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Ist Ihr Bebauungsplan fertig?

Jetzt ist es höchste Zeit, ihn anzafertigen

Ein „Hochpäppeln“ lohnt sich nicht

Die Behandlung schwacher Wintersaaten im Frühjahr

Der Kleingärtner sollte während des Winters den Bebauungsplan für seinen Garten auf Mil­limeterpapier aufzeichnen. Er sei so angelegt, daß sich alle Größenverhältnisse noch auf das Gartenland selbst übertragen lassen. Bei der Aufteilung ist auf die vorhandenen Baumbe­stände und sonstigen Daueranlagen Rücksicht zu nehmen. Sträucäier lassen sich noch im Frühjahr an einen anderen Platz verpflanzen, entweder entlang des Zaunes oder an geeig­neter Stelle als Unterkultur zwischen Obst­bäumen. Den Baumscheiben gebe man qua­dratische bis rechteckige Form mit Seiten­längen von zwei bis drei Meter, je nach dem Raum der Baumkronen, und bepflanze sie möglichst nicht.

Es ist ratsam, das Gartenland in mehrere rechteckige Landstücke aufzuteilen, von denen jedes seine besondere Bestimmung erhält, so für Gemüse erster und zweiter Tracht; für einjährige Kräuter; Einjahrsblumen; Zwei­jahrsblumen und Stauden; Knollen- und Zwiebelgewächse.

Starke Zehrer sind die Gemüse erster Tracht und die ausdauernden Gemüse — sie vertragen Stalldung; mittelstarke Zehrer sind die Gemüse zweiter Tracht und die meisten Blumen — Bodenverbesserung erfolgt durch Kompost. Geringe Ansprüche stellen die Küchenkräuter. Bei jeder Aussaat und Pflanzung verfahre man derart, daß die hochwachsenden Sorten am Nofdrand des Beetes oder in der Nähe des Zaunes ihren Platz erhalten. Die einzelnen Landstücke werden in Beete von 1.20 Meter und Tret­wege von 0.30 Meter eingeteilt.

Im Folgenden soll besonders auf den ein­jährigen Gemüsebau eingegangen werden, da der Emteertrag vom Anbau auf der ge­eignetsten Bodenfläche sehr abhängig ist und Völlemten unser Ziel bleiben müssen.

Zu den Gemüsen erster Tracht, die als Hauptkulturen angebaut werden, rechnen wir heute: Gurken, Kürbis, Melonen, Toma­ten, Mohn, Zuckermais, Sonnenblumen, Blu­menkohl, Weiß-, Rot- und Wirsingkohl, Neuseeländer Spinat, Sellerie, Poree, Knob­lauch, Puffbohne und Stangenbohne. Als Vor-, Zwischen- bzw. Nachkultur sind geeig­net: Kohlrabi, Spinat, Gartenmelde, Pflück- und Schnittsalat, Feldsalat, Rosen-, Grün- und Chinakohl. Die Düngung mit Stallmist im Herbst ist noch weit verbreitet, sollte aber besser durch Mistkompost oder Kompost vor­genommen werden. Als Kopfdüngung werden Kunstdünger, und in Ausnahmefällen Jauche verwendet. Entgegen allen bisherigen Gepflo­genheiten wird auch leichtlöslicher Stick­stoffdünger, zusammen mit Phosphor und Kali, als Kbpfdünger ins Gießwasser gegeben.

Zu den Gemüsen, die in zweiter Tracht stehen, zählen folgende: Kohlrabi, Rosenkohl, Kopfsalat, Kohlrüben, Rote Bete, Zuckerrübe, Möhren, Pastinake, Schwarzwurzel, Herbst­und Winterrettich, Zwiebeln, Schalotte, Stangenbohne, Buschbohne, Erbse, Sojabohne, Mangold und die verschiedenen Küchen­kräuter.

Als Vor-, Zwischen- oder Nachkultur wer­den berücksichtigt: Kopfsalat, Schnittsalat, Gärtenmelde, Feldsalat, Rosen-, China -, und Grünkohl, Kohlrübe, Radies, Mairettich, Gartenkresse, Dill. Man verbessert das Land mit Kompost, wenn möglich; wo dies nicht möglich ist, genügt eine Abdüngung mit Düngesalzen durchaus.

