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SüdwestdenlscbeVoIkszeliiiPir
Samctag, 15. Februar 1047 / Nr. 14
Die Trennung
Von Rudolf Timmermans "f»
„Wie lange ist es her, daß ich ein Kind war! Wie viel Trennendes liegt dazwischen! ... Es ist eine kleine Stadt im Kroatischen, wo ich daheim war. Mein Vater besaß dort eine Fabrik bescheidenen Ausmaßes, die jedoch für unser Städtchen schon recht ansehnlich war.
Doch verlief unser Leben ganz außerhalb Jeder Fabrikatmosphäre. Unser Umkreis war das Haus, nach alter Bauemweise wie die meisten Häuser dort noch einstöckig gebaut und nur durch den Hof zu erreichen, der sich selber an der Straße mit einem großen hölzernen Tor abschloß, während er nach rückwärts in einen herrlichen großen Garten überging mit vielen Blumen und Bäumen, immer etwas verwildert und gerade darum so schön für uns. Da waren die Wiesen und der Fluß, der für uns etwas Unheimliches hatte, weil sich dort einmal die Magd eines Nachbarn ertränkte, wie uns unser Mädchen erzählte. Und weil sie uns nie sagen wollte, was die Magd dazu getrieben, malten meine Schwester und ich uns die grausigsten Dinge aus, — von bösen Geistern, die sie verzaubert hätten, von der Flußhexe, die in den alten Weidenstümpfen hauste und manchem schon begegnet war, mit wilden, steil aufstehenden Haaren und langen, schlangengierigen Fingern und mit einem fahlen Glanz im starren Gesicht.
Um so lieber waren wir in den Weinbergen, die die Hügel auf der anderen Seite des Städtchens bedeckten und sie nur an wenigen Stellen frei ließen, zu denen nicht genug Sonne kam und wo nun unbehelligt alles wuchs, wie es dem Wind und dem Regen, der Sonne und der Erde gefiel.
Und dann war noch die Schule da, ein ernster Bau aus dunklem Stein, wo die Mädchen aus den kleineren Orten der Umgebung zugleich auch wohnten; lange, gewölbte Gänge waren darin, in denen es kühl und still war, so daß
Wacht auf
Von Joseph von Lichendorff
Ts ist ein Kirchlein zwischen Felsenbogen So tief versteckt: wie in den alten Sagen Hat nächtens drin die Glocke angeschlagen, Weiß keiner, wer die Glocken hat gezogen.
Erwache, Steuermann! Hoch gehn die Wogen; Ihr Hirten auf, die Herden nah euch fragen; Ihr Wächter sollt an Schloß und Hütten schlagen, Waht auf, wacht auf, bevor der Klang verflogen!
Denn Heershau halten will in deutschen Gauen Der Herr und zählen, die ihm treu geblieben, Eh er den Engel mit dem Schwerte sendet.
Schon briht’s so dunkelrot durchs Morgengrauen, Ob’s Blut bedeutet oder feur’ges Lieben,
Es steht in Gottes Hand, die niemand wendet.
wir immer unsere schnellen, lauten Schritte etwas in acht nahmen, ohne doch je zu erreichen, so lautlos hindurhzushweben wie die Schwestern, die Heim und Schule leiteten, so daß wir schließlich glaubten, sie berührten kaum den Boden mit den Füßen und segelten mit ihren großen gestärkten Hauben durch die Luft.
Das alles gehört ein wenig dazu, als Erinnerung, wie es einmal war und noch lange hätte «ein können. Doch auf einmal war etwas Dunkles, etwas Lastendes in unserem Hause, ich fühlte es — ich war damals zwölf Jahre alt —, ohne daß ich hätte sagen können, was es war. Nur schien mir, daß meine Eitern gar nicht mehr miteinander lebten, sondern aneinander vorbeiliefen und sich nur in uns zuweilen begegneten. Bis eines Tages alle unsere Sachen gepackt wurden und wir mit der Mutter nach Belgrad fuhren. Dort wurde einige Monate später meine jüngste Schwester geboren.
diese Enttäuschung blieb uns erspart. Denn eines Tages — ich war damals sechzehn Jahre alt — kam die Nachricht, daß unser Vater gestorben sei. Als die Mutter es uns sagte, — oh, ich sehe sie noch vor mir, ihre Lippen zitterten, und Ihre Augen blickten in tränenloser Glut und Zerstörtheit. Jetzt, dachte ich, wird sie weinen, und wir werden Ihr um den Hals fallen und mit ihr weinen, und alles wird wieder gut. Doch nichts dergleichen kam, und wir gingen stumm hinaus, und erst auf unserem Zimmer ließen wir unseren Gefühlen, unseren Tränen freien Lauf.“
(Entnommen »US der tan Verls* Karl Alber, Frei burg , erschienenen Erzählung „Die Tänzerin“.)
