Nr. 88 i 7. 18. 48
„DAS NEU» BADEN*
Saite •
Der Gouverneur zu aktuellen Problemen
Eine Warnung an die Preistreiber — Wie stellen Sie sieb zu einem Umschulungslager?
tFaft* uni» Umgebung
Stadtnotizeu
Sonderzug nach Karlsruhe . Zum Städtespiel Karlsruhe—Basel, das am kommenden Sonntag in Karlsruhe stattfindet, verkehrt ein Verwaltungszug von Basel nach Karls ruhe mit 50 Prozent Ermäßigung. Der Zug fährt ab Lahr -Dinglingen 8.35 Uhr (Lahr - Stadt ab 8.10 Uhr) und kommt auf der Rückfahrt um 21.03 Uhr in Lahr -Dinglingen an. Fahrkarten können voraussichtlich nur in Lahr -Dinglingen gelöst werden. Die Benützung des Zuges ist jedermann gestattet.
Kirchenmusik. In der am Sonntag, 10. Okt., um 20 Uhr, in der Stiftskirche stattfindenden Geistlichen Abehdmusik wird der Bassist Fritz Krehl (Kork ) die „Vier ernsten Gesänge“ von Brahms singen, an der Orgel begleitet von Wilhelm Neck, der außerdem Orgelwerke von Bach und Händel spielen wird. Der Eintritt ist frei.
Kurse für die Spanische Sprache. Die Handelsschule Lahr , in Verbindung mit dem Jugendbildungswerk Lahr , beabsichtigt auch in diesem Jahre einen Lehrgang für die spanische Sprache einzurichten. Interessenten können sich ab sofort 1 im Sekretariat der Handelsschule (Telefon 2073) oder im „Haus der Jugend“ (Telefon 2141, Apparat 87) zu den üblichen Geschäftsstunden telef. oder mündlich anmelden. Der Beginn der Kurse wird rechtzeitig bekanntgegeben.
Kino-Klub. Am Sonntag, 10. Oktober, um 11.15 Uhr, findet in den Palast-Lichtspielen die erste geschlossene Vorstellung des Kino- Klubs Lahr statt. Zur Aufführung werden die Kulturfilme „Michelangelo “ und „Im Tale der Rhone“ sowie der französische Film „Le voyageur Sans bagages“ gelangen. Anmeldungen für den Kino-Klub werden noch entgegengenommen von den Schulen, den Jugendbewegungen, dem Jugendbildungswerk („Haus der Jugend“) sowie an der Kino-Kasse am Sonntag, ab 10.30 Uhr. Der Preis für Sechs Veranstaltungen beläuft sich auf DM 1.80. er.
Die Schwarzwald -Lichtspiele zeigen vom Samstag bis Sonntag den Gigli-Film: „Der Sänger ihrer Hoheit“ mit Ferdinand Marian , Geraldine Katt u. a.
In den Palast-Lichtspielen wird der russische Film „Frühling“ (in deutscher Sprache) vom Freitag bis Sonntag vorgeführt.
Das silberne Dienstjubiläum bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Lahr feierte Ves-. waltungsoberinspektor Albert Bär, wohnhaft Gartenstraße 9, während Verwaltungsinspektor Konrad F r a s c h, wohnhaft Ludwigstr. 15, zum 1. Oktober in Ruhestand trat. In einer schlichten Feier ehrte Verwaltungsdirektor Gustav König die beiden Beamten.
Seinen 70. Geburtstag feiert, wie wir bereits meldeten am 7. Oktober Herr Wilhelm Wolfsperger, Hintere Mauergasse 7. Nachträglich erfuhren wir, daß Herr Wolfsperger nicht Werkmeister, sondern Betriebsleiter war, was wir hiermit berichtigen wollen.
