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Nr. 40 1 5 . 4. 4»

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.DAS NEOS BADEN«

Sette I

V erungliickte M. eistevkrönung

Oberliga Süd:

VfB Mannheim — Ulm «6:2 Stuttgarter Kidcers — Offenbach 1:0 Nürnberg — VfB Stuttgart 3:2 Waldhof — Eintracht 2:0 FSV Frankfurt — Bayern 0:2 VfB Mühlburg — BC Augsburg 5:0 1860 München — Rodelheim 0:0 Schwaben — FC Sehweinfurt 1:2

Oberliga West:

Schalke — Essen 0:2 Hamborn — Fortuna 3:0 Borussia — Oberhausen 1:0 Katernberg — Horst Emscher 1:2 Erkenschwick — Vohwinkel 0:1 Aachen — Münster 0:0

Oberliga Nord:

St. Pauli — HSV 2:1 Osnabrück — Arminia 2:3 Werder Bremen — Göttingen 0:1

Zonenliga Süd:

Rastatt — Offenburg 2:1

Gruppe Nord:

Kaiserslautern — Weisenau 16:1 Gonsenheim — Worms 0:3 Mainz — Neuendorf 3:1 Trier — Ludwigshafen 4:2 Oppau — Andernach 4:0

Badische Pokal-Vorschlußrunde:

VfL Konstanz — ASV Villingen 2:1 Eintracht Singen — SC Baden-Baden 2:3

Landesliga Sfidbaden:

Lahr — Stockach 4:1 Blauweiß Freiburg — Kuppenheim 2:1 Ottenau — Gutach 2:2 (abgebrochen) Emmendingen — Engen 3:1

Landesliga Nordbaden:

ASV Durlach — VfL Neckarau 0:1 FC Pforzheim — Germania Friedrichsfeld 3:1 SV Schwetzingen — Spvgg. Sandhofen 3:1 Amicitia Viernheim — TSG Rohrbach 2:1

Fußball im Ausland:

Racing Paris — Vienna Wien 2:2 Handball-Zonenligat

Lörrach — Offenburg 10:5 Teningen — Lahr 0:7 Brombach — VfL Freiburg 4:12

Handball-Pokalspiele:

Blauweiß Freiburg — Fortuna 3:11 Rastatt — Zähringen 8:10 Gaggenau — Schutterwald 4:10

Stuttgarter Kidcers — Kidcers Offenbach 1:0 >

25 000 Zuschauer wollten in Stuttgart der Mei­sterkrönung der Offenbacher KiCkeis beiwohnen, , wurden jedoch von dem Spiel des Tabellenersten enttäuscht. Zum Schluß war aber die Freude bei den Einheimischen Besuchern groß, als Dreher den siegbringenden Treffer erzielte. Was den Offen- bachern fehlte, waren Einfälle und Ideenreich­tum in der Spielanlage. Lediglich Linksaußen Weber und der Rechtsverbinder Buhtz verfügten über gewisse Qualitäten. Sonst war der Stürm sehr harmlos. In der Verteidigung ragten Em- berger und Piceard heraus, die durch ihre schlag- sichere Abwehr und energisches Dazwischenfahren manchen Angriff der Kickers vereitelte. Die Stuttgarter Kickers, wieder mit zahlreichem Ersatz antretend, übernahmen sofort nach Anpfiff die Initiative. Zweimal hatte Dreher großartige Chancen, als er mit Steilvorlagen im Alleingang vor Schepper aufkreuzte, jedoch jedesmal den Ball verlor. Erst nach zwanzig Minuten fand sich Offenbach ' zarecht, und durch den rechten Flügel Kaufhold-Buhtz wurden einige schöne Angriffe vorgetragen. Zudem gewann nach anfänglicher Unsicherheit der Juniorentorhüter Bechthold bald An Sicherheit und meisterte zum Schluß in prachtvoller Parade einige der wenigen Bomben. In der zweiten. Halbzeit wurde der Tabellenführer fast ganz in seine eigene Hälfte zurückgedrängt. Da auch die Stuttgarter es trotz ihres Einsatzes an kernigen Torschüssen missen ließen, glaubte man schon an ein Unentschieden, das Offenbach

Unsere Tabellen

WELT

den Meistertitel eingebracht hätte. Vier Minuten vor Schluß schob jedoch Dreher aus einem Ge­dränge heraus zum Siegestreffer für die Stutt­ garter ein.

