Nr. 88 i 7. 18. 48

„DAS NEU» BADEN*

Saite •

Der Gouverneur zu aktuellen Problemen

Eine Warnung an die Preistreiber — Wie stellen Sie sieb zu einem Umschulungslager?

tFaft* uni» Umgebung

Stadtnotizeu

Sonderzug nach Karlsruhe . Zum Städte­spiel Karlsruhe—Basel, das am kommenden Sonntag in Karlsruhe stattfindet, verkehrt ein Verwaltungszug von Basel nach Karls­ ruhe mit 50 Prozent Ermäßigung. Der Zug fährt ab Lahr -Dinglingen 8.35 Uhr (Lahr - Stadt ab 8.10 Uhr) und kommt auf der Rück­fahrt um 21.03 Uhr in Lahr -Dinglingen an. Fahrkarten können voraussichtlich nur in Lahr -Dinglingen gelöst werden. Die Be­nützung des Zuges ist jedermann gestattet.

Kirchenmusik. In der am Sonntag, 10. Okt., um 20 Uhr, in der Stiftskirche stattfindenden Geistlichen Abehdmusik wird der Bassist Fritz Krehl (Kork ) die „Vier ernsten Ge­sänge“ von Brahms singen, an der Orgel be­gleitet von Wilhelm Neck, der außerdem Orgelwerke von Bach und Händel spielen wird. Der Eintritt ist frei.

Kurse für die Spanische Sprache. Die Han­delsschule Lahr , in Verbindung mit dem Jugendbildungswerk Lahr , beabsichtigt auch in diesem Jahre einen Lehrgang für die spanische Sprache einzurichten. Interessenten können sich ab sofort 1 im Sekretariat der Handelsschule (Telefon 2073) oder im „Haus der Jugend“ (Telefon 2141, Apparat 87) zu den üblichen Geschäftsstunden telef. oder mündlich anmelden. Der Beginn der Kurse wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Kino-Klub. Am Sonntag, 10. Oktober, um 11.15 Uhr, findet in den Palast-Lichtspielen die erste geschlossene Vorstellung des Kino- Klubs Lahr statt. Zur Aufführung werden die Kulturfilme „Michelangelo “ und „Im Tale der Rhone“ sowie der französische Film „Le voyageur Sans bagages“ gelangen. An­meldungen für den Kino-Klub werden noch entgegengenommen von den Schulen, den Jugendbewegungen, dem Jugendbildungswerk („Haus der Jugend“) sowie an der Kino-Kasse am Sonntag, ab 10.30 Uhr. Der Preis für Sechs Veranstaltungen beläuft sich auf DM 1.80. er.

Die Schwarzwald -Lichtspiele zeigen vom Samstag bis Sonntag den Gigli-Film: „Der Sänger ihrer Hoheit“ mit Ferdinand Marian , Geraldine Katt u. a.

In den Palast-Lichtspielen wird der rus­sische Film „Frühling“ (in deutscher Sprache) vom Freitag bis Sonntag vorgeführt.

Das silberne Dienstjubiläum bei der Allge­meinen Ortskrankenkasse Lahr feierte Ves-. waltungsoberinspektor Albert Bär, wohnhaft Gartenstraße 9, während Verwaltungsinspek­tor Konrad F r a s c h, wohnhaft Ludwigstr. 15, zum 1. Oktober in Ruhestand trat. In einer schlichten Feier ehrte Verwaltungsdirektor Gustav König die beiden Beamten.

Seinen 70. Geburtstag feiert, wie wir be­reits meldeten am 7. Oktober Herr Wilhelm Wolfsperger, Hintere Mauergasse 7. Nach­träglich erfuhren wir, daß Herr Wolfsperger nicht Werkmeister, sondern Betriebsleiter war, was wir hiermit berichtigen wollen.

