SÜDKURIER
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Handwerk fordert Gesetz gegen Schwarzarbeit
Bundestagung des Installateur-Gewerbes — Für großen Befähigungsnachweis
Stuttgart (Tfz.-Eigenbericht). Der Zentralverband des Installateur-, Klempner-, Kupferschmiede- und Zentralhei- eungsbauerhandwerks, in dem rund 24 000 •westdeutsche Betriebe mit einem Jahresumsatz von 900 Millionen DM und über . 100 000 Beschäftigte zusammengeschlossen sind, forderte auf seiner Bundestagung in Stuttgart die Regierungsstellen und politischen Körperschaften auf, sich mit allen Mitteln gegen die schrankenlose Gewerbefreiheit und für die Wiedereinführung des großen Befähigungsnachweises einzusetzen. Den öffentlichen Versorgungsbetrie- ben soll außerdem die Installations- und Verkaufstätigkeit untersagt werden. Mit r großem Nachdruck wurde gefordert, mit besonderen Gesetzen gegen die Schwarzarbeit vorzugehen. Der Verband des In- ; stallateur-, Klempner-, Kupferschmiede- und Zentralheizungsbauer - Handwerks hatte seine Vertreter erstmalig nach dem zweiten Weltkrieg zur Jahrestagung nach Stuttgart gerufen. Auf den Kundgebungen sprachen Staatssekretär» Dr. Wandersieb vom Bundeswohnungsbauministerium und der badisch-württembergische Finansmini- ster Dr. Karl Frank zu Tausenden von Handwerkern.
•
SK. Die Bekämpfung der Schwarzarbeit wurde von der neuen Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mit zu den vordringlichen Aufgaben erklärt. Nun darf durch derartige Zielsetzungen nicht der Eindruck entstehen, als ob der reguläre Arbeitsmarkt nur durch die illegale Arbeit von Arbeitslosen gestört würde. Die Fälle, in denen in Beschäftigung Stehende in den Feierstunden ohne Gewerbezulassung und Steueranmeldung Arbeiten verrichten, sind mindestens
ebenso zahlreich wie die Schwarzarbeiten der Arbeitslosen. Beiden Auswüchsen muß begegnet werden, wobei aber darauf hinzuweisen ist, daß die Empfänger von Unterstützung die rechtlich fundierte Möglichkeit haben, durch Anmeldung ihres Gelegenheitsverdienstes ihre Arbeit zu legalisieren, soweit die Grenzen der Geringfügigkeit der Arbeit nicht überschritten werden.
Es wäre zu überlegen, ob in einer künftigen Gesetzgebung nicht vorgesehen werden sollte, die Arbeitgeber dieser Arbeitslosen zu verpflichten, auch für diese geringfügigen Arbeiten eine Arbeitsbeschei-, nigung auszustellen. Bei Unterlassung oder bei falschen Angaben wäre sodann auch die zivil- und strafrechtliche Haftung der Arbeitgeber gegeben. Daß im übrigen der Arbeitslose bei vorsätzlicher Unterlassung der Mitteilung eines Gelegenheitsverdienstes wegen Betrugs sich strafbar macht, darf nicht übersehen werden; daneben kann er vom Versicherungsträger mit einer Ordnungsstrafe belegt werden.
Das Arbeitslosenversicherungsgesetz sieht vor, daß nicht der gesamte Gelegenheitsverdienst zur Anrechnung kommt. Daneben können bestimmte Werbungskosten in Ansatz gebracht werden, die im Einzelfall einer Erweiterung fähig sind. Bei dieser Sachlage muß erwartet werden, daß die Gelegenheitsverdienste unaufgefordert zur Meldung gelangen. Es kann angenommen werden, daß in Zukunft bei Verschweigen von Gelegenheitsverdienst auch die strafrechtliche Seite des Tatbestandes einer Überprüfung unterzogen wird. Im Falle einer strafgerichtlichen Verurteilung ist, abgesehen von der Strafe selbst, „die Folge, daß ein Eintrag ins Strafregister erfolgt.
