Seite
  

gleich Marionetten eingesetzten Bandenmltglied« in ständiger Unkenntnis und Verdummung zu hal­ten. Wir können und wollen natürlich einen poli­tischen Kommissar nicht überzeugen, denn er ist der Prototyp der bolschewistischen Menschen­verführer, die Inkarnation des moskowirischen Un- termenscbentums. Auch die recht zahlreichen jüdi sehen Bandenmitglieder wollen wir nicht etwa einem besseren Dasein zuführen.

Ueberlegenheit unserer Propaganda

Aber wir wissen, daß Juden und Kommissare friedliche Bauern vielfach von der Scholle weg re­krutieren und durch Terror m ihre Banden pressen. Hier setzt unsere Aufklärung mit Erfolg ein. Unsere Propaganda ist der Bandenpropaganda schon inso­fern überlege», als wir stets in der Lage sind, das, was wir behaupten, auch zu beweisen. Und es steht fest: Bandenmitglieder, die aus innerer Ueberzeu- gung sich uns freiwillig stellen, haben durch ihre Information vielfach die Anknüpfungspunkte zur Befriedung eines bandenverseuchten Raumes gegeben.

Es steht ohne Zweifel fest, daß der Kreml sich weitaus mehr "On dem Einsatz seiner Bandentaktik versprochen hat. Gewiß fallen hin und wieder ein­mal einzelne deutsche Soldaten dem hinterhälf'gen Mord zum Opfer. Auch gelingt es den Banden, hier oder dort einmal eine Brücke zu zerstören oder einen Eisenbahnzug durch Sprengung zu beschädigen. Es ist jedoch den Banden in keiner Weise gelungen und das wird auch künftig nicht geschehen, ihre großen Ziele zu verwirklichen, nämlich das Hinter­land zu desorganisieren und den Nachschub der Front entscheidend zu stören. Zweifellos hatte der Kreml aber auch daran geglaubt, die fehlende zweite Front der Briten in Europa durch seine Banden zu ersetzen. Aber auch das blieb letzten Endes nur eine trügerische Hoffnung.

Die Kronkolonie Ceylon verlangt Selbständigkeit X

Die indische Freiheitsbewegung hat jetzt trotz der englischen Unterd rückungsmaßnahmen auch auf die Insel Ceylon übergegriffen. Das ist um so bemerkenswerter, als Ceylon von den Eng­ländern seit der Eroberung im Jahre 1802 nicht als ein Teil Indiens behandelt worden ist, sondern als eine eigene britische Kronkolonie, die in Ver-

rinkomah

waltung und Wirtschaft streng von dem indischen Mutterlande getrennt gehalten wurde. Jetzt hat die Kongreßpartei in Ceylon ihren früheren Be­schluß, der für Ceylon das Statut eines britischen

Immer in stärkstem Feuer Verwundete geborgen

DNB. Berlin , 6, Tan. Besondere Beweise sei­ner Unerschrockenheit lieferte dieser Tage südöst- Dominions forderte, dahin abgeändert, daß nun- lich des Umensees ein Sanitätsunteroffizier. Mehr- mehr die völlige Selbständigkeit und Unabhängig- fach brachte er in schwerstem feindlichen Feuer keit der Insel von England gefordert wird. Die

verwundete Kameraden vom Gefechtsfeld in die deutschen Linien zurück. Als er einen Verwundeten aus vorgeschobener Stellung zurückschleppte, ver­suchten nach drängende Bolschewisten ihm den Weg abzuschneiden. Mit Maschinenpistolen und Hand­granaten kämpfte der Unteroffizier sich durch und brachte seinen Kameraden in Sicherheit. An anderer Stelle durchbrach der Sanitätsunteroffizier 14 Mal eine unter ständigem feindlichen Feuer liegende 100 Meter tiefe freie Ebene, um Verwundete zu bergen. Genau so kaltblütig bewies er sidi am Abend des gleichen Tages, als er mit seiner Träger­kolonne in feindlichen Angriff hineingeriet und kämpfend alle von ihm geborgenen Schwerverwun­deten sicher in die rückwärtigen Stellungen brachte.

Vier neue Ritterkreuzträger

DNB. Berlin , 6. Ian. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Armin E r d m a n n , Kompanieführer in einem Panzergrenadier-Regiment, und Leutnant d. R. Jo­hannes Till mann, Kompanieführer in einem Grenadier-Regiment. Ferner auf Vorschlag des Ober­befehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Rae- der, an Kapitän zur See Günther Gumprith, so­wie auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luft­waffe, Reichsmarschall Göring , an Obergefreiten Vfc ü dc*m a n n, Geschützführer in einem Flak-Re­giment.

