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Montag, 10. September 1951
Besatjungsbauten sind aufgerichtet
Nach der Fertigstellung sollen 130 beschlagnahmte Wohnungen freigegeben werden
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ZEITGESCHEHEN
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Gähnende Leere herrschte über das Wochenende in den Schaufenstern der Offenburger Photo-Fachgeschäfte. Sie waren am Freitag abend ausgeräumt worden. Statt der Photo Apparate, Zubehörteile usw. hatte man große gelbe Plakate ausgestellt, aus deren Beschriftung hervorging, weshalb sie allein die Auslage bildeten „Photo ist kein Luxus“, so war darauf zu lesen. Gewiß keine Neuigkeit. Auch das andere nicht, was noch darauf stand. Doch die Photowirtschaft hatte Veranlassung, die Binsenwahrheit drei Tage lang im ganzen Bundesgebiet plakatieren zu lassen. Denn der Bundesfinanzminister war beim Anblick seines Defizits auf die seltsame Idee gekommen, Photoartikel mit einer Luxussteuer zu belegen. Ein ähnlicher Einfall wie die Autobahnsteuer. die bekanntlich ebenfalls wieder aus der Schublade geholt worden ist. Nun hat der Bundes finanzminister ja nicht ganz unrecht, wenn er an eine Luxussteuer denkt. Denn es wird tatsächlich mitunter von einer dünnen Bevöl kerungsschicht ein Luxus getrieben, der geeignet ist. dem Ausland eine falsche Vorstellung vom deutschen Lebensstandard zu geben und den „Kleinen Mann“ auf die Barikaden zu treiben. Doch ist diesem das Photographieren noch nie als Luxus vorgekommen. Solange aber er es nicht als solchen empfindet, dürfte auch der Bundesfinanzminister keine Veranlassung dazu haben. r.
Geflügelschau auf der Herbstmesse
Die 15. Ortenauer Herbstmesse zeigt auf der landwirtschaftlichen Schau die Bedeutung der wirtschaftlichen Geflügelhaltung. Im Gegensatz zu früheren Ausstellungen der Schönheitsgeflügelzüchter sind dieses Jahr drei Wirtschaftsrassen: weiße Leghorn, rebhuhnfarbige Italiener und rote Rhodeländer zu sehen. Es sind anerkannte Herdbuchstämme von dem Lehr- und Versuchsgut Einach, die auf hohe Legeleistung gezüchtet werden. Außerdem wird ein vorbildlicher, heller und luftiger Hühnerstall für 50 bis 60 Hühner zur Besichtigung aufgestellt.
Im Zelt selbst werden Futtergeräte, Futter und die neuesten Aufzuchtgeräte, u. a. Infrarot-Strahler, vorgeführt. Im gesamten ist die Ausstellung darauf abgestimmt, Mittel und Wege aufzuweisen, um die Geflügelhaltung auf dem.Bauernhof so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten.
Seit Monaten hat im gesamten Bundesgebiet eine intensive Bautätigkeit zur Erstellung von Wohnungen für Besatzungsangehörige eingesetzt. Auch in Südbaden wird mehr und mehr versucht, auf diese Weise beschlagnahmten Wohnraum für die deutsche Bevölkerung wieder freizubekommen. Erst kürzlich konnte das Richtfest von mehreren solcher Wohnblocks in Baden-Baden gefeiert werden. Nahezu 1200 Arbeiter waren es dort, die an der Durchführung des umfangreichen Projektes gearbeitet haben.
Auch in Offenburg wurden im Mai dieses Jahres wieder sieben Neubauten in Angriff genommen. Nach nunmehr dreimonatiger Arbeit konnte das Projekt im Rohbau abgeschlossen werden. In der Hindenburgstraße sind es vier und in der Prinz-Eugenstraße drei viergeschossige Gebäude, die inzwischen mit dem Richtbaum geschmückt wurden. Nicht weniger als 130 Familien können nach vollständiger Fertigstellung der Bauten darin untergebracht werden. Ebensoviele beschlagnahmte Wohnungen sollen Ende November dafür freigegeben werden. Insbesondere dürfte
sich die Stadtverwaltung glücklich wissen, dann den Wünschen der Besatzungsgeschädigten (Wohnungsverdrängten) wieder einen Schritt entgegenkommen zu können.
