlug er blindlings auf elften Mähn ein. Ein Zü Hilfe kommender junger Mann wurde ebenfalls von dem rohen Gesellen niedergeschlagen und mit Fußtritten, in die Nieren- und Magengegend traktiert. Ein hinzukommender Gendarmerie­beamter mußte von seinem Gummiknüppel Ge­brauch machen- Schließlich konnte der Bursche vom Notrufkommando. festgenommen werden, wobei er ebenfalls noch heftigen Widerstand leistete. ...

in der Nacht kam es an der Friedrichsbrücke zu einer Auseinandersetzung zwischen einigen jungen Männern, die in Tätlichkeiten ausärte- ten. Einer der Streithähne mußte sich in ärzt­liche Behandlung begeben.

Beim Verlassen einer Wirtschaft in der Sautier­straße wurde ein Mann angeblich grundlos von einem- anderen Mann tätlich angegriffen und durch mehrere Faustschläge zu Boden geschla gen. Dabei erlitt er stark blutende Kopfwunden, außerdem wurde ihm die Zahnprothese zer­trümmert.

Jugendliche Diebe. ImLorettobad wurden einer Frau aus der abgelegten Tasche verschie­dene Gegenstände entwendet. Als Täterin wurde ein 12 Jahre altes Mädchen festgestellt, das die gestohlenen Sachen auf der Liegewiese unter einem Teppich versteckt hatte. — : Im Strandbad St. Georgen wurde einem Bademeister der Geldbeutel mit 40 DM gestohlen. Hier war es ein 12 Jahre alter Junge, der den Diebstahl aus geführt hatte. Über die Hälfte des Betrages hätte er bereits „umgesetzt“.

Freiburger Kammerchor

Der im vergangenen Jahr gegründete Freiburger Kammerchor wird am Donnerstag, 10. Juli, 20.1» Uhr, im Augustinermuseum in einer ersten Auf­führung mit neuer Chormusik an die Öffentlichkeit treten. Das Programm umschließt nur Werke etwa der letzten 30 Jahre, die mit einer Ausnahme in Frei­ burg noch nie ln der Öffentlichkeit dargeboten würden.

Wohin in Freiburg ?

Dienstag, I. Julie

Städtische Bühnen, Großes Haus und Kämmerspiel» geschlossen. ' -

Filmtheater: Casino: „Schicksal in Wien“. — Die Kur­bel: „Herr der Unterwelt“. — Friedrichtsbau: „Ni- hotsohka“. — Harmonie: „Gehetzt“. — Kandelhof: „Die Landstreicher“. — Union: „Der Menschenfresser von Kumgon“. — Zentraltheater: „Der verkaufte Großvater“.

Volkshochschule : .Vogeikundliche Wanderung. 4 Uhr früh Treffpunkt Bahnübergang Waldsee .

Mittwoch, ». Juli:

Städtische Bühnen: geschlossen.

Filmtheater: wie am Dienstag.

An alles Tagen

Kunstverein Freiburg , Talstruße 12a: Ausstellung Ölgemälde und Graphiken von Max Beckmann Cbi» 20 Juli)

Museum für Cr- und Frühgeschichte, Adelhauser­kloster: Mittwoch und Freitag, 0 bis 12 und IS bi» 10 Uhr. jeden 2 und 4 Sonntag von 10 bis 13 Uhr. Führungen nach Übereinkunft

Münstermuseum, Scboferstraße 1: Sammlung abgän­giger Originale; Gipsabdrücke von figürlichen und ornamentalen Einzelheiten des Freiburger Münsters .

Naturkunde - Museum, Gerberau 32: Dienstag bl» Freitag 40 bis 12 und- 14 bis I? Uhr Samstag 10 bi» 12 Uhr, Sonn- und Feiertags von 10 bis 13 Uhr. Sonderausstellung „Pflanzen- und Vorratsschäd­linge“ und „Exotische Reptilien*

Augustinermuseum : Ausstellung „Mittelalterliche

Kunst“: „Künst des Barock“: „Ostasiatische Kunst“. Führungen Mittwoch 10 Uhr und Sonntag 11 Uhr.

