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Elektrifizierung in Riditung Breiten-Briulisal angelaufen

Umstellung der Strecke bis Bruchsal kostet 10 Millionen Mark — Umfahrung des Maulbronner Tunnels — Elektrifizierung bringt wirtschaftliche Vorteile

Die Erfahrungen, die man seit Eröffnung des elektrischen Zugverkehrs auf den Strecken Stuttgart - Bad Cannstatt - Waiblingen und Ludwigsburg - Bietigheim gemacht hat, fibertrafen alle Erwartungen. Auch auf der Strecke Bietigheim - Mühlacker , die am 6. Okt. 1951 umgestellt worden ist, haben sich zahlreiche wirtschaftliche Vorteile, nicht nur für die Bundesbahn ergeben. Erhebliche Fahrzeitverkür­zungen, größerer Fahrkomfort und erhöhte Sauberkeit kommen in erster Linie den Reisenden zugute, insbesondere dem Berufsverkehr. Auch das Bedienungspersonal der Bundesbahn hat bei elektrischem Betrieb einen angenehmeren Dienst.

Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß der einge­setzte E-Bautrupp in Kürze bereits auf badisches Gebiet herüberwechseln wird. Der Bauzug, der seit­her in Oetisheim stationiert war, ist jetzt, nach Ab­schluß der Eelektrifizierungsarbeiten von Mühlacker bis zum Maulbronner Tunnel, nach Maulbronn -West umgezogen, um von hier aus die Umstellung der Strecke in Richtung Bretten vorzunehmen. Verhand­lungen zwischen der Bundesbahn und dem Land Ba­ den-Württemberg um die Gewährung eines 10-Mil- lionen-Darlehens zur Elektrifizierung der Strecke bis Bruchsal stehen, wie aus zuverlässiger Quelle verlau­tet, kurz vor dem Abschluß.

Schnelle Elektrifizierung der Hauptstrecken Das Bestreben der Abteilung Verkehr beim Innen­ministerium in Stuttgart und das Bemühen der Bun­desbahndienststellen geht dahin, die beiden Haupt­verkehrsstrecken Stuttgart - Bruchsal - Heidelberg - Mannheim und die Rheintalstrecke Basel - Karlsru­he - Mannheim sowie die beiden Seitenstrecken Bie­ tigheim - Heilbronn und Mühlacker - Pforzheim -

Weihnachtliches Straßenbild

Der Verkehrsverein lädt hiermit alle Firmen, Ein­zelhandelsgeschäfte und sonst interessierten Kreise zu einer gemeinschaftlichen Sitzung in den Brauereiaus- schank „Denner“, Huttensträße, für Mittwoch, den 29. Okt., 20 Uhr, ein. In dieser Sitzung soll besprochen werden, wie die Schaffung eines weihnachtlichen Straßenbildes und mithin eine Werbung für die Kreis­stadt als Einkaufszentrum des Kreisgebietes erreicht werden kann.

Dem Beispiel anderer Städte folgend, sollte es auch in Bruchsal möglich sein, in dieser Richtung etwas zu tun. Es geht darum, in einer Gemeinschaftslei­stung den trotz aller Schwierigkeiten ungebrochenen Lebenswillen der Stadt zu demonstrieren und jedem Besucher aus nah und fern in den Weihnachtswochen ein Erlebnis nicht nur im Hinblick auf ein einheit­liches weihnachtliches Straßenbild, sondern auch in Bezug auf die leistungsfähigen Geschäfte, Gaststätten usw. zu vermitteln.

Nicht nur der Bruchsaler Bevölkerung, sondern auch den Tausenden von Menschen, die Tag für Tag nach Bruchsal zur Arbeit kommen, ein weihnacht­liches Straßenbild zu zeigen und zugleich darzutun, daß die Stadt ihrer Arbeit auch die Stadt ihres Ein­kaufes sein soll, ist das Ziel dieser vorgesehenen weihnachtlichen Gemeinschaftswerbung.

