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SÜDWESTDEUTSCHE
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CHRISTLICHE POLITIK UND KULTUR
Nr. 15/1. Jahrgang
Preis 20 Pfennig
Paris . Am Samstagabend richtete Ministerpräsident Bidault einen aufi uttelnden Appell an die französische Nation, in dem er in erster Linie die Anstrengungen und die Versuche seii.er Regierung rechtfertigte, die unternommen worden sind, um das schwierige Emährungsproblem zu lösen. Bidault brandmarkte gewisse Presseartikel, die durch ihre Übertreibungen die große Masse der französischen Bauern diffenierten. Im Verlauf seiner Ausführungen prüfte Bidault die Lage der Landwirtschaft. Er nannte in diesem Zusammenhang Zahlen für die Ernte, die er als „ziemlich gute Durchschnittsernte“ bezeich- nete. Vor allem anderen handle es sich aber jetzt darum, wie der Redner weiter feststellte, diese Ernte zu vernünftigen Preisen zu verteilen. Das Problem dränge sich in erster Linie unter dem Blickwinkel der Preisgestaltung auf Jedesmal. wenn die Regierung geglaubt habe, es sei möglich, den Markt freizugeben, sei eine Preissteigerung gefolgt. Unter Hinweis auf das Problem des Weines als Einzelbeispiel, erklärte Georges Bidault mit Nachdruck, die Regierung könne nicht beabsichtigen, die Verbraucher um die ihnen zustehende Ration zu bringen. Er appelliere an die öffentliche Meinung, sie möge eine evtl östliche illegale Bewegung nicht noch verstärken, zumal diese in einem Land der Vernunft normalerweise schnellstens ins Nichts zusammensinken müßte. Auf keinen Fall könne jedoch irgendeine Unzufriedenheit ein unloyales Verhalten rechtfertigen.
Der Ministerpräsident erinnerte in diesem Zusammenhang daran, daß sich Marcellin Albert bei Clemenceau beklagt hatte, er könne seinen Wein nicht verkaufen. Heute zeige sich das Problem von der Sexte, daß man keinen Wein kaufen kann. Wenn mm die Regierung die Einfuhr in Erwägung ziehe, so beabsichtige sie keineswegs damit, auf die Weinbauern irgendeinen Druck auzuüben. Sie wolle sich auf diese Weise einfach die Mittel beschaffen, die erforderlich sind, um dem Land diejenigen Güter zu vernünftigen Preisen zu liefern, die für es unerläßlich sind Oer Wettlauf um immer höhere Preise ist ein Wettlauf in den Abgrund. Keine Regierung wird bereit sein, die Verantwortung für einen Währungssturz zu übernehmen, der unvermeidlich ist. wenn die Produzenten rücksichtslos mit Preissteigerungen arbeiten. Zum Abschluß seiner Ausführungen wies Bidault auf den einzigartigen Lebenswillen hin, den die Nation zeige. Er erklärte hierzu: „In diesem Jahr wird Frankreich 900 000 neue Erdenbürger zählen. Wäre es nicht verbrecherisch, alle Mühen, die Väter und Mütter mit dem Aufziehen dieser Kinder auf sich nehmen zunichte zu machen und den damit bewiesenen Lebensmut an der Wurzel zu treffen? Kann man es sich nicht geradezu vorstellen, wie der uns beobachtende Ausländer sagt: ,Sie waren dabei, alle Schwierigkeiten zu überwinden, an der letzten sind sie jedoch gescheitert“ Die Politik ist ein Ding für sich und das Leben ist ein anderes.“
Tauschverkehr mit Holland
Den Haag. Die Verhandlungen über einen Warenaustausch zwischen der französischen Besatzungszone in Deutschland und Holland sind abgeschlossen worden mit dem Ergebnis, daß ein grundsätzliches Abkommen getroffen werden konnte, das erst endgültig formuliert werden kann, wenn gewisse Einzelheiten betreffs der Rheinschiffahrt geregelt worden sind. Schon vor der Unterzeichnung des Abkommens hat der Warenaustausch Draktisch bereits begonnen, und es werden bis es soweit ist, im Laufe der nächsten Monate für je etwa eine Million Dollar Waren nach beiden Ländern verschickt werden: Holland verkauft Saatkartoffeln und erhält aus der französischen Zone Holz und Baumaterialien.