CaslnO-Kunstausstellung: Während der Monate Juni und Juli Malereien von Fritz Nehmert . Höchen­ schwand , (Schwarzwald ).

. Betriebsräte-Vollkonferenz

Der Deutsche Gewerkschaftsbünd, Kreisausschuß Freiburg, veranstaltet am Freitag, 11. Juli, seine quar- talsmäßigc? petriebsräte-Vollkonferenz. Dr. Leptig spricht über „Stellungnahme des Arbeiters zu den Wirtschaftsproblemen der Gegenwart“ und Betriebs­rätesekretär Hirschmann über „Betriebsrat und Arbeitsrecht“. Beginn def Konferenz um 0 Uhr.

Neue Öffnungszeiten im Kunstverein

Wegen der hochsommerlichen Hitze werden ab sofort die Öffnungszeiten ' der .Max-Beckmann -Ausstellung im Kunstvejrein, Talstraße 12a, wie folgt geändert:

Werktags von 0—14 und 18—20 Uhr, sonn- und feier­tags von 8—12 Uhr. In der Zeit von 14—10 Uhr bleibt die Ausstellung werktags geschlossen, sonntags den ganzen Nachmittag ab 12 Uhr.

Klassentreffen Jahrgang 1905 und 1906

Die Jahrgänge 1905 und 1906 der Lessingschule wol­len ein Klassentreffen mit Omnibusfahrt veranstalten. »Anmeldungen nimmt Erich Brandenberger , Freiburg , Merzhauser Straße 14, bis zum 15. Juli ent­gegen. ,

Vogeikundliche Wanderung Die nächste Vogeikundliche Wanderung findet am Dienstag, 8. Juli, 4 Uhr früh, statt. Treffpunkt Bahn­übergang . Waldsee.

Der Kursus „Was fliegt denn da?“ Wird am Mittwoch, 8. Juli, um 20.15 Uhr, fortgesetzt.

„Das sündige Haus“

„Sündig", äst .nicht das Haus, von dem hier die Rede ist, sondern die Verleihfirma, die den schlich­ten, aber eindrucksvollen und den Inhalt wirklich kennzeichnenden Öriginaititel „Die Treppe" durch die geschmacklose und anreißerische Umtaufe entwertete. Den Schaden, hat sie selbst, da der neue Titel die anspruchsvollen Zuschauer (für die dieser Film allein berechnet ist) kaum anziehen wird. Und das ist sehr schade; denn hier ist dem deutschen Nach- Kriegsfitm — vor geraumer Zeit schon — wieder ein­mal, eine vollwertige künstlerische Leistung gelungen, die nur deshalb möglich war, weil ajle Beteiligten •sich vom billigen Filmschema unserer Zeit entschlos­sen abwaiidten und wirklichen Wagemut bewiesen. So -ausdrucksstark - wie das Drehbuch Ralph - Lo­thars,. das — ähnlich wie einst Georg Kaiser in seinem Schauspiel „Nebeneinander“ — die Men- »ehen,3chicksale In einer einzelnen Mietskaserne ab­tastet, ist- die Spielleitung Alfred Brauns, der all diese Schicksale in einer Fülle meisterhaft erfaßter Bildmomente (an der Kamera; Georg Bruckbauer ) lebendig werden ließ und neben dem reifen Können großer Darsteller wie Hilde Körbers und Nikolai Köllns auch der schönen Begabung junger Kräfte, vor allem, der große Hoffnungen weckenden Liane Croön, die Möglichkeit zur Entfaltung gab. — In­mitten so vieler nichtssagender Erzeugnisse der deut­schen Nachkriegsproduktion ein Film mit einer kla­ren und ehrlichen künstlerischen Aussage! Seien wir dankbar dafür! (Zentral) R. B.

