Seite

DER

Spott

OER HEIMAT

Aal dem 1/IB-PIata füllt di « EnlMhrittung

Kirrlach trifft auf Limbach

Aufstiegsspiele:

Kiratech—Limbach Kkcfaheim — Weinh^kn

Am Sonntag um 17 Uhr findet in Kirrlach das Aufstiegsspiel gegen den Meister der Gruppe Odenwald — Limbach — statt. Die Limibacher Mannschaft war vor Jahren badaecher Jugemdmeister und spielt seit dieser Zeit zusammen. Sie bedeutet deshalb einen weiteren harten Gegner für die Kirrlacher indes wird einer weiteren Leistungssteigerung

SportberichterstattuBg

Nachdem die Punktespiele zum Abschluß gekommen sind, ist die Redaktion in ihrem Bemühen, auch weiterhin 'eine lückenlose Sportiberichtearsfathmg durch- zuführen, auf die Mitarbeit der Vereine und Ortsberkbterstatter mehr denn je angewiesen. Es wind deshalb nochmals gebeten, die sonntäglichen Spiele und Veranstaltungen sämtlicher Sportarten üür die Samstag-Vorschau bis spätestens Donnerstags abends, und die Spieler­gehnisse etc. sonntags zwischen 10.00 und 19.00 Uhr der Redaktion bekanntzugeben. Um pünktliche Einhaltung werden die Va neia e und Mitarbeiter in ihrem eigen­sten Interesse gebeten.

bedürfen um die zwei Punkte zu erhalten, zu­mal dann das Spiel gegen den Meister der Gruppe I (Rüppurr oder Frankonia) in Karls­ ruhe folgt. Wenn auch drei Mannschaften in die 1. Amateurüga aufs teigen, so ist doch iedier Funkt entscheidend und Auswärts­punkte zählen doppelt. *

A-Klasse:

VfB Bruchsal — FV Oberhausen

Heidelsheim — Philippsfoutrg

Untergrombach — Neudorf Erwartungsgemäß kann der Meister der A-Klasse erst mit diesem praktisch letzten Spiefeonntag ermittelt werden. Es wird auf dem VfB-Ptatz nochmals Groß kam pfstim - mung sein. Im übrigen würde es einer Bom- ben-Uberrasehung gleichkommen, wenn der neue Meister nicht der Gastgeber des Spieles VfB — Oberhausen wäre. Nicht minder span­nend wird es nochmals in Untergrombach und Heidelsheim zugehen, wo jeweils der Platzvorteil entscheidend sein kann.

B-Klasse:

Oberöwisheim — Münzesheim Zur Ermittlung des Gruppensiegers der Gruppe Bergstraße kommt es au dieser Be­gegnung. Ein knapper Erfolg Oberöwisheims würde nicht überraschen.

Freundschaftsspiele:

östringen — Baiertal Handball-Aufstiegsspiele:

Nußloch — Breiten

VfR Mannheim — Odenheim In den Spielen um den Aufstieg zur Hand­ball Verband'shga stehen diesmal Bretten und Odentbeim vor schwierigen Aufgaben. Beide Mannschaften werden es in Nußloch bzw. beim VfR Mannheim nicht leicht halben, so daß rrian mit nur sehr knappen Ergebnissen rechnen darf. Dabei würden Erfolge der Gast- maiHiechaften durchaus keine Überraschungen bedeuten. Der TSV Bretten hat in seinem Spiel bessere Aussichten als die Odenheimer beim VfR Mannheim.

