Montag, n. September 1950

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Soziale Gerechtigkeit für das Bauerntum

Eine Kundgebung der badischen Bauern in Freiburg Freiburg

. Anläßlich der ersten Schau der badischen Landwirtschaft trafen sich am Sonntag 2000 badische Bauern zu einer Kund­gebung des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes in Freiburg . Präsident Lam­ bert Schill vom BLHV sagte, der Bauern­stand solle nicht radikalisiert werden, müsse aber die Schwierigkeiten erkennen, in denen er sich heute befindet Nachdem noch vor zwei Jahren eine Zwangswirtschaft bestan­den habe, zeigten sich jetzt für den Bauern große Absatzschwierigkeiten.

Die Schüsse auf Korea hätten gezeigt, er­klärte der badische Landwirtschaftsminister Alfons Kirchgäßner, auf welch schwachen Fü­ßen die Versorgung stehe. Man könne nicht eines Tages die Forderung an die Bauern stellen, die Versorgung der Städte sicherzu­stellen, wenn man die bäuerliche Existenz­grundlage gleichzeitig immer weiter verschmä- lere. Es dürfe nicht übersehen werden, daß die Zeichen in der badischen Landwirtschaft auf Sturm stünden.

Der Präsident des Bauernverbandes Würt- temberg-Hohenzollern, Bauknecht, erklärte, daß es auf dem Gebiete der Landwirtschaft zwischen Südbaden und Südwürttemberg keine Differenzen gäbe. Für das Bauerntum bestehe heute keine soziale Gerechtigkeit. Niemand spreche davon, daß sich auch die Lebenshal­tungskosten der Bauern erheblich verteuert hätten. Bauknecht warnte davor, die Land­wirtschaft als „Eilten Regenschirm“ zu betrach­ten, den man in Notzeiten wieder hervorho­len könne. Wenn das Bauerntum auch „Ja“ zur Europa-Union sage, so sage es deutlich „Nein“ zu einer falschen Liberalisierungs­politik. Die Bundesrepublik müsse die Land­wirtschaft ebenso subventionieren, wie dies in England und Amerika der Fall sei. Der Landflucht müsse durch zweckmäßige Maß­nahmen gesteuert werden. Die Vielheit der kleinen bäuerlichen Existenzen im Südwesten sei zu schützen. Es sei unsinnig, die Landwirt­schaft in Südwestdeutschland umzustellen, da Klima und Boden wie auf dem Schwarzwald eine eigene Landwirtschaft bedingten.

Der zweite Präsident des badischen Land­ wirtschaftlichen Hauptverbandes, Emil Klaus , forderte eine Berücksichtigung der kleinbäu­erlichen Belange bei künftigen Abschlüssen von Handelsverträgen und eine Herabsetzung der Brennsteuer. Er verlangte ferner eine Marktordnung, die, wie er sagte, keine Nazi­

erfindung sei. Mit den Worten: „Wenn wir uns heute dem freien Handel ausliefem, sind wir selbst ausgeliefert“, rief Klaus die Bauern zur Unterstützung der bäuerlichen Genossen­schaften auf.

Nur mit gleichzeitiger Währungshoheit Freiburg , (lid) Die deutschen Mitglieder des Kehler Ausschusses, der sich in seiner Ge­samtheit bekanntlich aus Deutschen und Fran­zosen zusammensetzt, hatte sich am vergan­genen Dienstag, wie der Vorsitzende des Aus­schusses, Finanzminister Dr. Eckert, einem Vertreter des „lid“ erklärte, mit einem Ver­tragsentwurf über die Verwaltung des Rhein­hafens Kehl beschäftigt. Dieser Entwurf wird zur Zeit formuliert und dann den zuständigen deutschen Stellen zugeleitet werden. Es han­delt sich dabei, wie weiter zu erfahren ist, um einen Gegenvorschlag zu einem von französi­scher Seite vorgelegten Entwurf, der vor etwa

