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SÜDKURIER

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Handwerk fordert Gesetz gegen Schwarzarbeit

Bundestagung des Installateur-Gewerbes — Für großen Befähigungsnachweis

Stuttgart (Tfz.-Eigenbericht). Der Zentralverband des Installateur-, Klemp­ner-, Kupferschmiede- und Zentralhei- eungsbauerhandwerks, in dem rund 24 000 •westdeutsche Betriebe mit einem Jahres­umsatz von 900 Millionen DM und über . 100 000 Beschäftigte zusammengeschlossen sind, forderte auf seiner Bundestagung in Stuttgart die Regierungsstellen und poli­tischen Körperschaften auf, sich mit allen Mitteln gegen die schrankenlose Gewerbe­freiheit und für die Wiedereinführung des großen Befähigungsnachweises einzuset­zen. Den öffentlichen Versorgungsbetrie- ben soll außerdem die Installations- und Verkaufstätigkeit untersagt werden. Mit r großem Nachdruck wurde gefordert, mit besonderen Gesetzen gegen die Schwarz­arbeit vorzugehen. Der Verband des In- ; stallateur-, Klempner-, Kupferschmiede- und Zentralheizungsbauer - Handwerks hatte seine Vertreter erstmalig nach dem zweiten Weltkrieg zur Jahrestagung nach Stuttgart gerufen. Auf den Kundgebungen sprachen Staatssekretär» Dr. Wandersieb vom Bundeswohnungsbauministerium und der badisch-württembergische Finansmini- ster Dr. Karl Frank zu Tausenden von Handwerkern.

•

SK. Die Bekämpfung der Schwarzarbeit wurde von der neuen Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenver­sicherung mit zu den vordringlichen Auf­gaben erklärt. Nun darf durch derartige Zielsetzungen nicht der Eindruck entste­hen, als ob der reguläre Arbeitsmarkt nur durch die illegale Arbeit von Arbeitslosen gestört würde. Die Fälle, in denen in Be­schäftigung Stehende in den Feierstunden ohne Gewerbezulassung und Steueranmel­dung Arbeiten verrichten, sind mindestens

ebenso zahlreich wie die Schwarzarbeiten der Arbeitslosen. Beiden Auswüchsen muß begegnet werden, wobei aber darauf hin­zuweisen ist, daß die Empfänger von Un­terstützung die rechtlich fundierte Mög­lichkeit haben, durch Anmeldung ihres Gelegenheitsverdienstes ihre Arbeit zu legalisieren, soweit die Grenzen der Ge­ringfügigkeit der Arbeit nicht überschrit­ten werden.

Es wäre zu überlegen, ob in einer künf­tigen Gesetzgebung nicht vorgesehen wer­den sollte, die Arbeitgeber dieser Arbeits­losen zu verpflichten, auch für diese ge­ringfügigen Arbeiten eine Arbeitsbeschei-, nigung auszustellen. Bei Unterlassung oder bei falschen Angaben wäre sodann auch die zivil- und strafrechtliche Haftung der Arbeitgeber gegeben. Daß im übrigen der Arbeitslose bei vorsätzlicher Unterlassung der Mitteilung eines Gelegenheitsverdien­stes wegen Betrugs sich strafbar macht, darf nicht übersehen werden; daneben kann er vom Versicherungsträger mit einer Ordnungsstrafe belegt werden.

Das Arbeitslosenversicherungsgesetz sieht vor, daß nicht der gesamte Gelegenheits­verdienst zur Anrechnung kommt. Dane­ben können bestimmte Werbungskosten in Ansatz gebracht werden, die im Einzelfall einer Erweiterung fähig sind. Bei dieser Sachlage muß erwartet werden, daß die Gelegenheitsverdienste unaufgefordert zur Meldung gelangen. Es kann angenommen werden, daß in Zukunft bei Verschweigen von Gelegenheitsverdienst auch die straf­rechtliche Seite des Tatbestandes einer Überprüfung unterzogen wird. Im Falle einer strafgerichtlichen Verurteilung ist, abgesehen von der Strafe selbst, „die Folge, daß ein Eintrag ins Strafregister erfolgt.