Gouverneur Chauchoy hatte die Vertreter der Presse am Montag zu sich gebeten. Er teilte zunächst mit, daß er zwei Handwerker wegen Preistreiberei interniert habe. Pie Preiskontrollbehörde habe keinen Grund gehabt, einzuschreiten, weil die Tarife für die Stundenlöhne und die Höchstpreise für die verwendeten Materialien eingehalten worden seien, jedoch hätten die Handwerker etwa das Dreifache an Stundenlöhnen berechnet, als erfahrungsgemäß zur Ausführung der fraglichen Arbeiten gebraucht würden. So seien in einem Falle für eine Arbeit, für die etwa 26—30 Arbeitsstunden erforderlich seien, 90 Stunden berechnet worden. Er habe die Internierung nur sehr schweren Herzens vorgenommen, da sie eine empfindliche Freiheitsstrafe darstelle, jedoch habe er sich von dem Gedanken leiten lassen, daß ein Gerichtsverfahren zuviel Zeit beanspruchen und dadurch unwirksam würde. Es habe sofort gehandelt und ein abschreckendes Beispiel statuiert werden müssen. Diese Internierung möge allen Handwerkern und Geschäftsleuten, nicht zuletzt auch den größeren Firmen, eine Warnung sein. Jeder, der mit einer Entscheidung der Preiskontrollbehörde nicht einverstanden sei, habe das Recht, sich an die Militärregierung zu wenden, die jeden Fall vertraulich behandeln und gewissenhaft prüfen werde.
Zur Preisfrage im allgemeinen erklärte der Gouverneur, daß man bestrebt sei, die Han- delssnannen zu verringern, da sie unter den jetzigen Verhältnissen zu hoch seien. Der Einzelhändler habe shon durch die höheren Preise einen erheblich größeren Verdienst und kaum noch ein Risiko, da er die Ware größtenteils mühelos an den Mann bringe. Zudem stellten die gesetzlich festgesetzten Handelsspannen Höchstsätze dar. die früher aus Konkurrenzgründen nur ausnahmsweise in Anwendung gekommen se ? en, während sie heute zur Regel würden. So betrage bei- snlelsweise die gesetzliche Handelsspanne für Wäsche je nach dem Artikel 45—65%, für
Schuhe 25—35%, für Bekleidungsstücke 35 Ms für Gesconr und Bausnaiiarukel
30— b0/o, für Leaerwaren 30—ouyo und für Uhren «0—aü%. Wacn aer in Aussicht gestellten Neuregelung soll keine Spanne 3o% (einscniießlicn aller Spesen) überschreiten.
„Ich habe die Absicht“, erklärte dann der Gouverneur, „in Lahr , so wie ich es bereits in Rheinfelden getan habe, ein Umscnuiungs- lager einzurichten. In Frage kämen hierfür in erster Linie Kriegsversehrte, aber auch alle sonstigen Personen, die aus irgendeinem Grunde einen anderen Beruf erlernen müssen. Ich halte dieses Problem für eines der dringlichsten. Es gäbe sicher viele Schwierigkeiten zu überwinden, aber wo der gute Wille ist, findet sich jedesmal auch ein Weg.“ Es ist, wie in Rheinfelden , daran gedacht, Werkstätten für Schreiner, Schneider, Schuster, Graphiker usw. einzurichten. Selbstverständlich müssen die Umzuschulenden während der Umschulungszeit einen Unterhaltsbeitrag aus öffentlichen Mitteln erhalten, der ihre Existenz sichert. Die Teilnehmer werden nach den Lehrgängen die Gesellen- und besonders Begabte sogar die Meisterprüfung ablegen können. Wir bitten unsere an diesem Problem interessierten Leser, uns ihre Gedanken und Ansichten zu diesem Plan mitzuteilen. Haben Sie sich zum Beispiel schon Gedanken darüber gemacht, was mit den Tabakarbeitem geschehen soll, wennn sie (was leider wahrscheinlich ist) in den Zigarrenfabriken keine Beschäftigung mehr finden? Oder was sollen nach dem Abbau bei den Behörden die arbeitslos gewordenen Angestellten anfangen? Halten Sie es für besser, wenn Kriegsversehrte bei einer Behörde beschäftigt oder auf einen handwerklichen Beruf umgeschult werden? Was sollen die Flüchtlinge beginnen, die ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können? Wir möchten, daß Sie bei der Lösung dieser Aufgaben nicht beiseitestehen, sondern ml+denken und sich mitverantwortlich fühlen für das, was getan und unterlassen wird.
