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Mittwoch, 15. März. 1950

Frankreichs Streikwelle wächst

Die Arbeiter bleiben trotz Regierungsterror fest —■ Paris ohne Gas

Paris . (EB) Die Methode der Regierung Rückkehr Leopolds in Belgien eine Ver-

Bidanit,. Polizisten und Soldaten als Streik' brecher einzusetzen, Ist nach den letzten Be* richten gescheitert. Obgleich drei der größ­ten Gasanstalten durch Polizei besetzt und durch Pioniereinheiten betrieben wurden, waren am Montag früh zahlreiche Viertel von Paris ganz ohne Gas.

Selbst fanatische Gegner der französi-

schärfung der Lage. Obwohl Leopold, der Nazikolaborateur, 57,7 gegen 42 Prozent der Stimmen für seine Rückkehr erhalten hat, ist nicht damit zu rechnen, daß er wieder den Belgischen Thron einnimmt. Sein Sieg war eine Siederlage und hat das Volk national auseinandergerissen. Die Mehr­heit der Flamen war für, die übergroße Mehrheit der Wallonen gegen ihn. Seine

sdien Werktätigen müssen gestehen, daß ein Rückkehr würde den nationalen Gegensatz „Abflauen der Streikbewegung, wie es die unüberbrückbar machen. Dessen sind sich bürgerliche Presse am Wodienende brächtet di e Kreise, voran die Christlich-Sozialen,

hatte, illusorisch ist. 400 000 Metallarbeiter fordern nach wie vor eine 12prozentige Lohnerhöhung. Die Unternehmer wollen nur 5 Prozent geben und werden darin voll und ganz von der arbeiterfeindlichen Regierung unterstützt. Die Regierung hat für die Un­ternehmer, insbesondere in der Stahlindu­strie, offen' Partei ergriffen und stellt den 200 Familien Frankreichs Truppen und Po­lizei zur Verfügung.

Trotzdem konnte an vielen Orten Frank­ reichs bemerkt werden, daß die uniformier­ten Streikbrecher nur sehr ungern und unter stärkstem Duck ihrer Tätigkeit nachkommen. ln einigen Pariser Vierteln Solidarisierten sieh junge Soldaten mit streikenden Arbei­tern. Diese Entwicklung wird durch das fort-

die seine Rückkehr betrieben haben, eben­falls klar.

Die Gewerkschaften haben nach dem Ausgang dar Wahl erneut versichert, daß sie bei dem Versuch der Rückkehr König Leopolds ihre angekündigte Streikkam­pagne wahr machen werden und haben die gebildeten Aktions-Ausschüsse zu höchster Aufmerksamkeit aufgerufen.

Im Kohlenrevier, westlich Namur , führ­ten 500 Bergleute einen ersten Warnstreik gegen Leopolds Rückkehr durch.

AM ei Krim droht mit Unabhängig­keitskrieg

New York . Der ehemalige Führer der

währende .Ansteigen der Streikwelle be- NnrHafrik«

schleunigt. Bauindustrie, Metallwerke und Rlfkab y len und Präsident des „Nordafrika­chemische r Industrie, Textilfabriken -sowie Elektrizitäts- und Gaswerke streiken voll­ständig. Nach den letzten Berichten ist die Zahl der Arbeiter und Arbeiterinnen im Lohnkampf auf 1,5 Millionen angestiegen.

Ein Sieg, der Niederlage ist

Erster Warnstreik gegen Leopolds Rück­kehr nach Belgien

Brüssel . (Nach dpa u. EB) Statt einer Lösung brachte der Volksentscheid über die

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Nationalst ruft zur Solidarität