Am Freitagabend wurde im „Burgerhof“ das große Richtfest gefeiert. Dazu waren als Vertreter des Spezialbauamtes Baden-Baden das Ausrichter dieser Arbeiten ist, dessen Vorstand Weschedel, ferner zahlreiche Ver treter der französischen Militärregierung und als Vertreter der Stadt Offenburg Bürgermeister Dr. Schenkel erschienen. Das Richtfest begann mit einem ausgezeichneten Richtspruch und endete mit einem vorzüglichen Richtschmaus, an dem sich 450 Arbeiter und Angestellte der Baufirmen Wacker, Seigel, Schweizer L Bayer, Jockerst, Fischer und Friedmann gütlich taten. Architekt Metz würdigte als Sprecher des Spezialbauamtes das gute Zusammenarbeiten zwischen der Bauherrschaft und den Unternehmern und dankte besonders den Arbeitern für ihr fleißiges Schaffen. Um sie alle unterbringen zu können, hatte man einen Teil des Burgerhof-Gartens überdachen müssen.
Bilder aus Alt-Offenburg
Vergangene Zeiten und ihre Persönlichkeiten erscheinen im Bild
Wie jede andere alte Stadt, hat Offenburg ihr Gesicht, ein Gesicht, in das die Runen der Zeit eingegraben sind. Alte Straßen, alte Häuser grüßen den Besucher, und auf den Straßenschildern liest er viele Namen, die ihm kein Begriff sind.
Wen würde es da nicht begeistern, einmal einen Spaziergang in die Vergangenheat zu machen, um zu erfahren, welchen Ereignissen die Häuser und Straßen ihr Entstehen verdan ken und wer die Träger der Namen waren, nach denen die Straßen benannt sind? Und wem wäre dieser Spaziergang nicht dann am angenehmsten, wenn er die vergangenen Zeiten und ihre Persönlichkeiten im Bilde sehen könnte? Die Stadtverwaltung Offenburg weiß, wieviele Bürger der eigenen Stadt und wieviele Fremde diesen Spaziergang gerne machen möchten, und sie hat eine Möglichkeit gefunden, die Reise in die Vergangenheit zu gestalten. Es ist die Ausstellung:
„Bilder aus Alt-Offenburg*'.
Mit der Ortenauer Herbstmesse zusammen wird diese Ausstellung in den Räumen des Europa -Hauses eröffnet werden und bis Mitte Oktober zu sehen sein.
Das städtische Archiv hat seine Schränke geöffnet und alle Stücke in die Ausstellung gegeben, die dazu mithelfen können, das Bild der Offenburger Vergangenheit zu zeichnen. Schriftstücke, Dokumente, alte Photographien, Landschaftsbilder, und nicht zuletzt die Bilder
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Gymnastik und Bühnentanz
Das Studio für Gymnastik und Bühnentanz unter der bewährten Leitung von Martha Kiesler-Härtl nimmt nach Beendigung der Sommerferien am 13. September die Unterrichtskurse wieder auf und bereitet für den Spätherbst - einen öffentlichen Ballettabend der Schülerinnen vor. Dem Studio ist Aus gleichsgymnastik in Einzel- und Gruppenunterricht für Erwachsene angeschlossen.
Auch Ortsverband Nord gegründet
In der im „Hanauer Hof“ stattgefundenen Versammlung der Heimatvertriebenen wurde die Gründung des Ortsverbandes Offenburg - Nord der heimatvertriebenen Deutschen in Baden im Z.v.D. vorgenommen. Die Ursache des Umorganisation des früher bestandenen Ortsverbandes Offenburg erläuterte der 1. Vorsitzende von Offenburg -West, Herr Riemer. Dann ergriff Frau v. Wrangell, die Sozialreferentin des Kreises, das Wort und sprach über den Zusammenschluß der Heimatvertriebenen in einer Organisation. Nach dem bevorstehenden Zusammenschluß der Heimatvertriebenen wird dies die größte Organisation des Bundesgebietes sein.. Frau v. Wrangel richtete einen besonderen Appell an die Frauen zur Mitarbeit. Kreisvorsitzender Demel sprach über den Stand des Lastenausgleiches und über das Schadenfeststellungsgesetz.
Zum Schluß wurde die Wahl des neuen Vorstandes vorgenommen. 1. Vorsitzender wurde Herr Droszcz, 2. Vorsitzender Herr Gronwald, 3. Vorsitzender Frau Dolowski, Kassierer wurde Herr Christoph, Schriftführerin Fräulein Groth
Versammlung der Helmatvertriebenen
Die Monatsversammlung des Ortsverbandes Offenburg -Nord der Heimatvertriebenen findet heute Montag, 10. September, 20 Uhr, im Gasthaus „Hanauer Hof“, Franz-Volk-Straße, statt. Es wird ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen, da der Bericht von der Kreisversammlung gegeben wird und andere wichtige Fragen auf der Tagesordnung stehen.
