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Samatag, 8. August 1888

Die Versorgung mit Elektrizität

Südbadens Stromreserven werden erschlossen

Baden hat ln der Vergangenheit mit seinen Energie-Versorgungs-Aniagen anerkannte Pio nierarbeit geleistet. Eine das ganze Land durchziehende 100 000-VoIt-Anlage des „Ba­ denwerks “ ermöglichte einen leistungsfähigen Verbundbetrieb, der von Anfang an die Er­stellung von Großkraftwerken begünstigte, bei denen die Erzeugungskosten wesentlich niedriger liegen als bei Werken für eng be­grenzte Bezirke. Seit langem bestehen Ver­bindungen mit Frankreich , der Schweiz , mit Württemberg und zu den rheinisch-westfäli­schen Elektrizitätswerken.

Heute geht es darum, möglichst schnell noch weitere der bedeutenden Wasserreserven Ba­ dens für die deutsche Energieversorgung zu nutzen, denn Deutschland leidet besonders im Winter noch unter einem empfindlichen Stromengpaß; diie Stromversorgungsanlagen reichen nicht aus, den Bedarf zu decken. Die Nachfrage nach elektrischer Energie ist un­geheuer groß und wächst noch ständig: nicht nur, daß neue Industriebetriebe entstehen, die den Heimatvertriebenen Arbeit geben sollen, auch die Bahnen planen, zum elektrischen Betrieb überzugehen, und nicht zuletzt wer­den heute viel mehr Elektrogeräte als früher in den Haushalten angewendet.

Im vergangenen Jahr wurden im Bundes­gebiet 26 730 Millionen Kilowatt erzeugt gegen 22 620 Millionen kWh im Jahre 1948. Der Stromverbrauch aus dem örtlichen Netz stieg von 20 666 auf 24 932 Millionen kWh. Das Bundes-Wirtschaftsministerium teilte vor kur­zem mit, daß die Zugänge an reparierter und neuer Kraftwerksleistung nicht ausreichen würden, um im laufenden Jahr eine gleich­starke Erhöhung der Erzeugung zu sichern.

Frühzeitig nutzte Baden die Hochrhein - Wasserkräfte zwischen Konstanz und Basel im Verein mit der Schweiz . In Bad.- Rheinfelden wurde im Jahre 1898 das erste Großkraftwerk Europas in Betrieb genom­men; im Jahre 1912 folgte das Kraftwerk Wylen, 1914 das Kraftwerk Laufenburg, 1931 das Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt und 1933 das Kraftwerk Albbruck-Dogern. Zur Ergänzung der Laufwasserwerke wurden Speicherkraftwerke erstellt, die den Spitzen- und Tagesbedarf decken helfen. Das Murg - Schwarzenbachwerk bei Forbach im Murgtal (nördl. Schwarzwald ) ist seit 1918 und 1925 in Betrieb; dabei wurde erstmals in Deutsch­ land Pumpspeicherbetrieb angewendet, um Wasser aus dem Becken des Murgwerks in die Schwarzenbachsperre zu fördern. So wird Nachtenergie in Tagesenergie und Laufkraft in Speicherkraft umgewandelt.

Im Augenblick arbeiten mehr als 1500 Ar­beiter an der Fertigstellung der dritten Aus­baustufe des Schluchseewerks. Die erste Ausbaustufe war 1933 vollendet, die zweite Ausbaustufe zehn Jahre später. Nach dem Ausbau aller Stufen werden insgesamt 620 Meter Gefälle genutzt; das Schluchseewerk ist dann das leistungsfähigste und wirtschaft­lichste Speicherkraftwerk Europas . Im Som­mer kann über alle drei Stufen Rheinwasser aus der Stauhaltung des Rheinkraftwerks Albbruck-Dogern in den Schluchsee gepumpt werden. Man rechnet mit der Inbetriebnahme der ersten Maschinengruppe der dritten Aus­baustufe bis zum nächsten Frühjahr.

Auch die Netzanlagen in Baden sollen ln nächster Zeit verstärkt werden, damit sie

den wachsenden Ansprüchen genügen. Zur Uebertragung der vom Schluchseewerk und den vorgesehenen neuen Anlagen am Hoch­ rhein anfallenden Energie in die nördlichen Absatzgebiete ist geplant, eine zusätzliche, un­ter 220 000 Volt gestellte Leitung zu errichten, die über den Schwarzwald in die Rheinebene führen soll. Das Geld für diesen Plan scheint allerdings noch nicht gesichert, jedoch will sich das Land Baden , wie man hört, an einer Erhöhung des „Badenwerk “-Kapitals beteili­gen. Auch bei der Schluchsee-AG dürfte eine Erhöhung des Aktienkapitals in absehbarer Zeit notwendig werden; nicht unerwähnt soll bleiben, daß für den Ausbau der dritten Schluchsee -Staustufe u. a. 10 Millionen DM ERP-Mittel zur Verfügung stehen.