Fristen für Anträge auf Arbeitnehmer-Veranlagung
Termin ffir zweites Halbjahr 1948 und für 1949 läuft am 26. Juni ab
Eine Lohijsteuererstattung seitens des Finanzamtes wird dann vorgenommen, wenn einem Arbeitnehmer durch Abzug vom Arbeitslohn eine höhere Steuer einbehalten wurde, als sich bei einer Veranlagung ergibt. Voraussetzung ist, daß seitens des Steuerpflichtigen ein diesbezüglicher Antrag fristgemäß bei dem für seinen Wohnsitz zuständigen Finanzamt eingereicht wird. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Frist für die Abgabe eines Antrages auf Veranlagung zur Einkommensteuer für Lohnsteuerpflichtige, soweit es sich um Einkünfte aus dem zweiten Halbjahr 1948 und aus dem Jahre 1949 handelt, am 26. Juni 1952 abläuft. Die Anträge müssen bis zu diesem Zeitpunkt entweder persönlich beim Wohnsitz-Finanzamt (nicht bei dem für den Betrieb zuständigen Finanzamt) abgegeben sein oder durch Brief eingesandt werden.
Dem lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmer wird damit für diesen Zeitraum letztmals die Möglichkeit gegeben, die Vergünstigungen der Einkommensteuer in Anspruch zu nehmen, die das Lohnsteuerverfahren nicht vorsieht. Dies gilt insbesondere auch bei Verlusten aus anderen Einkünften, z. B. aus Vermietung und Verpachtung (hohe Reparaturkosten), soweit der Lohnsteuerpflichtige infolge der geringfügigen Höhe der anderweitigen Einkünfte (nicht mehr als 600.— DM) grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig ist. Dazu gehört die Inanspruchnahme der erhöhten Absetzungen für Wohngebäude nach § 7 des Einkommensteuer-Gesefees. Ferner kommen für eine Veranlagung wegen berechtigten Interesses die Fälle in Betracht, in denen sich die Steuerklasse des Lohnsteuerpflichtigen im Laufe des Kalenderjahres zu seinen Gunsten geändert hat 'wegen Heirat, Geburt eines Kindes oder bei Unverheirateten wegen Vollendung des 60. Lebensjahres.
Während beim Lohnsteuerabzug die günstigere Steuerklasse erst vom Eintritt eines solchen Ereignisses ab Gültigkeit hat, hat sie nach dem Einkommensteuerrecht für das ganze Jahr Gültigkeit, wenn bei einer Veranlagung die Voraussetzung
zur Einstufung in eine günstigere Steuerklasse mindestens 4 Monate bestanden hat. Auch wenn ein Arbeitnehmer vor Ablauf des Veranlagungszeitraumes verstorben ist, kann es durch Anwendung der Einkommensteuertabelle bei Veranlagung zu einer Rückerstattung zuviel einbehaltener Lohnsteuer kommen. Für das Kalenderjahr 1951 können Anträge auf Veranlagung wegen berechtigten Interesses noch bis zum 31. Juli 1952 gestellt werden.
Die Zulagen bei Unfallrenten
Nachdem die Vorarbeiten für die Auszahlung der Zulagen zu den Unfallrenten nunmehr im wesentlichen abgeschlossen sind, hat nach Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit die Auszahlung begonnen. Es ist vorgesehen, daß bis Ende Juli alle Rentenempfänger mit einer Erwerbsminderung von 50 v. H. und mehr, sowie alle Empfänger von, Unterbliebe-, nen-Renten im Besitz der Zulagen sind. Rentenempfänger mit einer Erwerbsminderung von weniger als 50 v. H. erhalten die Zulagen nur auf Antrag. Hierbei ist Voraussetzung, daß der Gesamtbetrag des Erwerbseinkommens des Verletzten zwei Drittel des der Rente zugrunde liegenden Jahresarbeitsverdienstes nicht erreicht. Die Bearbeitung dieser Anträge und die Auszahlung auch dieser Zulagen soll mit größter Beschleunigung erfolgen. D.