sechs Wochen überreicht worden ist. Auf deutscher Seite ist man der Ansicht, daß eine konstruktive Lösung des Kehler Hafenpro­blems erst dann erfolgen kann, wenn das Land Baden , beziehungsweise die Bundes­republik, wieder die volle Zoll- und Wäh­rungshoheit über das Kehler Hafengebiet be­sitzen wird. Solange dies nicht der Fall ist, werden nach deutscher Ansicht die Hafen­anlagen in Kehl , selbst wenn sie an die deut­ schen Behörden zurückgegeben worden sind, genau so ungenutzt daliegen, wie es im Au­genblick der Fall ist.

Weitere Teilfreigaben in Kehl Kehl . Am kommenden Mittwoch werden nach einer Mitteilung des französischen Kommissa­riats für das Land Baden in Kehl wieder 22 Wohnungen freigegeben werden. Weitere Frei­gaben sind für den 5. Oktober und den 1. No­vember angekündigt.

Ueber die Wellen des Funks

Dienstag, den 19. September Stuttgart : 6.40 Heimatpost: 8.00 Wir wollen helfen; 10.45 Alte und neue Madrigale; 11.45 Landfunk; 19.00 Echo aus Baden ; 16.00 Nachmittagskonzert; 17.00 Frauenfunk; 17.40 Heimatpost; 18.15 Klänge der Hei­mat, dazwischen 18.90 Gartenfunk; 19.30 Was meinen Sie dazu? 20.00 „Brüderlein fein “, Operette von Leo Fall ; 21.05 Gespräch über die Grenze.

Südwestfunk: 9.00 Für die Schuljugend; 12.00 Die Zeit im Gespräch; 12.20 Mittagskonzert; 14.00 Wir jungen Menschen; 15.30 Sinfoniekonzert; 16.30 Sang und Klang im Volkston; 17.45 Franz. Sprachunter­richt; 18.00 Zum Fierobe; 20.00 Operettenkonzert.

Mittwoch, den 20. September Stuttgart : 7.00 Kath. Andacht; 8.00 Haus- u. volks­wirtschaftliche Sendung; 11.00 Landfunk; 13.00 Echo aus Baden ; 14.00 Schulfunk; 15.15 Kinderfunk; 15.45 Aus der Wirtschaft; 16.00 Von Dichtern und Dich­tung; 17.00 Für Eltern und Erzieher; 18.00 Jugend­funk; 18.15 Musik zum Feierabend; 20.00 „Die Bür­ger von Calais“.

Südwestfunk: 6.50 Ev. Andacht; 9.00 Für die Haus­frau; 14.00 Für die Schuljugend; 16.30 Musikalisch» Teestunde; 17.00 Bücherschau; 17.45 Franz. Sprach­unterricht; 20.00 Scheinwerfer auf; 20.45 Um Ehe und Familie; 21.00 Das Prisma.

Die Schau der Landwirtschaft

Am Samstag ln Freiburg durch Staatspräsident Wohieb feierlich eröffnet

Freiburg . In der „Kongreß-Halle“, wie das große Zelt benannt wurde, das für die vielen im Zusammenhang mit der Landwirtschafts­ausstellung stehenden Versammlungen bestimmt ist, hatte sich am Samstag vormittag alles zu­sammengefunden, was in Südbaden an der Landwirtschaft interessiert ist, der Staatsprä­sident und die Minister, der Landtagspräsident und Abgeordneten aller Parteien, die Vertre­ter der gewerblichen und industriellen Insti­tutionen. Der französische Gouverneur Pöne war mit einem großen Stabe erschienen. Von der Decke der Halle hingen Tannenkränze her­ab, die mit Wimpeln in den badischen Farben geschmückt waren. Während noch von drau­ßen das letzte Hämmern in die Halle drang, ertönten bereits die Klänge des Städtischen Or­chesters, das die Feierlichkeiten einleitete. Sie begannen ganz interkonventionell mit der Ueberreichung von zwei Ehrengaben der Aus­stellungsleitung an deren Protektor, den Staats­präsidenten, der durch diese Anerkennung sei­ner Verdienste um das Zustandekommen der Ausstellung sichtlich überrascht war. Sie be­stehen aus einem prächtig geschnitzten Wein­faß von 600 Liter Fassungsvermögen und einer