Der erste Kredit für deutschen Export
Washington . Die „Reconstruction Financial Corporation“, ein Regierungsorgan das mit der Gewährung von Krediten für die amerikanische Wirtschaft beauftragt ist hat der deutschen Exportindustrie einen ersten Kredit von 6 Millionen Dollar bewilligt, wie der stellvertretende Staatssekretär im Kriegsministerium, Howard Petersen. bekanntgab. Petcrsen führte aus: „Es handelt sich um einen sehr bescheidenen Anfang. Es werden andere Kredite folgen, deren Umfang durch den Rohstoffbedarf Deutschlands und seine Exportmöglichkeiten bestimmt werden wird. 1 “ Diese 6 Millionen werden hauptsächlich der Porzellan und Spielwarenindustrie zugutekommen.
USA Baumwollexport nach Deutschland New York . Die Vereinigten Staaten planen die Verschiffung von insgesamt 1,1 Million« Ballen Baumwolle nach Deutschland und Japan , erklärte der Chef der Baumwollabteilung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums. Diese Menge, von der ein erheblicher Teil be
reits verschifft sei, werde als ausreichend zur Deckung des notwendigsten Bedarfs Deutschlands und Japans bis zur Mitte des Jahres 1947 angesehen.
New York . In der ersten Arbeitstagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen verlas der Generalsekretär Trygve Lie einen Geschäftsbericht, der einen Überblick über die Tätigkeit der UNO seit dem 30. Juni 1946 gab.
Anschließend berichtete Trygve Lie , daß Frankreich als erstes Land der UNO ein Treuhänder-Abkommen bezüglich Togo und Kame run vorgelegt habe. Der Generalsekretär äußerte den Wunsch, die Versammlung solle ihren Mitgliedern genaue Direktiven für die gegenüber Spanien einzunehmende Haltung geben, da es auf diese Art vermieden werden könne, daß gewisse Organe der UNO in ihrem Vorgehen gegen Franco-Spanien gehemmt werden.
In der allgemeinen Aussprache am Freitag und Samstag wurde die Frage des spanischen Regimes und die Anwendung des Vetorechtes erörtert. Die Delegierten von Mexiko , Belgien , Peru , Haiti , Chile , Norwegen , Liberien und der
Türkei , die an diesen beiden Tagen zu Worte kamen, sprachen sich ausnahmslos für eme sehr wesentliche Beschränkung des Vetorechtes aus, das bisher viele der Entscheidungen im Sicherheitsrat verhindert hatte. Weiterhin waren sich fast alle Delegierten darüber einig, daß die Generalversammlung zu einem brauchbaren Vorschlag über Spanien kommen solle. Es scheint, daß die südamerikanischen Nationen, vielleicht mit Ausnahme Argentiniens , die Beziehungen zu Franco-Spanien abbrechen möchten und deshalb möglichst rasch einen allgemein bindenden Beschluß der UNO erwarten Wie die Vereinigten Staaten und England, die seinerzeit einen derartigen Beschluß im Sicherheitsrat bereits vereitelten heute über diese Sache denken, ist noch nicht bekannt Die Aussprache wird Montag- nachmittag fortgesetzt
CDU fordert Freigabe alter Konten
Berlin . Die baldige Wiedereröffnung der alten Banken, Sparkassen und Hypothekenbanken sowie die Anerkennung der Konten der Einleger verlangte der Vorstand des Landesverbandes der CDU Berlin in einer Entschließung an die alliierte Kommandantur von Berlin . Die CDU betont in der Entschließung, daß sie nur die entschädigungslose Enteignung der Kriegsverbrecher und Naziaktivisten wünsche Sie schlägt vor, jedem Privatmann aus den Altkonten monatlich 150 Mark und jeder zugelassenen Firma die monatlich benötigte Lohnsumme zur Auszahlung freizugeben. Giroübertragungen sollen unbeschränkt zugelassen sein.