VfB Mühlburg — BC Augsburg 5:0 Im Spiel diktierten die Einheimischen jederzeit das Spielgeschehen. Das Spiel von Augsburg war zu engmaschig und ungenau, so daß die sta­bile Hintermannschaft, in der Gärtner als Stop­per eine gute Partie abgab, jederzeit die weni­gen Angriffe abstoppen konnte. Die drückende Ueberlegenheit der ersten Minuten führte in der 15. Minute durch ein Eigentor von Behn zum ersten Treffer der Mühlburger. Nach dem Wechsel verwandelte Gärtner einen Elfmeter in der 57. Minute, zum zweiten Tor. Die drückende Ueber­legenheit in der Folgezeit führte durch Seebur­ger in der 72. Minute zum 3. Tor, während Rot in der 85. Minute eine Flanke unhaltbar ein­schießen konnte. Zwei Minuten vor Schluß war es dann Fischer, der eine Flanke Lehmanns zum letzten Treffer verwandelte.

SV Waldhof — Eintracht Frankfurt 2:0 In dauernd überlegenem Spiel schlug Waldhof vor etwa, 5000 Zuschauern die Eintracht. Schon nach den ersten zehn Minuten kam es durch Herbold zum ersten Treffer, dem sich weitere an­geschlossen hätten, wenn der Waldhofsturm nicht zu verspielt gewesen wäre. Trotz zehn Ecken

konnte er seine Ueberlegenheit nicht ausnutzen, zumal Hennig im Frankfurter Tor großartige Ab­wehrkünste zeigte. Ein schneller Vorstoß des Waldhof -Sturmes erbrachte nach der Pause in der 46. Minute den zweiten Treffer durch Lipponer, der eine Vorlage von Rohr aufgenommen hatte. Rohr, Lipponer und der verletzte Siegel hatten bei weiteren Torchancen mehr als Pech, und so blieb es beim 2:0.

VfR Mannheim — Ulm 46 6:2 Der VfR Mannheim konnte sich gegen Ulm mit einem außerordentlich hohen Ergebnis durch­setzen, das in seiner Höhe nicht dem Spielver­lauf entsprach. In der 10. Minute war es Löttke, der eine Flanke von Bolleyer mit Kopiball zum ersten Tor verwandelte. In der 35. Minute er­höhte de la Vlgne auf 2:0. Obwohl Ulm nach der Pause seine Mannschaft vollständig umstellte, blieb der VfR tonangebend. In der 62. Minute hieß es 3:0 durch Stiefvater. In der 73. Minute schoß Löttke an dem herauslaufenden Turek vor­bei das vierte Tor. Bei den Gästen erzielte Gö- bel das erste Tori In der 85. Minute kam der VfR wieder zu einem Erfolg, als Langlatz aus 25 Metern einen Strafstoß direkt verwandelte. F.ine Minute später schoß Löttke zum 6:1 ein. Gerade in den Schlußminüten zeigte der VfR hervor­ragende Kombination. Ein von Bertels vorgetra­gener Angriff brachte zwei Minuten vor Schluß den. zweiten Treffer für die Gäste.