BLICK IN DIE LANDGEMEINDEN
Kürzell. Im Gasthaus „Zur Sonne“ fand eine gut besuchte Versammlung der Fußballer statt. Besprochen wurde eine dreitägige Reise nach Erzingen und ein Gegenbesuch des Fußballvereins Erzingen, der über die Pfingstfeiertage hier als Gast weilte. — Zur Zeit werden die großen Kachelöfen in den Schulsälen, die durch lange Einquartierung und Beschuß unbrauchbar geworden waren, abgerissen und in kleinerem Format wieder aufgebaut.— Das Abernten der mittelfrühen Obstsorten ist in vollem Gärige. Das Ergebnis kann • als zufriedenstellend bezeichnet werdefi.
Wallburg. Am 7. Oktober begeht Wagnermeister Leopold Küntzler bei unverminderter Schaffenskraft seinen 70. Geburtstag. Der Ruf seiner exakten Facharbeit reicht trotz der Abgelegenheit unseres Ortes über die Grenzen der Gemeinde hinaus. — Aus russischer Kriegsgefangenschaft kehrte Landwirt Ernst Obert, Sohn des Kaufmanns Alfred Obert, in die Heimat zurück. — Der erwartete Vollherbst anläßlich der Weinlese blieb aus. Man nimmt an, daß die Unbilden der Witterung, häufiger Regen und vereinzelter Hagelschlag
Beginn der Winterarbeit des Jugendbildungswerks
Wie im Winter 194748 und im Sommer dieses Jahres will das Jugendbildungswerk Lahr auch in diesem Winter Arbeitsgemeinschaften und Vorträge durchführen und damit den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich fort- und weiterzubilden.
Das Jugendbildungswerk ist eine überparteiliche und überkonfessionelle Bildungseinrichtung und wurde für alle Jugendlichen geschaffen. Es will der Entfaltung der Persönlichkeit dienen, zu eigenem Denken und selbständiger Urteilsbildung anregen. Der geistige Horizont soll geweitet, das Verständnis der Jugend für Kultur, Staatspolitik, für das L<eben anderer Völker soll geweckt, junge Talente sollen gefördert werden. Das Jugendbildungswerk kann diese Aufgaben nur in enger Zusammenarbeit mit dem Elternhaus, den Schulen und Kirchen, in Verbindung mit den Jugendbewegungen, Gewerkschaften und politischen Parteien erfüllen. Nur wenn alle diese Stellen mit dem Jugendbildungswerk Zusammenarbeiten, wenn alle mithelfen, der Jugend das Beste zu bieten und die Jugendlichen anregen, für ihre eigene Zukunft zu arbeiten, wird es möglich sein, sie in ihrer Gesamtheit soweit heranzubilden, daß sie im öffentlichen Leben verantwortlich mitarbeiten und im Beruf Hervorragendes leisten können.
Für das Winterhalbjahr 194849 sind folgende Arbeitsgemeinschaften vorgesehen: Zeichnen und Aquarellieren, „Der logarithmische Rechenschieber“, „Modellbau “ (unter fachmännischer Leitung soll ein Modell der Stadt Lahr im 18. Jahrhundert hergestellt werden), Elektrotechnik, Gebrauchs- und Kunstschrift, Basteln für Jungen, Werkarbeit für Mädchen (Lederarbeiten, Arbeiten aus Stoff, Häkel- u. Strickarbeiten), Fototechnik, Arbeitsgemeinschaft junger Kaufleute, Theater und Film, Schach, Tischtennis und die Arbeitsgemeinschaft „Turnen und Gymnastik“.
Näheres über die einzelnen Arbeitsgemeinschaften ist aus dem reichhaltigen Programmheft zu ersehen, das in den Schulen und bei den Jugendbewegungen eingesehen und bei der Buchhandlung Fock? :-Baumann, Markt- ttraße. käuflich erworben werden kann.
Sshulbeginn der Landwirtschaftsschule Die Landwirtschaftsschule Lahr beginnt am 8 . November ihre diesjährigen Winterkurse
mit einem Unterkurs für Junglandwirte und einem Mädchenkurs. Anmeldungen werden ab sofort entweder mündlich oder schriftlich von der Schuldirektion entgegengenommen. Das Mindestalter für die Junglandwirte soll nicht unter 16 Jahre betragen, während die Schülerinnen, der geringen Aufnahmefähigkeit in den vorhandenen Schulräumen wegen, ein Mindestalter von 19 Jahren haben killen.