Fristen für Anträge auf Arbeitnehmer-Veranlagung

Termin ffir zweites Halbjahr 1948 und für 1949 läuft am 26. Juni ab

Eine Lohijsteuererstattung seitens des Finanzamtes wird dann vorgenommen, wenn einem Arbeitnehmer durch Abzug vom Arbeitslohn eine höhere Steuer ein­behalten wurde, als sich bei einer Veran­lagung ergibt. Voraussetzung ist, daß sei­tens des Steuerpflichtigen ein diesbezüg­licher Antrag fristgemäß bei dem für sei­nen Wohnsitz zuständigen Finanzamt ein­gereicht wird. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Frist für die Abgabe eines Antrages auf Veranlagung zur Ein­kommensteuer für Lohnsteuerpflichtige, soweit es sich um Einkünfte aus dem zwei­ten Halbjahr 1948 und aus dem Jahre 1949 handelt, am 26. Juni 1952 abläuft. Die An­träge müssen bis zu diesem Zeitpunkt ent­weder persönlich beim Wohnsitz-Finanz­amt (nicht bei dem für den Betrieb zu­ständigen Finanzamt) abgegeben sein oder durch Brief eingesandt werden.

Dem lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmer wird damit für diesen Zeitraum letztmals die Möglichkeit gegeben, die Vergünsti­gungen der Einkommensteuer in Anspruch zu nehmen, die das Lohnsteuerverfahren nicht vorsieht. Dies gilt insbesondere auch bei Verlusten aus anderen Einkünften, z. B. aus Vermietung und Verpachtung (hohe Reparaturkosten), soweit der Lohn­steuerpflichtige infolge der geringfügigen Höhe der anderweitigen Einkünfte (nicht mehr als 600.— DM) grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig ist. Dazu gehört die Inanspruchnahme der erhöhten Ab­setzungen für Wohngebäude nach § 7 des Einkommensteuer-Gesefees. Ferner kom­men für eine Veranlagung wegen berech­tigten Interesses die Fälle in Betracht, in denen sich die Steuerklasse des Lohn­steuerpflichtigen im Laufe des Kalender­jahres zu seinen Gunsten geändert hat 'wegen Heirat, Geburt eines Kindes oder bei Unverheirateten wegen Vollendung des 60. Lebensjahres.

Während beim Lohnsteuerabzug die günstigere Steuerklasse erst vom Eintritt eines solchen Ereignisses ab Gültigkeit hat, hat sie nach dem Einkommensteuer­recht für das ganze Jahr Gültigkeit, wenn bei einer Veranlagung die Voraussetzung

zur Einstufung in eine günstigere Steuer­klasse mindestens 4 Monate bestanden hat. Auch wenn ein Arbeitnehmer vor Ablauf des Veranlagungszeitraumes ver­storben ist, kann es durch Anwendung der Einkommensteuertabelle bei Veran­lagung zu einer Rückerstattung zuviel ein­behaltener Lohnsteuer kommen. Für das Kalenderjahr 1951 können Anträge auf Veranlagung wegen berechtigten Interesses noch bis zum 31. Juli 1952 gestellt werden.

Die Zulagen bei Unfallrenten

Nachdem die Vorarbeiten für die Aus­zahlung der Zulagen zu den Unfallrenten nunmehr im wesentlichen abgeschlossen sind, hat nach Mitteilung des Bundesmini­steriums für Arbeit die Auszahlung be­gonnen. Es ist vorgesehen, daß bis Ende Juli alle Rentenempfänger mit einer Er­werbsminderung von 50 v. H. und mehr, sowie alle Empfänger von, Unterbliebe-, nen-Renten im Besitz der Zulagen sind. Rentenempfänger mit einer Erwerbsmin­derung von weniger als 50 v. H. erhalten die Zulagen nur auf Antrag. Hierbei ist Voraussetzung, daß der Gesamtbetrag des Erwerbseinkommens des Verletzten zwei Drittel des der Rente zugrunde liegenden Jahresarbeitsverdienstes nicht erreicht. Die Bearbeitung dieser Anträge und die Aus­zahlung auch dieser Zulagen soll mit größ­ter Beschleunigung erfolgen. D.