Die Leistungen der Bauwirtschaft

Bundesminister Wildermuth auf der Verbandstagung des südb. Baugewerbes

Freiburg . Mindestens 330 000, vielleicht so­gar 350 000 Wohnungen würden in diesem Jahr in Westdeutschland fertiggestellt wer­den, erklärte der Bundesminister für den Wohnungsbau, Eberhard Wildermuth , am Sonntag in Freiburg auf der Verbandstagung des Lanaesinnungsverbandes für das Bauge­werbe in Südbaden . Damit werde die Pro­grammzahl von 250 000 Wohnungseinheiten um rund 100 000 überschritten. Etwa 240 000 Woh­nungen entfielen auf den sozialen Wohnungs­bau. Das deutsche Volk habe 3 Milliarden DM von insgesamt 9 Milliarden DM in Woh­nungen angelegt Der Minister bezeichne!« diesen Wiederaufbau als die größte Leistung im Nachkriegs-Europa . Der Wohnungsbau im Bundesgebiet sei auch intensiver als die höch­ste Bautätigkeit im Reich vor 1933.

Wildermuth meinte, daß im nächsten Jahr Anlaufschwierigkeiten wie in diesem Jahr bei der Bauwirtschaft nicht auftreten wür­den. Er hoffe, daß im kommenden Jahr min­destens wieder dieselben finanziellen Mittel für den Wohnungsbau zur Verfügung stün­den, um in der Deckung des Bedarfs von 5 Millionen Wohnungen, die heute in der Bundesrepublik fehlten, fortfahren zu kön­nen. Wildermuth kündigte an, daß ein kleiner Entwurf über die dringend notwendige Re­gelung der Enteignung zur Erschließung neuen Baulandes und die Entflechtung der zerstör­ten Stadtkerne in den nächsten Tagen dem Bundeskabinett zugehe. Der Minister unter­strich die Notwendigkeit einer noch stärkeren Rationalisierung der Bauwirtschaft.

In der nächsten Woche begännen in seinem Ministerium Verhandlungen mit den interes sierten Organisationen, um zu untersuchen, in welchem Umfang die Lohnerhöhungen in

ten, damit keine Erhöhung der Baukosten eintrete. Die Möglichkeiten hierzu seien gege­ben, wenn die Gewerkschaften bereit seien, zum Leistungslohn überzugehen. Zu dem Kampf zwischen Löhnen und Preisen bemerkt Wildermuth, wenn Deutschland die gegen­wärtige Chance des großen Warenhungers in der Welt nutzen wolle, müsse streng darauf geachtet werden, daß sich die Spirale von Lohn und Preis nicht in Bewegung setze.

Zu den internationalen Spannungen und ihre Rückwirkung auf die innerpolitische Lage er­klärte der Buhdesminister, „wir rechnen sehr bestimmt damit, daß wir in Form einer Bun­despolizei die Machtmittel bekommen, um im eigenen Lande Ruhe und Ordnung zu ga­rantieren. Wir rechnen weiter damit, daß die Westmächte sich entschließen werden, Deutsch­ land gegenüber den Friedenszustand zu erklä­ren“. Natürlich mache dies eine Neuregelung der Verhältnisse zwischen Besatzung und der Deutschen Bundesrepublik und .den Verzicht auf ein einseitiges Diktat notwendig.

Ministerialrat Leiser von der Wiederauf­bau-Abteilung des Badischen Innenministe­riums kündigte an, daß im Jahre 1951 in Süd­ baden etwa 12 000 Wohnungen des sozialen Wohnungsbaues errichtet werden sollen. Ein erheblicher Teil dieser Wohnungen werde für die Flüchtlingsumsiedlung bereitgestellt wer­den.