Eine seltsame Begegnung
Einstmals beschloß das höchste Wesen, in seinem azurblauen Himmelspalast ein Fest zu geben. Sämtliche Tugenden waren von ihm zu
Gaste gebeten. Aber nur die weiblichen — Herren waren nicht geladen —, bloß Damen.
Sie hatten sich sehr zahlreich eingefunden — die großen wie die kleinen. Die kleinen Tugenden waren ein wenig zuvorkommender und liebenswürdiger als die großen; doch schienen alle sehr befriedigt — und man unterhielt sich in der artigsten Weise, wie es sich für so nahe Verwandte und Bekannte eben schickt Mit einem Maie bemerkte das höchste Wesen zwei schöne Damen, die sich gegenseitig gar nicht zu kennen schienen.
Der Gastgeber nahm die eine dieser Damen bei der Hand und führte sie zu der anderen.
„Die Wohltätigkeit!“ sprach er, auf die erste deutend.
„Die Dankbarkeit!“ fügte er hinzu und wies auf die zweite.
Beide Tugenden gerieten in sprachloses Erstaunen: seitdem die Welt besteht — und sie besteht schon ziemlich lange — begegneten sie sich zum erstenmal. Iwan Turgenjeff.
Fasfnachf in unseren Tagen
„Franz, reich mir doch bitte die Dose mit den Reißstiften!“ Das sagte eine Frau von mittleren Jahren, sie stand auf einer Fensterbank und befestigte einen Karton am scheibenlosen Rahmen des Oberlichts. Der Angeredete, in einem Anzug von gefärbtem Militärstoff, hatte gerade ein paar Holzstücke in einen alten Eisenofen geworfen, er machte die Ofentür zu, nahm eine kleine, grüne Schachtel vom Tisch und reichte sie hinauf. „Schön!“ sagte er im Vorbeigehen und blickte über die Schulter eines Dritten, der an einem rohgezimmerten Tisch saß und zeichnete: ein einstöckiges Häuschen mit angedeuteten Bäumen zu beiden Seiten. Am Tisch lehnten zwei Krücken.
Vom Fenster zurüekgekehrt, setzte er steh — der Stuhl war ein ehemaliges Gartenmöbel mit verwittertem grünem und rotem Anstrich — und schrieb weiter an einem Brief. Zwischendurch drehte er eine Zigarette und schob die Tabakbüchse dem Invaliden zu, der seinem Häuschen gerade den Kamin aufsetzte.
In der Ecke beim Ofen schälte eine Greisin Kartoffeln. Mitunter blickte sie zu den Jungen hinüber oder sah hinauf zu der Glühbirne über den Köpfen, die am einem Kabel von der Decke hing und ständig flimmerte.
„So. das tät’s wieder für einige Wochen!“ sagte die Frau auf der Fensterbank mit halblauter Stimme zu sich selbst, dann sprang sie herab, nahm einen Topf von einem Feldbett und ging hinaus. Nach einer Welle kam sie zurück und setzte den mit Wasser gefüllten Topf auf den Ofen. Sie schürte das Feuer, wischte die Hände an der Schürze ab und trat hinter den Invaliden, der weiter an seinem Häuschen strichelte.
„Wie schön!“ sagte sie. „Soll ich dir eine drehen?“ Sie hatte die Tabakbüchse schon genommen und machte ihm eine Zigarette.
„Da in der Fensterecke feiern wir nächstes Jahr Fastnacht.“ Sie zeigte auf eine Stelle des Blattes, und wie sie sich über ihn beugte, fiel ihr Schatten groß auf den Tisch. „Birken pflanzen wir doch rundum?“
„Ich meine.“
Sie zündete die Zigarette an und gab sie ihm.