Einkommensteuer-Erklärung bis 31. Juli

Die Einkommensteuer-Richtlinien für das Ka­lenderjahr 1951 sind als Beilage zum Bundes­anzeiger Nr. 109 vom 10. Juni 1952 veröffent­licht worden. Die Formulare zur Abgabe der Steuererklärungen werden den Steuerpflichtigen bis zum 1. Juli 1952 zugestellt. In der Zeit vom 1. 7. bis 31. 7. 1952 sind die fertiggestellten Er­klärungen zur Einkommensteuer, Körperschaft­steuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer, sowie die Erklärungen zur einheitlichen Feststellung von Einkünften für das Kalenderjahr 1951 beim Finanzamt einzureichen. Ausgenommen die Steuerpflichtigen, deren Gewinne nach vom Ka­lenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahren ver­steuert werden, die im Jahre 1951 begonnen und erst nach dem 30. 4. 1952 geendet haben. Sie müssen die Erklärungen spätestens am 10. des dritten Monats nach Ablauf des Wirtschafts­jahres abgeben.

Schutz der Einzelhandels-Kleinbetriebe

Köln . Die großen und mittleren Ein­zelhandelsunternehmen haben mit der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzel­handels vereinbart, ihre eigene Entwick­lung in den nächsten zwei Jahren abzu­stoppen, um den kleineren Einzelhandels­geschäften eine Atempause zu geben. Wie der Vorsitzende der Bundesarbeitsge­meinschaft der Mittel- und Großbetriebe im Einzelhandel, Dr. Werner Schulz , auf einer Pressekonferenz in Köln mitteilte, wollen die Groß- und Mittelbetriebe künf­tig mit den Kleinbetrieben enger Zusam­menarbeiten und sich ständig mit ihnen über strittige Fragen aussprechen. Außer­dem wollen sie den kleineren Einzelhan­delsgeschäften durch Schulungskurse und Lehrfilme ihre Erfahrungen zur Verfü­gung stellen. Die Absprache soll dazu bei­tragen, einen gesunden Mittelstand zu er­halten und einer weiteren Vermassung entgegenzuwirken.

1952: 375 000 Wohnungen

Lindau . (Dr. R.-Eigenbericht.) Der Zen­tralverband des deutschen Baugewerbes e. V. führte jetzt in Lindau im Bodensee den .Deutschen Baugewerbetag 1952“ durch. Bei einer öffentlichen Kundgebung wurden sämtliche Anliegen des Bauge­werbes eindrucksvoll dargelegt. Präsident Diplom-Ing. Ernst Liebergesell - München forderte vor allem Maßnahmen, um die Bauaufträge auf die Bundesländer gleich­mäßiger zu verteilen. Fragen der Woh­nungsbaufinanzierung erörterte Direktor Dr. Wilhelm Trippen von der Rheinischen Girozentrale. Im Vorjahr wurden im Bun­desgebiet weit über 407 000 Wohnungen fertiggestellt, darunter 293 000 durch den Sozialen Wohnungsbau und 114 000 im steuerbegünstigten und freien Wohnungs­bau. Im neuen Jahre sollen auf Grund des Wohnung6gesetzes 300 000 Einheiten im Sozialen Wohnungsbau errichtet werden, die Einheiten der anderen Gruppe schätzt Dr. Trippen vorsichtig auf 75 000.

Gutschrift nichtverbrauchter Devisen

Frankfurt . Die Bank Deutscher Län­ der hat sich damit einverstanden erklärt, nichtverbrauchte und zurückgegebene De­visen, die für Einzelreisen im nichtge­schäftlichen Reiseverkehr nach OEEC-Län- dem und Jugoslawien genehmigt worden waren, auf den Jahreshöchstbetrag des Reisenden gutzuschreiben. Ein entspre­chender Vermerk wird in den Paß einge­tragen.

Vieh- and Schweinemärkte

Haslach . Am 23. Juni wurden dem Schweinemarkt zugeführt; 236 Ferkel, 4 Läufer, Preise je Ferkel 30—50 DM, für Läufer 70—80 DM. Geschäftsgang: gut. Nächster Schweine­markt am 30. Juni.

Freiburg . Am 23. Juni wurden aufgetrie­ben 12 Ochsen, 26 Bullen, 52 Kühe, 27 Färsen, 119 Kälber, 48.7 Sauen, 44 Schafe. Die Preise be­trugen in DM je .50 kg Lebendgewicht für Ochsen. A 105—110,. B .96—100, C 85—90, Spitze 115: Bullen A 102—110, B 100—101, C 90; Kühe A 90—102, B 80—87, C 74—83, D 50—73; Fär­sen A 109—120, B 101 —'.02, C 90; Kälber A 152 bis 160, B 132—150; Schweine A 118—120, Bl 118—1C20, B 2 117—120, C 115—120, D 115—120; Sauen G 1 106—112; Lämmer und Hammel A 90, B 85. — Marktverlauf; Großvieh schleppend, Kälber flott, Schweine und Schafe ruhig.

