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Geld nicht nach Konstantinopel , sondern' nach"L'oMSN"M> dert unter dem Vorwand, daß man es zur Verzinsung zweier Mischer Anleihen verwenden werde. Lehrreich ist auch, daß die Mziöse englische Presse einen durchgreifenden Unterschied zwischen " ypten und ägyptischem Sudan feststellt. Seit dem Mahdi­stand sei die damals verloren gegangene Suzerämtät der Arkei über den Sudan nie wieder hergestellt worden. Seit Mlisch-ägyptische Truppen den Sudan zurückeroberten, habe der Mig von England gemeinsam mit dem Khedive die vollen gouveränitätsrechte ausgeübt. Warum hat man nun jenem will» --Men Werkzeug eines absolutistischen britischen Oberkommis- z, das jetzt dem Namen nach d-e Herrschaft über Aegypten ^ rüdt, nicht den Titel „Khediv " gelassen? Angeblich, weil dieser Ml als Grundlage einen kaiserlich türkischen Ferman hat. q, Wahrheit aber wohl, weil Sultan volltönender klingt und 2 Zukunst vielleicht auch gewisse Aussichten auf eine religiöse Arrhoheit erschließen könnte. Gilt doch die gleich allen ihres- Achen in erster Linie dem Koran -Studium gewidmete Hoch- Lilc von Kairo nicht bloß als die älteste der Welt (sie feierte M chr tausendjähriges Bestehen), sondern auch als die be- Mnteste des Islams.

Aus Stadt und Land.

** Adelsheim , 30. Dezbr. Einen Monat mit zwei Kllmonden und einen Monat ohne Vollmond bringt gnS das Jahr 1915. Nach dem neuen Kalender wird Lr Mond- im Januar zweimal in vollem Glanze er­zählen, am 1. und 31. Januar; dafür hat der Februar Men Vollmond.

(-) Oberscheffle*z, 28. Dezbr. Am letzten Sonntag hatten die Jugendwehren Oberschefflenz, Mittel- und Unterschefflenz und Auerbach gemeinsam eine Nacht­übung Zu diesem Zwecke war schon einige Tage vorher eine befestigte Feldstellung ausgehoben worden. Zahlreiche Zuschauer hatten sich zu dieser Uebung ein- zefunden, bei der die junge Mannschaft viel lernen kann.

(-) Hüugheim, 28 Dez. In der Nacht vom 1. auf z. Weihnachtstag wurde hier in mehreren Häusern, «amentlich da, wo der Mann im Felde ist, einge­brochen. Dem ungerufenen nächtlichen Besucher blieb Wer nichts Übrig, als jedes Mal wieder mit leeren Händen abzuziehen. Die Gendarmerie sucht eifrig nach dem, wie es scheint, mit den Verhältnissen vertrauten Liter.

(-) Boxberg , 28. Dez. Der „Nationalstistung fir die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen " hat kle Reichs-Postverwaltung ihre Mitwirkung dadurch geliehen, daß sie sämtliche Postanstalten des Reichs- Postgebiets in dankenswerter Weise zur Annahme von Spenden für die Stiftung ermächtigte. Bisher find durch die Postanstalten rund 868 000 Mk. an den Schatz­meister der Stiftung abgeführt worden. Einen weiteren erfreulichen Zuwachs haben die Stiftungsmittel vor kurzem erfahren, indem der Nationalstistung von dem „Aus- huß der Kriegsspende von Angehörigen der ReichS- Post- und Telegraphenverwaltung" aus den von den Lerufsgenossen gespendeten Beiträgen die Summe von 100 000 Mk. überwiesen worden ist. Mit Rücksicht auf ier. guten Zweck der Stiftung — Versorgung der Hinterbliebenen unserer tapferen Kriegern — ist zu Pünschen, daß ihr die Teilnahme weiter Kreise der Be- völkerung auch fernerhin erhalten bleibt. Eine günstige Gelegenheit zu solcher Betätigung dürfte das bevor­stehende Neujahrsfest bieten, indem die für die Ablösung von Neujahrsglückwünschen und Geschenken bestimmten Geldbeträge diesmal in möglichst ausgedehntem Umfang kr Nationalstistung zugewendet werden. Zur Ein- ahlung der Beträge ist überall bequeme Gelegen­heit vorhanden, da nicht nur alle Postanstalten einschließlich der Postagenturen und Posthilfsstellen, ja ogar auch die Landbriefträger auf den Bestellgängen Beiträge für die Nationalstiftung vom Publikum ent­gegennehmen.

88 Loxberg, 28. Dezember. In der Schöffen­gerichtssitzung vom 22. Dezember wurden fol­gende Urteile erlassen. 1. Schreiner Joh. Gg. Blesch von schwabhausen wegen Körperverletzung und Werfens mit Krten Gegenständen nach Menschen: 10 Mark Geld­strafe ev. 2 Tage Gefängnis. 2. Landwirt Max Henn ion Berolzheim wegen Diebstahls wurde auf Frei­sprechung erkannt.