Der deutsche Altmeisfee Schalke 04 muß absteigen

Meister Borussia kam diesmal zu Hause gegen Rotweiß Oberhausen mit 1:0 wieder zu einem Sieg. Damit liegt die Entscheidung um den zwei­ten Platz nur noch zwischen Rotweiß Essen und Horst Emscher, die zu schwer erkämpften Aus­wärtssiegen göangten. Vor 25 000 Zuschauern ver­suchte Schalke 04 gegen die Gottschalkelf ver­gebens die dringend benötigten Punkte in sei­nem Besitz zu behalten. Somit sind die Knap­pen endgültig dem Abstieg verfallen. Unter ähn­lichen Vordeichen ging das Treffen zwischen den Sportfreunden Katernberg und Horst Eth­ischer vonstatten. Die Hoffnungen der Sport­freunde auf Verbleib in der Oberliga erhielten dadurch einen merklichen Dämpfer. So gut wie gerettet ist Erkenschwick nach dem Heimsieg über Vohwinkel . Fortuna Düsseldorf hat hach der 0:3-Niederlage bei Hamborn 07 kaum noch Aus­sichten, Ober|ligavertreter zu bleiben. Nach den Mißerfolgen der am Tabeilende plazierten Mann­schaften sieht es fast so aus. als sollten Fortuna Düsseldorf und Sportfreunde Katernberg Schalke 04 auf dem Weg in die zweite Spielklasse begleiten.

Wahrscheinlich Entscheidungsspiel St. Pauli — HSV notwendig

Durch den schwer erkämpften, aber verdienten Sieg des FC St. Pauli über seinen Rivalen HSV und durch die sensationelle 2:3-Niederläge des VfL Osnabrück spitzt sich die Situation in der Oberliga Nord auf ein notwendig werdendes Entscheidungs­spiel zwischen den beiden Hamburger Mannschaf­ten zu, die jetzt punktgleich mit 30:12 an dep Spitze liegen. Der HSV muß auf eigenem piafz sein letztes Spiel gegen Göttingen und St. Pauli ebenfalls auf eigenem Platz gegen Werder Bre­ men spielen, der VfL Osnabrück ist nun doch mit’-av:« Punkten aus dem Rennen gefallen. Die Situation des Vorjahres, wo ebenfalls in einem Entscheidungsspiel der Norddeutsche Meister .zwi­schen HSV und St. Pauli ermittelt werden mußte, wiederholt sich also. Nach den Leistungen des Sonntags sieht es so aus, als ob diesmal jedoch St. Pauli das bessere Ende für sich behalten wird. Diese Mannschaft, die ihre Spiele gegen

die schwersten Konkurrenten fast durchweg ge­wann und ,nur gegen die Klubs am Tabellen­ende unbegreifliche Punkteverluste erlitt, ist zur Zeit stärker als der HSV . Am Tabelienende darf Arminia Hannover nach seinem Sieg über Osna­ brück wieder hoffen, während Göttingen 05 jetzt stark gefährdet ist.

Englische Pokal-Wiederholung Wolverhampton im Endspiel Rund 72 000 Besucher waren von beiden Mann­schaften, die ein' schnelles, technisch auf hoher Stufe stehendes und daneben auch k&mpfbetontes Spiel zeigten, restlos begeistert. Die „Wölfe “ hat­ten den besseren Sturm, konnten jedoch bis zur Pause zu keinem zählbaren Erfolg kommen. Man­

Oberliga

t S

ü d

:

Kickers Offenbach

25

19

4

2

70:23

42

Bayern München

25

13

6

6

54:32

32

VfR Mannheim

25

13

6

6

44:36

32

Stuttgarter Kickers

23

10

7

6

27

1860 München

25

10

7

8

45)36

27

SV Waldhof

25

8

10

7

44:38

2$

VfB Stuttgart

24

10

5

9

47:42

25

VfB Mühlburg

25

8

8

9

46:38

24

FC Nürnberg

25

10

4

u

47:44

24

FSV Frankfurt

25

10

4

11

36:43

24

FC Sehweinfurt

26

10

4

12

36:50

24

Schwaben Augsburg

23

8

6

9

33:38

22

Eintracht Frankfurt

26

8

6

12

25:38

22

BC Augsburg

24

7

2

15

35:54

16

TSG Ulm

25

6

4

15

27:47

16

FC Rödelheim

25

5

3

17

23:63

13

Oberliga

West

:

Borussia Dortmund

22

16

4

2

77:25

36

Rotweiß Essen

22

9

9

4

35:21

27

Horst Emscher

22

11

4

7

49:34

26

Rotweiß Oberhausen

22

9

5

8

35:23

23

Hamborn 07

22

10

3

9

39:40

23

Preußen Münster

23

8

7

8

29:35

23

Alemannia Aachen

22

8

6

8

31:34

22

TSG Vohwinkel

22

9

3

10

36:40

21

Erkenschwick

23

9

3

11

41:50

21

Bhenania Würselen

22

7

5

10

29:46

19

Spfr. Katernberg

22

7

3

12

28:46

17

Fortuna Düsseldorf

22

6

4

12

25:45

16

Schalke 04

22

4

6

12

27:42

14

Oberliga

Nord

:

HSV

21

13

4

4

57:30

30

St. Pauli

21

14

2

5

45:22

30

Osnabrück

20

12

3

5

54:22

27

Eintr. Braunschweig

21

11

1

9

46:47

23

Bremer SV

21

9

4

8

44:49

22

Werder Bremen

20

8

3

9

47:45

19

Eimsbüttel

20

8

3

9

28:37

19

VfL Lübeck

20

7

4

9

32:41

18

Göttingen 05

19

5

4

10

33:42

14

Arminia Hannover

19

5

4

10

25:44

14

Bremerhaven 93

21

7

0

14

28:47

14

Goncordia

19

3

6

10

33:46

12

Landesliga

S ü d b a d e n :

Kuppenheim ‘

19

14

1

4

51:24

29

Lahr

18

12

4

2

49:24 .

28

Baden-Baden

18

11

1

6

57:30

23

Ottenau

18

9

3

6

51:35

21

Rheinfelden

18

7

4

7

35:30

18

St. Georgen

18

7

4

7

33:39

18

Emmendingen

19

8

2

9

41:42

18

Schopfheim

15

6

4

5

38:32

16

Blauweiß Freiburg

18

6

3

9

34:35

1 $

Gutach

18

5

5

8

27:38

15

Stockach

18

5

2

11

26:45

12

Engen

19

1

1

17

18:86

3

chester Utd. war zwar auch in den ersten 45 Minuten sehr aktiv und fiel durch ausgezeich­netes Läuferspiel angenehm auf, scheiterte jedoch meist an der sicheren Abwehr von Wolverhamp­ ton . Das slegbringende Tor fiel erst vier Mi­nuten vor Schluß nach einem Abwehrfehler des Torwarts von Manchester Utd.

Die Dentschlandeiege turnte in Heidelberg

Eintracht Singen von BadensBaden ausgebootet

Dl« drei Ueberlebenden in den Spielen um den Pokal von Baden sind nun: VfL Konstanz, SC Baden-Baden und der VfL Freiburg , der Freilos hatte. Damit erwies sich aufs neue, daß zwischen den führenden Mannschaften der Landesliga und denen der Zonenliga ein Klassenunterschied nur auf dem Papier besteht. Der Erfolg der Baden- Badener ist keine Ueberraschung, denn nach dem glänzenden Spiel gegen Lahr konnte ohne wei­tere* ein Erfolg auch gegen Singen erwartet wer­den. Es wäre nur recht und billig, die Oostäler als Endspielpartner zu setzen und den an­deren Teilnehmer auf dem grünen Rasen zwischen Konstanz und dem VfL Freiburg zu ermitteln. Denn man hat es dem Landesligaverein in der Tat nicht leicht* gemacht, daß er soweit vorstoßen konnte. Zum Spiel in Konstanz trat der ASV Vilüngen mit vier Mann Ersatz an und unter­lag nach ziemlich gleichwertigem Spiel mit 2:1.