Gouverneur Chauchoy hatte die Vertreter der Presse am Montag zu sich gebeten. Er teilte zunächst mit, daß er zwei Handwerker wegen Preistreiberei interniert habe. Pie Preiskontrollbehörde habe keinen Grund ge­habt, einzuschreiten, weil die Tarife für die Stundenlöhne und die Höchstpreise für die verwendeten Materialien eingehalten wor­den seien, jedoch hätten die Handwerker etwa das Dreifache an Stundenlöhnen berech­net, als erfahrungsgemäß zur Ausführung der fraglichen Arbeiten gebraucht würden. So seien in einem Falle für eine Arbeit, für die etwa 26—30 Arbeitsstunden erforderlich seien, 90 Stunden berechnet worden. Er habe die Internierung nur sehr schweren Herzens vor­genommen, da sie eine empfindliche Frei­heitsstrafe darstelle, jedoch habe er sich von dem Gedanken leiten lassen, daß ein Ge­richtsverfahren zuviel Zeit beanspruchen und dadurch unwirksam würde. Es habe sofort gehandelt und ein abschreckendes Beispiel statuiert werden müssen. Diese Internierung möge allen Handwerkern und Geschäftsleu­ten, nicht zuletzt auch den größeren Firmen, eine Warnung sein. Jeder, der mit einer Ent­scheidung der Preiskontrollbehörde nicht ein­verstanden sei, habe das Recht, sich an die Militärregierung zu wenden, die jeden Fall vertraulich behandeln und gewissenhaft prü­fen werde.

Zur Preisfrage im allgemeinen erklärte der Gouverneur, daß man bestrebt sei, die Han- delssnannen zu verringern, da sie unter den jetzigen Verhältnissen zu hoch seien. Der Einzelhändler habe shon durch die höheren Preise einen erheblich größeren Verdienst und kaum noch ein Risiko, da er die Ware größtenteils mühelos an den Mann bringe. Zudem stellten die gesetzlich festgesetzten Handelsspannen Höchstsätze dar. die früher aus Konkurrenzgründen nur ausnahmsweise in Anwendung gekommen se ? en, während sie heute zur Regel würden. So betrage bei- snlelsweise die gesetzliche Handelsspanne für Wäsche je nach dem Artikel 45—65%, für

Schuhe 25—35%, für Bekleidungsstücke 35 Ms für Gesconr und Bausnaiiarukel

30— b0/o, für Leaerwaren 30—ouyo und für Uhren «0—aü%. Wacn aer in Aussicht ge­stellten Neuregelung soll keine Spanne 3o% (einscniießlicn aller Spesen) überschreiten.

„Ich habe die Absicht“, erklärte dann der Gouverneur, „in Lahr , so wie ich es bereits in Rheinfelden getan habe, ein Umscnuiungs- lager einzurichten. In Frage kämen hierfür in erster Linie Kriegsversehrte, aber auch alle sonstigen Personen, die aus irgendeinem Grunde einen anderen Beruf erlernen müs­sen. Ich halte dieses Problem für eines der dringlichsten. Es gäbe sicher viele Schwie­rigkeiten zu überwinden, aber wo der gute Wille ist, findet sich jedesmal auch ein Weg.“ Es ist, wie in Rheinfelden , daran gedacht, Werkstätten für Schreiner, Schneider, Schu­ster, Graphiker usw. einzurichten. Selbstver­ständlich müssen die Umzuschulenden wäh­rend der Umschulungszeit einen Unterhalts­beitrag aus öffentlichen Mitteln erhalten, der ihre Existenz sichert. Die Teilnehmer wer­den nach den Lehrgängen die Gesellen- und besonders Begabte sogar die Meisterprüfung ablegen können. Wir bitten unsere an die­sem Problem interessierten Leser, uns ihre Gedanken und Ansichten zu diesem Plan mit­zuteilen. Haben Sie sich zum Beispiel schon Gedanken darüber gemacht, was mit den Tabakarbeitem geschehen soll, wennn sie (was leider wahrscheinlich ist) in den Zigar­renfabriken keine Beschäftigung mehr fin­den? Oder was sollen nach dem Abbau bei den Behörden die arbeitslos gewordenen An­gestellten anfangen? Halten Sie es für bes­ser, wenn Kriegsversehrte bei einer Behörde beschäftigt oder auf einen handwerklichen Beruf umgeschult werden? Was sollen die Flüchtlinge beginnen, die ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können? Wir möchten, daß Sie bei der Lösung dieser Aufgaben nicht beiseitestehen, sondern ml+denken und sich mitverantwortlich fühlen für das, was getan und unterlassen wird.