Karlsruhe schnellstens vom Dampfbetrieb auf Elek­trizität umzustellen. Spätestens im Jahre 1958 soll, so verlautet, dieses gewaltige Vorhaben erfüllt sein. Für die Weiterführung der Elektrifizierung von Bruchsal über Heidelberg nach Mannheim sind 92 Millionen Mark erforderlich.

Jeder Meter kostet fast 1000 Mark

Nach den gegenwärtigen Preisen rechnet man pro Kilometer zu elektrifizierende Strecke zwischen 900 000 und 1 Million Mark. Allerdings sind in dieser Summe alle Aufwendungen für Stromerzeugungsan­lagen, Fahrzeugbeschaffung, Stromzufuhr, stärkerer Gleisunterbau, Masten und Fahrdraht und deren Montage enthalten. Die ursprünglich festgelegten Preise sind inzwischen stark angestiegen. Dazu kommt, daß verschiedene Materialien nur sehr schwer zu er­halten sind. Erhebliche Mengen Stahl, Kupfer und Aluminium werden benötigt, ferner Zement und Kies. Für das Gesamtbauvorhaben von Stuttgart bis Mannheim hatte man einen Bedarf von u. a. 6000 Masten und 25 000 Isolatoren errechnet. Alle 75 Meter an geraden Strecken und alle 50 Meter in den Kur­ven werden Mastenpaare aufgestellt, zwischen denen der 15 000 Volt führende Fahrdraht gespannt wird. Verteuert und verzögert wird das Projekt allerdings durch die Umfahrung des Maulbfonner Tunnels.

1 km neue Bahnstrecke ist nötig

Die Umfahrungsstrecke muß gebaut werden, weil der überalterte Tunnel in seinem Profil für die Elek­trifizierung zu niedrig ist. Die Techniker erwogen zuerst ein Aufschlitzen und dann ein Absenken. Bei­

de Möglichkeiten stellten jedoch keine Ideallösung dar und auch betriebliche Gründe — die Strecke zählt zu den meistbefahrensten im Bundesgebiet — ließen davon Abstand nehmen. Durch die Umfahrung, die kaum höhere Kosten verursachen wird, kann die Gleisführung der stark gestiegenen Beanspruchung dieser Strecke angepasst werden. Rund 240 Züge pas­sieren täglich den überwaldeten Tunnel, der stark unter der eindringenden Nässe leidet und hohe War­tungskosten verursacht. Die gegenwärtige Unüber­sichtlichkeit der Strecke zwingt die Züge zu einer Ge­schwindigkeitsminderung. Eine Begradigung ist des­halb eine Voraussetzung für die Nutzung der Vor­teile, die der elektrische Zugverkehr bietet und die insbesondere in der höheren Geschwindigkeit und im Zeitgewinn liegen.

Gewaltige Erdbewegungen notwendig

Der Streckenneubau macht umfangreiche Erdbe­wegungen erforderlich. Der bereits vom Tunnel durchstoßene Hügel, übrigens die höchste Stelle der Bahnlinie Bretten - Mühlacker, muß in Richtung Oelbronn hin tief eingeschnitten werden. Neben dem Bau der 1 Kilometer langen Bahnstrecke ist die Ver­legung der gegenwärtigen Landstraße Maulbronn - Oetisheim erforderlich. Diese wird künftig etwa in Fortsetzung der vom Eifinger Hof her kommenden Straße westlich um den Bahnhof Maulbronn -West führen. Der unbeschrankte Bahnübergang über die Nebenbahn nach Maulbronn -Stadt, eine sehr gefähr­liche Stelle, wird dann in Wegfall kommen.

Inzwischen stromlos durch den Tunnel

Der Streckenneubau soll aber der Weiterelektrifi­zierung keinen Abbruch tun. Man will den Tunnel in der Zwischenzeit stromlos, d. h. mit Dampfloko­

motiven als Vorspann vor die elektrisch betriebenen Züge, durchfahren. Ein elektrischer Betrieb würde sich schon ab Bahnhof Bretten vorteilhaft aus­wirken, erst recht aber von Bruchsal aus. Die lan­gen Steigungen zwischen Bruchsal und Maulbronn verursachen einen erheblichen Kohlenmehrverbrauch; sie werden von den leistungsfähigeren E-Loks leich­ter und in kürzerer Zeit bewältigt. Natürlich bedingt die Elektrifizierung eine ganze Reihe von Um- und Ausbauten. So wird gegenwärtig zwischen Mühlak- ker und Ruit der Gleisunterbau verbessert. In Bret­ ten wird die Umgestaltung der Bahnanlagen notwen­dig. Ferner ist der Bau eines neuen Bahnhofs vorge­sehen, wozu die Stadt bereits die erforderlichen ge­ländemäßigen und straßenbaulichen Voraussetzungen geschaffen hat.