Auch der Briefschreiber sah einmal unwillig zu der flackernden Glühbirne auf und beugte sich wieder über sein Papier. Die Greisin in der Ecke hustete und rieb sich mit dem Handrücken die Augen. •
Vom Feldbett nahm die Frau vier Tassen verschiedener Größe und setzte sie auf den Tisch. Dann ging sie wieder nach draußen und kehrte nach einiger Zeit mit Brennholz zurück, das sie zum Trocknen neben den Ofen legte. Mit dem kochenden Wasser brühte sie Tee auf und schenkte ein. Duft von Pfefferminz zog durch die Stube. Als sie eine Tasse zu der Greisin hinüberbrachte, ging das Licht aus.
„Da haben wir wieder die Bescherung!“ sagte der Invalide. In der Dunkelheit glühte sein Zigarettenstummel noch einmal rot auf, dann fühlte man mehr, als man es sah, wie er ihn an der Tischkante ausdrückte. In der Ecke stieß jemand an den Kartoffeleimer, es gab einen kurzen, blechernen Klang, dann wurde es still.
„Ich meine, Mutter, du solltest dich schon legen.'
„Gewiß, Kind, warum auch nicht. Wieviel Uhr haben wir denn?“
„Bald neun, glaube ich. Und du, Georg, legst du dich auch?“ *
„Es wird das beste sein.“
Man hörte die Frau am Feldbett hantieren und einige Dinge abräumen, man hörte die Mutter durch die Stube tappen, etwas fiel zu Boden, es war die Krücke. „Verzeih!“ Ein paar Stühle wurden gerückt, eine Tasse klirrte.
„Soll ich dir helfen?“ „Danke, Franz, es geht."
„Ich will die Ofentür aufmachen, das gibt vielleicht etwas Licht.“
Die Schatten zweier Menschen, einer nach dem anderen, verschwanden ln der kaum angehellten Finsternis, und man hörte dabei zweimal das Geräusch, das entsteht, wenn jemand sich auf ein Lager sinken läßt Die Frau machte die Ofentür wieder zu, man merkte, wie sie sich an den Tisch setzte.
„Eine solche Fastnacht hätten wir uns früher nicht träumen lassen.“
„Hätten wir Deutschen nur etwas weniger geträumt und etwas mehr gedacht!“ kam es vom Feldbett her.
„Vielleicht stünde dann unser Haus noch, der Vater, Karl und Lisbeth wären noch am Leben, und was unseren Emil angeht — Sibirien existierte für uns nur auf der Landkarte.“
„Bitte, Kinder, laßt das! Wir sind nun einmal da, wo wir sind. Der Vater hat immer ge-
Sporf - Nachrichten
Die „Vorolympischen Winferspiele" in Sf. Morifz
Ich ging weiter auf die Schule — eine neue, helle Schule, in der es laut zuging und wo auch die Schritte der Lehrer und Lehrerinnen so laut klapperten wie die unsrlgen und ich enttäuscht feststellen mußte, daß sie auch nur gewöhnliche Erwachsene waren....
Manchmal kam auch der Vater, um seine beiden älteren Töchter zu sehen. Wir gingen dann von der Schule zu ihm ins Hotel und aßen dort mit ihm, und nachher gingen wir in eine Konditorei und durften uns alles wünschen. Es war immer sehr schön und doch auch ein wenig traurig. Jedoch wagten wir nie, den Vater oder die Mutter nach dem Grund all dieser seltsamen Veränderungen zu fragen.
Wir gehörten zu beiden, und keines gehörte zu uns.
Di« Mutter versteifte sich uns gegenüber in einer seltsamen, kalten und harten Fremdheit, von der auch die Jüngste nicht ausgenommen war, und so sehr wir ihr in allem folgten, was Sie anordnete, es war kein Gehorsam aus Liebe, und ihr Herz fanden wir nicht mehr.
Der Vater kam Immer nur für wenige Stunden und zu selten, als daß er auf die Dauer etwas anderes hätte sein können als ein guter, lieber Besuch. Er mußte es wohl selber auch fünlen: denn später fragte er manchmal, ob wir alle wohl gerne mit der Mutter zu ihm zurückkehren würden in unser altes Heimatstädtchen, und er erzählte mit viel L’ebe von unserem Haus und dem Garten und den Weinbergen. Er fürchtete wohl, die große Stadt hätte es uns angetan Doch wie sehr sehnten wir uns nach all dem zurück, darin wir in einem heiter unbefangenen Glück gelebt hatten.