Alle Deutschen müssen den Abwehrkampf in Watenstedt-Salzgitter unterstützen

Zttr Unterstützung des entschlossenen Kampfes der &e- schwerer Kampf mit ungleichen Waffen gegen ausländische» samten Bevölkerung von Watenstedt-Salzgitter um die Militär, dem der Weg durch die Adenauer und Schumacher ge- Erhaltung ihrer Arbeitsplätze hat der Nationalrat der Na- ebnet wird, die noch ihr Bedauern darüber auadrücken, daß tionalen Front des demokratischen Deutschlands in Berlin das Volk zur friedlichen Abwehr übergeht und zur Selbsthilfe folgenden Appell veröffentlicht, den wir auszugsweise be- greift

reits brachten. Die Schwere dieses Kampfes verpflichtet alle deutschen Pa-

„Britische Truppen ffihren Krieg auf deutschem Boden. Mit trioten, die tapferen Verteidiger der nationalen deutschen In- Panzerspähwagen und motorisierten Formationen gehen sie in teressen durch Sympathie- und Solidaritätsaktionen zu unter- Watenstedt-Salzgitter gegen unbewaffnete, friedliche Menschen stützen. 65 Millionen Deutsche müssen sich wie ein Mann hinter vor, die ihr natürliches Lebensrecht verteidigen, indem sie sieh das kämpfende Volk in Watenstedt-Salzgitter stellen und den gegen die Vernichtung ihrer Arbeitsplätze und gegen die Kon- Kündern der westlichen Demokratie und Freiheit zurufen: Bis knrrenzdemontage zur Wehr setzen. Mit gefälltem Bajonett geht hierher und nicht weiter! Wir haben genug von eurer Freiheit die ln Westdeutschland stationierte britische Kolonialarmee ge- und eurer Demokratie!

gen Arbeiter vor, die in wahrhaft nationaler Verbundenheit mit Der Nationalrat der Nationalen Front des demokratischen Vertretern der Betriebsleitung der Reicfaswerke Watenstedt- Deutschlands ruft alle Deutschen auf, den Abwehrkampf der Salzgittcr die sofortige Einstellung der Sprengungen fordern und Werktätigen in Watenstedt-Sälzgitter zu ihrem eigenen Kampf die unverzügliche Zurückziehung der mit • Panzern gegen die zu machen und So den Weg zu ebnen, an dessen Ende der end- Menge vergehenden Soldateska verlangen, die nicht mehr Be- gültige Abzug der englisch -amerikanischen Kdlonialtruppen aus 'satzungstruppe ist, sondern als Interventionsarmee aiiftritt. Deutschland stehen wird.

Wollt ihr wissen, was die Nationale Front ist? Schaut nach Nieder mit den Urhebern der Arbeitslosigkeit in Westdeutsch- Watenstedt-Salzgitter, wo auf einem kleinen, aber wichtigen land und des nationalen ’ Notstandes auf deutschem Boden! Es Abschnitt des deutschen Vaterlandes das Volk einen zähen und lebe der Kampf uni die Unabhängigkeit des deutschen Volkes, unnachgiebigen Kampf gegen seine Verderber führt. Es ist ein der Frieden, Arbeit und Brot sichert!“

Die ganze Welt spricht vom Deutschlandtreffen der Dugend

Prof. Eisler: „Die Freunde des Friedens mit großem Stolz, die Kriegshetzer mit Schaum vor dem Mund“

nischen Befreiungskomitees“, Abd El Krim , droht mit einem neuen Aufstand, wenn Marokko und Tunis nicht die Unabhängig­keit erhalten, berichtet die „New York Ti­ mes “ am Montag aus Kairo . Abd El Krim glaube, daß von den 25 Millionen Einwoh­nern dieser Gebiete fünf Millionen sofort zu den Waffen greifen würden, wenn der Befehl zum Aufstand gegeben werde. Die Eingeborenentruppen der spanischen und

Berlin . Vor 15 000 Berlinern aus den Bezirken Kreuzberg (Ami-Sektor) und Mitte sprach der Leiter des Amtes für Informationen, Gerhart Eisler , in einer Friedens­kundgebung unmittelbar an der Sektoren grenze. Eisler wies darauf hin, daß gegen­wärtig die ganze Welt vom Deutschlandtreffen der Jugend spreche, die Freunde des Friedens mit großem Stolz und die Kriegshetzer mit Wut und Schaum vor dem Mund. Dieselben Imperialisten, die in Watenstedt-Salzgitter Fanzer gegen deutsche Arbeiter vorschickten, versuchten auch Militär gegen die deutsche Jugend in Berlin einzusetzen.