Mannheim . Am 23. Juni wurden aufge­trieben; 493 Rinder, 473 Kälber, 5 Schafe, 1568 Schweine. Die Preise betrugen in DM je 50 kg Lebendgewicht für Ochsen A 105—115, B 91 bis 103; Bullen; A 105—114, B 95—105; Kühe: 81 bis 101, B 75—84, C 69—76, D bis 65; Färsen: A 109—117, B 98—108; Kälber: A 135—150, B 122—132, C 108—120, D bis 100; Schweine: A 115—120, Bl 115—122, B 2 117—124, C 119—125, D 117—124, Gl 105—110, G2 bis 100. — Markt­verlauf: Großvieh und Kälber schleppend,

Uberstände; Schweine langsam geräumt; Spedc- schweine vernachlässigt.

Stuttgart . Am 24. Juni wurden aufgetrie­ben: 941 Rinder, 1281 Kälber, 1850 Schweine und 24 Schafe. Preise: Ochsen A 100—108, B 80—96, Bullen A 100—106, B 90—96, Kühe A 80—89, B 72—80, C 63—70, D bis 58, FärSen A 104—116, B 90—100, Kälber A 140—151, B 120—135, C 98 bis 110, D bis 90, Schweine A 114—116, B 1 114 bis 117, B 2 und C 115—119, D 112—117, B und F bis 7 108, G 1 102—107, G 2 bis 100. Markver­lauf; bei Großvieh schleppend, Ueberstand; bei Kälbern langsam, geringe Qualitäten schwer ver­käuflich; bei Schweinen mäßig belebt, geräumt.

Sportdienst des Südkurier

Stürmischer Empfang für die Meister

Der Bundespräsident wird den VfB in Stuttgart beglückwünschen

(W.B.-Eigenbericht). Eine vieltausendköpfige Menschenmenge empfing am Montagabend die Mannschaft des VfB Stuttgart , die nun zum zwei­ten Male in ihrer ruhmreichen Vereinsgeschichte den Titel des Deutschen Fußballmeisters errun­gen hatte. In offenen Kraftwagen der Daimler- Benz -Werke kam die VfB -Expedition, die dem Triebwagen der Bundesbahn in der Nähe von Asperg entstiegen war, in Stuttgart an, wo sich bereits eine nach Tausenden zählende Menschen­menge in den Hauptverkehrsstraßen angesam­melt hatte. Der Straßenbahn- und Kraftwagen­verkehr mußte vorübergehend abgestoppt wer­den.

Auf dem neuen Schloßhof begrüßte zu­nächst Friedrich Strobel , der Landessportbeauf­tragte und 1. Vorsitzende des Württembergi- schen Fußballverbandes den neuen Meister im Namen der 1900 württembergischen Fußballver­eine. Er gratulierte neben der Mannschaft dem Spielausschuß, dem Vereinsvorsitzenden und dem Trainer. Mannschaftskapitän Robert Schüenz Er­hielt von Friedrich Strobel den Lorbeerkranz des württembergischen Fußballverbandes mit Schleife überreicht. Oberbürgermeister Dr. Klett feierte den VfB als eine Mannschaft der guten Kame­radschaft, übergab den Lorbeerkranz der Stadt Stuttgart , würdigte dann auch die Verdienste der tapferen Unterlegenen und teilte unter dem Bei­fall der Hunderttausende mit, daß Anfang Juli der Bundespräsident nach Stuttgart kommen werde, um die VfB -Mannschaft besonders zu be­

glückwünschen. Anschließend sprach im Namen des Süddeutschen Fußballverbandes der Fürther Flierl und schließlich Dr. Walter der 1. Vorsit­zende des VfB Stuttgart , um der schwäbischen Einwohnerschaft für die im Laufe der letzten Jahre gezeigte Treue und Liebe zu danken. Dann setzte sich unter Fähnchenschwingen und neuen Jubelstünnen die Autokolonne in Bewegung, um das Klubhaus in Cannstatt anzusteuern, wo eine interne Mannschaftsfeier stattfand.