Der Sport an Fronleichnam

Aufstiegsspiele — 2. Amateurliga:

Kirrlach — Kirchheam 2:0 Limbach — Weinheim 1:3

Olympia Kirrlach — Kirehheim 2:0 (1:0)

Die hochsommerliche Hitze stellte große An­forderungen an beide Mannschaften. Kirrlach mußte immer noch mit 2 Mann Ersatz antre- ben. Doch merkte man gegen dem vomsonn- lägicgen Spiel eine merkliche Besserung. Wenn auch die Aktionen noch nicht wie gewohnt ab- ■«fitten, so hat dieses Spiel doch gezeigt, daß nan auf dem richtigen Weg ist. Hierbei ge­fiel besonder® das ruhige, überlegte Spiel des

Weinheim

2

7:1

4:Ö

Kirrlach

2

2:4

2:2

Kirehheim

1

0:2

0:2

limbach

I

1:3

0:4

Fußball-Freundschaftsspiele:

Hambrücken — Kronau 2:0'{2:0)

Am Fronlieichnaimistag kam Hambrücken ge­gen den führenden A-Klasserwerterter Kronau zu einem verdienten 2:0 Erfolg, Die Hambrük- ker hatten fast die ganze Spielzeit hindurch

das Spielgeschehen in der Hand. Die Angriffe der Gäste scheiterten an der sicheren Vertei­digung der Platzbesitzer, deren Vordermann- Schaft allerdings etwas mehr Durchschlags­kraft hätte besitzen müssen. Beide Mannn- sehaften fanden sich im allgemeinen gut zu­sammen und spielten ziemlich fair. In der 29. Minute gelang es dem Halbrechten Fr. Noth- eisen durch einen schönen Schuß den Gäste­tormann zu schlagen. 11 Minuten später folgte durch denselben Spieler das zweite Tor. Nach der Pause traten die Platzbesitzer in verän­derter Aufstellung an: an Stelle von Obhof stand Alfons Krämer im Tor, den Linksaußen Mohr löste jetzt Fände ab. Das Spielgeschehen war in der 2. Hälfte etwas langsamer. Das an­dauernde Bemühen der Kronauer, blieb er­folglos.

Ostringen — Mühlhausen 2:2

In einem Freundschaftsspiel, das einen sehr schönen und fairen Verlauf nahm, trennten sich beide Mannschaften unentschieden, was den beiderseits gezeigten Leistungen entsprach.

Leichtathletik

Ausschreibung z. d. Kreismeisterschaften 1951

Zeit: 10. Juni; Beginn: 8.30 Uhr; Ort: Bruch­ sal , TSG-Sportplatz im unter*! Schloßgarten. Ausrichter: TSG Bruchsal.

W ettbe werbe:

Männer: 100, 200, 400, 800, 5000, 4X100, 3 Mal

1000, Hochsprung, Weitsprung, Diskus, Ku­gel, Speer und Fünfkampf (100, 400 m, Hochsprung, Weitsprung, Kugel).

Frauen: 100, 4X100, Weitsprung, Hochsprung, Kugel, Diskus, Speer.

Altersklassen 1—5: 100, 1500, Weitsprung, Ku­gel, Diskus, Dreikampf (100 m, Weitsprung, Kugel).

Junioren: 100, 800, 4X100, Weitsprung, Hoch­sprung, Kugel, Diskus, Speer.

Männl. Jugend A: Dieselben Wettbewerbe wie die Junioren.

MännL Jugend B: Wie die Junioren, jedoch ohne Speer.

Weibl. Jugend A: 100, 4X100. Weitsprung, Hochsprung, Kugel, Diskus.

Weibl Jugend B: Wie weibL Jugend A.

Meldeschluß: 6. Juni 1951. Meldungen sind zu lichten an Herrn Karl Herbold, Bruchsal , Württemfoergerstraße 22, oder Kreisfachwart Krauth, Bruchsal , Kaiserstraße 105.

Das Meldegeld ist beizufügen. Meldegeld: Ju­gend: Einzel 0,20, Staffel 0,30 DM pro Wett­bewerb. Alle anderen Klassen: Einzel 0,30 DM, Staffel 0,50 DM, Dreikampf 0,30 DM pro Wett­bewerb.

Die Vereine wollen ihre Meldungen recht­zeitig an eine der obigen Adressen abgeben. Weiterhin wollen die Vereine 1—2 Kampf­richter, namentlich bei der Abgabe der Mel­dungen benennen.