Einkommensteuer-Erklärung bis 31. Juli
Die Einkommensteuer-Richtlinien für das Kalenderjahr 1951 sind als Beilage zum Bundesanzeiger Nr. 109 vom 10. Juni 1952 veröffentlicht worden. Die Formulare zur Abgabe der Steuererklärungen werden den Steuerpflichtigen bis zum 1. Juli 1952 zugestellt. In der Zeit vom 1. 7. bis 31. 7. 1952 sind die fertiggestellten Erklärungen zur Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer, sowie die Erklärungen zur einheitlichen Feststellung von Einkünften für das Kalenderjahr 1951 beim Finanzamt einzureichen. Ausgenommen die Steuerpflichtigen, deren Gewinne nach vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahren versteuert werden, die im Jahre 1951 begonnen und erst nach dem 30. 4. 1952 geendet haben. Sie müssen die Erklärungen spätestens am 10. des dritten Monats nach Ablauf des Wirtschaftsjahres abgeben.
Schutz der Einzelhandels-Kleinbetriebe
Köln . Die großen und mittleren Einzelhandelsunternehmen haben mit der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels vereinbart, ihre eigene Entwicklung in den nächsten zwei Jahren abzustoppen, um den kleineren Einzelhandelsgeschäften eine Atempause zu geben. Wie der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe im Einzelhandel, Dr. Werner Schulz , auf einer Pressekonferenz in Köln mitteilte, wollen die Groß- und Mittelbetriebe künftig mit den Kleinbetrieben enger Zusammenarbeiten und sich ständig mit ihnen über strittige Fragen aussprechen. Außerdem wollen sie den kleineren Einzelhandelsgeschäften durch Schulungskurse und Lehrfilme ihre Erfahrungen zur Verfügung stellen. Die Absprache soll dazu beitragen, einen gesunden Mittelstand zu erhalten und einer weiteren Vermassung entgegenzuwirken.
1952: 375 000 Wohnungen
Lindau . (Dr. R.-Eigenbericht.) Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes e. V. führte jetzt in Lindau im Bodensee den .Deutschen Baugewerbetag 1952“ durch. Bei einer öffentlichen Kundgebung wurden sämtliche Anliegen des Baugewerbes eindrucksvoll dargelegt. Präsident Diplom-Ing. Ernst Liebergesell - München forderte vor allem Maßnahmen, um die Bauaufträge auf die Bundesländer gleichmäßiger zu verteilen. Fragen der Wohnungsbaufinanzierung erörterte Direktor Dr. Wilhelm Trippen von der Rheinischen Girozentrale. Im Vorjahr wurden im Bundesgebiet weit über 407 000 Wohnungen fertiggestellt, darunter 293 000 durch den Sozialen Wohnungsbau und 114 000 im steuerbegünstigten und freien Wohnungsbau. Im neuen Jahre sollen auf Grund des Wohnung6gesetzes 300 000 Einheiten im Sozialen Wohnungsbau errichtet werden, die Einheiten der anderen Gruppe schätzt Dr. Trippen vorsichtig auf 75 000.
Gutschrift nichtverbrauchter Devisen
Frankfurt . Die Bank Deutscher Län der hat sich damit einverstanden erklärt, nichtverbrauchte und zurückgegebene Devisen, die für Einzelreisen im nichtgeschäftlichen Reiseverkehr nach OEEC-Län- dem und Jugoslawien genehmigt worden waren, auf den Jahreshöchstbetrag des Reisenden gutzuschreiben. Ein entsprechender Vermerk wird in den Paß eingetragen.
Vieh- and Schweinemärkte
Haslach . Am 23. Juni wurden dem Schweinemarkt zugeführt; 236 Ferkel, 4 Läufer, Preise je Ferkel 30—50 DM, für Läufer 70—80 DM. Geschäftsgang: gut. Nächster Schweinemarkt am 30. Juni.
Freiburg . Am 23. Juni wurden aufgetrieben 12 Ochsen, 26 Bullen, 52 Kühe, 27 Färsen, 119 Kälber, 48.7 Sauen, 44 Schafe. Die Preise betrugen in DM je .50 kg Lebendgewicht für Ochsen. A 105—110,. B .96—100, C 85—90, Spitze 115: Bullen A 102—110, B 100—101, C 90; Kühe A 90—102, B 80—87, C 74—83, D 50—73; Färsen A 109—120, B 101 —'.02, C 90; Kälber A 152 bis 160, B 132—150; Schweine A 118—120, Bl 118—1C20, B 2 117—120, C 115—120, D 115—120; Sauen G 1 106—112; Lämmer und Hammel A 90, B 85. — Marktverlauf; Großvieh schleppend, Kälber flott, Schweine und Schafe ruhig.