Freiburg . Die Badische Christlich-Soziale Volkspartei versammelte am Sonntag in der Universität Freiburg ihre Vertreter aus den badischen Städten und Kreisen, um mit ihnen die Aufgaben zu beraten, vor die sich die Partei in allernächster Zeit gestellt sieht Es war dies die erste Landestagung seit den Gemeinde- und Kreistagswahlen. Der Landesvorsitzende L. Wohlleb nahm zu den wichtigsten Problemen Stellung. Aufgabe der Landestagung war es in erster Linie, die Wahlvorschläge der Partei für die „Beratende Landesversammlung“ zu prüfen und festzulegen. Die Partei hat aufgrund des Stimmenverhältnisses bei den Kreiswahlen aus den Listen der Kreistagsmitglieder 27 Mandate und aus den Listen der Stadträte 11 Mandate zu erwarten Bei der Aufstellung der Kandidatenlisten wurden die verschiedensten Gesichtspunkte, wie berufsständische, politische und konfessionelle Momente, in Betracht gezogen. Nach einer kurzen Debatte nahm die Landestagung die Wahl Vorschläge in der ihm vorgelegten Form an. Der Landesvorsitzende forderte alle Wahlmänner auf, zu den Wahlvorgängen für die „Beratende Landes Versammlung“ am 17. November pünktlich zu erscheinen und der Wahlpflicht zu genügen. Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind außerordentlich bedeutsam, betonte der Landesvorsitzende in seinen weiteren Ausführungen, bedeutsam vor allem deshalb, weil möglicherweise noch vor der Wahl der „Beratenden Landesversaminlung“ eine
provisorische Regierung gebildet wSrden soll. Der BCSV wird dabei gemäß dem Ausgang der Kreistagswahlen eine große Verantwortung zufallen, sie wird aber auch vorher ihre Mindestwünsche vortragen. Der Landesvorsitzende kam dann auf aktuelle Fragen zu sprechen, die uns allen auf den Nägeln brennen. Obenan ständen die Ernährungslage, Wohnungsfragen und die Frage der Beschaffung von Rohmaterial. Von all diesen wichtigen Problemen sei die Ern äh- rungsfrage das brennendste. Wir 'stünden vor einem hinten Winter. Da gälte es auch für die BCSV, alles zu tun, was nur möglich sei, um unser badisches Volk vor einer Ernährungskatastrophe zu bewahren. Zahlreiche kritische Stimmen wurden laut, berechtigte Wünsche und Beschwerden vorgebracht und wertvolle Anregungen gegeben. Ministerialdirektor Dietz vom Landwirtschaftsministerium gab an Hand eines umfangreichen Zahlenmaterials Aufschluß über die Schwierigkeiten in der Ernährung unseres badischen Volkes, vor allem auch über die Kartoffelversorgung, die begreiflicherweise in der Bevölkerung starke Beunruhigung hervorrief.
Alles in allem: die Tagung gab ein Bild dessen, was von der Partei und ihrer Landesleitung ’in allernächster Zeit in christlicher, demokratischer und sozialer Haltung geleistet werden muß Zum Schluß nahm die Tagung eine Entschließung sin die an die Militärregierung weitergeleitet wurde. Sie wird später veröffentlicht werden können.