„Während in Westberlin und Westdeutsch- ständigen Gefahren, unter denen die Ar-

patriotischeBegeisterung der Massen bilde die Gewähr für „Neue Siege im Kampf um das Aufblühen aller Kräfte unseres Vaterlandes und um die Errichtung der Kommunistischen Gesellschaftsordnung“.

Die amerikanischen Kohlenbarone nach ihrer Niederlage

Die amerikanischen Kohlenbarone suchen

französischen Armee in Nordafrika würden land Hunderttausende vonjugendlichen ohne beiter in den kapitalistischen Chemie-Uri- _

in Massen desertieren und äch der Sache i ede Hornung in die'Zukunft blicken müs- ternehmen arbeiten, sei es notwendig, daß nach ihrer Niederlage im Bergarbeiterstreik in ividssen aeserneren una sicn aer „oacne corl « p rn f oecnr viclor n ,i= wCrH Ho,- _ „„ __ „

der Revolution“ anschließen. (Reuter)

sen,“ rief Professor Eisler aus, „wird der eine internationale Organisation geschaffen krampfhaft nach einem Mittel, wie sie in

Dai«iAlfitnlif<AlcAn 13 a . J rz• 1 J!. tt Jam . a. : .. .<■ - —A

„Wir spielen keine Helden für fremde

Interessen!“

Metallarbeiter-Jugend wendet sich gegen Remilitarisierung und Söldnerwerben in Westdeutschland

Mannheim . (EB.). Der Jugendarbeits-Aus- Maßnahmen, die zur Wiedererrichtung eines schuß der IG Metall , Mannheim , nahm in Arbeitsdienstes und einer Remilitarisierung seiner letzten Sitzung Steilung zur Lage der getroffen werden. Wir wollen niemals wie-

Jugendlichen, deren Not sich durch die wach­sende Arbeitslosigkeit besonders' stark ver­größerte. In einer Entschließung wandte sich

der Soldaten werden oder für fremde Inter­essen Helden spielen.

Jugend der Deutschen Demokratischen Re publik jeder nur erdenkliche Schutz zuteil. Die Adenauer und Reuter haben Grund da­zu, ihrer Jugend den Zutritt nach Berlin zu verwehren. Dort können sie das großzügige Gesetz zur Förderung der Jugend in der DDR kennenlernen, in dem das Recht auf Ausbil­dung, Arbeit und Erholung verankert ist, und in dem der Jugend die Tore zum Auf­stieg weit geöffnet sind.“

Professor Eisler wies darauf hin, daß das Deutschlandtrefen eine Demonstration der Jugend für eine bessere Zukunft sein wird, vor der die westlichen Hetzer Angst haben. Das ist der Grund für die Drohungen und „Warnungen“, die von allen Seiten unter die

werde, deren Ziel die Verteidigung der Zukunft eine einmütige Haltung der Berg­wirtschaftlichen und sozialen Interessen der arbeiter verhindern könnten. In der „New Chemiearbeiter, der Kampf gegen die Ar- York Times“; vom 5. 3. 1950 wird der Vor- beitslosigkeit und der Kampf für die Er- schlag gemacht, keinen einheitlichen Vertrag

tung des Friedens.