Es scheint nun auch endgültig festzustehen, daß im nächsten Jahr der Neubau des Kraft­werks Rheinfelden, der schon lange vorgesehen war, beginnen soll. Rheinfelden ist, wie gesagt, das älteste Kraftwerk am Hochrhein und vermag die Wasserkraft nicht so auszunutzen, wie es modernen Anlagen

möglich ist, außerdem steht das jetzige Kraft­werk Rheinfelden der geplanten Hochrhein - Schiffahrt im Wege.

Auf der schweizerischen Seite soll im näch­sten Jahr mit dem Bau des Kraftwerkes Birsfelden oberhalb Basel begonnen wer­den; die dort zu gewinnende Energie ist al­lerdings nur für die Schweiz bestimmt; das ändert aber nichts an dem grundsätzlichen Verteilungsschlüssel, demzufolge Baden 45 v. H. und die Schweiz 55 v. H. der anfallen­den Hochrhein -Energie erhält In nicht ferner Zeit ist auch mit dem Bau der bis in kleinste bereits geplanten Hochrhein-Kraftwerke S ä k- kingen, Koblenz und Rheinau zu rech­nen. Auch das Schluchsee -System soll noch weiter ausgebaut werden und zwar durch den Stau zweier weiterer Schwarzwaldflüßchen. Der eine Stausee ist im W u t a ch t a 1 östlich Lenzkirch vorgesehen; die Murg (südlicher Schwarzwald ) mit ihren Zuflüssen will man bei Hogschür stauen. Schließlich bliebe auch noch zu erwarten, ob sich Frankreich nicht doch bereit findet, Baden an der Nutzung des Oberrheins zwischen Basel und Straßburg zu beteiligen. So oder so ist vorauszusehen, daß der Anteil der Stromlieferungen aus Baden für die deutsche Wirtschaft in der nächsten Zeit noch erheblich steigt. F. F.

Not kennt keine Grenzen

Deutsche Feuerwehr leistete Schweizer Wehren tatkräftige Hilfe

Säckingen . (SWK) Zum ersten Male nach dem Kriege kam in einer der letzten Nächte deut­ sche Feuerwehr auf schweizerischem Boden zum Einsatz. Die Höhenfeuer zum Bundesfest­tag der Eidgenossen waren noch nicht nieder­gebrannt, als der Blitz in ein Transformatoren­haus in Münchwilen schlug. Der Spannungs­regler brannte durch, über 8000 Volt schlugen auf das Ortsnetz, und durch die entstandenen Stichflammen wurden an den verschiedensten Stellen Brände hervorgerufen. Auch die deut­ sche Feuerwehr in Säckingen wurde alarmiert und eilte mit ihren Fahrzeugen den Schweizer Wehren zu Hilfe. Die sonst so strengen Grenz­posten machten diesmal keine Schwierigkeiten. Die außerordentlich schwierigen Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. So mußte eine über 2 Kilometer lange Schlauch­leitung bergauf gelegt werden. Während die meisten Brandherde nach einiger Zeit einge­

dämmt werden konnten, brannte ein Haus mit seinen Stallungen vollkommen nieder. Nur das Vieh konnte gerettet werden.

Schenkung der Schweizer Europahilfe an das Land Baden

Basel. Die Schweizer Europahilfe hat be­schlossen, das gesamte Unterkunftslager und Werkstättenmaterial, das bisher den hand­werklichen Umschulungslagem in Badisch- Rheinfelden und Freiburg zur unentgeltlichen Benutzung überlassen war, dem Land Baden als Geschenk zu übergeben. Durch die Aus­stattung der beiden Lager mit dem erforder­lichen Betriebsmaterial wurde die Umschulung von über 500 Personen auf einen handwerk­lichen Beruf ermöglicht und damit die Grund­lage für deren Wiedereingliederung in das deutsche Wirtschaftsleben gegeben.

Mannheim - Filmmetropole des Südwestens?