Ein klassearmes Spiel

SV Rastatt — SV Offenburg 2:1

Das einzige in der Zonenliga Süd angesetzte Spiel führte ln Rastatt den SV Rastatt und SV Offenburg zusammen. Beide Mannschaften zeig­ten eine außerordentlich schwache Partie, die keinerlei Zonenliganiveau verriet. Jeglicher Schwung und Elan bei beiden Mannschaften fehlte und keinerlei Höhepunkte waren zu verzeichnen. Offenburg ging in der 7. Minute in Führung. Rastatt glich vor Halbzeit aus und ■teilte in der 70c Minute mit einem Tor durch Wäldele das Endergebnis her. Nachdem noch ein Offenburger Spieler Feldverweis erhielt, waren die Zuschauer froh, als der Schlußpfiff einem lei­stungsarmen Spiel ein Ende machte.

Kaiserslautern ist Meister

Mit einem I6:l-Sieg über, die SG Weisenau hat sich der FC Kaiserslautern die letzten zur Mei­sterschaft notwendigen Punkte geholt. Die Tore erzielten Basler (7), Fritz Walter (6), Klee ( 2 ) und Christmann (1). Das Rennen um den zweiten Platz geht unvermindert weiter, nachdem Neuen­dorf in Mainz überraschend mit 3:1 geschlagen wurde. Nach wie vor sind also noch vier Mann­schaften, und zwar TUS Neuendorf, Wormatia Worms , FK Pirmasens und VfL Neustadt, im

Die Arbeitsgemeinschaft der Sportverbände Süd- badens bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen:

An alle südbadischen Sportler!

Nach längeren Verhandlungen mit den zustän­digen Stellen der Badischen Regierung konnte bezüglich der Gewinnverteilung des Südbadischen Sport-Totos eine Lösung gefunden werden, die dem berechtigten Verlangen der südbadischen Sportler Rechnung trägt.

Mit sofortiger Wirkung werden nach jedem Wett-Sonntag 10 V« des Wett-Umsatzes an die Ar­beitsgemeinschaft der Sportverbände Südbadens ausgezahlt. Diese wird dann die aufgeteilten Be­träge an die einzelnen Sportverbände weiter­leiten.

SOdbadiseher Fußballverband; Südbadiseher Handballverband; Ski-Verband Schwarzwald ; Süd­badischer Leichtathletikverband; Landestumver- band Südbaden; Südbadischer Radsportverband; 8üdbadi scher Schwerathletikverband; Südbadi- acher Schwlmmverband: Südbadischer Tennisver- baadi SUdbadischer raten tennirserband.

engeren Wettbewerb. In der Abstiegsfrage brachte dieser Sonntag keine Klärung. Wohl steht einer der, Kandidaten mit der SG Gonsen­heim fest, aber der andere wurde auch dieses Mal noch nicht ermittelt. Die tapfer kämpfende Oppauer Elf konnte sich allerdings durch einen klaren 4:0-Sieg über die Spielvereinigung Ander­ nach in Sicherheit bringen, so daß der zweite Kandidat für den Abstieg entweder Trier-Kürenz oder die Spielvereinigung Andernach sein wird.

Neckarau holte sich den zweiten Platz

Der Ex-Öberligist VfL Neckarau erspielte sich mit dem 1:0-Sieg über den Widersacher ASV Durlach endgültig den zweiten Platz der Tabelle der nordbadischen Landesliga. Der bereits fest­stehende Meister, FC Pforzheim, konnte bei seinem 3:1-Sieg über Germania Friedrichsfeld erst im letzten Teil des Spieles überzeugen.

Zum Abschluß der 70-Jahr-Feier der Turn- und Sportgemeinde Heidelberg fand ein großes Schau­turnen unter Mitwirkung der Deutscblandriege statt. Die Olympiasieger Willi Stadel und Kon- rad Frey waren wegen Verletzung am Start ver­hindert. Die Spitzenkönner Gebrüder Wied und Inno. Stangl sowie Helmut Bantz , Jakob Kiefer , (Frankfurt ), Otto Dilg (Villingen ), Peter Hafner (Mannheim ), Hans Laier (Schwetzingen ) und das „Kücken “ der Deutschlandriege, Adolf Doßler (Würzburg ), 23 Jahre alt, ernteten herzlichen Bei­fall für ihre Leistungen. Geturnt wurde ohne Wertung am Earren, auf dem Boden, am Pferd und am Reck. : : _