Olfenburger Marktbericht
Auf dem Offenburger Wochenmarkt am 8. 9. wurden folgende Preise für Obst und Gemüse festgestellt: Rotkraut 12—15, Weißkraut 14—15, Wirsing 15—20, Bohnen 30—40, Zwiebeln 18 bis 20, Spinat 30—35, Tomaten 10—20, Gelbe Rüben 20—25, Rahnen 15, Kopfsalat 15. Endibisviensalat 10—15, Gurken 10—25, Kohlraben 10—15. Blumenkohl 20—100, Rettiche 20. Kar
toffeln 8—9 Pfg. — Obst: Aepfel 10—30, Birnen 15—30, Mirabellen 20—30. Zwetschgen 15 bis 25, Brombeeren 40—50. Preiselbeeren 85, Pfifferlinge 100, frische Landeier 25—27 Pfg. Anfuhr und Marktbesuch gut.
Sprechtag der Industrie- und Handelskammer
Der nächste Sprechtag der Industrie- und Handelskammer in Offenburg findet am Freitag, den 14. September, in der Zeit von 9—12 Uhr im Rathaus statt.
der großen Offenburger Persönlichkeiten vergangener Zeiten, werden zu sehen sein.
Dieser Entschluß der Offenburger Stadtverwaltung ließ auch den Bürgerstolz nicht ruhen, und viele angesehene, alteingesessene Offen burger Familien haben aus ihrem Privatbesitz zu der Ausstellung beigesteuert. Ihnen gebührt besonderer Dank, denn gerade durch die private Mithilfe gelang es, die Ausstellung erfolgreich zu gestalten und das Bild der Offenburger Vergangenheit in allen Einzelheiten zu zeichnen.
Die bekannte „Jagdausstellung Cron“ wird daneben weiter offen und zu besichtigen sein. Ueber sie ist schon so viel berichtet worden, daß sie jedermann bekannt ist.
Die Stadtverwaltung erhebt für den Besuch beider Ausstellungen ein gemeinsames Eintrittsgeld, welches für Erwachsene 30, für Jugendliche 20 Pfg.. und beim Besuch ganzer Schulklassen 10 Pfg. für den einzelnen beträgt. Inhaber von Festplaketten erhalten eine Ermäßigung von 10 Pfg. Diese Eintrittspreise sind in der heutigen Zeit so bescheiden, und es ist dadurch wirklich eine Möglichkeit gegeben, daß weiteste Kreise der Bevölkerung sich diese „Bilder aus Alt-Offenburg“ betrachten.
Schwerer Verkehrsunfall
Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstag gegen 18.30 Uhr bei der Kinzig- brücke. An der Einmündung der Umgehungsstraße geriet ein aus Richtung Freiburg kommender Schweizer Wagen amerikanischer Bauart ins Schleudern. Er überquerte die Straße und riß auf der Kinzigdammseite einen 80 cm hohen Straßenbegrenzungsstein um. den er etwa sechs Meter mitschleifte. Durch den Aufprall wurde vermutlich das Steuergestänge blockiert, so daß der Wagen, nachdem er etwa 20 m auf dem Bürgersteig (Kinzigdamm) gefahren war, wieder nach rechts über die Umgehungsstraße abgedreht wurde, und schließlich die neun Meter hohe Böschung in den Kronenbach hinabstürzte. Der Wagen wurde fast vollständig zertrümmert. Die drei Insassen trugen zum Teil schwere Verletzungen davon, besonders die Wagenbesitzerin, eine Frau aus Basel, wurde schwer verletzt. Sie wollte mit einem verwandten Ehepaar aus Schopfheim nach Karlsruhe fahren und hat wahrscheinlich diesseits der Kinzigbrücke den schwer erkennbaren Hinweisschild der Umgehungsstraße zu spät gesehen. Als sie ihren Wagen nach links herumreißen wollte, geriet er ins Schleudern.
Trauriges Ende eines Betriebsausflugs
Zusenhofen. (r) Am Freitag unternahm das Progreß-Werk Oberkirch einen Ausflug mit dem Gesellschafts-Sonderzug ins Rheintal. Als nach einem fröhlichen Tag der Heimweg angetreten wurde, ahnte noch niemand das traurige Ende. Josef Ruf fiel kurz vor Karlsruhe aus dem fahrenden Zug; er war sofort tot. 30 Jahre arbeitete der 50jährige im Progreß-Werk. Er hinterläßt Frau und sechs noch nicht versorgte Kinder. Der Unglücksfall bedarf noch der Klärung.