Weltfriedenskomitee tagt in Stockholm Stockholm

. Morgen beginnt in Stockholm die dritte Tagung des Weltfriedenskomitees unter dem Vorsitz des berühmten franzö­ sischen Atomforschers, Prof. Jolliot Curie. An der viertägigen Tagung nehmen hun­derte Delegierte aus fast allen Ländern der Welt teil. Die Deutsche Demokratische Re-

der Ausschuß mit Entschiedenheit gegen den ...Unsere Losung soll sein, uns einzusetzen Jugend lanciert werden. Gerhart Eisler wies publik ist durch den stellvertretenden Mi- Versuch der herrschenden Kreise in West- ij 11- dauerhaften Frieden und soziaie darauf hin, daß die Jugend sich jedoch nicht nisterpräsidenten, Otto Nuschke . Prof. Kast-

deutschland , aus dem Elend der Jugend Ka- yereaitigkeit. Wir wenden uns schärfstens durch Drohungen einschüchtern läßt und den n>er unc ] dem Schriftsteller Johannes R. Be- pital zu schlagen und sie erneut zum Opfer dagegen, daß man es ausländischen Mächten Provokateuren nicht auf den Leim geht ; ® le eher vertreten. Der sowjetischen Delega- des Krieges zu machen. In der Entschließung f a ™ Pfingsten in voller Ordnung ihre Frie- tion gehören u. a. die Schriftsteller Ilja

mehr, für alle Kohlengruben zu machen, son­dern jeweils nur mit einem viertel der Berg­arbeiter zu verschiedenen Terminen ablau­fende Verträge abzuschließen. „Teile und herrsche“, ist in den USA wie anderswo die Losung der Monopolisten. Die Bergarbeiter, deren Kraft in ihrem entschlossenen Kampf gewachsen ist, werden auf einen solchen plumpen Tri de nicht hereinfallen.

Pressestimmen zur Leipziger Messe

Das Angebot. der ostzonalen Wirtschaft auf der Leipziger Messe hat ungefähr wie­der . das Vorkriegssortiment erreicht und

heißt es:

„Der Jugendausschuß protestiert gegen die

wLK«f”° nenfUtter fÜr die Fremdenlegion zu den ® d f^“_ s ^ ione , n „ d !?^f üh Ehrenburg, Alexander Fadejew und der zeigt, daß die gegenüber der Vorkriegszeit

^ U ' w—t—.i j j.a uw Rektor der Moskauer Universität , Nesmeja- erzielten technischen und qualitativen Fort-

„ i e visrafi

Köln, (dpa ) „Einen Bericht über die Miß- weiche die Anwerbung junger Deutscher fü

handlungen, denen der von einem ungari­schen Volksgerichtshof in Budapest zu lebenslänglicher Gefängnisstrafe verurteilte

werben. Geschlossenheit und Einheit wird die West'

Den Vorstand der Industriegewerkschaft behörden zwingen, der Forderung der 500000 Metall für die Bundesrepublik Deutschland auf Oeffnung der Straßen ganz Berlins für ersuchen wir, an den Bundestag heranzutre- die deutsche Jugend nachzukommen.

Der Antrag ist offiziell gestellt!

Frankfurt . (EB) Der vorbereitende Aus-

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te rsc , te’? asb, t-eJibs isftew fcifw ■■■•■

Bekenntnis zum Frieden

„öi^'Wähler stfinrnteif'für die weise Außenpolitik Stalins, für einen

schritte weitgehend auf geholt sind.

” .Äyf Itfeüjforistruktionen Wird dabei immer wieder i hingewiesen. Es handelt sich däßet um die Weiterentwicklung technischer Ein-

Söldnerdienste verbietet und mit Strafe be- . - , -

legt. = J?,!;= i J dauerb aften Frieden unter den Völkern so- zelheiten, wie speziell in der Werkzeug­schuß für das Deutschlandtreffen bat nun wie für die Verbreitnnp iir»H Vpr^tärimno ,. , . , m , .