Mannheim . Am 23. Juni wurden aufgetrieben; 493 Rinder, 473 Kälber, 5 Schafe, 1568 Schweine. Die Preise betrugen in DM je 50 kg Lebendgewicht für Ochsen A 105—115, B 91 bis 103; Bullen; A 105—114, B 95—105; Kühe: 81 bis 101, B 75—84, C 69—76, D bis 65; Färsen: A 109—117, B 98—108; Kälber: A 135—150, B 122—132, C 108—120, D bis 100; Schweine: A 115—120, Bl 115—122, B 2 117—124, C 119—125, D 117—124, Gl 105—110, G2 bis 100. — Marktverlauf: Großvieh und Kälber schleppend,
Uberstände; Schweine langsam geräumt; Spedc- schweine vernachlässigt.
Stuttgart . Am 24. Juni wurden aufgetrieben: 941 Rinder, 1281 Kälber, 1850 Schweine und 24 Schafe. Preise: Ochsen A 100—108, B 80—96, Bullen A 100—106, B 90—96, Kühe A 80—89, B 72—80, C 63—70, D bis 58, FärSen A 104—116, B 90—100, Kälber A 140—151, B 120—135, C 98 bis 110, D bis 90, Schweine A 114—116, B 1 114 bis 117, B 2 und C 115—119, D 112—117, B und F bis 7 108, G 1 102—107, G 2 bis 100. Markverlauf; bei Großvieh schleppend, Ueberstand; bei Kälbern langsam, geringe Qualitäten schwer verkäuflich; bei Schweinen mäßig belebt, geräumt.
Sportdienst des Südkurier
Stürmischer Empfang für die Meister
Der Bundespräsident wird den VfB in Stuttgart beglückwünschen
(W.B.-Eigenbericht). Eine vieltausendköpfige Menschenmenge empfing am Montagabend die Mannschaft des VfB Stuttgart , die nun zum zweiten Male in ihrer ruhmreichen Vereinsgeschichte den Titel des Deutschen Fußballmeisters errungen hatte. In offenen Kraftwagen der Daimler- Benz -Werke kam die VfB -Expedition, die dem Triebwagen der Bundesbahn in der Nähe von Asperg entstiegen war, in Stuttgart an, wo sich bereits eine nach Tausenden zählende Menschenmenge in den Hauptverkehrsstraßen angesammelt hatte. Der Straßenbahn- und Kraftwagenverkehr mußte vorübergehend abgestoppt werden.
Auf dem neuen Schloßhof begrüßte zunächst Friedrich Strobel , der Landessportbeauftragte und 1. Vorsitzende des Württembergi- schen Fußballverbandes den neuen Meister im Namen der 1900 württembergischen Fußballvereine. Er gratulierte neben der Mannschaft dem Spielausschuß, dem Vereinsvorsitzenden und dem Trainer. Mannschaftskapitän Robert Schüenz Erhielt von Friedrich Strobel den Lorbeerkranz des württembergischen Fußballverbandes mit Schleife überreicht. Oberbürgermeister Dr. Klett feierte den VfB als eine Mannschaft der guten Kameradschaft, übergab den Lorbeerkranz der Stadt Stuttgart , würdigte dann auch die Verdienste der tapferen Unterlegenen und teilte unter dem Beifall der Hunderttausende mit, daß Anfang Juli der Bundespräsident nach Stuttgart kommen werde, um die VfB -Mannschaft besonders zu be
glückwünschen. Anschließend sprach im Namen des Süddeutschen Fußballverbandes der Fürther Flierl und schließlich Dr. Walter der 1. Vorsitzende des VfB Stuttgart , um der schwäbischen Einwohnerschaft für die im Laufe der letzten Jahre gezeigte Treue und Liebe zu danken. Dann setzte sich unter Fähnchenschwingen und neuen Jubelstünnen die Autokolonne in Bewegung, um das Klubhaus in Cannstatt anzusteuern, wo eine interne Mannschaftsfeier stattfand.