Die Enttäuschung, daß alles das unwiederbringlich vorüber und verloren war, auch wenn wir an die Stätte unserer Kindheit zurückgekehrt wären, nicht nur wegen des Zwiespalts der Eltern, sondern auch weil wir kerne K'nder mehr waren und des Zwiespalts unseres eigenen Wesens uns bewußt wurden, —
St. Moritz , da* tan ko«nmenden Jahr «He Olympischen Winterspiele durchführen wird, war tat den vergangenen Tagen der Schauplatz des Internationalen Wettbewerbs tan das ,,W e i 0 e Ban d", der eine ausgezeichnete Besetzung erfahren hatte. Die Tatsache, daß mit wenigen Ausnahmen die Siege en die Vertreter Norwegens und Schwedens fielen, beweist die auch weiterhin führend« Stellung der nordischen L ä n d e r im Wintersport. Den MKllometer-Langstreekenlauf gewann der Schwede Anders Toarnkviat ln 3,18 Stunden und wurde damit Gewinner de* „Weißen Bande«". — Einen weiteren schwedischen sieg gab es im 18 K i 1 o m e t e r-L a n g 1 a u f durch Martin L u n d- ström ln 1.09,35 Stunden. — Da auch im Kombi- nations-Sklsprung die Schweden durchErik Elmsäter (220 Punkte) vorne lagen, war ihnen der Sing ln der nordischen Kombination s.ther. Mit 485,1 Punkten wurde Sven I s r a e 1 s s o n - Schweden er-, ater vor seinem Landsmann Erik Elmsäter mit 454 Punkten. — Für den Abfahrtslauf war eine Strecke gewählt worden, die nach Ansicht der Fachleute viel zu leicht war, so daß der Zufall eine groBe Bolle spielte. Es wer daher nicht verwunderlich, daß sowohl bol den Männern wie bei den Frauen Außenseiter die ersten Plätze belegten. Bel den Männern siegte hier der Norweger Sverre J ohannessen in 4.10 8 Minuten, während bei den Frauen sich Beal Hammer« r-Österreich ln *.**,8 Minuten in die Slogerliste eintragen konnte. — Beim Slalom setzte sich dann der Franzose James Couttetin 150,7 Sek. durch, der aueb die Kombination (Abfahrt-Slalom) auf Grund seines dritten Platzes lm Abfahrtslauf mit 841 Punkten gewann. Bel den Frauen siegt« zwar die Schwedin May Nllseon ln 108 Sekunden, aber die Österre,cherin Hammerer, die im Torlauf Vierte wurde, kam in der Kombination trotzdem mit knappen Punktvorsprung (689) vor der Schwedin (84J) auf den ersten Bang. — Der abschließend« Spezialsprunglauf war wieder eine Domäne der nordischen Spezialisten. Buud Asbjoern -Norwegen stand zwei Sprünge von 64 und 67 Metern und erhielt dafür die Bestnote 233 Norwegen belegte weiter den zweiten und vierten, Schweden den dritten Platz. Dann schoben sich die beiden Schweizer Tschannen und Stump zwischen die nachfolgenden Schweden und Finnen.
Zwei Weltmeisterschaften für die Schweiz
Ebenfalls in St. Moritz wurden die Bob-Weltmeisterschaften eusgefahren, die der Schweiz einen großen Erfolg brachten. Sowohl tan Zweier wie auch tan Vierer konnte sie die ersten Plätze belegen und damit zweifacher Weltmeister werden Im Zweierbob siegt« Schweis I (Feierebond-
waas er) in 1.87,1 Minuten vor sehwetz n tat 8-30,4 Minuten. Im Viererbob war Schweiz I ln 5 . 18,2 Minuten erfolgreich vor Belgien ln 5.10 Minuten,
Im Jahre 1040 werden die Weltmeisterschaften tan Rahmen der Olympischen Winterspiele in St. Moritz durchgeführt. Für 184« wurden die Weltmeisterschaften an die USA . vergeben.
Seyffarth-Sch weden Europameister Im Eisschnellaufes
Die Europameisterschaften der E1« - Schnelläufer wurden in Stockholm ausgetragen und bestätigten erneut die Vormachtstellung der skandinavischen Läufer. Uber 500 Meter siegte Jannemann-Schweden in 44,6 Sekunden, die U00 Meter holte sieh Farstad-Norwegen in 2.19,5 Minuten, die 1000 Meter sahen Seyffarth-Schweden in 4.59 Minuten erfolgreich und die 5000 Meter gewann der Schwede Hadlund in 8.38,4 Minuten. Im Gesamtergebnis kam Seyffarth - Schweden auf Grund seines Sieges über ooeo Meter und seiner guten Plazierung ln den anderen Rennen auf 198.198 Punkte und wurde damit Europameieter vor seinem Landnnann Hediund mit 104,827 punkten.