« ,. . . „Ir. , . „ - Im Zusammenhang damit fordern wir den mehr offiziell der? Antrag an die alliierten interrmtionaien Front h« maschinen-Industrie, im Textil - Maschinen-

SÄÄÄÄÄTTÄ V~t»d «u<, .seinen _ Einfluß *,H™d » Hoh» Kommiss.« g.siem,_deni_,Den«*-

machen, damit die Anklage gegen die Deut- landtreffen der Jugend an Pfingsten keine ^ie Moskauer „Prawda“ am Montäe zu den sehen im Demontagestop-Prozeß niederge- Schwierigkeiten in den Weg zu legen. Das

zeß durch die NKWD ausgesetzt war, veröf­fentlichte die „Kölnische Rundschau“ afti Sonnabend. Der Bericht stammt von dem ehemaligen Zellengenossen. Mindszentys,

dem Sohn des Präsidenten der Katholischen klagten konsequente Vertreter für die sozia-

Aktiön Ungarns ; Kovacs Karoly, der zu len und beruflichen Belange der schaffenden _ _

20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, Jugend. Die Aufhebung der Demontagen wollten, würde beantragt, die Zonengrenzen auf einem Transport nach Sibirien aber sichert sehr vielen die Arbeitsplätze und da- zwi sehen dem 4. Mai u. dem 2. Juni zu öff- entfliehen konnte.“ mit ihre Existenz.'

Und dann läßt der „Sohn des Präsiden­

bau und in der Gruppe Feinmechanik und

schlagen wird. Wir erblicken in den Ange- Deutschlandtreffen entspreche den Zielen

des Potsdamer Abkommens und verdiene daher die Förderung der Alliierten. Da auch 30 000 aus Westdeutschland daran teilnehmen

am Vortag in der Sowjetunion durchgeführ­ten Wahlen.

Die „Iswestija“ bezeichnet das Wahlergeb­nis als eine Manifestation der geistigen und politischen Einheit des Sowjetvolkes. Die

Optik. Für Porzellan bestand größere Nach­frage. So kauften nordamerikanische Inter­essenten die gesamte Jahresproduktion an Meißner Porzellan mit Zwiebelmuster.

(„Die Post“, vom 8. 3. 1950)

ten der Katholischen Aktion“ seiner drecki­gen Phantasie freien Lauf.

Die „objektive“ deutsche Presseagentur „dpa “ und die sozialdemokratische „West­ fälische Rundschau “ am 6. 3. 1950, die nach dpa „Das Geheimnis der NKWD -Geständ- nisse enthüllt“, sind begeistert über diesen antikommunistischen „Tatsachenbericht“. Der „ehrenwerte“ Autor wird gebührend honoriert und die „demokratischen“ Redak­teure erwarten ob soviel Eifers im anti-

Deutsche als Infanteristen gut genug

General Billotte, ein Vertrauensmann de Gaulles, der vor einem Monat aus der fran­ zösischen Armee ausschied, damit er diese frei kritisieren kann, trat auf einem anglo- amerikanischen Presseverband in Paris ge­gebenen Bankett für einen Präventivkrieg gegen die Sowjetunion ein und empfahl, die deutsche Jugend als Landsknechte zu ver-

nen und eine freie Berichterstattung in der Presse zu gewährleisten. Weiter wurde be­antragt, die Westberliner Verbote aufzu- ben und die Vorbereitungsarbeiten in West­ berlin nicht zu hindern.

Gründungskonferenz der Chemiearbeiter im WGB

Hetzfeldzug das Lob ihrer wenden. Den Deutschen müßten allerdings,

so meinte der General, „nicht unbedingt

„Unterdrückung schafft nur neues Uebel bei den freibeitliebenden Griechen

Hundertzehn Parteien, Gruppen und poli­tische Koalitionslisten stehen im Wettbe­werb um die 250 Sitze des Athener Paria- TV* Gründuneskonferenz ments - Die Witzblätter und die humoristi- ^ sehen Wahlpropagandisten finden in diesem Parteienwaid reichlichen Stoff...

aus 50 Ländern in Budaoest eröffnet Un - Die Kommunisten sind von der Wahl aus- Amerikaner spionieren in der Schweiz — ter den Delegierten befinden sich Vertreter fefn 0 b dTs etae kluge MaßLhme^ar.Tn ““ WlCViCl Mehr den Volksdemokratien?

terdkekung schafft nur neues Uebel bei den

Berlin (EB). der Chemiearbeiter im WGB Sonntag in Anwesenheit von

keit, Unsicherheit und Unterernährung zu verteidigen. Im Gegenteil, je mehr das Staatsdepartement mit dem Säbel rasselt, um den Ruf. nach Frieden und Zusammen­arbeit zwischen Ost und West zu übertönen, desto stärker wird dieser Ruf werden.