Hinsichtlich einer besseren Bodenausnut­zung, der Herabminderung des Schädlingsbe­falls und nicht zuletzt zwecks Erzielung höherer Erträge ist es von Vorteil, Misch­kulturen in besonders reicher Vielfalt vorzu­nehmen.

Dabei sollte man wissen, daß zwischen den Pflanzen natürlich Freundschaften, aber auch Feindschaften bestehen. So vertragen sich beispielsweise nicht auf einem Beet in Misch­kultur Zwiebeln und Porree mit Puffbohnen, Bohnen und Erbsen. Sie hemmen sich in ihrer Entwicklung. Pflanzt man Kartoffeln mit Hülsenfrüchten zusammen, so bleiben diese klein, die Kartoffeln gedeihen jedoch beson­ders gut.

Als günstig für beide Teile haben sich er­wiesen: Kopfkohl, Kohlrabi, Möhren, Ka­rotten mit Hülsenfrüchten, Kohlrabi mit Salat, Kartoffeln mit Kopfkohl und Rosen­kohl, Tomaten mit Frühblumenkohl, Möhren mit Zwiebelgewächsen, Sellerie mit Blumen­kohl, Gurken mit Kohlrabi, Salat, Radies und Rettich.

In keinem Garten sollte das mit Kompost verbesserte, feinerdige Freiland-Saatbeet für Gemüse-, Kräuter- und Blumenpflanzen fehlen. Ab April werden hier ausgesät: Frühe und späte Wirsing - und Blumenkohl- und Kohlrabisorten, später Weiß- und Rotkohl, Rosenkohl, Grünkohl (Ende Mai), Kopfsalat, Endivie, Kohlrübe, Saatzwiebeln, Chinakohl, Salbei und Weinraute.

Die Samen folgender Kulturen werden von Anfang März bis April ins warme Frühbeet oder in Schalen ausgesät; wo dies nicht möglich ist, bezieht man sie von Anfang April ab aus einer Gärtnerei: Früh Weißkohl, -rotkohl, -wirsing, -blumenkohl, -kohlrabi, -kopfsalat, Neuseeländer Spinat, Sellerie, Porree, Tomate (Busch und Spalier), Freiland­melone und evtl. Gurke und Kürbis, sowie Majoran und Basilikum.

Die Samen aller anderen einjährigen Ge­müse und Kräuter werden ab März an Ört und Stelle ins Freiland ausgesät

Von den zwei- und mehrjährigen Kräutern sät man direkt in die Beete: Schnittpetersilie, Wurzelpetersilie, Fenchel, Kümmel, Garten- pimpinelle, Thymian, Tripmadam. Aus der Gärtnerei beziehen wir: Lavendel, Pfeffer­minze, Schnittlauch, Ysop, Deutschen Estra­gon, Rosmarin, Wermut, Zitronen-Melisse, Beifuß und Liebstock.

Von den ausdauernden Gemüsen beschafft man Rhabarber (Teilpflanzen), Spargel (ein­jährige Pflänzchen), Meerrettich, (Wurzel­stücke, Fechser genannt), Artischocke (Jung- pflänzdien), Topinambur und Helianthi (Knol­len); Gartenerdbeere (pikierte Tochterpflan­zen), am besten Ende August, Monatserdbeere (Verschulte Sämlinge).

Bei der Aufstellung des Gartenplanes ist auch die finanzielle Seite nicht außer acht zu lassen. Außer Samen und Pflanzgut sind auch Samenbeizmittel und die erforderlichen Kunstdünger zu beschaffen und die fehlen­den Gartengeräte zu ergänzen.

Die für die Frühjahrsbestellung verfüg­baren Geldmittel müssen entsprechend ein­gesetzt werden.

Außerdem richte man sich mit den Geld­mitteln so ein, daß die wichtigsten Schäd­lingsbekämpfungsmittel, wenn erforderlich, im Frühjahr und Sommer beschafft werden können.

Unsere Kulturpflanzen sind durch bewußte Höherzüchtung aus den wildwachsenden Pflan­zen hervorgegangen. Sobald wir ihnen nicht mehr die nötige Pflege zuteil wer.den lassen, beginnen sie wieder langsam zu verwildern.