3. Hallensdiauliirnen der TSG

Zum 3. Hallen-Schauturnen der TSG Bruch­sal wird hierdurch nochmals herzlich eingeladen und darauf hingewiesen, cteffi der Beginn der Veranstaltung nicht auf 16 Uhr, mit Rücksicht auf das Fußballspiel VfB—Oberhausen, son­dern auf 17 Uhr verlegt wurde. So wird nun am morgigen Sonntag, dem 27. Mai, die große turnerische und sportliche Werbeschau der TSG Bruchsal in der Sporthalle des ASV Bruchsal im mittleren Schloßgarten den Be­suchern zwei Stunden lebendigen Turnens be­reiten, in denen sie den frischen und kräftigen Fulssehlag der vielgestaltigen Arbeit der TSG verspüren werden. Die Vorführungen sind auf breitester Grundlage abgestellt, Wege und Ziele der TSG zur körperlichen Ertüchtigung und Gesunderhaltung weisend. Alle Abteilun­gen der TSG, angefangen von den Kleinsten bis zu den Größten, den Jüngsten und Aelle- sten beiderlei Geschlechts, werden mit einfa­chen und schwierigen Übungen bis zum Kunst­turnen die Freude und den Frohsinn, das

TSV Breiten siegt netter

Können und Wollen zeigen, das von selbst­loser Art und hohem Iedealismius getragene Wirken eine volle Würdigung finden lassen. Die unermüdlich geleisteten Vorarbeiten ver­dienen es, daß diesem nun 3. Hallen-Schau­turnen der TSG, wie den vorangegangenen, ein volles Haus beschieden sei. Die Eintrtts- preise sind niedrig gehalten: für Nichtmit­glieder 1 DM, für Mitglieder 0,80 DM. Der Kartenvorverkauf hat begonnen für Mitglie­der im Sporthaus Silberer, Bahnhofsplatz, für Nichtmitglieder im Zigarrenhaus Hoffmeister und Lebensmittelhaus Herbold, Württemfoer­gerstraße. An das Hallen-Schauturnen schließt sich ein Tanz mit Unterhaltung an und wird den Tag harmonisch.ausklingen lassen. Die TSG bittet um frühzeitiges Kommen, damit pünktlich begonnen werden kann.

Ringen:

ASV Heidelberg — KSV Kirrlach

Im Kampf um die Bad. Freistil-Meister­schaft kemmt es zum vorentscheidenden Tref­fen in Heidelberg , bei dem die Ringer Kirr- lachs recht gute Aussichten haben.

Schwimm verein Bruchsal :

Rechteaußen.

Die Kirrlacher übernahmen sofort die Indtia- 'ive unld kreuzten gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Nach einer zweimaligen Ballabwehr cöpfte Hoffarth in der 7. Min. zum Führungs- or ein. Die Einhekmschm schalteten nun zu finem Defensivspiel um und bauten aus der \bwefar ihre Angriffe aus. Im MittetöeSd do­minierten die Gäste. Auch in der zweiten HaMbe änderten die Kirrlacher nicht ihr Sy­stem. In der 70. Minute erhielt Rechtsaußen Haag den Ball, umspielte den Verteidiger und choß ruhig überlegt und unheimlich scharf ins linke Eck. Damit war der Sieg sicher und man beschränkte sich ganz auf Abwehr. Die Hitze forderte ihren Tribut und trotz der vielen Wassereimer ließ das Tempo nach. Die Gäste stellten eine schnelle technisch gute und faire Mannschaft Bei einem konsequenten, flachen Spiel wäre der Kirriacher Sieg zweifellos hö­her ausgefallen,

II. Mannschaften 2:1 für Kirrlach.

Handball:

Bretten — Odenheim 7:5 Nußloch — VfR Mannheim 6:9

Bretten — Odenheim 7:5 Auch das zweite Aufstiegsspiel konnte der TSV Bretten für sich, entscheiden. Zwar war das Spielgeschehen nicht so spannend und dramatisch wie gegen VfR Mannheim. Dies ist wohl auf die drückende Hitze zurückzu­führen, die sich auf die Spieler ungünstig aus­wirkte. Odenheim zeigte kein besonderes Kön­nen, ihre Stärke war, daß die Spieler immer am Mann waren und ihn in jeder Situation fesfhielten. Darunter litt natürlich das ganze Spiel. Bretten wartete mit einem technisch besseren Spiel aut Der Sturm war leider wieder von reichlichem Pech verfolgt und ver­gab manche Chance. Man gewann den Ein­druck, daß die Aufstiegsspiele von der ein­heimischen Mannschaft zu leicht genommen werden, was ja bei einer sieggewohnten Mann­schaft Vorkommen kann, aber nicht zur Regel werden darf: Inder 3. Minute ging Bretten in

Führung. Breitens- Strafwurfspezialist hatte einen schlechten Tag und vergab wiederum einen 13 Meter. In der 16. Minute konnten, die Gästte ausgleichen. Bis zur Halbzeit legte Bretten noch 2 weitere Tore vor und mit 3:1 für die Platzbesitzer wurden die Seiten ge­wechselt. In der 2. Halbzeit hatte Bretten die Sonne gegen sich und der einheimische Tor­hüters Lall hielt trotzdem die schwierigsten Bälle. Bretten eröffnet« wieder den Torreigen, mußte aber im Gegenzuge ebenfalls ein Tor hinmehmen Derselbe Fall wiederholte sich, im weiteren Spielverlauf und Odenheim konnte in der 45, Minute bis auf 5:4 aufrücken. Noch zwei Mai war Bretten erolgreich und Oden­ heim stellte zwei Minuten vor Schluß das Endresultat von 7:5 her. Die Zuschauer waren von diesem Spiel nacht" ganz befriedigt.

Brettens zweite

Mannschaft siegte

15:4.

Bretten

2

16:12

4:0

VfR Mannheim

2

16:15

2:2

Odenheim

2

14:15

2:2

Nußloch

2

14:18

0.4

Die Traindngsaben.de des BSV Bruchsal sind auf Dienstag und Donnerstag Von 18 bis 20 Uhr im Stadt. Schwimmbad festgesetzt wor­den. Das Training wird ab sofort aufgenom­men und werden die Aktiven und Jugendlichen um pünktliche und zahlreiche Teilnahme ge­beten.

Radrennen in Oberhansen

Der kommende Sonntag bringt auf der Rad­rennbahn Oberhausen das Rennen um den Großen Maipreis, bei dem bekannte Fahrer aus Karlsruhe , Mannheim , Landau , Hockenheim und vielen anderen Orten am Start sein wer­den. Besondere Bedeutung gewinnt das Ran­nen in Sportkreisen durch die Teilnahme von Grunwald-Wiesbaden und Klehi^Friesenheim, die zu den bekanntesten Rennfahrern der Amateur-Spitzenklasse gehören. Es ist zu er­warten, daß das Rennen stärkste Beachtung bei allen Sportfreunden finden wird. Es wer­den ausgefahren: Fliegerrennen, Ausschei­dungskämpfe, Jugendfahren und Mannschafts­fahren. mp.

'Daö Qflßdchen

Roman von Doris Eicks

b| Ytrlatiliaii» RaaHlafcB Oertel A Äp5r«r

VON VORGESTERN

28. Fortsetzung

„Dies« komplizierte Schloß spricht dafür, daß hier etwas drin ist, was besonders geschützt wer­den sollte“, sagte er wie in Selbstgespräch. „Ein Grund mehr, « herauszuholen, aber wie —f Ger­hild, kommen Sie doch einmal heil Haben Sie etwas dagegen, daß ieh den Tisch demoliere?“

Geri schaute Dm unsicher an. Das war doch wohl nur Spaß?

„Nicht ganz, natürlich“, fuhr ex beruhigend fort. „Helfen Sie mir rasch, den Aufbau umstel­len und den Tisch umdrehen, — — ja, so, die Beine nach oben. Haben Sie gehört, wie es pinnst? Diese Schublade ist bestimmt nicht leer, und, wie Sie sehen, aneh viel tief« ab die an­dere. Haben Sie ein Beil im Haus?“

„Ja, ich hole « sofort.“

„Sehen Sie, es wird genügen, wenn ich dem unteren Boden der Schublade zu Leibe gehe. Es ist bloß schon verdammt spät. Rasch, das Ball“

Während Geri in die Küche flog, überwachte Renaud den Hof, aber außer einigen Arbeitern war nichts zu sehen.