Ueber 600 Polizisten mußten die Absperrungen vornehmen und den Verkehr umleiten. Die Ju­gend hatte nachmittags zum Empfang des Deut­schen Meisters schulfrei erhalten. Schon auf der Rückreise im Sondertriebwagen der Bundesbahn von Mannheim nach Asperg wurde der VfB über­all am Schienenstrang freudig begrüßt. Fabriken hatten ihrer Belegschaft freigegeben, damit sie sich an der Bahnlinie aufstellen konnten.

In Saarbrücken

Auch die Saarbevölkerung bereitete der Mann­schaft des 1, FC Saarbrücken einen triumphalen Empfang. An der Stadtgrenze Saarbrückens wur­den die aus Ludwigshafen zurückkehrenden Spie­ler begrüßt. Es formierte sich ein Festzug mit Musikkapellen der Polizei und der Bergleute so­wie der aktiven Sportleute des 1. FC Saarbrük- ken. Tausende umsäumten die Straßen und grüß­ten durch Zurufe und Winken mit blau-schwar­zen Fähnchen und Tüchern. Nur langsam konnte sich der Festzug seinen Weg zum Rathaus bah­nen, wo ein offizieller Empfang stattfand.

Begeisterung um den VfR Schwenningen

(H.-D.-Eigenbericht.) Noch nie wurden Sport­ler in der Uhrenstadt am Nedcarquell mit sol­cher Begeisterung empfangen, wie am Montag­abend die deutsche Amateurmeisterelf des VfR Schwenningen. Viele Tausende waren es, die am Montagabend die Spieler am Bahnhof er­warteten und mit unbeschreiblichem Jubel be­grüßten. Es gab Blumen über Blumen. Vor­stand Hansmann steckte dem verdienten 2. Vor­sitzenden des Vereins, Jakob Strohm, aus An­erkennung für seine und für die Verdienste der Elf die goldene Ehrennadel des VfR an. Dann begann der Triumphzug durch die festlich ge­schmückten Straßen der Stadt. Unter Vorantritt der Stadtmusik ging der Zug, in welchem die Mannschaft in offenen Personenkraftwagen fuhr, durch ein. sechs bis acht, ja zehn Reihen zäh­lendes jubelndes Menschenspalier zum Markt­platz, wo die offizielle Begrüßung stattfand.

Im Auftrag des verhinderten Oberbürgermei­sters beglückwünschte der 1. Beigeordnete des Gemeinderats, Stadtrat Schrenk, den VfR zu seinem großen Erfolg. Heinrich -Hohner über­brachte als 2. Vorsitzender des Württembergi- schen Fußballverbandes die Glückwünsche des Verbandsvorstandes. Unter den weiteren Gratu­lanten befanden sich auch der 2. Vorsitzende des Württembergischen Landessportbundes , Am­ mer -Reutlingen und der 2. Vorsitzende des Schwäbischen Turnerbundes, Wörner-Reutlingen. Dr. Kurt Mehne als 1. Vorsitzender des VfR und Spielführer Hans Neumeier dankten für den herzlichen Empfang. In den Räumen des Beethovenhauses klang der Empfang im Kreise der VfR-Familie, der vielen Gäste und der Ver­treter der elf im Stadtverband für Leibesübun­gen zusammengeschlossenen Sportvereine aus. Den Spielern der 1. Mannschaft wurde hier die Silberne Ehrennadel des VfR überreicht.

Totoquoten 'des Nord-Süd-Blocks

Nord-Süd-Block: Dreizehnerwette: 1. Rang 5 Gewinner je 7096 DM; 2. Rang 68 Gewinner je

521,50 DM; 3. Rang 705 Gewinner je 50 DM. — Elferwette: 1. Rang 143 Gewinner je 2854 DM; 2. Rang 1927 Gewinner je 139 DM; 3. Rang 26 673 Gewinner je 15,30 DM. — Internationale Kurzwette (Bayern ); 1. Rang 156 Gewinner je 156 DM; 2. Rang 2779 Gewinner je 8,70 DM.

Geißlingen und Pfullingen hoffen noch

Aufstieg zur 1. Amateurliga Württemberg: Ra­ vensburg -Pfullingen 2:3 (1:2), Geißlingen—Sont­heim 2:1 (1:0).

Der Sieg Geißlingens war trotz des knappen Ergebnisses kaum gefährdet, während in ^Ra­ vensburg nur das Schußpech der Einheimischen den vielfach möglichen Ausgleich verhinderte. Die Entscheidung darüber, wer Kornwestheim in die 1. Amateurliga begleitet, fällt am kom­menden Sonntag. Geißlingen benötigt nur noch einen Punkt, muß aber gegen die technisch vor­züglichen Kornwesthetmer spielen.