Dar Fufcballsonnfag
Zonenliga
Gruppe Süd: VfL. Konstanz — VfL. Freiburg . SV. Xastatt — Offenburger SV., SV. Blberach — VfL. Schwenningen , SV. Reutlingen — VfB. Friedrichs hafen . — Gruppe Nord: TuS. Neuendorf — FC. Saarbrücken . Mainz 05 — FC. Kaiserslautem, Phönix Ludwigshafen — VfB. Neunkirchen , Wormstia Worms gegen VfR. Trier.
Südbadische Oberliga
Staffel Weit: ASV. Freiburg — SV. Immen- dingen, Fortuna Freiburg — VfB. Riegel, Sportfreunde Lahr — SV. oberkinh. — Staffel Oft: Gottmadingen — Neustadt.
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In der Sffldgruppe der Zonanllga sind die badischen und württerob er gischen Vereine wieder unter «ich. Nachdem fünf Vereine mit je fünf Punkten die Tabelle anführen, wird um die absolute Führung ein harter Kampf entbrennen. Dem VfL. Kon stanz und dem VfL. Schwenningen kann man Er- folgsausslchten einräumen, während die beiden Treffen Rastatt — Offenburg und Reutlingen — Frledricha- hafen nicht ohne weiteres den Platzvereinen zu- geeproebea werden können. — In der Gruppe
sagt: Ein Patient, der von nichts ais von seiner Krankheit redet, zu dem brauch ich gar nicht erst blnzugehen.“
Draußen sang der Wind um die Bude, irgendwas klapperte am First Die Frau ging an den Ofen und legte Holz nach, dann setzte sie sich wieder.
„Soll ich dir auch eine Zigarette drehen, Maria?"
„Danke, Georg.“
Ein Feuerzeug flammte auf und erlosch, zurück blieb das rote Lichtpünktchen der Zigarette.
„Ihr Jungen müßt der Vergangenheit entschlossen den Rücken kehren, ihr müßt vorwärtsblicken."
Seltsam, wie sie das so in die Finsternis hineinsprach: Vorwärtsblicken!
„Den Rücken kehren, ja — aber nichts vergessen!“
Dann schwiegen sie wieder. Der Wind heulte, das Feuer prasselte, ein schmaler Lichtstreif lief unten am Ofen hin.
„Wollt ihr beiden euch denn noch nicht legen?“ kam es vom Feldbett durch die Dunkelheit. Und vom Tisch ging es zurück:
„Ich will noch ein wenig warten, vielleicht wird das Licht doch noch einmal wieder- kommenu“
Religions-wissenschaftiichbr Ärziekongrefj
Im April 1947 ist in Oberschwaben für den Bereich Süddeutschlands ein religiös-wissenschaftlicher Arzte-Kongreß geplant, zu dem als Redner namhafte Wissenschaftler, wie Professor Büchner, Freiburg {„Vom Sinn des Leibes“), Professor Dr Freiherr von Gebsattel . Baden weiler („Grundlagen der ärztlichen Anthropologie oder über den Tod“) und Dozent Dr. Ohl- meyer, Tübingen („Sinn und Nutzen der Naturforschung“) und andere zugesagt haben. Der Kongreß wird getragen von einem Kreis katholischer Ärzte und Theologen.
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Die Theologie-Gemeinschaften Regensburg und Eichstätt haben die Patenschaft für die katholische Studentengemeinde Berlin übernommen. Diese Patenschaften haben in erster Linie den Zweck, einen Gedanken- und Studienaustausch zu ermöglichen sowie die Versorgung mit religiösem Schrifttum sicherzustellen, das in süddeutschen Verlagen erschienen ist.
Die Bnehpro Auktion in «er US -Zone
In der amerikanischen Zone sind seit der Besetzung 1*59 Bücher (Flugschriften eingerechnet) und 224 Zeitschriften erschienen. Die religiösen Veröffentlichungen nehmen darunter die erste Stelle ein. Dann folgen die belletristischen und mit Abstand die wissenschaftlichen Werke.