BLICK IN DIE LANDGEMEINDEN

Kürzell. Im Gasthaus „Zur Sonne“ fand eine gut besuchte Versammlung der Fußbal­ler statt. Besprochen wurde eine dreitägige Reise nach Erzingen und ein Gegenbesuch des Fußballvereins Erzingen, der über die Pfingstfeiertage hier als Gast weilte. — Zur Zeit werden die großen Kachelöfen in den Schulsälen, die durch lange Einquartierung und Beschuß unbrauchbar geworden waren, abgerissen und in kleinerem Format wieder aufgebaut.— Das Abernten der mittelfrühen Obstsorten ist in vollem Gärige. Das Ergeb­nis kann • als zufriedenstellend bezeichnet werdefi.

Wallburg. Am 7. Oktober begeht Wagner­meister Leopold Küntzler bei unverminderter Schaffenskraft seinen 70. Geburtstag. Der Ruf seiner exakten Facharbeit reicht trotz der Abgelegenheit unseres Ortes über die Grenzen der Gemeinde hinaus. — Aus russischer Kriegsgefangenschaft kehrte Landwirt Ernst Obert, Sohn des Kaufmanns Alfred Obert, in die Heimat zurück. — Der erwartete Voll­herbst anläßlich der Weinlese blieb aus. Man nimmt an, daß die Unbilden der Witterung, häufiger Regen und vereinzelter Hagelschlag

Beginn der Winterarbeit des Jugendbildungswerks

Wie im Winter 194748 und im Sommer die­ses Jahres will das Jugendbildungswerk Lahr auch in diesem Winter Arbeitsgemeinschaften und Vorträge durchführen und damit den Ju­gendlichen die Möglichkeit geben, sich fort- und weiterzubilden.

Das Jugendbildungswerk ist eine überpar­teiliche und überkonfessionelle Bildungsein­richtung und wurde für alle Jugendlichen ge­schaffen. Es will der Entfaltung der Persön­lichkeit dienen, zu eigenem Denken und selbständiger Urteilsbildung anregen. Der gei­stige Horizont soll geweitet, das Verständnis der Jugend für Kultur, Staatspolitik, für das L<eben anderer Völker soll geweckt, junge Ta­lente sollen gefördert werden. Das Jugend­bildungswerk kann diese Aufgaben nur in enger Zusammenarbeit mit dem Elternhaus, den Schulen und Kirchen, in Verbindung mit den Jugendbewegungen, Gewerkschaften und politischen Parteien erfüllen. Nur wenn alle diese Stellen mit dem Jugendbildungswerk Zusammenarbeiten, wenn alle mithelfen, der Jugend das Beste zu bieten und die Jugend­lichen anregen, für ihre eigene Zukunft zu ar­beiten, wird es möglich sein, sie in ihrer Ge­samtheit soweit heranzubilden, daß sie im öffentlichen Leben verantwortlich mitarbeiten und im Beruf Hervorragendes leisten können.

Für das Winterhalbjahr 194849 sind folgen­de Arbeitsgemeinschaften vorgesehen: Zeich­nen und Aquarellieren, „Der logarithmische Rechenschieber“, „Modellbau “ (unter fach­männischer Leitung soll ein Modell der Stadt Lahr im 18. Jahrhundert hergestellt werden), Elektrotechnik, Gebrauchs- und Kunstschrift, Basteln für Jungen, Werkarbeit für Mädchen (Lederarbeiten, Arbeiten aus Stoff, Häkel- u. Strickarbeiten), Fototechnik, Arbeitsgemein­schaft junger Kaufleute, Theater und Film, Schach, Tischtennis und die Arbeitsgemein­schaft „Turnen und Gymnastik“.

Näheres über die einzelnen Arbeitsgemein­schaften ist aus dem reichhaltigen Programm­heft zu ersehen, das in den Schulen und bei den Jugendbewegungen eingesehen und bei der Buchhandlung Fock? :-Baumann, Markt- ttraße. käuflich erworben werden kann.

Sshulbeginn der Landwirtschaftsschule Die Landwirtschaftsschule Lahr beginnt am 8 . November ihre diesjährigen Winterkurse

mit einem Unterkurs für Junglandwirte und einem Mädchenkurs. Anmeldungen werden ab sofort entweder mündlich oder schriftlich von der Schuldirektion entgegengenommen. Das Mindestalter für die Junglandwirte soll nicht unter 16 Jahre betragen, während die Schü­lerinnen, der geringen Aufnahmefähigkeit in den vorhandenen Schulräumen wegen, ein Mindestalter von 19 Jahren haben killen.