„Daily Worker“, New York .

Die Verurteilung des amerikanischen Spions

„Ungarischer Flüchtling lo-amerikanischen Kriegstreibern großer Be-

„Frankfurt , 3. März (NZ) — Ein angeblich iiebtheit erfreut und der sich um die Sen- vor kurzem in Westdeutschland emgetrof- jjung des Lebensstandardes der Werktätigen fener ungarischer „Flüchtling“ wird, wie am infolge der wahnwitzigen Kriegsvörberei- Freitag in unterrichteten Kreisen verlautet, tungen keine Sorge macht, empfahl auch, die augenblicklich von der Polizei in Hamburg Rüstungsausgaben der „westlichen DemokTa- unter dem Verdacht gesucht, der demokra- tien“ von gegenwärtig 25 Milliarden auf 55 tischen Presse lügenhafte Sensationsmel- Milliarden Dollars jährlich zu erhöhen.

düngen zuzuleiten.

Der Hochstapler, der sich als „Ingenieur Kovacs Karoly“ ausgibt, sucht angebliche Einzelheiten über die Folterung prominen­ter Opfer des gegenwärtigen kommunisti­ schen Regimes in Ungarn westdeutschen Zeitungen als selbsterlebte Erfahrungen zu enthülle.n.

Vor einiger Zeit erschien er in der Frank­ furter Redaktion der „NZ “ und behauptete, in einer offenbar dramatisch gehaltenen Reportage, daß er als Dolmetscher für den kürzlich zu 15 Jahren Gefängnis verurteil­ten amerikanischen Geschäftsmann Robert

(Nach „New York Herald Tribüne“)

_ , . w . f 5 ’ ^. erT ’ , wles TT altr wirklichen Wahlsieger in Griechenland sind: Menschenrechte“ nicht hervorgerufen. Diese

cue Bedeutung einer internationalen Ver- heißt es in illegalen Flugblättern, die den Herren, die sich so leicht für die Robineau, emigung der Chemiearbeiter hm. Er um- Fremden, die bei Kosti und AWeroff spei- Ra -i Ic 011,3 Kostow entflammen, sind eigen­riß die wichtige Rolle der chemischen In- sen a i s Kuritvmm »um Kauf ana^hn-tm artigerweise schweigsam geblieben. Was ist dustrie in der modernen Welt. Ebert stellte werden. 8 passiert? Bern ist keine polnische, ungarische

die riesigen Profite der kapitalistischen r>as Wort Demokratie ist noch nie so oft 2 der , b , ul f. ar l sche Stadt. Bern ist die Bundes- rhemip-Inriiistrie der Chemie in der <?n- ^j!- «rvi 16 lst J 10 “ 1 , Ilie s0 . ott hauptstadt der guten, alten, bürgerlichen und

Sieben d !,„d den ^ ^ «"«tuschen Wahlen gebraucht worden reaktionären Schweiz . Das Divisionsgericht 3 b

wjetunion und den VoDcsdemokratien wie m diesem Februar. Jede Partei und ist kein Volksgericht, man kann es infolge- gegenüber. Im Hinblick auf die ungeheuere Gruppe meint, damit in der amerikanischen dessen nicht anklagen, geheiligte Menschen- Ausbeutung, die hohe Unfallquote und die Botschaft und bei den zahlreichen Kommis- rechte verletzt zu haben.

sionen und Experten, die über die Hilfslie- Der Spion Willi Gerber hat alles gestan- ferungen und die militärische Unterstützung den und nach einer Zeugenaussage, die von durch Amerika zu entscheiden haben, einen der ,,ehrbaren“ „Gazette de Lausanne“ zitiert besonders guten Eindruck zu machen. ' wurde, war er „ein Idealist“, der in den USA

„Frankfurter Allgemeine Zeitung “. “ e Trnf- te L ^ er ^mili S c ah ' ü ' u .