Am Samstag hatte sich der Landesinnungs­verband für das Baugewerbe'in „Baugewerbe­verband Baden“ umbenannt. Bei der Neu­wahl des Vorstandes wurde Dipl.-Ing. Her­mann Geis, Freiburg , als erster Vorsitzender wiedergewählt. Stellvertreter wurden Baumei­ster Louis Fischer, Offenburg , und Baumei-

von der Glockengießerei in Villingen gegosse­nen 60 kg schweren Glocke, die — wie der Aus­stellungsleiter Hinte ausführt — immer dem Frieden läuten soll.

Dann eröffnete der Staatspräsident die Aus­stellung. Er wies auf die Notwendigkeit hin, heute zu zeigen, was man zu bieten habe und unterstrich damit bereits den umfassenden Charakter der Schau. Sie gehöre nach Frei­ burg , das zwar Großstadt sei, aber doch Mit­telpunkt des Lebens im Breisgau und Verbin­dungsstelle zum Lande geblieben sei. Als Mann, der die Schwierigkeiten des Etatsaus­gleichs kenne, hob er anerkennend hervor, daß die Ausstellung nur bescheidene Staatshilfe in Anspruch genommen habe. Dann folgte eine kurze Bemerkung zur Bundesregierung hin­über: „Wir leben nicht allein von der land­wirtschaftlichen Produktion, können aber auch nicht ohne sie leben. Umso dringender ist un ser Appell an die einschlägigen Stellen des Bundes, alles zu vermeiden, was die landwirt­schaftliche Säule des Staates untergraben kann!“ Er sicherte dem Landvolk alle nötige staatliche Unterstützung zu und erließ zum Schluß einen Ruf zum Zusammenhalt des ba­dischen Volkes.

Landwirtschaftsminister K i r c h g äß n e r, der für die Ausstellung zuständige Ressort­minister, bezeichnet die Schau als Ausdruck des Lebenswillens des badischen Volkes und als eine Aufforderung an die Stadtbevölke­rung, die Bedeutung der Landwirtschaft an­zuerkennen. Die Zuckerknappheit habe die Möglichkeit gelegentlicher neuralgischer Punk­te des Wirtschaftslebens und die Bedeutung

der Bauwirtschaft aufgefangen werden könn- ster Kilian Keller, Ueberlingen.

der Eigenerzeugung bewiesen. Wohin sollten die industriellen und gewerblichen Erzeug­nisse abgesetzt werden, wenn die Konsumkraft der Landwirtschaft nicht wäre, die — das be­weise die Ausstellung — ein gleichberechtigtes Glied des Volkes sei!

Dem Wunsch nach Frieden, der auch von dieser Schau ausgeht, galten die Worte de» Oberbürgermeisters Dr. Hoffmann, ein Verlangen, dem der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes Schill beipflichtete in dem er die Beseitigung der noch bestehenden Spannungen innerhalb un­seres Volkes im friedlichen Wettstreit der Kräfte forderte. Im Namen des Verbandes Landwirtschaftlicher Genossenschaften in Ba­ den wünschte Präsident Dr. h. c. K e i d e 1 aus Karlsruhe der Ausstellung vollen Erfolg, und der Vorsitzende der Heimatvertriebenen- Organisation Dr. Winkler dankte für die Her­anziehung seiner Gemeinschaft, der auch wei­terhin Wohnung und Arbeitsmöglichkeiten zu geben, er bat.