Neuer Rekord von Herbert Klein

Im Münchener Volksbad stellte Herbert Klein mit 2:35,6 Min. einen neuen deutschen Rekord im 200-m-Brustschwimmen auf, der zugleich Europa - Bestleistung bedeutet. Herbert Klein , der erst vof kurzem bei den Hallenschwimmmeisterschaften in Braunschweig mit 2:35,9 Min. Europabestzeit schwamm, befindet sich seitdem noch in bester Kondition und führte diesen offiziell angemelde­ten Rekordversuch bei einem Leistungsschwim­men der Klasse H unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit durch. Seine Durchgangszeit bei 100 m betrug 1:11,5 Min.

Huchs wieder K.o.-Sieger Der deutsche Fliegengewichtsmeister Färber (Augsburg ) verteidigte am Sonntag in Leipzig seinen Titel gegen den Berliner Tietzsch mit Er­

folg. In der 10. Runde wurde der Kampf wegen Kampfunfähigkeit des Herausforderers Tietzsch abgebrochen. Der wiedererstandene K.o.-Matador Hucks (Berlin ) - kam gegen den früheren zwei­maligen Amateurmeister Willi pietsch (Leipzig ) zum K.-o.-Erfolg in der 5 Runde. Auf einen genauen Kinntreffer ging Fletsch auf die Bretter, kam bei „neun“ wohl wieder hoch, stellte sich aber nicht mehr zum Kampf, so daß Hucks zum K.-o.-Sieger erklärt wurde. Diese Entscheidung wurde vom Publikum mit großem Protest, der in Tumultszenen ausartete, quittiert. ■

Der Erlanger Mittelgewichtsboxer Hans Strebt wird am 8. Mai in Berlin gegen Dieter Hudes in einem Acht-Ründen-Kampf antreten.

Der frühere Halbschwergewichtsmeister Heins Seidler unterzog sich in dieser Woche In der Ber­liner Universitätsklinik einer Augenmuskelopera­tion, seidler hofft, noch in der zweiten Hälfte dieses Jahres das Training wieder aufnehmen zu können.

Durch einen 2:0-Sieg gegeq den VfL Kassel wurde Hessen Kassel hessischer Fußballmeister. Hessen Kassel nimmt nun an den Aufstiegsspielen zur Oberliga Süd teil.

England besiegte Irland in einem Frauen-Hockey- Länderkampf 3:0.

Frank Parker und Budge Patty , USA , gewan­nen das Doppel anläßlich eines Tennis-Schau­kampfes gegen die Italiener Del Bello und G. Cuoelli mit 6:2, 6:2, 9:7.

MotorsportsAuftakt in Neuwied

Die Motorsport -Saison 1949 wurde am Sonntag mit dem Motorradrennen „Quer durch Neuwied“ eröffnet. In den einzelnen Klassen gab es fol­gende Ergebnisse;

Ausweisfahrer bis 125 ccm: Rückert (Wiesbaden ), Posch, 20,21,0 Min. = 47,8 Std.-km, vor Felgen­hauer (Niederlahnstein ), DKW , und Wolf (Frank­ furt ), Posch.

Lizenzfahrer bis 125 ccm: Meister (Wiesbaden ),

Kuppenheim läßt sich in Freiburg schlagen

Es ist schon ein Witz, den sich Kuppenheim er­laubte, in Freiburg die Punkte zu lassen. Und aus vollem Herzen werden ihnen die Lahrer Fuß­ballanhänger danken. Denn durch diese Nieder­lage des Neulings eröffnen sich völlig unerwar­tet neue Aussichten für Lahr . Die schon resi­gnierend hingenommene Position des ewigen Zwei­ten ist noch zu ändern, sogar durch eigene Kraft der Lahrer — wenn sie kein Spiel mehr ver­lieren! Die plötzliche Favoritenstellung war für

die Murgtäler anscheinend doch eine zu starke Nervenbelastung. Lahr konnte Stockach ziemlich sicher schlagen und scheint sich nun wieder gefun­den zu haben. Aber auch Emmendingen konnte durch das 3:1 über Engen seine Tabellenposition stark verbessern. Vor kurzem war diese Mann­schaft noch in unmittelbarer Abstiegsgefahr. Für Stockach wird nun die Lage so langsam hoff­nungslos. Uebet den Abbruch des Spieles in Ottenau sind uns nähere Einzelheiten nicht be­kannt geworden.