Bolschewisten bekämpfen im Iran Kommunisten

DNB. Rom, 6. Jan. Der nordamerikanische Einfluß in Iran wird immer stärker. USA. -Beamte haben die öffentliche Verwaltung in die Hand ge­nommen und überwachen vor allem die Lebens­mittellage, die dennoch immer katastrophaler wird. Sowjetsoldaten haben die Aufgabe erhalten, Militär­transporte gegen Angriffe von kommunistischen Banden zu verteidigen, denen man von Moskau einst selbst die Waffen für einen.Kampf gegen England geliefert bat. Der iranische Versorgungsminister wurde auf einer Inspektionsreise angegriffen und mißhandelt und kam nur durch schnelles Eingreifen der begleitenden Truppen mit dem Leben davon. Auf Druck von London hin, wo man den wachsen­den USA. -Einfluß fürchtet, mußte die Regierung von Teheran einen britischen Sonderberater beim Versorgungsminister genehmigen.

An der Grenze zwischen Iran und Irak kam es zu Zusammenstößen zwischen sowjetischen Besatz­ungstruppen und Banden. Auch einige britische Sol­daten fanden dabei den Tod. Der englische Militär- komandant hat als Repressalie einige Dörfer in Brand gesteckt. Die Regierung von Teheran hat bekanntgegeben, daß für jeden ermordeten engli­schen, nordamerikanischen oder sowjetischen Sol­daten die Ortschaft, in deren Bezirk ein Mord stattfindet, eine hohe Strafsumme bezahlen müsse. Bei einer neuen Studentenkundgebung gegen die Besatzungsmächte in Teheran wurden ijo Personen verhaftet.

Heuer Präsident des USA. -Repräsentantenhauses

DNB.S t o ck h o 1 m, 7. Jan. (Funkdienst des O. T.J Nach Meldungen aus Washington wurde in der Mttrwochsitzung des Repräsentantenhauses der De­mokrat Rayburn mit knapper Mehrheit von 217 gegen 20Ä Stimmen zum Präsidenten des Repräsen­tantenhauses gewählt.

Kongreßpartei von Ceylon hat auch an die mit

England verbündeten Mächte, insbesondere an die USA . die Aufforderung gerichtet, eine bin­dende Erklärung abzugeben, daß sie Ceylon Frei­heit nach dem Kriege garantieren.

Die Insel Ceylon , die mit 65 608 Quadratkilo­metern ungefähr der Größe der beiden deutschen Provinzen Brandenburg und Niederschlesien zu­sammengenommen entspricht, steht seit 140 Jahren unter englischer Herrschaft. Diese anderthalb Jahrhunderts sind eine lückenlose Kette von Be­weisen, daß die britische Kolonialherrschaft nichts ist als Ausbeutung der von ihr erfaßten' Völker zum Nutzen der Londoner Plutokratie. Die 5,4 Millionen Einwohner Ceylons sind heute hinsicht­lich ihres Bedarfes an Nahrungsmitteln zu einem beträchtlichen Teile auf die Einfuhr von außen angewiesen. Das liegt darin begründet, daß die Reiskulturen, die früher den Nahrungsbedarf der Inselbewohner überreich sicherstellten, zu einem guten Teile Teeplantagen haben weichen müssen, da Boden und Klima auf Ceylon sich für die An­pflanzung von Tee als besonders günstig erwiesen. Etwa die Hälfte der gesamten Teeausfuhr Indiens wird durch die Plantagen auf Ceylon bestritten. In den letzten Jahrzehnten ist neben dem Anbau von Tee der Anbau von Kautschuk getreten. Diese beiden Pflanzen, deren Produkte lediglich für_ die .Ausfuhr bestimmt sind, haben die Anbaufläche der für die Ernährung der Bevölkerung bestimm­ten Pflanzen so verkleinert, daß Ceylon heute ein Zuschußland hinsichtlich der Nahrungsmittel ge­worden ist.