Trotz seines „Idealismus , der ihn dazu

Snlone ertannt trieb, die Geheimnisse der Herstellung der

_ TT „ , . schweizerischen Luftwaffe dem amerikani-

Der Fall Vogeler hat gezeigt, daß sich die sehen Konsulat in Bern mitzuteilen, hat die , _ ,, alten Spionagetricks der Konzerne in der bürgerliche Justiz seine Handlungsweise mit

Die zugelassene Zahl ausländischer Filme Arbeiterbewegung zu einer weltweiten Tak- einer schweren Verurteilung geahndet. Nie-

Westdeutscher Film vor neuen Schwierigkeiten

Amerikanische Filmgesellschaften mit ei- Prozent aus den Einnahmen des Verleihs in genen Verleihorganen erwägen in den west- Deutschland und dazu die gesamten Aus­deutschen Zonen amerikanische Filme für landsverleiheinkünfte. Das Angebot auf die- das deutsche Publikum zu produzieren. Un - ser Grundlage wurde zunächst abgelehnt.

ter den Firmen, die bisher für den Verleih Die zugelassene Zahl ausländischer Fil _ _ __ __ _

in Westdeutschland in der MPEA (Motion für Westdeutschland soll auf etwa 250 erhöht tik im Kampf geg«i~ die* Demokratie und “and hat daran gedacht*,* das Berner'"Gericht

Picture Export Association) zusammenge­schlossen waren und vom nächsten Jahr an

werden, obwohl der westdeutsche Markt nur die neuen sozialen Systeme in Osteuropa anzukiagen, daß es mysteriöse Drogen ange- für 200 aufnahmefähig ist. Die deutsche ausgewachsen haben. Jeden Tae ruft irgend- wa ndt habe, um Gerber zu einem Geständnis

■ n .!_J __ T mm. “ _ _ * ___ ® 1 7tWtDOOn itflH Aff Kot oifiVt bai« VavwUaAl.

Vogeler fungiert habe und über die von selbständig arbeiten, sind die Gesellschaften Filmindustrie wird damit im eigenen Lande eine Zeitung nach ' mehr Titos“ in China zu zwin gen, und es hat sich kein „Komitee- “- -—-—--- -- — ausgeschaltet. Bei den Herstellungskosten in Osteuro^ü wLs aber bedeutet d^ G « b * r “ gebildet. Was beweist dies?

von 500 000 bis 600 000 DM für einen deut- anderes als die Forderung nach gekauften fl nti« 1 nwi!!tT e h S n ZUeret a emma tiv äaß die v ° n ^ er

«rhen Film eeffennher etwa innnnn DM die an ? eres > “ ls aie r oraerung nacn gesäurten antisowjetischen und antikommunistischen

sehen i lim gegenüber etwa lOOOOO DM, die Spionen, Saboteuren und Zerstörern? Wenn Presse um die. Spionageprozesse in den volks-

, , _ „ . , ... .. ___f“® Synchronisation m deutsdier Sprache jedoch Bulgarien diese Agenten bei frischer demokratisäen Ländern geführte Propaganda

sich um reine Erfindungen eines mtematio- y on dienen die bisher blockierten Einnah- kostet, hegt die deutsche Filmindustrie prak- Tat ertappt, bleibt dem Staatsdepartement nichts mit der vorgespiegelten „Verteidigung

nalen Schwindlers handelte. men aus dem Verleih amerikanischer Filme Usch außer Konkurrenz. Darüber hinaus keine andere Zuflucht offen, als den Beiei- <3er Menschenrechte“ zu tun hat, und daß es

■■■ ‘ dürfen ausländische Filmfirmen ihre Pro- tilgten und Verletzten zu spielen und die s!ch * ÜT diese Herren vor allem darum han- duktion auch noch im eigenen Verleih her- diplomatischen Beziehungen abzubrechen. delt> lbre Kriegsprovokationen mit jedem sich