Der Unterricht wird, wie bereits in den ver­gangenen Jahren, den Bahnverbindungen an­gepaßt werden. Darüber hinaus wird er so eingerichtet werden, daß die Schüler und Schülerinnen auch noch dem elterlichen Be­trieb zur Verfügung stehen. Er findet nur an fünf Wochentagen statt, wobei voraussichtlich noch einige Nachmittage frei gehalten wer­den. Die Notwendigkeit des Schulbesuches braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Gerade in der heutigen Zeit erfor­dert der Beruf des Landwirts große Kennt­nisse und Fähigkeiten, zumal sich der ein­zelne Betrieb den veränderten Wirtschafts­verhältnissen anpassen muß. Es sollte daher jeder Jungbauer, der die Möglichkeit des Schulbesuches hat, sich die Gelegenheit der Weiterbildung in seinem Beruf nicht entgehen lassen.

Das Vermieten an Passanten.

Das Landratsamt schreibt uns: Gegen die Ausführungen in dem Artikel „Darf man an Passanten vorübergehend vermieten?“ iq Nr. 75 der Zeitung „Das Neue Baden“ ist wohl grundsätzlich nichts einzuwenden. Wer unter eigener Einschränkung in der ihnen nach dem Wohnungsgesetz zustehenden Woh­nung einen Fremden beherbergt und dadurch gelegentlich einen Notgroschen verdient, tut nichts Unerlaubtes. Er darf aber dabei nicht übersehen (was leider nur zu oft geschieht), daß ihn die besondere Meldepflicht des § 15 der Reichsmeldeordnung trifft. Er hat den Beherbergten binnen 24 Stunden nach seinem Eintreffen auf dem vorgeschriebenen Melde­scheinvordruck bei der Melciebehörüe anzu­melden. Diese Meldepflicht ist durch ein6 besondere Anordnung der Militärregierung vom 25. Okt. 1946 für den Aufenthalt in der Stadt Lahr besonders präzisiert worden.

im vergangenen Sommer hauptsächlich daran schuld sind. Auch in bezug auf die Qualität des Weins ist mit einer minderen Sortierung zu rechnen.

Ettenheim . Am 28. September hatte das Jugendbildungswerk des Kreises Lahr die Jugendlichen und die Eltern, Lehrer usw. zu dem Farbbildervortrag. „Vom Titicacasee durch altes Indianerland zum Amazonas “ in. den Ochsensaal eingeladen. Dr. Karl Schmid aus Laupheim , der als Südamerikaforscher zu schönen Aufnahmen seine Fahrten in den Kordilleren, durch den Urwald und rund um den Titicacasee schilderte, hat es verstanden, die Erschienenen nicht nur an seinen, Reisen und Erlebnissen teilnehmen zu lassen, son- derh auch einen Einblick zu geben in die alte Inkakultur und das heutige Leben in Peru und Bolivien . Es wäre zu wünschen, daß das Jugendbildungswerk recht bald wieder mit einem solch belehrenden und den geistigen Horizont gerade der Jugend weitenden Vor­trag nach hier kommt. Vielleicht ist dann der Besuch auch ein besserer.

Rust . An der Straße nach Ringsheim wurde ein schönes, in Stein gehauenes Wegkreuz errichtet, das von der Familie Friedrich Metz­ger gestiftet wurde. Die feierliche Ein­weihung findet am Erntedankfest statt. — Am 3. Oktober feierte das Ehepaar Friedrich Glaser und Luise, geb. Koch,. das Fest der Goldenen Hochzeit.

Kappel. Nach einem Jahr mühevoller Ar­beit am Wiederaufbau unserer zerstörten Pfarrkirche konnte die Gemeinde am vergan­genen Donnerstag das Richtfest des Turmes feiern. Weit über die Grenzen unserer Ge­markung hinaus ist das Holzgerippe des Zwie­belturmes zu sehen. Der Turm soll nun mit Schiefer gedeckt werden. Am Nachmittag des Richtfestes versammelte sich die Einwohner­schaft auf dem Kirchplatz, um dem Dankgot­tesdienst beizuwohnen. Hierauf begaben sich die Gläubigen in die Kirchruine, wo Zimmer­mann Klauser und Maurerpolier Obergföll den Richtspruch sagten. Pfarrverweser Beiser hielt eine Ansprache; ebenso ergriffen Bürger­meister Sahl, Architekt Schröder und Baumei­ster Brecht das Wort. Abends war die ganze Einwohnerschaft zu einem gemütlichen Bei­sammensein im „Löwen“ eingeladen.