Letzte Langsamfahrstelle verschwindet

Eine weitere Voraussetzung für die elektrische Zug­förderung war auch die Beseitigung der Langsam­fahrstellen, deren letzte im Bereich der Bahnmeister­ei Bretten die Saalbachbrücke ist, die gegenwärtig wiederaufgebaut wird. Ferner die Entlastung des ge­fährlichen Bahnübergangs bei Diedelsheim durch den Bau einer Umgehungsstraße. Hemmend werden sich allerdings noch die beiden Tunnel bei Bruchsal ent­gegenstellen, die manche bauliche und finanzielle Schwierigkeit bereiten.

Gesicherter Energiebedarf

Durch den Ausbau des Kraftwerks Münster bei Stuttgart , das schon seither Bahnstrom lieferte, und durch Verstärkung der Speisepunkte Bietigheim und Leonberg ist der Energiebedarf zur Versorgung der im Raum Stuttgart - Mühlacker - Bretten elektrifi­zierten bezw. zur Elektrifizierung vorgesehenen Strecken gesichert. Für die Weiterelektrifizierung in Richtung Mannheim ist als nächster Einspeisungs- punkt Mühlacker geplant. Ferner sind in Mannheim und Karlsruhe weitere Umspannwerke vorgesehen. Die projektierte Umformerstation bei Mühlacker , die den erforderlichen Einphasenstrom von 110 000 Volt auf die Fahrdrahtspannung von 15 000 Volt umwan­delt,' ist auf 700 000 Mark veranschlagt.

Erfassung und Bekämpfung der Tuberkuflose

Röntgenreihenuntersuchung im Kreis Bruchsal

Es darf allgemein bekannt vorausgesehen werden, daß die Lungentuberkulose durch den Krieg und die nachfolgenden Hungerjahre, ebenso auch durch die Zusammendrängung vieler Menschen in engen Wohnräumen, sich in erschreckendem Maße ausge­breitet hat. Wenn auch glücklicherweise durch die Fortschritte der Medizin die Heilungsaussichten für Tuberkulöse sich erheblich verbessert haben, und wenn die Sterblichkeit an Tuberkulose zurückge­gangen ist, bleibt aber die Gefährlichkeit dieser Er­krankung nach wie vor in der Tatsache begründet, daß die Kranken lange Zeit hindurch ihre Krank­heit nicht erkennen und sich auch oft nicht beson­ders krank fühlen.

Trotzdem kann in dieser Zeit sich aber schon eine weit fortgeschrittene Lungentuberkulose entwickelt haben, die später lange Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat und häufig operative Eingriffe zu ihrer Heilung notwendig macht. Besonders schlimm ist, daß auch schon während dieses Zeitraumes, wo der Kranke über seinen Zustand noch gar keine Klarheit hat, durch Aushusten von Tuberkelbazillen die Angehö­rigen, Arbeitskollegen und andere gesunde Mitmen­schen angesteckt werden können.

Die beginnende Lungentuberkulose, deren Erfas­sung aus den obengenannten Gründen besonders wichtig ist, kann im allgemeinen rechtzeitig nur durch Röntgenuntersuchung sicher erkannt werden, und ge­rade dieses Stadium der Tuberkulose bietet natur­gemäß die besten Heilungsaussichten.