Dies ist in ganz besonderem Maße bei der Kartoffel der Fall, da sie einerseits ihre Hei­mat außerhalb unserer Grenzen hat und an­dererseits, im Gegensatz zu fast allen übrigen Kulturpflanzen, fast ausschließlich durch Knollen und nicht durch Früchte oder Samen vermehrt wird-

Alle Erscheinungen, die ein starkes Abwei­chen von der Norm einer bestimmten Kar­toffelsorte verursachen, fassen wir unter dem Begriff des Abbauens zusammen.

Am auffälligsten ist der Rückgang des Ertrags, der bis unter die Hälfte einer Normal­ernte sinken kann, ebenso läßt die Güte ganz merklich nach.DieUrsachen dieses Rückganges sind allgemeine Wachstumserscheinungen.

Die Wachstumskraft und -freudigkeit läßt nach, zugleich steigt die Empfindlichkeit gegen Krankheiten.

Bei genauer Unterscheidung können wir von einem wirtschaftlichen und einem örtlichen

Noch kann man nicht wissen, wie die Win­tersaat die kalte Jahreszeit überstehen wird. Zweifellos sind die Kahlfröste, die noch im März auftreten können, eine große Ge­fahr für die Winterung, weil sie die Bestände oft noch ganz erheblich schädigen können.

Eine Behandlung schwacher Wintersaaten kann erst beginnen, wenn der Boden aufge­taut und genügend abgetrocknet ist. Hat man im Herbst eine Stickstoffdüngung unterlas­sen, so kann man durch eine zeitige Stick­stoffzugabe gleich mit Einsetzen der Vegeta­tionszeit der Winterung sehr auf die Beine helfen, vorausgesetzt, daß die Pflänzchen noch lebensfähig sind.

Ist das Feld genügend abgetrocknet, so wird man zweckmäßigerweise die Saaten anwalzen, damit sich die abgerissenen Wur­zeln wieder festigen können. Ein ausgiebiger Regen kann unter Umständen das Walzen überflüssig machen. Ist der Boden dann so­weit trocken, daß man mit dem Eggen be­ginnen kann, müssen die Weizenschläge so­fort durchgeeggt werden. Es ist ja genügend bekannt, daß man beim Weizeneggen nicht ängstlich sein braucht, während man beim Eggen des Roggens schon vorsichtiger sein muß.

Man wird daher auf leichteren Böden das Eggen des Roggens möglichst unterlassen, da

Abbau reden. Ersterer ist durch die Menge der Sorten, von denen eine die andere in rascher Folge verdrängt, verursacht. Der örtliche Ab­bau ist durch verschiedene Einflüsse bedingt.

So bewirken schwerer Boden und Nässe, ebenso tiefe und wärmere Lagen, aber auch typisch nördliche Frostlagen und alkalische Bodenreaktion einen rascheren Abbau. Die frischen Küstenlagen und höheren Lagen Mitteldeutschlands , ebenso die Moorböden in­folge ihres Säuregehaltes, arbeiten genannten Erscheinungen entgegen.

Welche Maßnahmen stehen nun dem Bauern zur Verfügung, diese Erscheinungen zu verhin­dern?

Am wichtigsten sind vorbeugende Maß­nahmen gegen Krankheiten, indem nichtan­fällige Sorten gebaut werden. Durch gute, passende Kartoffelsorten, richtige Düngung, zweckmäßige Bodenbearbeitung, gute Pflege und Behandlung und durch Ausmerzung kranker Pflanzen sind allgemein gesunde Ver­hältnisse zu schaffen, so daß sich die Pflanzen wohlfühlen und dies dann im Ertrag und zwar nach Menge wie auch Güte zum Ausdruck kommt.

dann die Gefahr besteht, daß zuviel Pflanz­zen aufgerissen werden und dadurch der Be­stand noch mehr geschwächt wird. Hingegen kann das Eggen des Roggens auf schwereren, womöglich noch dichtgeschlämmten Böden schon eher angebracht sein.