Weil er die Kurve schnitt
Bad Peterstal , Ein verheirateter, 48 Jahr« alter Bauunternehmer von hier, fuhr am Freitag gegen 20.00 Uhr mit seinem Kleinkraftrad auf der Bundesstraße 28 von Bad Griesbach nach Bad Peterstal . An der StöA*ibrücke fuhr er in einer Kurve auf der linken Straßenseite was zur Folge hatte, daß er mit einem entgegenkommenden Lkw zusammenstieß. Der Kraftfahrer fuhr auf der rechten Straßenseite auf den Lkw auf und wurde über den rechten Kotflügel auf die südliche Straßenseite geschleudert. Hierbei zog er sich so schwere Verletzungen am rechten Unterschenkel zu, daß ihm im Krankenhaus das Bein unterhalb des Knies amputiert werden mußte.
Dieser Ausgabe ist eine Aufklärungsschrift der Arbeitsgemeinschaft für die Vereinigung von Baden und Württemberg beigefügt.
Nachrichten aus dem Kreis
Einkleidung von Schwester Bernhardina Schutterwald, (s) Nach eineinhalbjährigcr Kandidatur im Franziskanerkloster Gengenbach wurde die Tochter des hiesigen Bürgers Wilh. Lipps, Schwester Bernhardina, mit weiteren elf Kandidatinnen in Gengenbach feierlich eingekleidet. Die Schwester der Kandidatin, Schwester Sigfrieda. die schon mehrere Jahre in Erlenbad im Ordensdienst steht, war bei den feierlichen Zeremonien auch anwesend.
Wallfahrt nach Maria Einsiedeln
Hofweier, (h) Vergangene Woche wallfahrten die Hofweierer Frauen unter Führung ihres Ortsgeistlichen, Pfarrer Eugen Mogg, nach Maria Einsiedeln. Die Fahrt ging mit einem Bahnomnibus nach Rorschach . Von hier aus pilger- ten die Frauen nach St. Gallen, der ehern. Wir-
Ein Plauderstündchen mit der Dorfältesten
Friederike Deck in Fessenbach wird heute 90 Jahre alt
Fessenbach, (x) Fernab vom Getriebe des Dorfes, hineingebettet in das von den Reben und Obstbäumen beherrschte Landschaftsbild, liegt das Geburtshaus unserer Dorfältesten, Friederike Deck, die am heutigen Tage ihr 90. Lebensjahr vollendet. Die verträumte Stille um die beiden Häuser auf dem „Rappenbuckel
OT-Eigenaufn«hme
— wie er im Dorf genannt wird — ist aber auch dem ganzen Albersbach zu eigen. Es läßt sich hier angenehm erzählen aus dem Leben von neun Jahrzehnten. Mit einem bewundernswerten Erinnerungsvermögen wird all das lebendig, was die „Decke-Ricke“ erlebt und geschaut hat. Und es war, gemessen an den Verhältnissen vor 40 Jahren, viel.
Als einfaches, bescheidenes Dorfkind verbrachte sie ihre Jugend im Geburtshause in un
serem Dorfe, besuchte die Volksschule in Wein garten und ging bald nach ihrer Schulentlassung in hauswirtschaftliche Dienste. Straßburg war ihre erste Dienststelle, die sie nach etwa 10 Jahren mit einer solchen in Paris vertauschte, wo sie bei einer adeligen Familie als Ge*- sellschaftsdame eintrat. Auf den verschiedensten Reisen ihrer Herrschaft war sie die stete Begleiterin. Sie lernte Italien kennen mit seinen schönen Städten, war 1899 bereits in Rom und auch die Schweiz hat ihr viele Eindrücke vermittelt. Monte Carlo mit seinem mondänen Leben ist ihr besonders im Gedächtnis geblieben; denn sie war eine aufmerksame Beobachterin menschlichen und weltlichen Geschehens. Bei Kriegsausbruch 1914 wurde sie interniert und kam dann bald in die Heimat.