Unterhaitungsabend aes Roten Kiemes

UeberaU in Stadt und Land wirbt das i>a- discae Hoie Kreuz in dieser Vvouie um u.e Unterstützung der üevuiKerung zur uewui- tigung semer gewaltig angewa^.iseaen Auf­gaben. . Im Mittelpunkt der VverDuug ues Kreisvereins Lahr sieht ein groß amge^oge- ner UnterhaLungsabend am kommenuea Samstag in der Scadthaile, der alle neunde von Musik und Gesang, Tanz und LpiC.1 be­geistern dürfte. In selbstverstanaLeuer Be­reitwilligkeit haben sich bewahrte Kraxte aus dem kulturellen Kreis unserer Heanat- stadt uneigennützig in den Dienst der guten Sache gestellt, an der Spitze unsere beneb-e Stadtkapelle, die den musikalischen Teil des Abends in Eigendarbietungen und in der Be­gleitung verschiedener Mitwirkenden bestrei­ten wird. Die Freunde des deutschen Liedes werden mit großem Interesse dem erstmali­gen öffentlichen Auftreten des Manner­gesangvereins „Concordia“ entgegensehen, der, dem Charakter des Abends entspre­chend, mit einigen ansprechenden Volkslie­dern aufwartet. — E ; n Streichquartett ver­mittelt Mozartsche Klänge; Frau Hedwig Kuhnmünch erfreut mit einer Reihe köst­licher Lieder, dar Lahrer kriegsblinde Künst­ler Heinz Decker mit einem Violinsolo und Frau Ilse Landerer-Eckardt mit einer Tanz­einlage. — Mit ausgewählten Rezitationen fügt sich Franz J. Hansen in die Folge der Darbietungen ein, die mit einem flotten Schwank der Laienbühne ihren Abschluß finden werden.

Es ist dringend zu empfehlen, sich rechtzei­tig die Eintrittskarten bei den Vorverkaufs­stellen zu besorgen, da mit einem Massen­besuch zu rechnen ist.

0?ftentliche (»emeinderatssi zun?

Langenwinkel. Vergangenen Donnerstag fand im Schulsaal eine öffentliche Gemeinde­ratssitzung statt. Das Hauptthema bildete die dringend notwendige Unditzreinigung, um im nächsten Jahr vor einer Ueber- schwemmung der nördlichen Gewannteile gesichert zu sein und damit einem alten Uebelstand abzuhelfen. Da auch vom Was­serwirtschaftsamt Offenburg Beanstandungen einliefen, wurde beschlossen, die Reinigung nach Abschluß der Feldarbeiten zu beginnen, jedoch nur unter der Vorausetzung, daß die anstoßenden Gemeinden ebenfalls die Dring­lichkeit des Vorhabens erkennen und sich gemeinsam an dieser Korrektion beteiligen.

.— Anschließend berichtete der Sachverstän­dige für Schädlingsbekämpfung, Landwirt Fritz Kettenacker, über das Ergebnis dar letzten Borkenkäferaktion. Leider wurde auch in hiesigen Obstbaumbeständen dieser gefährliche Schädling, entdeckt. Wie der Sachverständige ausführte, müssen die be­fallenen Bäume im Laufe des Spätjahres entfernt werden. Nur durch intensive Win- terspritzüng kann dieser Gefahr Einhalt ge­boten werden. — Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde derWahlaussehuß zu deri be­vorstehenden Gemeindewahlen gebildet. Ge­meindewahlleiter ist Bürgermeister Fritz Heitz, Stellvertreter Landwirt Albert Bräu« ning, Schriftführer Rätschreiber Erich Lukas. Die Frage der Wahl Vertrauensmänner der Parteien bedarf noch der Regelung, da in der Gemeinde keine Parteien bestehen. -- Ab­schließend ermahnte Bürgermeister Heitz die Landwirte, angesichts der gefährdeten Brot­versorgung ihrer Getreideablieferungspflicht nachzukommen und gab gleichzeitig die vor­aussichtliche Kartoffel- und Oelfruchtumlage bekannt.