Vogeler erlittenen Folterungen Details ge- Metro-Goldwyn-Mayer , Paramount , Coth ben könne. Century-Fox , Warner Brothers, RKO-Kctu

Eine sofort angestellte Ueberprüfung res und Columbia, durch die „NZ“ ergab sehr ^schnell, daß es ^ fj nan7!p1 i P Grundlage für die Produk-

Nun ist es dem Hochstapler gelungen, j n Deutschland und auch private ausländi- einen ähnlichen Bericht — diesmal über an- sc h e Kapitalinvestitionen. Ein Teil der Fir-

Der Abbrudi dUDlomatisdier Bezieh^gen J?““ bietenden Werkzeug zu machen. Wenn

uer ADDrucn diplomatischer aeziemmgen Gerber in War schau ertappt worden wäre,

----,-, , , mit einem der kleineren sozialistischen Staa- g+ a tt in Bern dann hätte man ihn dam hei

anzu- technischen Kräften drehen, während andere bestimmungen verboten ist. ten wird dem amerikanischen Volk jedoch nutzt, um" uns zu erklären daß die christ-

Die vermutliche Folge wird das Erlöschen keine Antwort darauf geben, warum Was- liehe Zivilisation in Gefahr ist.

von 80 Prozent der westdeutschen Filmindu- hington unnachgiebig auf einen Atomkrieg Der Prozeß und die Verurteilung von Ger -

Die weiteren Folgen sind dann drängt, warum es sich weigert, die Wasser- her beweisen auch, daß die kapitalistischen

_____der westdeutsche Verleih vom stoff-Bombe und den Atomkrieg zu ächten Mächte nicht zögern, sich gegenseitig ausspio-

Demokraten“ druckten diesen widerlich- Filmgesellschaften angeboten, eine Reihe wirklich großen Geschäft ausgeschaltet und und warum wir den deutschen Nazismus mit Jr eren - wie kann man unter diesen Umstän-

verlogenen Hetzartikel in ihren ebenso „an- Spielfilmen*— zum Teil in Gemeinschafts- von der Konkurrenz der kapitalkräftigen amerikanischen Dollars wieder beleben. In- daß ®*. e

- - - - - --- * - — - ausländischen Verleihfirmen hoffnungslos dem man vor den sozialistischen Völkern Ären AiSm^ß cüe Vo^emokritien

gebliche Einzelheften auf Kardinal Josef me n will die Filme in Westdeutschland mit ausbringen, während das der deutschen

Mindszenty angewandt — bei einer ange- eigenen künstlerischen, kaufmännischen und Filmindustrie durch die Dekartellisierungs-

sehenen Zeitung des Rheinlandes ‘ .

bringen.“ Gesellschaften auch deutsche Schauspieler

Diese „angesehene Zeitung“ war die und deutsches technisches Personal heranzu- chrisüich-demokratische „Kölnische Rund- ziehen beabsichtigen. Drei westdeutschen strie sein,

schau“. Und die anderen „objektiven Presse- Produktionen wurde von amerikanischen noch, daß

gesehenen“ Organen eilig nach. Leider gibt Produktion — zu finanzieren. Die amerika es in Westdeutschland noch Leute, die nischen Firmen wollen dabei ihre In erdrückt wird. Er muß dann genau so wie der Welt mit dem Säbel rasselt, wird man die” Sowjetunion ”bespitzeln oder solche Lügenhetze immer wieder glauben. ~ ' ' ’ ’ j

Deutschland einkommenden Mittel zur Ver- die geldschwache westdeutsche Filmindustrie dem amerikanischen Volk nicht helfen, sich spionieren suchen.

auszu-

W. F. C. fügung stellen, fordern jedoch als Anteil 51 zu Boden gehen. (Aus „Vorwärts“, Basel) gegen die ansteigende Flut der Arbeitslosig-

Pierre Courtade in der „Humanite“

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