Seither lebt sie nun in der Familie ihres Bruders Johann Deck, wo man mit Liebe und Freundlichkeit die Tante umsorgt. Der gute Gesundheitszustand läßt sie nicht ruhen; überall greift sie noch helfend ein. Geistig äußerst regsam, interessiert sie sich für das Tagesgeschehen und weiß sehr wohl den Wandel der Zeiten, aber auch den Menschen zu beurteilen. Sie hätte es in ihrer Pariser - Zeit wohl nicht geglaubt, daß sie einmal noch 1945-46 als Dolmetscherin der französischen Sprache in ihrem Heimatort fungieren müsse. Ihre einstige Tätigkeit hat ihr ganzes Wesen geprägt. Mit ihrer schlichten, vornehmen Art, getragen von einer tiefen Religiosität, gewinnt sie die Herzen aller, die um sie leben. Freudigen Herzens gratuliert daher das ganze Dort ihrer Nestorin zu ihrem heutigen Wiegenfest. Bei den vielen Gratulanten möchte auch das „Offenburger Tageblatt“ nicht fehlen.
Altersjubilarin
Rammersweier, (b) Am Sonntag begeht Rosa End, geh. Wenkert, ihren 79. Geburtstag. Wir wünschen der Jubilarin noch einen recht langen und gesunden Lebensabend.
kungsstätte unsere® Kirchenpatrons. Atlzu lange durfte man nicht verweilen, denn das Hauptziel war ja der Wallfahrtsort Maria Einsiedeln. wo die Frauen ihre Anliegen der Mutter Gottes vortragen konnten. Auf der Rückfahrt machte man einen kleinen Abstecher zu der Teilskapelle nach Schönbrunn. Hier liegt ein Sohn unserer Gemeinde, der Jesuitenpater Amatus Kempf, im Kloster begraben. Die Heimfahrt führte weiter üb.er Zürich nach Schaff- nausen. Alle Teilnehmer werden diese zwei Pilgertage nicht vergessen.
Verdienter Lehrer nahm Abschied
Hofweier, (h) In einer Feierstunde nahm die Schule Abschied von Hauptlehrer Hab erst r o h. Der Schulleiter. Oberlehrer Volk, begrüßte die Gäste, besonders Schulrat Rödler. Der Schulleiter dankte dem Scheidenden im Namen des Kollegiums für seine ersprießliche Tätigkeit und sprach die Hoffnung aus, daß es Herrn Haberstroh vergönnt sein möge, einen ruhigen Lebensabend im Kreise seiner Familie zu verbringen. Schulrat Rödler gedachte in ehrenden Worten des erfolgreichen Wirkens des verdienten Lehrers. Bürgermeister Bayer, selbst ein ehemaliger Schüler von Herrn Haberstroh, sprach den Dank der Gemeinde und der ehern. Schüler für die erfolgreiche Arbeit aus, die der verdiente Schulmann in 23 von seinen insgesamt 46 Dienstjahren in Hofweier leistete. Den Dank der Kirchengemeinde stattete Pfarrer Mogg ab. Die Feierstunde wurde umrahmt von Liedern und Gedichten der Schüler. Am Ende der Feier dankte der -Geehrte allen,, die in der Abschiedsstunde seiner Arbeit Anerkennung und Dank gezollt hatten.
Hofweier, (h) Vergangene Woche trat Fräulein Wämser den Dienst für den zur Ruhe gesetzten Hauptlehrer Haberstroh an.
Die Obstsammeltage
Appenweier , (v) Obstsammeltage sind diese Woche am Montag und Donnerstag, von 18—20 Uhr. Obstgeldauszahlung am Sonntag von 9 bis 12 Uhr.
Adolf Bux ist heimgegangen
Urioffen, (h) Völlig unerwartet verschied am Samstagabend nach einem Schlaganfall der Kaufmann Adolf Bux. Die Nachricht von seinem plötzlichen Hinscheiden rief überall aufrichtige Teilnahme hervor. In der internationalen Hotellerie groß geworden, erwarb sich der weltmännisch erfahrene Verstorbene durch sein einfaches, schlichtes Wesen allgemeine Sympathien. Bux war vor nicht allzu langer Zeit in leitender Stellung bei der Einkaufsabteilung der Firma Spinner, Offenburg beschäftigt, bis die Umstände nach dem letzten Kriege für ihn auch diesen Lebensabschnitt beschlossen. Da er Wohnungsverdrängter war, mußte er wie ein Flüchtling in bescheidenen Verhältnissen leben. Aus der Ehe des im 63. Lebensjahre Heimgegangenen mit der Tochter Frieda des Bäckermeisters Anton Federer gingen zwei Kinder hervor, von welchen der Sohn im letzten Weltkrieg gefallen ist.