„Angst vor dem Krieg unbegründet"
Präsident Trumann sprach zur Eröffnung der Tagung der ONU in New York
New York . ,X>ie Vereinigten Staaten werden den Vereinten Nationen mit allen Mitteln, über die sie verfügen, ihre Unterstützung angedeihen lassen“, erklärte Präsident Truman bei Eröffnung der General Versammlung der UNO , die wie der Präsident hervorhob, „ein Symbol dafür ist, daß die Vereinigten Staaten ihre Isolationspolitik aufgegeben haben. Die Regelung des Friedens beruht auf vier wesentlichen Freiheiten: Der Freiheit des Wortes, der Religion, dem Freisein von Not und von Furcht. Letzteres kann schon jetzt verwirklicht werden; denn es wird dadurch Wirklichkeit, daß die Völker von der Angst vor dem Kriege befreit werden“. Es werde in letzter Zeit von der Möglichkeit eines dritten Weltkrieges gesprochen. Die Furcht vor diesem Kriege verbreitete sich über die ganze Welt „Sie ist jedoch völlig unbegründet und ungerechtfertigt Diese Gerüchte müssen ein Ende nehmen; denn alle Völker der Welt sind kriegsmüde und keine Regierung kann sich über diese Weltempfindung hinwegsetzen. Die Vereinigten Staaten möchten weder jetzt noch in Zukunft gegen irgendein Volk in der Welt Krieg führen. Ein neuer Krieg würde alle Hoffnungen der Menschheit zunichte machen und unsere ZivUisation völlig zerstören“.
Anschließend versicherte der Präsident n Nachdruck, die Vereinigten Staaten seien entschlossen, weder Deutschland noch Japan jemals wieder zu einer neuen Kriegsursache werden zu lassen Er stellte fest: „Wir werden unsere Bemühungen fortsetzen, zu einem Ab
kommen zu gelangen, auf Grund dessen der Friede uns gleichzeitig die Gewißheit geben wird, daß Deutschland und Japan entwaffnet bleiben, daß der Nazi-Einfluß in Deutschland ausgerottet und daß die Macht der japanischen Kriegs-Herrenschicht vernichtet wird.“ Weiter betonte der Präsident: „Um soweit zu kommen, daß die Welt völlig von der Furcht vor einem Kriege befreit ist müssen die Vereinten Natio nen ein Abkommen über die Kontrolle des Gebrauchs der Atomkraft und über die Abschaffung der anderen WEiffen von großer Zerstörungskraft treffen. Die Aufgabe wird Beharrlichkeit und guten Willen erfordern. Die Zukunft der Vereinten Nationen hängt von ihr ab. Mit der Gründung einer Organisation für Le- bensmittclverteilung und Landwirtschaft, einer internationalen Wiederaufbaubank und eines internationalen Währungsfonds haben die Ver einten Nationen in der Tat bewiesen, daß sie ein konstruktives Werk vollbringe! können, um das Elend der Welt zu mildern. Wi. müssen als„ jetzt“, sagte dtr Präsident, „dieses Werk vervollständigen.“ Er betonte, daß die Vereinigten Staaten die Schaffung einer internationalen Handelsorganisation, ein Plarn, der zur Zeit in London erörtert wird, für sehr wichtig halten. „Allein die Zusammenarbeit der Vereint.n Nationen wird den verwüsteten Ländern die Möglichkeit geben, sich wieder aufzurichten, und den ungenügend entwickelten Ländern die Chance verschaffen, das Niveau d«.r anderen zu erreichen“ _
, Wahlen und Zahlen
Nachdem nun alle deutschen Gaue gewählt haben, kann man einen ungefähren Überblick über die politische Stellungnahme von mehr als 30 Millionen Wählern geben. Nach Abschluß der Gemeindewahlen im September war das Bild so, daß auf die CDU 33.3% der Stimmen fielen, auf die SP 25.9% und auf die SEP 16.9%. Die Demokraten erhielten 9.5% und die Kommunisten 4% . Nun haben auch die Kreisratswahlen und Wahlen zu den Landtagen stattgefunden, so daß sich für die einzelnen Zonen folgendes BUd ergibt. In der britischen Zone ist die SP mit 37,5% führend, dann folgt die CDU mit 37%, in der französischen und amerikanischen Zone steht die CDU mit 45,1% an erster Stelle, während die SP 35.2% der Wählerstimmen erhalten hat; in der Ostzone erreichte die SEP 47,6%, die LDP 24,6% und die CDU 24.5% Bei den Berli ner Stadtverordneten wählen steht im russischen Sektor die SP mit 43,9% an erster Stelle, es folgt die SEP mit 29,7% und als dritte die
Sicherung der Ernährung im Vordergrund
Landestagung der „Badischen Christlich-Sozialen Volkspartei" in Freiburg
„Südwestdeutsche Volkszeitung' ab 1. November wöchentlich zweimal
Wie alle übrigen Blätter der französischen Besatzungszone erscheint die „SUDWESTDEUTSCHE VOLKSZEITUNG“ vom 1. November 1946 Ein wöchentlich zweimal, und zwar am Mittwoch und Samstag.