Veit Harlans „come bade* im neugegründeten Tonbild-Studio

Mannheim . (SWK). Die in Mannheim von dem Filmindustriellen H. J. Küchenmeister ge­gründete Tonbild-Studie GmbH, hat für die filmische Bearbeitung des Romans „Therese Etienne“ von John Knittel vom Lande Würt­ temberg-Baden eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 700 000 DM erhalten. Die Kosten der Ge­samtfertigung werden mit etwa anderthalb Millionen DM veranschlagt. Als Regisseur des neuen Films ist Veit Harlan und als Haupt­darstellerin Christina Söderbaum vorgesehen. Die Gewährung einer Bürgschaft, die fast die Hälfte der voraussichtlichen Herstellungskosten erreicht, durch das Land Württemberg-Baden, erregt in Fachkreisen erhebliches Aufsehen, zumal es sich bei der Tonbild-Studio GmbH, um eine Neugründung handelt. Die Bestrebun­gen, Mannheim zu einer Filmmetropole des südwestdeutschen Raumes zu machen, werden von maßgeblicher Stuttgarter Regierungsseite

Lohnverhandlungen in der Papierindustrie

Eine Stellungnahme der Gewerkschaft zu den gescheiterten Besprechungen

Von der Industrie-Gewerkschaft Chemie- Papier-Keramik, Verwaltungsstelle Achem, wird uns geschrieben:

Am 31. Juli fanden Lohnverhandlungen für die Arbeiter der papiererzeugenden Industrie statt. Die von der Arbeiterschaft geforderte Lohnerhöhung betrug in der Lohngruppe 1 = 9, in »der Gruppe 2 und 3 — 13 und in der Gruppe 4 (Frauenlöhne) 15 Pfennig pro Stunde. Diese Forderung wurde von seiten unserer Industrie-Gewerkschaft bereits schrift­lich eingereicht und begründet.

Die Tarifkündigung stützt sich auf ein Zu­satzabkommen, nachdem sich die Arbeitgeber verpflichteten, die verschiedenen Lohngruppen zu gegebener Zeit zu verbessern und dadurch eine allgemeine Relation der Löhne zu er­reichen.

Die Unternehmer gingen auf die von den Ge­werkschaftsvertretern vorgebrachten Forderun­gen nicht ein und brachten zum Ausdruck, daß sie eine allgemeine Umgruppierung der Tätig­keitsmerkmale fordern. Diese Neugruppierung würde statt der bisherigen 4, nunmehr 6 Lohn­gruppen vorsehen. Da die Unternehmer sich weigerten, die Stundenlohnhöhe für die ver­schiedenen Tätigkeitsgruppen bekanntzugeben, konnten sich die Vertreter der Gewerkschaft des Eindrucks nicht erwehren, daß die Unter­nehmer durch dieses Verschleppungsmanöver eine Lohnerhöhung umgehen wollten.

Die Haltung der Unternehmer ist unver­ständlich, weil in letzter Zeit starke Preisstei­gerungen eingetreten sind. Um die Verhand­lungen nicht scheitern zu lassen, erklärte sich

über die Tätigkeitsgruppen in Verhandlungen einzutreten. Erforderlich sei jedoch, daß auch die Unternehmer ihren guten Willen unter Be­weis stellen, indem sie auf die bisherigen Lohn­gruppen einen Zuschlag gewähren.

Dieser Vorschlag wurde von den Arbeitge­bern abgelehnt, trotzdem nach den Berechnun­gen des WWI. der Reallohn nur 53 Proz vom Jahre 1938 beträgt. Gemessen am Reallohn muß die Lohnforderung unserer Gewerkschaft als bescheiden bezeichnet werden.

Die Argumente der Unternehmer über Ab­satzschwierigkeiten und wachsende Konkurrenz sind nicht stichhaltig und wurden von den Ge­werkschaftsvertretern widerlegt.

Ein am 25. Mai 1950 in der „Badischen Zei­ tung “ erschienener Artikel weist darauf hin, daß gegenüber dem Jahre 1948 die Produktion in der Papierindustrie um 58,8 und in der Pappeindustrie sogar um 77,7 Proz. gestiegen ist. Diese Produktionssteigerung ist nur auf den unermüdlichen Fleiß der Arbeiterschaft zurück­zuführen. Die Arbeitnehmer erwarten deshalb mit Recht einen größeren Anteil am Sozialpro­dukt. Nur in diesem größeren Anteil kommt der gerechte Lohn, von dem die Unternehmer so viel und lange sprachen, zum Ausdruck.