Ueber 600 Polizisten mußten die Absperrungen vornehmen und den Verkehr umleiten. Die Jugend hatte nachmittags zum Empfang des Deutschen Meisters schulfrei erhalten. Schon auf der Rückreise im Sondertriebwagen der Bundesbahn von Mannheim nach Asperg wurde der VfB überall am Schienenstrang freudig begrüßt. Fabriken hatten ihrer Belegschaft freigegeben, damit sie sich an der Bahnlinie aufstellen konnten.
Auch die Saarbevölkerung bereitete der Mannschaft des 1, FC Saarbrücken einen triumphalen Empfang. An der Stadtgrenze Saarbrückens wurden die aus Ludwigshafen zurückkehrenden Spieler begrüßt. Es formierte sich ein Festzug mit Musikkapellen der Polizei und der Bergleute sowie der aktiven Sportleute des 1. FC Saarbrük- ken. Tausende umsäumten die Straßen und grüßten durch Zurufe und Winken mit blau-schwarzen Fähnchen und Tüchern. Nur langsam konnte sich der Festzug seinen Weg zum Rathaus bahnen, wo ein offizieller Empfang stattfand.
Begeisterung um den VfR Schwenningen
(H.-D.-Eigenbericht.) Noch nie wurden Sportler in der Uhrenstadt am Nedcarquell mit solcher Begeisterung empfangen, wie am Montagabend die deutsche Amateurmeisterelf des VfR Schwenningen. Viele Tausende waren es, die am Montagabend die Spieler am Bahnhof erwarteten und mit unbeschreiblichem Jubel begrüßten. Es gab Blumen über Blumen. Vorstand Hansmann steckte dem verdienten 2. Vorsitzenden des Vereins, Jakob Strohm, aus Anerkennung für seine und für die Verdienste der Elf die goldene Ehrennadel des VfR an. Dann begann der Triumphzug durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt. Unter Vorantritt der Stadtmusik ging der Zug, in welchem die Mannschaft in offenen Personenkraftwagen fuhr, durch ein. sechs bis acht, ja zehn Reihen zählendes jubelndes Menschenspalier zum Marktplatz, wo die offizielle Begrüßung stattfand.
Im Auftrag des verhinderten Oberbürgermeisters beglückwünschte der 1. Beigeordnete des Gemeinderats, Stadtrat Schrenk, den VfR zu seinem großen Erfolg. Heinrich -Hohner überbrachte als 2. Vorsitzender des Württembergi- schen Fußballverbandes die Glückwünsche des Verbandsvorstandes. Unter den weiteren Gratulanten befanden sich auch der 2. Vorsitzende des Württembergischen Landessportbundes , Am mer -Reutlingen und der 2. Vorsitzende des Schwäbischen Turnerbundes, Wörner-Reutlingen. Dr. Kurt Mehne als 1. Vorsitzender des VfR und Spielführer Hans Neumeier dankten für den herzlichen Empfang. In den Räumen des Beethovenhauses klang der Empfang im Kreise der VfR-Familie, der vielen Gäste und der Vertreter der elf im Stadtverband für Leibesübungen zusammengeschlossenen Sportvereine aus. Den Spielern der 1. Mannschaft wurde hier die Silberne Ehrennadel des VfR überreicht.
Totoquoten 'des Nord-Süd-Blocks
Nord-Süd-Block: Dreizehnerwette: 1. Rang 5 Gewinner je 7096 DM; 2. Rang 68 Gewinner je
521,50 DM; 3. Rang 705 Gewinner je 50 DM. — Elferwette: 1. Rang 143 Gewinner je 2854 DM; 2. Rang 1927 Gewinner je 139 DM; 3. Rang 26 673 Gewinner je 15,30 DM. — Internationale Kurzwette (Bayern ); 1. Rang 156 Gewinner je 156 DM; 2. Rang 2779 Gewinner je 8,70 DM.
Geißlingen und Pfullingen hoffen noch
Aufstieg zur 1. Amateurliga Württemberg: Ra vensburg -Pfullingen 2:3 (1:2), Geißlingen—Sontheim 2:1 (1:0).