Aus diesem Grund besteht in Württemberg-Baden seit dem 12. 1. 1948 das Gesetz über die Röntgen­reihenuntersuchungen. Demnach soll die gesamte Bevölkerung nach und nach auf dem Weg der Rei­henuntersuchung kostenlos aber verpflichtend un­tersucht werden. Nachdem die äußeren Bedingun­gen nunmehr gegeben sind, fangen wir im Kreis jetzt an, bestimmte Gemeinden und bestimmte Berufs­gruppen fortlaufend zu untersuchen. Es ist gesetzlich vorgesehen, daß jeder Einwohner sich dieser Unter­suchung unterzieht. Vordringlich sind aber bestimmte Berufsgruppen, die entweder an sich besonders ge­fährdet sind oder deren nicht erkannte Krankheit

geeignet ist, weitere Kreise durch Ansteckung zu ge­fährden. Den Anfang dieser Untersuchungen werden wir bereits in der nächsten Woche in Wiesental ma­chen; für diesen Ort allein sind mehrere Tage vor­gesehen. Ein Teil der vordringlichsten Untersuchun­gen wird vom Bürgermeisteramt vorgeladen, die üb­rige Bevölkerung soll sich tunlichst nach einem den Gemeinden überlassenen Plan untersuchen lassen.

Erfahrungen aus anderen Kreisen haben gezeigt, daß bei diesen Reihenuntersuchungen immer wieder Personen als krank erkannt werden, die nicht daran gedacht haben. Es darf im eigenen Interesse der ge­ladenen Bevölkerungsteile erwartet werden, daß von der gebotenen Möglichkeit reichlich Gebrauch ge­macht wird. X

Rechtliches Allerlei

„Mußt nicht gleich beim Richter kla­gen, sondern erst den Schuldner fra­gen.“ Wer eine Klage erhebt, ohne vorher den Schuldner gemahnt zu haben, läuft Gefahr, daß ihm die Kosten des Rechtsstreits auferlegt werden, wenn der Beklagte den Anspruch sofort anerkennt. In die­sem Fall wird das Gericht besonders prüfen, ob und inwieweit der Beklagte zur Erhebug der Klage Ver­anlassung gegeben hat.

Durch Verschließen der Wohnung läßt sich eine drohende Zwangsvollstreckung nicht abwen­den. Der Gerichtsvollzieher ist befugt, die verschlos­senen Türen und Behältnisse, nötigenfalls durch einen Schlosser öffnen zu lassen. Wird weder der Schuld­ner, noch eine zur Familie gehörige erwachsene Per­son getroffen, so sind zwei erwachsene Personen oder ein Polizeibeamter zuzuziehen.

Verlobungsringe kann der Gerichtsvollzieher pfänden. Hingegen sind Trauringe unpfändbar, auch dann, wenn sie nicht getragen werden oder die Ehe des Schuldners nicht mehr besteht.

Herausgeber:, C. & H. Kruse, Bruchsal . Geschäftsstelle u. Redak. tiou: Bruchsal , Wörthgtr. 12. Redaktion: Hads Staude>r, Brudisal. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. April 1952 gültig.

Stadtumschm

Samstag, den 25. Oktober 1952

Aerztlicher Sonntagsdienst. Sofern der Hausarzt nicht erreichbar ist, haben am Sonntag, 26. Oktober, Dienst: Dr. Mayer, Augartenstr. 18, Tel. 2103, und Dr, Spangenberg, Bismarckstr. 13, Tel. 2181. Zur Abgabe von Arzneimitteln ist die Hirschapotheke, untere Kaiserstr., geöffnet.

Die „Globetrotter“ kommen. Das parodistische Ka­barett „Die Glbbetrotter“ gibt am Donnerstag, 30. 10., 20 Uhr, in den Europalichtspielen ein Gastspiel. Wer bei den „Globetrottern“ nicht Tränen lacht, dem ist nicht mehr zu helfen, schrieb eine Kölnische Zeitung über das entzückende Programm.

Vortrag Christi Cranz fällt aus. Der Skiklub Bruch­ sal teilt mit: Der für Dienstag, 28. Okt., in der Aula der Gewerbeschule vorgesehene Vortrag der bekann­ten Skiläuferin Christi Cranz muß wegen plötzlicher Erkrankung der Rednerin verlegt werden.