Durch seine Tee- und Kautschukplantagen hat Ceylon für England außerordentlichen wirtschaft­lichen Wert. Insbesondere die Bedeutung der Kautschukplantagen auf Ceylon ist heute noch gestiegen, nachdem die Malaienstaaten, die früher Englnds Hauptlieferanten für Kautschuk waren, an Japan verlorengegangen sind. England wird daher selbstverständlich nicht daran denken, aus freien Stücken dem Verlangen der Bewohner Ceylons nach Selbständigkeit nachzugeben.

Kroatische Bauernhöfe unter sicherem Schutz

Von Kriegsberichter Karl Otto Zottmann

(PK) Der Frühwintertag ist windig und frostkalt. Die Weiden an der Kupa schütteln sich im Frost­hauch, als die Flußfähre deutsche Soldaten zum an­deren Ufer bringt ins Nieraansland, in dem die kommunistischen Banden ihr Unwesen treiben und aus den Gebirgen und Wäldern zur Nachtzeit her­vorbrechen, um friedliche Dörfer zu überfallen und die Bewohner zu bedrohen und zu verschleppen. Das grüne Wasser des Flusses, der hier fünf Meter tief ist, gurgelt unter dem Floß; am Drahtseil zieht der Fährmann sein Fahrzeug mit eingekerbten Rundhölzern über den Strom und die Landser hel­fen ihm bei der Arbeit. Drüben im Dorf, das auf einer Höhe liegt, ist ein vorrgeschobener Stützpunkt von der Ustascha errichtet, die hier Wache hält Schon von der Straße aus, an dem überlebens­großen Kreuz vorbei, das die Frömmigkeit der Dörfler an einer Weggabelung errichtete, sind die Bunker zu sehen, die den ganzen Berg, auf dessen Rücken sich die Ansiedlung ausdehnt, wie Perlen umgeben. Hier sind die Felder gepflügt, die Aedcer mit Wintersaat bestellt. Hier haben die Banden nicht verhindern können, daß das Getreide, daß Korn und Mais eingebracht wurden, daß die Rüben aus der Erde kamen, daß Heu für den Winter gestapelt wurde. Hier haben sie nicht im Zeichen des Sowjet­sterns Weizen und Gerste auf dem Halm felder- weit anstecken, Heuschober anbrennen, Häuser und Ställe sprengen und die Dorfbewohner abschlach­ten können, wie es die Soldaten auf ihren Fahrten durch einzelne Gebiete dieses Landes zu sehen be­kamen. . ,

Der Kommandant der Ustascha -Emhett, die als Vorposten dieses Bergdorf gegen alle Ueberfälle der

Kommunisten verteidigte, ein junger Leutnant, be­grüßt den Führer des deutschen Verbandes, der den Vorstoß über die Kupa unternahm. Schnell freunden sich Unteroffiziere und Mannschaften mit den Usta- sdien an, die sie bewirten und ihnen zum Essen ein Glas Wein oder einen Slimowitz kredenzen, der gut gegen die Kälte dieses Tages ist.

Sieben Monate, so erzählt der Leutnant in seinem freundlichen, blitzsauberen Zimmer, sind die Usta- schen hier und leben auf ihrem stillen Berg abge­schlossen im Dienst für ihren jungen Staat, den sie mit der Waffe in der Faust gegen den Terror und die Blutherrschaft der Kommunisten verteidigen. Immer wieder haben sie in erbitterten Nachtangrif­fen versucht, den Ring der Bunker zu durchbreaien, aber sie haben sich nur blutige Köpfe geholt und sind abgezogen, wie sie gekommen sind. Manchmal liegen sie in dem weißen Haus drüben am Hang untertags und beobachten herüber. Dann . gibt es wohl auch einen kurzen Feuerwechsel, ehe sie in die Dunkelheit ihrer Wälder zurückkehren.

Tag und Nacht sind die Ustaschen hier auf Wacht und warten und warten, ob die Söldlinge Moskaus einmal mit weit überlegenen Kräften einen _ umfas­senden Angriff wagen. Aber zu sicher ist hier ihre Stellung, über welche, vom Sturm zerfetzt, die Fahne Kroatiens weht, als daß die Banden einen Kampf wagen werden. Tag für Tag, Monat für Monat harren sie hier aus, unbekannte Soldaten des jungen Staates, die hier jedem Belagerungsversuch zu trozten bereit sind. Einmal, das wissen sie, werden sie hier Sieger sein über die bolschewistische Pest

Beförderungen in der Wehrmacht

(DNB.) Der Führer hat befördert:

Im Heer:

Mit Wirkung vom 30. November 1942: zum Generaloberst: den General der Panzertruppe Pau­lus; mit Wirkung vom 3. Dezember 1942: zum Generaloberst: den General der Panzertruppe von Arnim; zu Generalleutnanten : Die Generalmajore: Ziegler (Heinz), Martinek; mit Wirkung vom 1 Januar 1943: zu Generalen der Infanterie: die Generalleutnante: Leiters, Jordan. Zum General der Panzertruppe: den Generalleutnant Henri«; zu Generalleutnanten : die Generalmajore: Koreu­ber, Schirmer, Rohde, Duevert, Dostler, Jaschke, Eberbach ; zu Generalmajoren : die Obersten: Dr­ing. Leyers, Metz, Fitzlaff, Wagner (Paul), von Wartenberg, Haseloff, Erdmann (Gurt), von Schlichen (Dietrich), Mahlmann, von Gerader!! (Gero), Schindke, Hochbaum (Friedrich), Stein metz, Dr. Korfes, Frankewitz, Kinzel, Dr. Spei deL Speth, von Usedom , von Roemer, Dreßler, Linuarz, den Oberst (W) Jaehn.

In der Kriegsmarine:

Mit Wirkung vom 1. Januar 1943: zu Konter­admiralen: die Kapitäne zur See Stichling, Bue-

Zeitgeschehen in Kürze

Berlin . Der Kammergerichtspräsident, Staats­sekretär Hölscher, der in der nächsten Zeit das 68. Lebensjahr vollendet, ist mit dem 1. Januar 1943 in den Ruhestand getreten.

Genf . Die englische Buenos Aires Graet Southern Railway und die Buenos Aires Western Railway teilten der argentinischen Regierung nach einer „Times“-Meldung mit, daß die ölverbrau­eben den Untergrundbahnzüge und andere Züge der beiden Gesellschaften eingestellt werden müß­ten, da der Brennstoff fehlt.

Genf . Aus Washington wird berichtet, daß die französischen Sender in Nordafrika jetzt völlig dem 1 T SA -Krieginformationsamt zur Verfügung stehen.

Rom Die Konzentrationslager in Algerien und Marokko sind überfüllt mit Arabern, die ihre feindselige Einstellung gegenüber den Engländern und Amerikanern geäußert haben.

Sofia. Das Regierungsblatt „Dnes“ unter­streicht in einer Spitze auf der ersten Seite die Wahrhaftigkeit der deutschen Kriegsberichte und schreibt u. a.: Unter den bemerkenswertesten Tat­sachen dieses Krieges werde in die Kriegsge­schichte die unleugbare Tatsache eingehen, daß die deutschen Wehrmachtberichte niemals gelogen haben.

Madrid . Wie EFE meldet, war die britische Bofschaft in Washington am Montag mangels Heilzöl ohne Heizung. Das Personal arbeitete in Mänteln, bis die USA. -Regierung in der Nacht eine dringende Lieferung Heizöl beorderte.

Madrid . Wie EFE aus Buenos Aires meldet, herrscht in ganz Argentinien ungewöhnliche Hitze. Die Temperatur stieg in Buenos Aires auf 38 Grad

Tokio . Ein englischer Versuch zur Rücker­oberung des burmesischen Hafens Akjab wurde von den Japanern abgewehrt, wie Asahi Schimbnn aus Akjab berichtet.

tow, Rieve (Friedrich), Kreisch; zum Konter­admiral (Ing.) den Kapitän zur See (Ing.) Jo- hannsen; zum Admiralarzt: Den Flottenarzt Dr. Müller (Gerhard).

In der Luftwaffe:

Mit Wirkung vom 21. Dezember 1942: zum Generalleutnant: den Generalmajor Ramke. Mit Wirkung vom 1. Januar 1943: zu Generalleutnan­ ten : die Generalmajore Schultheiß, Keiper, Drum; zu Generalmajoren; die Obersten Krug, Brandt, Wichard, Stahl, ZiervogeL

Im Bereich des RLM wurden ernannt:

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1942: zum Mini­sterialdirektor den Ministerialdirigenten Dr. Frhr. von Hammerstein; zu Generalstabsintendan‘en: die Generalintendanten Dr. Hoefeld, Dr Berndt; zum Ministerialdirigenten den Ministerialrat Dr. Weid­ling. —