Dr. Dehler in Karlsruhe

Bundesgerichtshof vor der Fertigstellung

Karlsruhe . (SWK) Bundesjustizminister Dr. Dehler weilte am Samstagvormittag zu einem kurzen informatorischen Besuch in Karlsruhe . Er überzeugte sich an Ort und Stelle von dem Fortschritt der Arbeiten an dem für die Auf­nahme des höchsten deutschen Gerichtes be­stimmten früheren Erbgroßherzoglichen Pa­lais. Wie von maßgebender Seite versichert wird, äußerte sich der Minister sehr befriedigt über den gegenwärtigen Stand der Gebäude- instandsetzungs- und Neubauarbeiten. In Tag- und Nachtschichten sind einige hundert Hand­werker und Spezialisten am Werke, um den vorgesehenen Termin des Bezugs innezuhal­ten. Die feierliche Einweihung des neuen Bun­desgerichtshofes wird aller Voraussicht nach Anfang Oktober erfolgen. Im Rahmen eines Staatsaktes, an dem auch Bundespräsident Heuß teilnehmen wird, wird die Uebergabe des Gebäudes in die Obhut des Bundesjustiz­ministeriums vor sich gehen.

Nachrichten aus dem Lande

22 000 Betten für den Fremdenverkehr

Freiburg . Nach einer Uebersicht des Sta­tistischen Landesamtes Baden gibt es in Süd­ baden 1351 Fremdenverkehrsbetriebe einschl. Pensionen und Erholungsheime mit insgesamt 30 826 Betten. Davon sind jedoch bis jetzt erst 859 Betriebe ganz und 338 Betriebe teil­weise mit insgesamt 21 847 Betten für den Fremdenverkehr verfügbar. Nach der Stati­stik des Landesamtes hat die Besatzungsmacht noch 94 Betriebe ganz und 103 Betriebe teil­weise mit insgesamt 5051 Betten beschlag­nahmt. 14 Betriebe dienen ganz und 135 Be­triebe teilweise mit 881 Betten als Unter­kunft für Flüchtlinge und Evakuierte. Außer­dem bestehen in Südbaden 20 Jugendherbergen mit 1148 Betten.

Frauentag 1950

Freiburg. (CND) Der diesjährige Glaubens­und Bekenntnistag der katholischen Frauen und Mütter der Erzdiözese Freiburg wurde auf Sonntag, den 1. Oktober festgesetzt. Der Frauentag wird alljährlich im Zusammenhang mit dem Fest der hl. Lioba, der Patronin des Katholischen Frauenwerks, gefeiert.

46 Wohnungen

Rastatt . Landesbischof Dr. Bender weihte am Samstagnachmittag in Rastatt 46 Wohnun­

gen, die die Siedlungsgesellschaft des Hilfs­werkes der evangelischen Kirchen in Deutsch­ land erstellte.

Neue Städte in Nordbaden

Karlsruhe. CE Nachdem bereits vor wenigen Tagen den Gemeinden Külsheim , Königshofen , Grünsfeld und Lauda die Rechte zur Führung der Bezeichnung „Stadt“ verliehen worden wa­ren, sind jetzt auch wieder - wie der Präsident des Landesbezirkes Baden, Finanzminister Dr. Kaufmann am Freitag mitteilte - den Gemein­den Krautheim , Osterburken , Neckarbischofs­ heim und Waibstadt diese Rechte verliehen worden. Diese 8 nordbadischen Gemeinden hat­ten durch die nationalsozialistische Gesetzge­bung ihre alten Stadtrechte verloren. Die förm­liche Uebergabe dieser Stadtrechte wird in we­nigen Tagen erfolgen.

Wenig ergiebiger Fischzug auf dem Neckar .

Heidelberg . Die Heidelberger Berufsfischer unternahmen am Donnerstag auf dem zur Zeit abgelassenen Teil des Neckars einen großen Fischzug in altem Stil. Wie zu der Zeit, als die schnelle Strömung des Nekars noch nicht durch die Wehre gebändigt war, ruderten Boote fluß­aufwärts, um die Fische den anderen Fangbooten in die Netze zu treiben. Nach mehreren Stun­den Arbeit konnten die Fischer lediglich einen halben Zentner Fang heimführen.

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