. Möbel Schilling bürgt für Qualität und Preiswürdigkeif!

Marktberichte. In der Karlsruher Markthalle wur­den Obst und Gemüse zu den folgenden Kleinver­kaufspreisen gehandelt; Speisekartoffeln 12, 5 kg 110 bis 115, Steinpilze 150, Rosenkohl 58—65, Blumenkohl 55—60, Stück 60—130, Rotkraut 16—18, Weißkraut 15 bis 16, Wirsing 18—20, Spinat 25—28, Stangenbohnen 60—65, Karotten Bund 15—20, Gelberüben 20—30, Rote Rüben 15—20, Weiße Rüben 15, Butterriiben 15, Kohlrabi Stück 8—15, Lauch 30, Stück 8—15, Kopf­salat Stück 20—40, Endiviensalat Stück 10—25, Feld­salat 128—140, Sellerie 40—50, Stück 10—60, Meerret­tich 100—120, Rettiche Stück 10—15, Bund 18—20, Sa­latgurken Stck. 90—100, Zwiebeln 28—30, Tomaten inl. 30—35, (Treibhaus) 60—70, Sauerkraut 35, Tafeläpfel 1 . Sorte 30—55, 2. Sorte 25—28, 3. Sorte 20—22, Tafel­birnen 1. Sorte 35—50, 2. Sorte 25—30, 3. Sorte 20, Quitten 25, Nüsse inl. 70, ausl. 70—80, Zitronen Stück 17—20, frische Eier Klasse B, inl. und ausl. Stück 29.

Badisches Staatstheater . Die Generaldirektion des Badischen Staatstheaters gibt bekannt, daß das Gast­spiel Werner Krauß (Vor Sonnenuntergang) am Sams­tag, 1. Nov. (Allerheiligen), auf Grund der großen Nachfrage vom Schauspielhaus ins Opernhaus ver­legt wird. Dadurch werden anstelle der Eintrittspreise von 3.10 DM bis 12.10 DM Preise von 2.10 DM bis 12.10 DM erhoben.

Lehrlinge gesucht. Das Arbeitsamt gibt bekannt: Zur sofortigen Besetzung stehen im Bezirk der Ar­beitsamtsnebenstelle Bruchsal folgende Lehrstel­len zur Verfügung: Maler, Schmied, Brillenoptiker­schleifer, Optiker, Schreiner, Küfer, Wagner, Schnei­der, Polsterer, Bäcker mit Kost und Wohnung, Metz- ge'r, Kaufmann, Friseur, Färber u. Chemischreiniger. Ferner in Göppingen mit Kost u. Wohnung beim Lehrmeister: Landwirt, Gärtner, Baumwart, Maurer , Wagner, Betonstein- und Terazzohersteller; mit Un­terbringung im Lehrlingsheim Göppingen : Maurer , Zimmerer, Sägewerker, Schreiner, Etuismacher, Woll­stoffmacher, Garnfärber, Schuhmacher. Beim Arbeits­amt Eßlingen : Kaminfeger. Beim Arbeitsamt Gelsenkirchen : Bergmann . Sprechstunden bei der Berufsberatung: männlich: Mittwoch von 8—12 Uhr, weiblich: Montag von 8—12 Uhr.

Wiedervereinigung — aber wie? Der Volksbund für Frieden und Freiheit veranstaltete am Donnerstag im Prinz Max eine Versammlung mit dem Thema: „Wie­dervereinigung — aber wie?" Referent des Abends war Gerold Rumler, weiland Pressechef des Ost- zonen-Außenministers Dertinger. Rumler skizzierte in kurzen Zügen die derzeitige Situation in Ost­ deutschland .

Hervorstechend war seine Stellungnahme zur Si­tuation der Ostzonen-Bevölkerung, die sich abseits vom politischen Geschehen halte, weil sie mit dem Programm ihrer Regierung — die sich selbst konsti­tuiert habe und nicht aus freien und unabhängigen Wahlen hervorgegangen sei — nicht einverstanden sei.

Stadtkirchenchor. Der Chor singt am Sonntig, 8.15 Uhr in der Stadtkirche.

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