FV Komwestheim

7

5 1

1 22:3

11:3

SC Geißlingen

7

5 —

2 12:11

10:4

VfL Pfullingen

7

3 2

2 14:14

8:6

VfB Sontheim

7

1 3

3 6:13

5:9

FV Ravensburg

8

— 2

6 11:24

2:14

Pokal blieb in Friedrichshafen

Das Handballturnier

in Friedrichshafen

ver-

einigte die besten

Mannschaften

Oberschwabens

mit Ausnahme des um den Aufstieg zur Landes­liga kämpfenden TSV Ravensburg . Zur allgemei­nen Überraschung konnte sich weder die' Elf des TB Ravensburg noch die der MTG Wangen durch­setzen. Beide wurden von den gastgebenden Friedrichshafenern geschlagen (5:1 und 10:4). Tett­ nang hatte nur eine Nachwuchsmannschaft ent­sandt, der es noch an Routine fehlte. Der VfB Friedrichshafen, der keinen Punkt abgab, holte sich überlegen den Pokal vor Ravensburg , Wan­ gen , Tettnang und Weingarten . Auch im Jugend­turnier siegte, Friedrichshafen vor Wangen , Wein­ garten und Tettnang .

Buchholz und Hermann in Wimbledon erfolgreich

24 Stunden nach Erringung des Titels eines Deutschen Nationalen Tennismeisters trat der Kölner Ernst Buchholz in der ersten Runde des Herren-Einzels bei den internationalen Tennis­meisterschaften in Wimbledon , an denen 128 Spieler aus 30 Ländern teilnehmen, gegen den Engländer D. Snart an. Buchholk siegte mit 6:2, 3:6, 6:4, 6:1. Der junge Rheydter Hermann hatte zwar Mühe, den Amerikaner Eisenberg nach fünf Sätzen auszuschalten, aber der Deutsche behielt genau wie der Kölner Ernst Buchholz am Schluß die besseren Nerven und holte sich nach einem harten Endspurt mit 6:2, 3:6, 4:6, 6:3, 6:4 schließlich doch den Sieg.

Die erste Ueberraschung war die Niederlage des .gesetzten" Larsen (USA ) gegen den Schwe­ den Johansson. Larsen verlor 8:10, 6:2, 4:6, 2:6 und schied damit aus. Weitere Resultate der Gesetzten: Sedgman (Australien )—Bartroii (Spa­ nien ) 6:1, 6:0, 6:2. Sturgess (Südafrika )—Redl (Oesterreich ) 8:6, 6:2, 6:2. Savitt (USA )—Ku- mar (Indien ) 6:1, 6:2, 6:0. Mulloy (USA ) — Sko- necki (Exilpole) 6:1, 6:3. 8:6. Fiam (USA ) — Wil­liams (Südafrika ) 6:3, 8:6, 6:4 Patty (USA ) — Tills (Neuseeland ) 6:1, 6:2, 6:1. Seixas (USA ) —

Nath (Indien ) 7:5, 6:2, 6:2. Drobny (Aegypten)— Knight (England ) 6:0, 6:1, 6:3. Rose (Australien ) gegen Ayre (Australien ) 7:5, 7:5, 8:6. Nielsen (Dänemark )—Destremau (Frankreich ) 6:0, 6:1' 6:4. _

Nach Mexiko zog auch Frankreich seine Zu­sage zum Olympischen Fußballturnier zurück. Damit verringert sich die Zahl der Teilnehmer auf 25 Nationen.

Den 13. Großen Preis von Europa für Rennwagen der Formel II gewann auf dem 14,12'-km-Drei- eckskurs von Spafrancorchamps der Italiener Alberto Ascarf auf Ferrari vor seinem Lands­mann und Markengefährten Guiseppe Farina .

Professor Glaser, der Vorsitzende des badi­schen Sportbundes, teilte mit, daß in nächster Zeit Besprechungen über die Bildung eines Ge- samt-Badisch-Württembergischen Sportbundes ge­führt werden.

Beilagenhinweis

Einem Teil unserer heutigen Ausgabe liegt ein Wettschein des Württemberg-Badischen Totos im West-Süd-Bloek zum 47. Wettsonntag bei.

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