Der Unterricht wird, wie bereits in den vergangenen Jahren, den Bahnverbindungen angepaßt werden. Darüber hinaus wird er so eingerichtet werden, daß die Schüler und Schülerinnen auch noch dem elterlichen Betrieb zur Verfügung stehen. Er findet nur an fünf Wochentagen statt, wobei voraussichtlich noch einige Nachmittage frei gehalten werden. Die Notwendigkeit des Schulbesuches braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Gerade in der heutigen Zeit erfordert der Beruf des Landwirts große Kenntnisse und Fähigkeiten, zumal sich der einzelne Betrieb den veränderten Wirtschaftsverhältnissen anpassen muß. Es sollte daher jeder Jungbauer, der die Möglichkeit des Schulbesuches hat, sich die Gelegenheit der Weiterbildung in seinem Beruf nicht entgehen lassen.
Das Vermieten an Passanten.
Das Landratsamt schreibt uns: Gegen die Ausführungen in dem Artikel „Darf man an Passanten vorübergehend vermieten?“ iq Nr. 75 der Zeitung „Das Neue Baden“ ist wohl grundsätzlich nichts einzuwenden. Wer unter eigener Einschränkung in der ihnen nach dem Wohnungsgesetz zustehenden Wohnung einen Fremden beherbergt und dadurch gelegentlich einen Notgroschen verdient, tut nichts Unerlaubtes. Er darf aber dabei nicht übersehen (was leider nur zu oft geschieht), daß ihn die besondere Meldepflicht des § 15 der Reichsmeldeordnung trifft. Er hat den Beherbergten binnen 24 Stunden nach seinem Eintreffen auf dem vorgeschriebenen Meldescheinvordruck bei der Melciebehörüe anzumelden. Diese Meldepflicht ist durch ein6 besondere Anordnung der Militärregierung vom 25. Okt. 1946 für den Aufenthalt in der Stadt Lahr besonders präzisiert worden.
im vergangenen Sommer hauptsächlich daran schuld sind. Auch in bezug auf die Qualität des Weins ist mit einer minderen Sortierung zu rechnen.
Ettenheim . Am 28. September hatte das Jugendbildungswerk des Kreises Lahr die Jugendlichen und die Eltern, Lehrer usw. zu dem Farbbildervortrag. „Vom Titicacasee durch altes Indianerland zum Amazonas “ in. den Ochsensaal eingeladen. Dr. Karl Schmid aus Laupheim , der als Südamerikaforscher zu schönen Aufnahmen seine Fahrten in den Kordilleren, durch den Urwald und rund um den Titicacasee schilderte, hat es verstanden, die Erschienenen nicht nur an seinen, Reisen und Erlebnissen teilnehmen zu lassen, son- derh auch einen Einblick zu geben in die alte Inkakultur und das heutige Leben in Peru und Bolivien . Es wäre zu wünschen, daß das Jugendbildungswerk recht bald wieder mit einem solch belehrenden und den geistigen Horizont gerade der Jugend weitenden Vortrag nach hier kommt. Vielleicht ist dann der Besuch auch ein besserer.
Rust . An der Straße nach Ringsheim wurde ein schönes, in Stein gehauenes Wegkreuz errichtet, das von der Familie Friedrich Metzger gestiftet wurde. Die feierliche Einweihung findet am Erntedankfest statt. — Am 3. Oktober feierte das Ehepaar Friedrich Glaser und Luise, geb. Koch,. das Fest der Goldenen Hochzeit.
Kappel. Nach einem Jahr mühevoller Arbeit am Wiederaufbau unserer zerstörten Pfarrkirche konnte die Gemeinde am vergangenen Donnerstag das Richtfest des Turmes feiern. Weit über die Grenzen unserer Gemarkung hinaus ist das Holzgerippe des Zwiebelturmes zu sehen. Der Turm soll nun mit Schiefer gedeckt werden. Am Nachmittag des Richtfestes versammelte sich die Einwohnerschaft auf dem Kirchplatz, um dem Dankgottesdienst beizuwohnen. Hierauf begaben sich die Gläubigen in die Kirchruine, wo Zimmermann Klauser und Maurerpolier Obergföll den Richtspruch sagten. Pfarrverweser Beiser hielt eine Ansprache; ebenso ergriffen Bürgermeister Sahl, Architekt Schröder und Baumeister Brecht das Wort. Abends war die ganze Einwohnerschaft zu einem gemütlichen Beisammensein im „Löwen“ eingeladen.