Das Volk soll wieder Recht sprechen

Breslau , 6. Jan. Den Höhepunkt des Be­suches des Reichsjustizministers Dr. T h i e r a dt in Breslau bildete am Dienstagabend die Großkund­gebung der NSDAP , in der Jahrhundert-Halle, bei der der Minister in einer großen Rede über die ihm vom Führer gestellte Aufgabe der Schaffung einer starken nationalsozialistischen Rechtspflege sprach. Der Reichs justizminister gab einen Ueberblidt über alle Probleme, die in Zukunft auf dem Gebiete des Rechts und der Justiz in Deutschland zu lösen sind. Besonders stark war der Beifall der Ver­sammelten bei den Ausführungen Dr. Thieracks über seinen Plan der Wiedereinführung der Dorf- und Stadtgerichtsbarkeit, durch die dem Volk selbst wie­der die Möglichkeit gegeben werden soll, Recht zu sprechen. Am Schlüsse seiner Rede ging der Mi­nister noch auf den deutschen Standpunkt in den großen Fragen des Völkerrechts ein und hob den tief im Rechtsdenken des deutschen Volkes verwur­zelten deutschen Rechtsanspruch auf die staatliche Zusammenfassung aller Teile der Nation und einen ausreiche nd en Lebensraum hervor.

Stockholm . Die nordamerikanische Fach­presse beschäftigt sich immer sorgenvoller mit dem Mangel an Arbeitskräften bei der Handels­marine. In Reedereikreisen wird die Frage ge­stellt, was alle neuen Schiffe nutzen, wenn man nicht genügend fachmännisch aasgebildetes Per­sonal habe, um sie zu bemannen.

' Lebhafte Aafklärangstütlgkeit ln Tunesien

DNB. Rom, 6. Jan. Der italienische Wehr­machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wort­laut" Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt be­kannt: Kein Ereignis von Bedeutung im Syrte - Abschnitt An der Tunesien -Front lebhafte beider­seitige Aufklärungs*ä*igkeit. Drei Flugzeuge wur­den von deutschen Fliegern abgeschossen. In den Kämpfen vom 3. Januar wurden dem Feind außer den berei's gemeldeten Gefangenen neun Geschütz^ einige Maschinengewehre, zahlreiche Infanterie­waffen abgenommen und 30 Kraftfahrzeuge zer­stört. Unsere Bombenflugzeuge griffen erfolgreich die Häfen und Lagerhallen von Algier , Bougie und Philippeville an. Amerikanische Flugzeuge führ­ten einen Einflug auf Kairuan (Tunesien ) durch, der vier Tote und sechs Verletzte unter der Zivil­bevölkerung als Opfer forderte. Ein Wasserflug­zeug unserer Seeaufklärung wurde beim Einsatz im westlichen Mittelmeer von zwei britischen Jä­gern angegriffen. Es gelang ihm in hartem Lnft- kampf, beide Angreifer ahzusebießen. Das Flug­zeug traf mit Treffern und einem Verwundeten an Bord wieder an seinem Stützpunkt ein.

So sieht die Einigkeit der „Verbündeten" aus

DNB. Genf, 6. Jan. Mit der jüngsten Feststel­lung der britischen Wochenzeitschrift „Specotator“t Wir und die Amerikaner verstehen uns nicht gut, und mit den Sowjets verstehen wir uns noch viel weniger“ werden aufs neue die Differenzen sichtbar, die schon seit langem hinter den Kulissen im feind­lichen Lager ausgebrochen sind.

In diesem Zusammenhang wird man sich daran erinnern müssen, daß Churchill erst vor kurzem die Beteuerung abgab, nicht Premierminister gewor­den zu sein, um den Vorsitz bei der Liquidierung des englischen Weltreiches zu führen, während gleichzeitig der „Manchester Guardian “ das Verhält­nis zwischen England und den USA . aufschluß­reicherweise dahingehend kommentiert: „Das Vor­recht Großbritanniens als Weltmacht gehört nun in den Augen der meisten Amerikaner der Vergangen­heit an“. Wendeil W i 11 k i e gab bekanntlich hier­auf die ungeschminkte Antwort: „Wenn nicht das englische Volk die Art kennt, wie wir in den USA . denken, dann kann es keine Hoffnung auf Ueber- einstimmung £eben". Nimmt man zu diesen Äuße­rungen prominenter anglo-amerikanischer Politiker hinzu, daß Moskau auch heute noch der Nordafrika - Aktion die Anerkennung als „zweite Front“ ver­sagt, sondern nach wie vor von ihnen beliefert »eia will, so wird die englische Wochenzeitschrift „Spec- tator“ mit ihrer neuerlichen Feststellung, die lang­ersehnte Einigung untereinander sei noch Immer nicht zustande gekommen, verständlich.