Sepp Weiler sprang neuen Schanzenrekord

86 Meter segelte der Oberstdorfer am Feldberg

Dts mit großer Spannung erwartete Springen auf der großen Schanze im Feldberg -Skistadion brachte bei guten Schneeverhältnissen nahezu 10 000 Zuschauer zu dem ausgezeichneten Abschluß der Schwarzwälder Wintersportsaison. Am Start war die gesamte deutsche Spitzenklasse, wobei sich das Hauptinteresse vor allem auf den erstmals auf dieser Schanze springenden ungekrönten Springerkönig Sepp Weiler konzentrierte. Be­reits im ersten Durchgang zeigte der Oberstdorfer die schönste Luftfahrt und landete sicher bei 83 Metern, wobei er bei verkürztem Anlauf den 13 Jahre alten Schanzenrekord Toni Eisgrubers ein- stellte. Im nächsten Durchgang segelte Weiler ebenfalls wieder ruhig und sicher durch die Lüfte, landete allerdings drei Meter kürzer. Doch diese beiden ausgezeichneten Leistungen genüg­ten bei der Note 226,5 für den sicheren Sieg. Neben Weiler waren es vor allem seine beiden Klubkameraden, die sich besonders auszeichneten.

Es machte der Deutsche Meister Toni Brut­ scher seinem diesjährigen Meistertitel alle Ehre mit zwei herrlichen 75- und 78-Meter-Sprüngen, die ihm zum zweiten Platz genügten, während der ebenfalls ausgezeichnet springende Schanzen­bau-Architekt Heinei Klopfer das Pech hatte, durch einen Sturz entscheidend in der Gesamt­wertung zurückgeworfen zu werden. Somit war der Weg für den Münchner Alfred Schäfer frei, der sich mit Sprüngen von 75 und 77 Metern den dritten Platz erkämpfte. Bebt Bchöo kam and»

bei beiden Durchgängen Ewald Roscher aus Bad Reichenhall ab, ohne allerdings weitenmäßig an die andern heranzukommen. Er mußte sich mit 69 und 68 Metern mit dem vierten Platz begnü­gen. Auch der Deutsche Meister in der Nordi­schen Kombination, Günter ■ Meergans, sprang etwas zu kurz und kam mit Weiten von 2mal 69 Metern nur auf den achten Platz.

Die Schwarzwälder zeigten ebenfalls tadellose Leistungen:

Ueberrasehend gut erwies sich der Schonacher Paul Herr mit zwei sehr gut gestandenen Sprün­gen von je 67 Metern, der auf den neunten Platz vor dem Schwarzwaldmeister Karl Fischer (Neu­stadt) mit Sprüngen von 68 und 63 Metern kam. Günter Meergans" führte mit den Schwarzwald­springern in der vergangenen Woche einen Lehr­gang auf dem Feldberg durch und bestätigte uns erneut die großen Entwicklungsfähigkeiten der Schwarzwälder Springergarde bei entsprechender Schulung, wobei er besonders die guten Anlagen des talentierten Neustädters Fischer lobte.

Aus Dankbarkeit über die gute Aufnahme im Schwarzwald und aus Freude über die tadellose Schanze entschlossen sich einige Springer noch zu einem weiteren Durchgang, bei dem Sepp Weiler bei erweitertem Anlauf, von rauschendem Bei­fall umtost, mit einem wunderbaren Sprung von 86 Metern einen neuen Feldberg-Schan­zenrekord erreichte.