Alle schönen Redensarten der Arbeitgeber können nicht darüber hinwegtäuschen, daß sie bei diesen Verhandlungen recht wenig soziales Verständnis zeigten. In einer Flut von Ent­schließungen und Protesten, fordern die Arbei­ter der in Frage kommenden Betriebe von ihrer Industrie-Gewerkschaft den Einsatz gewerk­schaftlicher Mittel, um die Löhne der allgemei-

die Lohnkommission der Gewerkschaft bereit, nen Teuerung anzupassen.

unterstützt. Das Ehepaar Harlan -Söderbaum wird erstmals in Mannheim wieder künst­lerisch tätig sein.

, Mannheim erwartet Staatsbesuch > Mannheim . Mannheim erwartet im Monat August hohen Staatsbesuch. Bundespräsident Prof. Dr. Heuß wird der Rhein -Neckarstadt am 31. August einen Besuch abstatten und dabei die festliche Weihe der Neckarbrücke vorneh­men.

Ueber die Wellen des Funks

Sonntag, den 6. August

Stuttgart . 8.00 Landfunk mit Volksmusik; 8.45 Kath. Morgenfeier; 9.15 Geistl. Chormusik; 9.45 „Sommer, liches Pastorale“; 11.30 Joh. Seb. Bach; 14.00 Stunde des Chorgesangs; 14.30 Kinderfunk; 17.30 „Das Dia­mantenhalshand"; 19.30 Sport am Sonntag; 20.05 Mu­sik für jedermann.

Südwestfunk: 8.45 Ev. Morgenfeier; 9.15 Pontifikal­amt im Dom zu Trier ; 11.00 Unterhaltungskonzert; 15.00 Kinderfunk; 16.30 „Du schönes Tal der Or- tenau“; 17.00 Das SWF-Unterhaltungsorchester; 20.00 Sinfoniekonzert des SWF-Orchesters.

Montag, den 7. August

Stuttgart : 6.40 Heimatpost; 8.00 Für die Mutter; 10.15 Schulfunk; 13.00 Echo aus Baden ; 14.00 Schul­funk; 17.40 Heimatpost; 20.00 Fröhlich fängt ‘die Woche an; 21.15 Rendezvous am Montagabend; 22.00 Zeitgenössische Musik.

Südwestfunk: 9.00 Für die Hausfrau; 11.30 Land­funk; 11.45 Volkst. Melodien; 14.00 Für die Schul­jugend; 16.15 Die Welt der Frau; 17.45 Franz. Sprach­unterricht; 20.00 Musik für dich.

Heute Zwetschgenfest in Bühl

Bühl. In monatelanger Vorbereitungsarbeit hat man alle Vorbereitungen geschaffen, um das diesjährige Zwetschgenfest zu vollem Er­folg zu führen. Nun ist es soweit! Zwei große Festzelte sind errichtet, ein fahrendes Postamt tritt in Tätigkeit. Der in Kappelwindeck auf­zustellende Fackelzug tritt um 21 Uhr an. Auf dem Festplatz spricht Direktor Har­brecht, dann folgt das große Festbankett.

Morgen Sonntag krachen in der Frühe die Böller; sie kündigen auch den Anfang des Obstgroßmarktes an. Um 7.30 Uhr erheben sämtliche Bühler Glocken ihre ehernen Stim­men. Musik empfängt die Sonderzüge und -Omnibusse, ab 11 Uhr konzertiert die Stadt­kapelle im Stadtgarten. Der große Festzug be­ginnt um 14.30 Uhr, er zählt 70 Nummern. Auf dem Festplatz am Hatzenweierer Weg begin­nen die Festlichkeiten um 16 Uhr mit Reden des Bürgermeisters und des Staatspräsidenten. Abends große allgemeine Illumination mit Feuerwerk. Auch das Montagsprogramm ist sehr reichhaltig. Hoffentlich gibt der Wetter­gott seinen Segen zu alle dem! - d.m.g. -

Wintersemester in Freiburg beginnt am 2. November Freiburg . Das Wintersemester 1950/51 an der Universität Freiburg beginnt am 2. November 1950 und endet am 28. Februar 1951. Das Vor­lesungsverzeichnis ist soeben erschienen.

Besuch der Straßburger Mustermesse Dem Badischen Ministerium der Wirtschaft und Arbeit sollen seitens der Alliierten Hohen Kommission eine Anzahl Tages-Grenzausweise für den Besuch der Straßburger Mustermesse (2. bis 17. September 1950) für Interessenten aus der badischen Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden. Die Industrie- und Handels­kammern bitten umgehend alle Interessenten aus den Kreisen ihrer Mitglieder um sofor­tige Anmeldung, wobei folgende Anga­ben zu machen •und: Name, Vorname, Ge­burtsdatum, Geburtsort, gegenwärtige An­schrift und Nummer der Kennkarte. Anmel­dungen, die nach dem 11. August 1950 bei den Kammern eingehen, können nicht mehr be­rücksichtigt werden.