PräUt Allgaier gestorben

Prälat Dr. Arthur Franz Allgaier ist im Alter von 69 Jahren in Ebersteimburg bei'Ba­ den-Baden nach längerer Krankheit gestorben. Prälat Allgaier war von 1919 bis zu seiner Ere- mitierung ordentlicher Professor der Theologie ah der Universität Freiburg . In seinem Fach­gebiet der' alttestamentlichen Literatur und Exegese hatte er internationalen Ruf. Dr. All- gäier, der 1906 zum Priester geweiht wurde, war Mitglied der päpstlichen Bibelkommission, der badischen Historischen Kommission, Vorsitzen­der des Alemannischen Instituts m Freiburg und Vorstandsmitglied der Görres-Gesellschaft .

65 Jahre Germania St Georgen

Jubiläumsfeier des erfolgreichen Schwerathletik-Vereins

Dl« drückende Hitze am Samstagabend in der St. Georgener Turnhalle konnte die gute Stimmung, die dort herrschte, nicht beeinflussen. Wenn die Schwerathleten ein Fest feiern, wenn es dazu noch ein «jähriges Jubiläum ist, dann ist es immer gemüt­lich, und ein Außenstehender glaubt in einer großen Familie zu sein. Der Jubiläumsverein, Germania St. Georgen, hatte dazu noch etwa 70 Schwer­athleten aus Nordbaden zu Gast, die gute alte badische Schwerathletentradition aufleben ließen. Alte Bande wurden wieder aufgenommen und neue geknüpft. Der Wunsch, den Nord- und Südbadischen Verband wieder zu einem gesamtbadischen Schwerathletenterband zu vereinigen, wurde dann auch von dem 2. Bundesvor- sitzendeti und Vorsitzenden des Nordbadischen Schwerathletikverbandes in einer kurzen Ansprache ausgesprochen. Germania St. Georgen, sei einer der besten und zukünftsreichsten Vereine Gesamtbadens, erklärte der nordbadtsche Gast.

Zu Beginn des Abends gab Ad. Stadelbacher, der seit fast 30 Jahren mit bestem Erfolg die Ge­schicke des Vereins leitet, zunächst einen kurzen Überblick über die bisher, geleistete Arbeit und die durch sie bedingten Erfolge, Er dankte .vor allem der alten Garde für Ihre bewiesene Vereinstreue. Un­ter großem Beifall begrüßte er den Mitbegründer der Germania und ehemaligen Deutschen Meister im

Ringen, Josef Metzger , der vor kurzem seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Ferner waren erschienen der ehemalige Sportwart des frühere» Deutschen Atheitik-Sportverbandes, Rößler, der heute auf 88 Lebensjahre, zurückblicken kann, und der Jüngste“ der alten Garde, Mater, der immerhin 74 Lenze zählt. Der besondere Dank des Vorsitzenden galt aber auch dem Patenverein, ASV Freiburg, der es sieh nicht nehmen ließ, dem Jubilar ein Grüßte legramm zu senden.

Der 2. Vorsitzende des Südbadischen Verbandes, Grambach , Fretburg,' hob in seiner Ansprache die ruhmreiche Vergangenheit und die ebenso erfolg­reiche Gegenwart der Germania hervor. Er dankte seinerseits im Namen des Verbandes der Vorstand­schaft, die sich neben ihrem Beruf den Dienst an der Schwerathletik zur Lebensaufgabe gemacht habe und die sich ganz besonders der Bflege und Heranziehung der Jugend widme. Die hierdurch erzielten Erfolge seien offensichtlich, habe doch St. Georgen die erfolg­reichste Jügendmannschaft im gesamten Verbands­gebiet.

Ein unterhaltendes Programm, an dem die Musik­kapelle St. Georgen , der Mannergesangverein St. Geor­gen sowie Schüler und Jugend des Turnvereins mit­wirkten, rundete den wohlgelungenen Abend ab. -nz.

irre Träume

und schlaflose Nächte zeugen von Über­reizten Nerven. Abhilfe schaffen auf natür­liche Weise Surchards Nerven-tf»Scfitaf-Perlen

Freibürg; Drogerie Kern, Am Martinstor MUllhelm: Markt-Drogerie Möbius

Ihr Darm

muß stets in Ordnung sein. Dormstörungen sind oft die Ursache von Erkrankungen Über Nacht helfen Burchards Perlen SUPER.