Ist eine Kali-Phosphordüngung zu Weizen bzw. Roggen im Herbst unterblieben, dann muß diese auf jeden Fall im zeitigen Früh­jahr in Form von hochprozentigen Kalisalzen nachgeholt werden. Unter allen Umständen sollte man bei etwas schwachen Wintersaa­ten eine einseitige Düngung vermeiden. Hohe Stickstoffgaben verleihen zwar den ge­schwächten Beständen schnell ein frisches und üppiges Aussehen, mindern aber die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge, fördern die Lagergefahr und ver­zögern die Ernte.

So richtig es ist, schwache Wintersaaten nach dem Wegtauen der Schneedecke nach entsprechender Abtrocknung der Felder in oben geschilderter Weise zu behandeln, um die schwachen Getreidepflanzen zu kräftigen und zu besserem Wachstum anzuregen, so falsch ist es, zu schwache Wintersaaten un­ter allen Umständen „hochpäppeln“ zu wol­len. Derartige Bestände gehen trotz sorg­samster Pflege in der Regel immer mehr zu­rück. Hier tut man gut, sich kurzerhand eben zum Umbruch zu entschließen. Man hat dann wenigstens die Gewähr, daß das Som­mergetreide'* rechtzeitig bestellt wird, wäh­rend man sonst Gefahr läuft, bei beiden Er­tragseinbußen mit in Kauf nehmen zu müssen.

Zweifellos ist es nicht einfach für den Be­triebsleiter, seine Winterschläge neben der drängenden Frühjahrsarbeit noch einmal zu bestellen. Dieses ist doppelt schwer in höhe­ren Lagen, in denen sich die Frühjahrsbe­stellung auf eine kurze Zeit zusammendrängt.

Es ist durchaus verständlich, wenn der Be­triebsleiter mit dem Umbruch immer noch zögert und noch hofft, daß sich die schwache Wintersaat doch noch entwickeln wird. In solchen Fällen gibt es nur einen Weg: Zu­erst die Sommerung ordnungsgemäß und gut bestellen! Jeden Tag und jede Stunde aus­nutzen, damit die Sommersaat schnell aber gut in den Boden kommt.

Ist die Bestellung des Sommergetreides be­endet und stehen die Wintersaaten noch immer sehr kümmerlich und schwach, dann sofort ohne Bedenken mit dem Schälgrubber, Schälpflug oder Scheibenegge auf den schwa­chen Winterungsschlag und erbarmungslos umbrechen, was nicht einwandfrei steht. Bes­ser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Warum bauen eigentlich Kartoffeln ab?

Vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheiten sind wichtig

Mitten im Garten legen wir ein reizvolles Bassin an

Durch die meisten Regengossen am Haus oder an der Laube läuft das so wertvolle Wasser verschwenderisch und unausgenutzt in den Hof oder Garten. Fehlt eine gute Ent­wässerung, so bekommt man leicht nasse Füße und trägt Sand und Schmutz ins Haus.

Offene oder verdeckte Rinnen können wohl Abhilfe schaffen; aber am vorteilhaftesten ist und bleibt ein unterirdischer Abfluß durch Röhren. Man leitet dann das Wasser zu einem Sammelbecken mitten im Garten, aus dem man jederzeit abgestandenes Gießwasser ent­nehmen kann. Gibt man dem Bassin aus Mauerwerk oder Beton eine schöne Umrah-

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mung durch Steinplatten und Rasen und sorgt man für eine passende Bepflanzung, so wird das Becken zur Zierde des Gartens.

Wir beginnen mit der Anlage einer solchen Regen wasserausnutzung durch Herstellen einer Einlaufgrube unterhalb der Regengosse. Abbildung l zeigt die Grube im Längsschnitt Sie ist hier in Mauerwerk ausgeführt. Da be­kanntlich ein Mauerstein die Maße 6 mal 12 mal 24 Zentimeter hat, so ist an der Zeich­nung ohne weiteres abzulesen, daß die Wand­stärke der Grube 24 Zentimeter und die qua­dratische Weite 36 Zentimeter beträgt. Unter Hinzurechnung von einem Zentimeter Stein­fugenbreite reicht bei zwölf übereinanderge­setzten Steinschichten die Grube 83 Zenti­meter tief in die Erde. Bei zwei Schichten Bodenlage ist der Einlaufbehälter etwa 70 Zentimeter tief.