„Da! Es ist gut geschliffen. Besen und Schau­fel habe ich auch mitgebraeht, um den Schmutz zu beseitigen."

„Aha, die kleine Hausfrau. Brav, Kind, aber jetzt gehen Sie wieder ans Fenster und passen Sie scharf auf.“

Geri hörte hinter ihre* Rücken Bois split­tern, wieder und wieder. Es dauerte fast zehn Minuten, bis Renaud keuchend verkündete:

„K* ist ao weit! Kommen Sie her, jetzt müs­sen wir es darauf ankommea lassen, £berraseht sn werden. Sie schaffen jetz t sofort dm Papiere hi« hinan», das ist das Wichtigste, dann kom­men Sa zurück und hüten nur aufräumen.“ Ans einer etwa zehn Zentimeter breiten Spalte, die

er kunstvoll herausgebrochen hatte, legte er Geri einen ganzen Stapel Papiere in den Arm.

„Nun lauf, Klein«!“ sagte er gutgelaunt. Wie der Blitz entwich sie auf ihren langen, federn­den Beinen, und Renaud machte sich sofort dar­an, die Spuren seiner Tätigkeit zu verwischen. Als sie schwer atmend zurückkam, drehten sie ge­meinsam den Tisch mm und stellten den Aufbau darüber. Noch bevor Geri die zahlreichen Holz- trilcb« rnsammmgsftgt hatte, hörten sie das Auto durch das Fabriktor fahren.

„Schnell!“

Geri tat ihr Best«, während Renaud den Ans­steigenden beobachtete. Lukas Vonwillei warf einen langen Blick auf das Haus, das sein Bru­der bewohnt hatte, er hob sogar den Kopf und streifte auch die Fenster im oberen Stock, dann wandte cc sieh zur anderen Seite und verschwand im Bürohaus.

„Fein, außer Sicht!“ meldete Renaud grimmig.

„Ich bin fertig, Pivne. Sollen wir die Vor­hänge zurückziehen ?“

„Nein, käsen Sie all« so, wie « gestern Nacht gewesor ist. Sie können ihm dann gelegentlich erzählen, daß* Sie sie 'vorgezogen hätten weil ja auch das übrige Haus verdunkelt sei."

Als sie ans dem Lahor heraus traten, ging Geri mit dem Gerät zur Küche, und Renaud folgte ihr. Umsichtig schüttete sie die Holzteilchen in den großen Herd, der nur bei Festlichkeiten be­nutzt wurde und legte ein wenig Papier darüber. Renaud zündete « an, und sie schauten gern ein­sam zu, wie das Feuer auf das Holz Übergriff.

„Das haben wir gut gemacht. Wo aud die Papierei“

„ln einem alten Schultornister in meinem ZtSUMC.**

Sa schaut« sich an und lachten. Allmählich löste sieh ihre Aufregung, und auf rin mal Sri«

sie sich in die Arme; kein« hätte nachher ge­wußt, w« zuerst auf diesen Gedanken gekommen war. Für Geri war « einfach der Ausdruek ihr« grenzenlosen Dankbarkeit und bei Renaud ver­mutlich die Freude übet das geglückte Vorhaben. Er hielt sie fest in den Armen und sebaote lächelnd auf sie herab und sie legte das Köpfchen an seine Bimst und spielte ein wenig rerlegen mit einem Knopf an seiner Jacke.

„Bist Du nun froh, Klein«?“

„Ja, sehr. Was täte ich nur ohne Dich, Pierre?“ Das Da floß ihr natürlich von den Lip­pen, daß sie « kaum zu bemerken schien.

bist ein so liebes Kerlehen, daß « mir Freude macht, Dir zu helfen."