♦

Angesichts dieser Differenzen mutet es geradezu grotesk an, wenn der britische Botschafter in Wa­ shington , Lord Halifax , am Dienstag anläßlich einer Rede u. a. betonte, die „Einigkeit“ zwischen den „vereinigten“ Nationen auch nach dem Kriege“ wei­terzuführen. Die Einigkeit, die so wichtig für den Sieg sei, sei gerade so notwendig, wenn die Kämpfe einmal beendet seien. Das größte Unglück wäre, wenn „in der Stunde des Sieges“ das Gefühl für den Zusammenhalt im Dienste einer großen Sache verloren ginge.

De Gasdle von Juden und Freimaurern - beherrscht

DNB. Paris, 6. Jan. Der veröffent­

licht als erste französische Zeitung Erklärungen de* Grafen de M a u d u i t, der sich nach der franzö­ sischen Niederlage de Gaulle angeschlossen hatte, sich dann aber von ihm abwandte. Der Grund der Trennung sei in der Erkenntnis zu suchen, daß der Verrätergeneral das französische Imperium systema­tisch an England verschacherte.

Graf de Mauduit sei von einem Geheimabkom­men zwischen de Gaulle und Churchill unterrichtet, durch das de Gaulle England nicht nur gewisse Kolonien definitiv auslieferte, sondern den Eng­ländern für eine begrenzte Zeitdauer auch be­stimmte Teile der Kanalküste abzutreten gewillt sei, die als englische Interessenzonen dienen sollten. Die Zeitdauer dieser Abtretung sei von den Eng­ländern festgesetzt worden. Mauduit bestätigt schließlich, daß in England die Juden und Frei­maurer die unbedingt herrschende Rolle spielen und - auch im Lager de Gaulles ausschlaggebend sind. Zahlreiche Franzosen, die sich seinerzeit de Gaulle zur Verfügung stellten, seien von diesem Treiben im Hauptquartier de Gaulles angewidert und hät­ten nur den Wunsch, England so schnell als möglich wieder zu verlassen.

Wirtschaftlicher Pessimismus in USA .

DNB. Stockholm, 6. Jan. In den Kreisen der nordamerikanischen Wirtschaft wächst, wie schon verschiedene Tagungen in den letzten Wochen be­wiesen, die Sorge vor den immer unklarer und uferloser werdenden Plänen Roosevelts ständig an. Ein neutraler Korrespondent charakterisiert die Wirtschaftslage mit folgenden Worten: „Alle Tag­ungen der USA. -Wirtschaft werden heute von einem tiefen Pessimismus überschattet.“ Die Wirtschaft fühlt sich hilflos der wachsenden Macht einer Büro­kratie ausgeliefert, der es infolge des Mangels von einem geschulten Beamtenstab an Kenntnissen und Charakter fehlt. Die Wirtschaft verlangt infolge­dessen ein scharfes Durchgreifen gegen die immer mehr überhand nehmenden Verwaltungsübergriffe. Sie verkennt aber auf der anderen Seite auch die ständig zunehmende diktatorische Gewalt des Prä­sidenten nicht und setzt ihre letzten Hoffnungen auf den neuen Kongreß, in dem die Roosevelt zur Verfügung stehende Mehrheit infolge des Au-vanges der Herbstwahlen stark gesunken ist.

Straßburg . (Gauleiter Henlein spricht.) Am 12. Januar steht Straßburg im Zeichen des Besuches von Gauleiter und Reichsstatthalter Konrad Hen­ lein . In Anwesenheit des Chefs der Zivilverwal­tung eröffnet der Vorkämpfer des sudetendeutschen Volktums mittags um 12 Uhr eine sudetendeutsche Kunstausstellung im „Alten Schloß" und spricht abends um 20 Uhr in einer politischen Großkund­gebung der NSDAP , im „Sängerhaus“.

Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht )

Druck und Verlag: A. Reiff & Cie.. Offenburg . Verlagaleiter: R. Hack. Hauptschriftlei'er: Dr. Fr. Werner (z. Zt. in Urlaub), i. V. Carl Fürst. An­zeigenleit«: Rudolf Berten. (PI. Nr. 8).