Die Dachtraufe liefert das Wasser

Bevor man mit der Maurerarbeit beginnen kann, muß zunächst die eigentliche Hauswand einen wasserabweisenden Goudron-, Asphalt­oder neuen Teeranstrich bekommen. Ge­mauert wird mit Zementkalkmörtel.

Das gekrümmte Tonrohr b wird gleichzei­tig -mit eingemauert. Es gibt rechtwinklige, gestreckte und schlanke Bogenstücke. Für unseren Fall kommt nur ein schlankes Bo­genstück in Frage, da sich mit ihm ein An­schlußgefälle von 1:50 ermöglichen läßt.

Der Kopf des Bogenstücks taucht mit seiner Oeffnung stets ins abfließende Wasser ein, wodurch der Abfluß fester Schmutzbe­standteile verhindert und eine Verstopfung der Erdrohrleitung ausgeschlossen wird. Da ferner die Rohreinführung nicht ganz unten mündet, sammeln sich auf dem Grunde des so­genannten Syphons Schlamm-Massen an, die gelegentlich ausgeschöpft werden können. Um nun ein etwaiges Gefrieren dieser Grube bei Frostwetter zu verhindern, muß sie in das Erdreich verlegt werden. Ebenso ist ein Ver­schluß durch den Deckel d notwendig. Auch würde sie bei einer Lage über der Erde stö­rend in der Ansicht des Haussockels wirken. Bei starkem Frost muß man sie aber trotz­dem abdecken.

Die schwierigste Arbeit ist das Verlegen der Erdleitung aus Steinzeugröhren. Man wähle Röhren von 100 Millimeter Weite.

Es genügt, der Erdleitung ein Gefälle von 1:50 zu geben, das heißt auf 50 Meter Länge senkt sich das Rohr ein Meter tiefer in das Erdreich hinab. Wen» jedes verlegte Rohrstück rund ein Meter lang ist, liegt dann das Muff­ende (Kopf) zwei Zentimeter höher als sein Schwänzende.

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Zum genauen Verlegen benötigt man ein Gefällbrett und eine Wasserwaage (siehe hierzu Abbildung 2). Das Gefällbrett ist in der Abbildung hochkant auf drei Muffen der Rohrleitung aufgesetzt. Es ist genau zwei Meter lang und hat rechts eine Breite von 14 und links eine solche von zehn Zentimeter. Die obere Kante des Gefällbrettes verläuft ir dei Zeichnung also wäagerecht, die untere senkt sich nach links um vier Zentimeter.

Die aufgesetzte Wasserwaage muß dabei ge­nau einspielen.

Schon beim Ausschachten des langen Gra­bens ist sehr sorgfältig zu verfahren. Man hebe nicht mehr Boden unten aus, als unbe-

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dingt notwendig ist. Die Rohrleitung soll auf gewachsenem Boden ruhen. ' Damit sie sich nicht seitlich verschieben kann, schlage man sofort kleine Holzpflöcke ein oder lege größere Steine heran. Das Dichten der Muffen ge­schieht mittels geteerter Hanfstricke, die man mit einem gebogenen Holzstab eintreibt. Außerdem verschließt man die Verbindungs­stellen der Einzelrohre durch Zementwulste.

Nach jeder Dichtung ist das Gefälle mit Gefällbrett und Wasserwaage nachzup#üfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Am Schluß ist der Röhrengraben einwandfrei mit Sand zu schließen, wobei aber stets vorher jede Röhrenlage gut zu unterfüttern ist.

Die Rohrleitung mündet in das bereits vorher fertiggestellte Sammelbecken aus Be­ton oder Mauerwerk. Je länger die unterir­dische Zuleitung ist, desto tiefer muß es unter Erdhöhe angelegt werden. Durch all­mählich sich senkende Rasenböschungen er­reicht man die tiefere Lage des Bassins. Auf einer geschmackvollen Steintreppe gelangt man zum Wasser.

Abbildung 3 gibt ein deutliches Bild von der Teichanlage, die sich durch geeignete Be­pflanzung zu einem Glanzpunkt des Gartens machen läßt.