Nachrichten aus dem Lande

Müller-Hütte abgebrannt

Bühl . In der Nacht vom Dienstag auf Mitt­woch brach in der sogenannten Müller-Hütte im Waldgebiet der Stadtgemeinde Bühl am Hochkopf ein Brand aus, dem die Hütte voll­kommen zum Opfer fiel. Die dem Südwestfunk gehörende Hütte war von 14 Insassen belegt, die nur . das Notdürftigste retten konnten. Man spricht davon, daß das Feuer durch eine explo­dierende Karbidlampe entstanden sein soll. Die Freiwillige Feuerwehr Bühl erschien alsbald am Brandplatz, da die Gefahr bestand, daß durch das Feuer ein Waldbrand entstehen könne. Der Schaden dürfte sich auf etwa 10 000 DM belaufen.

Fünf Jahre Gefängnis für den „erfolgreichster Einbrecher Heidelbergs "

Heidelberg . Am Mittwoch wurde der „erfolg­reichste Einbrecher Heidelbergs “, ein 29jähriger Schreiner, von einem amerikanischen Gericht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Der An­geklagte gestand 115 Einbrüche kl amerikani­ schen Wohnungen ein. Im Jahre 1947 begann er, sich seinen Unterhalt durch Einbrüche in amerikanischen Wohnungen zu verdienen. Er brachte es dabei bis zu seiner Festnahme im Mai zu einem beachtlichen Vermögen. Allein bei sechs Einbrüchen, die in der Gerichtsver­handlung rekonstruiert wurden, fielen dem „Meister“ Gegenstände im Wert von 1500 Dollar in die Hände. Als strafmildernd wurde es von dem Gericht gewertet, daß der Angeklagte bereits mit 11 Jahren seine Eltern verloren hatte.

Der Zirkus hatte es Ihnen angetan

Karlsruhe . Die Karlsruher Polizei nahm am Donnerstag zwei 14jährige Jungen aus Rastatt fest, die sich vor drei Tagen von ihrem Eltern­haus entfernt hatten und als „Artisten“ beim Zirkus Hagenbeck Unterkommen wollten. Ihr „Artistenblut“ wurde jedoch nach der Ankunft in Karlsruhe beim Zirkus Hagenbeck abge­

kühlt, als der Zirkus sie der Polizei übergab, die die Ausreißer ihren Eltern zurückbrachte.

Mit dem Fahrzeug vor die Theke Karlsruhe (SWK); Ein Kraftradfahrer verlor auf der Pfinztalstraße beim Ueberholen eines Personenwagens die Herrschaft über seine Maschine. Er fuhr dabet über den Gehweg durch eine geschlossene Ladentür und landete vor der Theke des Geschäftes. Der Ladeninha­ber war ob des seltsamen Besuches so erstaunt, daß er vergaß, den Kunden nach seinen Wün­schen zu fragen. Immerhin mußte dieser mit einer starken Schnittwunde am Unterkiefer ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Drei Scheunen, zwei Wohnräume eingeäschert Tauberbischofsheim . In der Gemeinde Groß­ rinderfeld bei Tauberbischofsheim brach ein Großfeuer aus, dem in kürzester Zeit zwei Wohnhäuser und drei Scheunen zum Opfer fielen. In den Scheunen war bereits ein Teil der diesjährigen Ernte untergebracht worden. Der Sachschaden beträgt rund 80 000 DM.

Schwerer Autounfall bei Weinheim

Weinheim. Auf der Autobahn bei Weinheim ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall. Ein amerikanischer Wagen wollte einen par­kenden Wagen überholen und stieß dabei mit einem aus Richtung Mannheim kommenden Motorradfahrer zusammen. Der Arbeiter mußte mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus verbracht werden. An seinem Aufkommen wird gezwelfelt. Der amerikanische Wagen erlitt er­heblichen Schaden. (oe)

Kühe durch Blitzschlag getötet

Todtmoos . Bei einem Gewitter, das am Mitt­woch über dem südlichen Schwarzwald nie­derging, flüchtete bei Todtmoos eine Kuhherde unter einen Ahornbaum. Im gleichen Augen­blick schlug der Blitz in die Herde ein. Zwei Kühe waren auf der Stelle tot, bei weiteren Tieren zeigten sich Lähmungserscheinungen.