Der Sieg Geißlingens war trotz des knappen Ergebnisses kaum gefährdet, während in ^Ra vensburg nur das Schußpech der Einheimischen den vielfach möglichen Ausgleich verhinderte. Die Entscheidung darüber, wer Kornwestheim in die 1. Amateurliga begleitet, fällt am kommenden Sonntag. Geißlingen benötigt nur noch einen Punkt, muß aber gegen die technisch vorzüglichen Kornwesthetmer spielen.
FV Komwestheim
7
5 1
1 22:3
11:3
SC Geißlingen
7
5 —
2 12:11
10:4
7
3 2
2 14:14
8:6
VfB Sontheim
7
1 3
3 6:13
5:9
8
— 2
6 11:24
2:14
Pokal blieb in Friedrichshafen
Das Handballturnier
ver-
einigte die besten
Mannschaften
mit Ausnahme des um den Aufstieg zur Landesliga kämpfenden TSV Ravensburg . Zur allgemeinen Überraschung konnte sich weder die' Elf des TB Ravensburg noch die der MTG Wangen durchsetzen. Beide wurden von den gastgebenden Friedrichshafenern geschlagen (5:1 und 10:4). Tett nang hatte nur eine Nachwuchsmannschaft entsandt, der es noch an Routine fehlte. Der VfB Friedrichshafen, der keinen Punkt abgab, holte sich überlegen den Pokal vor Ravensburg , Wan gen , Tettnang und Weingarten . Auch im Jugendturnier siegte, Friedrichshafen vor Wangen , Wein garten und Tettnang .
24 Stunden nach Erringung des Titels eines Deutschen Nationalen Tennismeisters trat der Kölner Ernst Buchholz in der ersten Runde des Herren-Einzels bei den internationalen Tennismeisterschaften in Wimbledon , an denen 128 Spieler aus 30 Ländern teilnehmen, gegen den Engländer D. Snart an. Buchholk siegte mit 6:2, 3:6, 6:4, 6:1. Der junge Rheydter Hermann hatte zwar Mühe, den Amerikaner Eisenberg nach fünf Sätzen auszuschalten, aber der Deutsche behielt genau wie der Kölner Ernst Buchholz am Schluß die besseren Nerven und holte sich nach einem harten Endspurt mit 6:2, 3:6, 4:6, 6:3, 6:4 schließlich doch den Sieg.
Die erste Ueberraschung war die Niederlage des .gesetzten" Larsen (USA ) gegen den Schwe den Johansson. Larsen verlor 8:10, 6:2, 4:6, 2:6 und schied damit aus. Weitere Resultate der Gesetzten: Sedgman (Australien )—Bartroii (Spa nien ) 6:1, 6:0, 6:2. Sturgess (Südafrika )—Redl (Oesterreich ) 8:6, 6:2, 6:2. Savitt (USA )—Ku- mar (Indien ) 6:1, 6:2, 6:0. Mulloy (USA ) — Sko- necki (Exilpole) 6:1, 6:3. 8:6. Fiam (USA ) — Williams (Südafrika ) 6:3, 8:6, 6:4 Patty (USA ) — Tills (Neuseeland ) 6:1, 6:2, 6:1. Seixas (USA ) —
Nath (Indien ) 7:5, 6:2, 6:2. Drobny (Aegypten)— Knight (England ) 6:0, 6:1, 6:3. Rose (Australien ) gegen Ayre (Australien ) 7:5, 7:5, 8:6. Nielsen (Dänemark )—Destremau (Frankreich ) 6:0, 6:1' 6:4. _
Nach Mexiko zog auch Frankreich seine Zusage zum Olympischen Fußballturnier zurück. Damit verringert sich die Zahl der Teilnehmer auf 25 Nationen.
Den 13. Großen Preis von Europa für Rennwagen der Formel II gewann auf dem 14,12'-km-Drei- eckskurs von Spafrancorchamps der Italiener Alberto Ascarf auf Ferrari vor seinem Landsmann und Markengefährten Guiseppe Farina .
Professor Glaser, der Vorsitzende des badischen Sportbundes, teilte mit, daß in nächster Zeit Besprechungen über die Bildung eines Ge- samt-Badisch-Württembergischen Sportbundes geführt werden.
Beilagenhinweis
Einem Teil unserer heutigen Ausgabe liegt ein Wettschein des Württemberg-Badischen Totos im West-Süd-Bloek zum 47. Wettsonntag bei.
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