Unterhaitungsabend aes Roten Kiemes
UeberaU in Stadt und Land wirbt das i>a- discae Hoie Kreuz in dieser Vvouie um u.e Unterstützung der üevuiKerung zur uewui- tigung semer gewaltig angewa^.iseaen Aufgaben. . Im Mittelpunkt der VverDuug ues Kreisvereins Lahr sieht ein groß amge^oge- ner UnterhaLungsabend am kommenuea Samstag in der Scadthaile, der alle neunde von Musik und Gesang, Tanz und LpiC.1 begeistern dürfte. In selbstverstanaLeuer Bereitwilligkeit haben sich bewahrte Kraxte aus dem kulturellen Kreis unserer Heanat- stadt uneigennützig in den Dienst der guten Sache gestellt, an der Spitze unsere beneb-e Stadtkapelle, die den musikalischen Teil des Abends in Eigendarbietungen und in der Begleitung verschiedener Mitwirkenden bestreiten wird. Die Freunde des deutschen Liedes werden mit großem Interesse dem erstmaligen öffentlichen Auftreten des Mannergesangvereins „Concordia“ entgegensehen, der, dem Charakter des Abends entsprechend, mit einigen ansprechenden Volksliedern aufwartet. — E ; n Streichquartett vermittelt Mozartsche Klänge; Frau Hedwig Kuhnmünch erfreut mit einer Reihe köstlicher Lieder, dar Lahrer kriegsblinde Künstler Heinz Decker mit einem Violinsolo und Frau Ilse Landerer-Eckardt mit einer Tanzeinlage. — Mit ausgewählten Rezitationen fügt sich Franz J. Hansen in die Folge der Darbietungen ein, die mit einem flotten Schwank der Laienbühne ihren Abschluß finden werden.
Es ist dringend zu empfehlen, sich rechtzeitig die Eintrittskarten bei den Vorverkaufsstellen zu besorgen, da mit einem Massenbesuch zu rechnen ist.
0?ftentliche (»emeinderatssi zun?
Langenwinkel. Vergangenen Donnerstag fand im Schulsaal eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Das Hauptthema bildete die dringend notwendige Unditzreinigung, um im nächsten Jahr vor einer Ueber- schwemmung der nördlichen Gewannteile gesichert zu sein und damit einem alten Uebelstand abzuhelfen. Da auch vom Wasserwirtschaftsamt Offenburg Beanstandungen einliefen, wurde beschlossen, die Reinigung nach Abschluß der Feldarbeiten zu beginnen, jedoch nur unter der Vorausetzung, daß die anstoßenden Gemeinden ebenfalls die Dringlichkeit des Vorhabens erkennen und sich gemeinsam an dieser Korrektion beteiligen.
.— Anschließend berichtete der Sachverständige für Schädlingsbekämpfung, Landwirt Fritz Kettenacker, über das Ergebnis dar letzten Borkenkäferaktion. Leider wurde auch in hiesigen Obstbaumbeständen dieser gefährliche Schädling, entdeckt. Wie der Sachverständige ausführte, müssen die befallenen Bäume im Laufe des Spätjahres entfernt werden. Nur durch intensive Win- terspritzüng kann dieser Gefahr Einhalt geboten werden. — Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde derWahlaussehuß zu deri bevorstehenden Gemeindewahlen gebildet. Gemeindewahlleiter ist Bürgermeister Fritz Heitz, Stellvertreter Landwirt Albert Bräu« ning, Schriftführer Rätschreiber Erich Lukas. Die Frage der Wahl Vertrauensmänner der Parteien bedarf noch der Regelung, da in der Gemeinde keine Parteien bestehen. -- Abschließend ermahnte Bürgermeister Heitz die Landwirte, angesichts der gefährdeten Brotversorgung ihrer Getreideablieferungspflicht nachzukommen und gab gleichzeitig die voraussichtliche Kartoffel- und Oelfruchtumlage bekannt.