,Jlanke, danke Pierre!“ sagte Geri und legte einen Augenblick verstohlen die Lippen auf den rauhen englischen Stoff. „Jetzt bin ich doch nicht mehr so allein, wenn Christoph wegfährt, ich

habe einen Freund-'*

Sie sprach dies« Wort so innig und voll unaus­sprechlichen Vertrauens aus, daß « sofort die Sehwae der Verantwortung spürte, die « diesem gläubigen Herzen gegenüber übernahm, ab« « schob sie nicht von sieb, wie Christoph « getan hatte. Gerührt strich er ihr über das Haar und lockerte die Umarmung genau in dem Augenblick, wo die Versuchung, sie zn küss«, übermächtig in ihm werden wollte.

„Was tust Du mit den Papi««, wenn Du das Haus verlassen mußt?" fragte « mit gewaltsam« Sachlichkeit.

„Ich werde sie mifnehmen.“

„Zn Zurbrüggts? Unmöglich. Wenn Du mir' vertraust, möchte ich Dir ein« and«« Vor- scljjag machen. Ich fahre jetzt gleich weiter nach Bern und könnte bei ein« mir gut bekannt« Bank ein Safe dafür mieten, « müßte allerdings, da Du unmündig bist, auf mein« Nam« geben. Bist Du damit einverstanden?“

„Mil ist all« recht, was Da tost.“ „Voraussetzung ist natürlich, daß Da gegen jedermann schweigst, auch Christoph gegenüber. Ich möchte nicht in den Verdacht komm«, Dir zu eigenem Nutz« Papiere abgenommea zn hab«, die vielleicht ein Vermög« wert sind.“ „Du kannst Dieb auf mich verlasse«, Pierre.“ „Spät« müssen wir die Aafzrichnnngm einem vertrauenswürdigen Sach verständigen unterbrei­

ten, mit all« Vorsicht natürlich. Es ist ein Jam­mer, daß Du nicht mündig bist, dann wäre all« leicht«. Donnerwett«, ist « schon so spät? Ich muß Start«, um. zehn Uhr beginnt meine Sitzung in Bern .“

„leb hole Dir die Papiere.“

„Ja und ich unterdessen meine Aktenmappe aus dem Wagen.“

Als Lukas Vonwill« kurz nach neun Ubr zum Bahnhof fahren wollte, um das Auslad« einiger neu« Apparate seihst zn überwach«, sah « zu seinem Erstaunen seine Nichte mit ein«> fremden Herrn daherschlend«n, der eine annatürlich dicke Aktentasche unter dem Arm trog. Sie war« so vertieft in ihr Gespräch, daß sie ihn nicht ein­mal beachteten. Er fulu* ganz langsam und be­obachtete durch die hintere Scheibe, daß d« Fremde in ein Auto stieg, das in d« Straße parkte, und daß Geri eifrig hinter ihm herwinkte. D« fremde Wag« überholte ihn, und Lukas merkte sich die Nummer und Kantonbezeichnung. Als « ab« noch am gleich« Tage diesbezüglich nacbforschen ließ, bekam « den Bescheid, es sei der Lieferwag« des Delikateßwarenhändlers Granato aus Delemont . Fluchend mußte « ein­seh«, daß ihn sein Gedächtnis im Stich gelassen hatte.

VL

D« Herr tröste Eure Herz«! Gehet hin in Frieden!“

Unter den leis« Klängen der Orgel begann sich die Kapelle zögernd zu leer«. Einige Trau«- gäste macht« noch d« Versuch, Geri die Hand zn drück«, ab« sie saß derart entrückt an ihrem Platz io d« «st« Reihe, d« tränenlos« Blick staft auf die Stelle geheftet, an d« die Särge in einem Meer von Blum« noch vor wenig« Minuten gestand« hatten, daß niemand « wagte, sie apsnreden. Alle, die « vasacht hatten, haste­ten bedrückt und beschämt zurück, als hätt« sie wid« Will« ein« Mensch« in hilfloser Nackt­heit überrascht.

Leoni» Zurbrügge, unter ihrem schwarz« Schlei « in Trän« aufgelöst, baührte ihre Schalt«.

.'Fortsetzung fo'gt)