Das melstgekaufte Btjeh «er USA
Amerika vertreibt «ein« riesige Buchproduktion hi erster Linie durch geschäftstüchtige Bü .ergilden, von denen der „Book of the month“-Club den Ton angibt. Das melstgekaufte Buch der USA im vergangenen Jahre „The Egg an I" ist «Ine Entdeckung dieses Unternehmens. Betty Macdonald , dl« dieses Buch schrieb, ist die Besitzerin einer Hühnerfarm und erzählt ihr Leben ohne Jeden literarischen Ehrgeiz. Von den bei uns bekannteren Autoren stand Pearl Buck, William Seroyan und Taylor Cald- well auf der „Beste!Ier“-Liste. Remarques „Arch of Triumph ", das auch in französischen Zeitschriften viel besprochen wurde, sei ferner verzeichnet. Hersey hatte mit seinem Erlebnisbericht „Hiroshima " einen beachtlichen Erfolg, wie übrigens auch der Busse Kravschenko mit seinem Buch „I chose Freedom“ („Ich wählte die Freiheit"). Da« Buch allerdings, das unsere unmitte'.bare Vergangenheit und die Gegenwart dichterisch deutet, Ist auch in der USA bisher nicht erschienen.
Eine neue Uraufführung In Xenstanz
Die Leitung des Stadttheaters Konstanz erwarb das neue Werk des Dichters der „Ersten Legion“, Ewmet Levery, das den Titel „Monsignore« große Stunde“ trägt, zur alleinigen Uraufführung für Deutschland .
Nord sind Saarbrücken . Kaiserslautern und Worms als Sieger zu erwarten, während die Begegnung ln Ludwlgshafen als offen gelten muß.
In den drei Spielen der südbadischen Oberliga Staffel West sollte es einwandfreie Erfolge der Platzvereine geben, während in der Staffel Ost der Neuling Neustadt trotz des fremden Platzes einige Aussichten suf «inen Erfolg bst.
Dl« beiden Freiburger Spiel« Anden tan Rahmen einer Doppelverenstaltung ton Fortuns-Stadion statt, Beginn 13.00 Uhr: ASV. — Em mendingen ; 14.30 Uhr: Fortuna —Riegel.
Süddeutsche Oberliga
In der süddeutschen Oberliga müssen am kommenden Sonntag noch einige Spiele der Vorrunde nachgeholt werden. Es spielen: Karlsruher FV. — FSV. Frankfurt (Sanutag), Offenbacher Kik- ker* — VIB. Stuttgart, Schwaben Augsburg — Bayern München . Phönix Karlsruhe — BC. Augsburg.
Am Sonntag ist der Karlsruher F V. Gast des VfR Ihrlngen. Der bekannt« Weinort wird damit zum Mittelpunkt «Um* großen sportlichen Er- elgnteee« werden.
SC, Baden-Baden scheitert an Blauweiß Freiburg
Eines kleinen Seltensprung erlaubte sich am Sonntag der Tabellenführer der Staffel West der Oberliga, der SC. Baden-Baden, indem er in Freiburg dem SV. BleuweiB mit 1:2 Toren unterlag. Wohl zeigten di« Gäste Ihr seit drm Vorjahr wesentlich verbessertes Können, aber die Einheimischen waren in der Ausnützung der gebotenen Torchancen erfolgreicher. Dazu kam, daß der Has- lecher Torhüter erneut Proben seines ausgezeichneten Könnens gab und danut mithalf, den knappen Sieg zu sichern.
Der sv. Ottenau mußte ln Emmendingen zunächst einmal einen «^-Rückstand aufholen, der bereits ln den ersten 28 Minuten entstanden war. Das völlige Auseinanderfallen der Emmendinger Elf tan Laufe des Spieles kam ihm dabei sehr zustatten und gab ihm sdjlleSllch noch Gelegenheit, durch einen dritten Treffer einen knappen, aber nicht unverdienten sieg herauszuholen. — Mit einer eindrucksvollen Leistung kehrten die Sportfreunde Lahr von Riegel zurück. Der Lahrer Sturm schoß nicht weniger eis acht Tore, denen der Neuling nur einen Treffer beim Stande von 0:4 entgegensetzen konnte.
Tischfennia-Verglcjdufcampf Baden—Pfalz 4:5
In Baden-Baden wurde *m Sonntag ein Tischtennis-Vergleichskampf Baden — Pfalz durchgeführt, der von den Gästen knapp mit »'•* Punkten gewannen wurde.