Nachrichten vom Standesamt
für die zeit vom 28. September bis 4. Oktober.
Geburten: 28. Sept.: Wolfgang, V.: Engelbert Böhringer, Bäcker, Lahr ; Joachim Andreas, V.': Dr. der Philosophie Bertold Hager, Student in Nonnenweier; 30. Sept.: HCrbert Ulrich, V.: Gottfried Rudolf Fricke, Ingenieur, Lahr ; Gabriele Thea Maria, V.: Karl Josef Kuld, Reichsbahninspektor, Lahr -Dinglingen: Monika Martha, V.: Wilhelm Lehmann , Kraftfahrer, Lahr -Dinglingen; Bogdan, V.: Georg Stojschan, Bahnarbeiter, Langenwinkel: Günter Ernst, V-: Karl Eduard Müller, Etuismacher, Lahr. ; Gabriele Renate, V.l Leo Hiether, Bandagist, Hugsweier; 4. Okt.: Erika Margarete, V.: Klemens Willi Heinz Ladleif, Fadcer, Lahr ; Heiner, V.; Heinrich Medard Gaßmann, Hauptlehrer, Kuhbach.
Eheschließungen: 1. okt.: Josef Ritter, Zimmermann, und Maria Radau, Hausgehilfin, beide Lahr ;
2. Okt.: Hans Adolf Haag, Mechaniker, Lahr , und Else Klara Schweizer, ohne Beruf, Wyhl .
SterbefäUe: 2. Okt.: Otto Eckermann, Kaufmann, Lahr ; 77 Jahre: 4. okt,: Emma Weinacker, ohne Beruf, Mahlberg , 78 Jahre; Walter Leser, Werkzeugmacher, Allmannsweier , 18 Jahre.
Auf vielfachen Wunsch geben wir den Winterfahrplan der MEG bekannt. Es verkehren folgende Züge ab Lahr Schlüssel:
In Richtung Seelbach : W 6.38, S 8.15, W 9 : 00 , 12.08 (täglich außer samstags), Sa 12.40, 14.15, W 17.30, W 18,55, S 19.05 Uhr..
In Richtung Ried: W 6.38 (nach Dinglingen, Anschluß nach Offenburg ), W 7.45 (nach Meis- senheim, Anschluß in Dinglingen nach Freibürg und Karlsruhe ), W 10.00 (verkehrt dienstags und donnerstags 20 Minuten später), 12.08 (nach Altenheim, Anschluß in Dinglingen nach Freiburg ), Sa 12.40 (nach Altenheim, Anschluß nach Herbolzheim ). Sa 13.51 (nach Dinglingen, Anschluß nach Offen burg ), täglich außer Sa 14.06 (nach Dinglingen, Anschluß nach Offenburg und Frei burg ), W 16.02, S 17.20 (nach Altenheim, Anschluß in Dinglingen nach Frefbutg), Montag bis Freitag 17.40, W 18.40 (nach Dinglingen, Anschluß nach Freiburg .
Ankunft aus Richtung Seelbach : W 6.33, 7.42, 12.00, 13.45, W 15.58, S 17.18, W 18.38 Uhr.
Aus Richtung Ried: W 6.23 (von Dinglingen, Anschluß von Offenburg ), W außer dienstags und donnerstags 9.40 (von Meissenheim , Anschluß . in Dinglingen von Freiburg u. Karls ruhe ), 12.00, 14.05 (außer Sa), 17.26, W außer Sa 17.15, 18.00. S 19.00 (von Altenheim, Anschluß in Dinglingen von Offenburg ), 20.08 (von Dinglingen, Anschluß von Karlsruhe und Freiburg ).
Hugsweier. Die Einführung des Winterfahrplans auf der Kraftomnibuslinie AU- mannsweier — Kürzel! — Hugsweier — Lahr bringt für die in der Kreisstadt arbeitenden Bevölkerungsteile eine wichtige Aenderung. Die Früfaverbindusg wurde 15 Minuten vorverlegt. Von der Haltestelle „Krona“ geht der Omnibus nun um 7.15 Uhr ab.