Als Volkszeitung im besten Sinne des Wortes und als alleinige offizielle Sprecherin der Badischen Christlich-SoziEilen Volkspartei wird die „SÜDWESTDEUTSCHE VOLKSZEITUNG“ durch ständig sich steigernde redaktionelle Leistungen zunehmend aktuell und unterhaltend gestaltet Den lokalen Bedürfnissen der einzelnen Kreise im Verbreitungsgebiet werden die in Vorbereitung befindlichen, auf die örtlichen Verhältnisse ab-' gestimmten Bezirksausgaben in weitgehendstem Maße Rechnung tragen.
Im Anzeigengeschäft wird der Verlag trotz des schon jetzt bestehenden Überhangs an Aufträgen aus allen Besatzungszonen bemüht sein, den vielseitigen Wünschen der Inserenten nach Möglichkeit gerecht zu werden. Anzeigen werden laufend angenommen und einigermaßen pünktlich veröffentlicht.
Monatlicher Bezugspreis 1.50 Mark einschL Trägerlohn.
Postbezugspreis monatlich 1.74 Mark einschL Zustellgebühr.
VERLAG UND SCHRIFTLEITUNG DER SÜDWESTDEUTSCHEN VOLKSZEITUNG.
CDU mit 18,7%. In den übrigen Zonen Berlins folgt auf die SP mit 51,7% die CDU mit'24,3% und dann erst die SEP mit 13,7%.
Wenn auch die Zahlen in der britischen Zorie bei dem dort angewandten Wahlsystem nicht gleichzuwerten sind wie in den übrigen Zonen, so wird sich dadurch kaum, das Bild wesentlich verschieben. Im Osten lagen ja die Verhältnisse besonders, weshalb auch die Erfolge. der LDP dadurch zu erklären sind, daß viele Sozialdemokrat^ n lieber der Liberal -demokratischen Partei als der Einheitspartei ihre Stimmen gaben. Allgemein ksinh man sagen, daß im Nordwesten die Sozialistische Partei führend ist, im Süden Südwesten und Mitteldeutsch land die CDU und im Osten die SEP. Berücksichtigt man ferner, daß weltanschaulich gesell n SP und SEF einander sehr nahe stehen, so kann man sagen, daß sich die deutschen Wähler für zwei sozialistische Parteien entschieden haben, für die Christlich -soziale und die Sozialistische.
Diese Entscheidung wäre zugleich ein Urteil, über die Reife des deutschen Volkes, denn praktisch gesehen leben wir im Zeitalter des Sozialismus und die Frage ist nur. von welcher Basis her man an die Lösung der sozialen Fragen geht, ob von der christlichen oder der marxisti schen Mit der Zeit werden sich auch die Demokraten und die verschiedenen Splitterparteien entscheiden müssen auf welche Seite sie sich stellen wollen Wenn die äußeren Umstände der Wahlen überall gleich gewesen wären, wäre das Büd im Osten jedenfalls eindeutig. Es hat den Anschein als ob wir wirklich auf dem Weg zu einer Demokratie wären, die wie England beweist, in einem Zweiparteiensystem erfolgreich arbeiten kann. An d.n drei großen Parteien, denen die deutschen Wähler und ihre überwältigende Mehrheit ihre Stimme gegeben haben liegt es nun. dieses Vertrauen zu recht- fertigen. und zu beweisen, was sie zu leisten vermögen.
Die CDU und die nominellen Pgs
Berlin . Die Christlich-Demokratische Union ist der Ansicht, daß sich d.r Ausschluß der nominellen Pgs. von der Mitgliedschaft in den Parteien und damit in hohem Maße auch von der Möglichkeit einer Rehabilitierung durch Teilnahme an der Kleinarbeit des demokratischen Alltags nicht länger aufrechterhalten läßt.