Nachrichten vom Standesamt

für die zeit vom 28. September bis 4. Oktober.

Geburten: 28. Sept.: Wolfgang, V.: Engelbert Böhringer, Bäcker, Lahr ; Joachim Andreas, V.': Dr. der Philosophie Bertold Hager, Student in Nonnenweier; 30. Sept.: HCrbert Ulrich, V.: Gott­fried Rudolf Fricke, Ingenieur, Lahr ; Gabriele Thea Maria, V.: Karl Josef Kuld, Reichsbahnin­spektor, Lahr -Dinglingen: Monika Martha, V.: Wilhelm Lehmann , Kraftfahrer, Lahr -Dinglingen; Bogdan, V.: Georg Stojschan, Bahnarbeiter, Lan­genwinkel: Günter Ernst, V-: Karl Eduard Mül­ler, Etuismacher, Lahr. ; Gabriele Renate, V.l Leo Hiether, Bandagist, Hugsweier; 4. Okt.: Erika Mar­garete, V.: Klemens Willi Heinz Ladleif, Fadcer, Lahr ; Heiner, V.; Heinrich Medard Gaßmann, Hauptlehrer, Kuhbach.

Eheschließungen: 1. okt.: Josef Ritter, Zimmer­mann, und Maria Radau, Hausgehilfin, beide Lahr ;

2. Okt.: Hans Adolf Haag, Mechaniker, Lahr , und Else Klara Schweizer, ohne Beruf, Wyhl .

SterbefäUe: 2. Okt.: Otto Eckermann, Kaufmann, Lahr ; 77 Jahre: 4. okt,: Emma Weinacker, ohne Beruf, Mahlberg , 78 Jahre; Walter Leser, Werk­zeugmacher, Allmannsweier , 18 Jahre.

Der Winter^ahrplan der MEG

Welche Züge haben in Lahr -Dinglingen Anschluß anf die Hauptbahn?

Auf vielfachen Wunsch geben wir den Winterfahrplan der MEG bekannt. Es ver­kehren folgende Züge ab Lahr Schlüssel:

In Richtung Seelbach : W 6.38, S 8.15, W 9 : 00 , 12.08 (täglich außer samstags), Sa 12.40, 14.15, W 17.30, W 18,55, S 19.05 Uhr..

In Richtung Ried: W 6.38 (nach Dinglingen, Anschluß nach Offenburg ), W 7.45 (nach Meis- senheim, Anschluß in Dinglingen nach Frei­bürg und Karlsruhe ), W 10.00 (verkehrt dienstags und donnerstags 20 Minuten spä­ter), 12.08 (nach Altenheim, Anschluß in Dinglingen nach Freiburg ), Sa 12.40 (nach Altenheim, Anschluß nach Herbolzheim ). Sa 13.51 (nach Dinglingen, Anschluß nach Offen­ burg ), täglich außer Sa 14.06 (nach Ding­lingen, Anschluß nach Offenburg und Frei­ burg ), W 16.02, S 17.20 (nach Altenheim, An­schluß in Dinglingen nach Frefbutg), Montag bis Freitag 17.40, W 18.40 (nach Dinglingen, Anschluß nach Freiburg .

Ankunft aus Richtung Seelbach : W 6.33, 7.42, 12.00, 13.45, W 15.58, S 17.18, W 18.38 Uhr.

Aus Richtung Ried: W 6.23 (von Dinglingen, Anschluß von Offenburg ), W außer dienstags und donnerstags 9.40 (von Meissenheim , An­schluß . in Dinglingen von Freiburg u. Karls­ ruhe ), 12.00, 14.05 (außer Sa), 17.26, W außer Sa 17.15, 18.00. S 19.00 (von Altenheim, An­schluß in Dinglingen von Offenburg ), 20.08 (von Dinglingen, Anschluß von Karlsruhe und Freiburg ).

Hugsweier. Die Einführung des Winter­fahrplans auf der Kraftomnibuslinie AU- mannsweier — Kürzel! — Hugsweier — Lahr bringt für die in der Kreisstadt arbeitenden Bevölkerungsteile eine wichtige Aenderung. Die Früfaverbindusg wurde 15 Minuten vor­verlegt. Von der Haltestelle „Krona“ geht der Omnibus nun um 7.15 Uhr ab.