Posch, 26,38,8 = 63,0 Std.-km, vor Thora (Wies­ baden ), FB Spezial, und Funke (Wiesbaden ), DKW .

Der Deutsche Meister dieser Klasse, Karl Doe- ring (Wiesbaden ) mußte infolge eines Im letzten Augenblick eintretenden Magnetschadens auf den Start verzichten.

Ausweisfahrer bis 250 ccm: Krebs (Heidenheim ), Triumph, 27,44,4 - 60,4 Std.-km, vor Fränzei (Wup­ pertal (Triumph).

Ausweisfahrer bis 500 ccm: Lenzen (Düren ), Eng­lische Triumph, 23,55,7 - 70,4 Std.-km vor

Krinss (Troendenberg), BMW , und Rodenhäuser (Ober-Ramstadt ), BMW .

Ausweisfahrer bis 350 ccm: Mach (Frankfurt ), Norton, 22,22,8 = 74,7 Std.-km vor Holkenmeyer (Iserlohn ) und Niedzielsky (Dortmund ).

Seitenwagen bis 600 ccm: Hillebrand-Türk (Am­ berg ), NSU, 23,32,5 = 71,1 Std.-km, vor Krach-Otto (Dortmund ), BMW, 23,37,4 = 71,0 Std.-km, und

Velte-Hering, NSU, 24,14,7 = 69 Std.-km.

Seitenwagen bis 1200 ccm: Weißmeier-Schmitt (Forchheim ), BMW, 23,08,8 = 74,4 Std.-km, vor Träutlein-Klee (Hockenheim ), BMW, 25,19,7 — 66,3 Std.-km.

Der Zweite in der Seitenwagenklasse bis 600 ccm, Krach (Dortmund ), war ursprünglich als Beifah­rer des am Samstag schwer gestürzten Fahrers Kowalski vorgesehen. Er fuhr ein schneidiges Rennen und lag nur 5 Sekunden hinter dem Sieger zurück. Beachtlich ist der Stundendurch­schnitt des Siegers der 600-ccm-Maschinen gegen­über den schweren Seitenwagen bis 1200 ccm; 71,1 gegenüber 74,4 Std.-km. Während der ersten beiden Rennen regnete es. Dadurch wurde die Strecke glatt und die Geschwindigkeiten entspre­chend herabgedrückt.

Lizenzfahrer bis 250 ccm: 1. Schön (Frankfurt ), Jap, 40,51,7 = 82,l-Std.-km, vor Lottes (Marburg ) und Maier (Mannheim ).

Lizenzfahrer Seitenwagen bis 800 ccm: 1 . Neuß- ner-Bauer (Nürnberg ), NSU, 43,20,4 - 77,4 Std.-km, vor Haseibeck-StrauB (Nürnberg ) und Seppen- hauser-Wenshofer (München ).

Lizenzfahrer bis 350 ccm: 1. Knees (Braun­ schweig ), DKW , 38,42,5 = 86,7 Std.-km, vor Thom- Prikker (Bad Godesberg ), auf Velocette, zugleich erster Privatfahrer, vor Schnell (Karlsruhe ).

Lizenzfahrer Seitenwagenklasse bis 1200 ccm: 1. Seppenhauser-Wenshofer (München ), BMW , 35,11,9 = 79,4 Std. km, vor Kaul-Graf (Kunreuth ) und Meyer-Kappe (Boven), DEN.

Lizenzfahrer Klasse bis 500 gern: 1. Schmitz Bad Ems ), Englische Triumph, 38,17,6 Min. = 87,7 Std.-km, vor von Löwis (Fischbeck), und Christ (Bretzfeld ), 4. Heinrich Fleischmann (Amberg ).

Schnellste Runde: Fleischmann mit 3,02,4 = 91,9 Std.-km.

Mit dem Gesamtdurchschnitt von 87,7 Sd.-km über die Distanz von zwölf Runden stellte Schmitz (Bad Ems ) zugleich einen neuen Streckenrekord des Neuwieder Kurses auf und qualifizierte sich als Tagesscbaelteter.