(-) Mosbach , 28. Dezbr. Der Stab des 2. Bad. Landst. Inf-Batls. Mosbach wird am 29. ds. Mts. «ich Heidelberg verlegt.

(-) Heidelberg , 30. Dez. Ein in einem hiesigen Lazarett unt-ergebrachter Landtveh-rmann aus Wieblingen brachte sich in selbstmörderischer Absicht einen Schuß in 8e Herzgegend bei, er starb bald darauf an den erlit­tenen Verletzungen. ^ ,

(-) Mannheim , 30. Dez. Vor der hiesigen Straf- Kmmer hatte sich eine fünfiöpfige Einbrecherbande wegen eines Einbruchsdiebstahls zu verantworten; die Gesell­schaft war in die Wohnung eines Ehepaares eingebrochen, iss im Krankenhaus lag. Was den Burschen gefiel, hat­ten sie mitgenommen und die übrige Einrichtung zer- Vrt. Der Anführer der Bande, der schwervorbestrafte 8jährige Taglöhner Friedrich Wagemann erhielt zwei­einhalb Jahr Gefängnis, seine Helfershelfer wurden mit tefängnisstrafen von zwei Jahren bis zu sechs Monaten ckiacht.

(-) Karlsruhe , 30. Dez. (Beschränkung des Feld- lvstbriefverkehrs.) Amtlich wird bekannt gegeben: Mit Rücksicht auf den Neujahrsbriefverkehr können Privat- fttidungen im Gewicht über 50 Gramm im Verkehr zwi­lchen der Heimat und dem Feldheer in der Zeit vom 29. Dezember bis einschließlich 2. Januar nicht ange­kommen werden. Es wird dringend ersucht, auch Sendun­gen bis 50 Gramm nur zur Uebermittelung eigentlicher Nachrichten zu benutzen, Liebesgaben und dergleichen aber mit ihnen nicht zu verschicken.

(-) Karlsruhe , 29. Dez. Im Jahre 1913 wurden N den acht Anstalten für Geisteskranke, Epileptiker, Idio­ten, Schwachsinnige, Nervenkranke und Alkoholiker insge­samt 9 392 Personen und zwar 5048 männliche und 4344 weibliche verpflegt. In den Anstalten sind 68 Äerzte und 1119 Pflegepersonen tätig. Am Jahresende !913 waren noch 5 335 Pfleglinge vorhanden.

(-) Karlsruhe , 29. Dez. Me Beihilfe für Ange­hörige der Bad. Eisenbahnarbeiter wird nicht nur den Angehörigen des ständigen Eisenbahnpersonals gewährt, sondern auch den der Aushilfsarbeiter, die mindestens ein Jahr im Dienste der Bad. Eisenbahnverwaltung be­schäftigt gewesen sind. Tie Generaldirektion hat sich auf Ansuchen des Vorsitzenden des Badischen Eisenbahnerver­bandes damit einverstanden erklärt, daß die Stationskassen die von den Mitgliedern des Verbandes zu Gunsten der Angehörigen im Felde stehender Mitglieder oder zu Gunsten des Roten Kreuzes und der allgemeinen Kriegs­fürsorge gezeichneten Beträge am Lohnguthaben einbe­halten.

(-) Birkenfeld , 30. Dcz. Durch das Darnicderliegcn der Psorzheimer Goldwarenindustrie wird nicht allein die Stadt Pforzheim sondern auch eine Reihe von umlie­genden Ortschaften betroffen, die in ruhigen Zeiten tag­täglich viele Arbeitskräfte nach der Goldstadt schickten. Verschiedene Gemeinden in der Umgegend von Pforzheim haben deshalb Notstands arbeiten für die Arbeitslosen ein­gerichtet. Tie Gemeinde Birkenfeld hat nun beschlossen, um dem täglich wachsenden Notstände zu steuern, vom

1. Jan. 1915 an eine Kriegsarbeüslosenfürsorge einzufüh­ren. Tie Unterstützungen sollen in bar verabreicht werden.

(-) Rastatt , 30. Dez. Dem hiesigen Bürgermeister­amt hat General Freyer folgende Feldpostkarte, datiert vom 23. Dez., übermittelt: Nach den Siegen von Lodz und Lowicz haben wir die Russen von neuem geschlagen und zwar bei Bolimow an der Rawka; meine Division hat 16 Offiziere und 1325 Mknn gefangen genommen und 4 Maschinengewehre erobert. — Wir folgen weiter mit dem alten heiligen Feuer. Der Bürgerschaft ent­biete ich in treuer Anhänglichkeit die besten Wünsche znm Jahreswechsel, möge uns das Jahr 1915 einen ehren­vollen Frieden bringen.

(-) Lörrach , 29. Dez. Die „Bast. Nat.-Ztg." schreibt: Mit grvser Sorge sehen dieelfässischen Winzer der Zukunft entgegen. Schon die Jahre 1912, 1913 und 1914 waren völlige Mißjahre und nun scheint auch für das nächste Jahr wenig Hoffnung auf eine gute Weinernte vorhanden zu sein. Es gilt das nicht nur etwa von den vom Krieg besonders schwer heimgesuchten Gegenden des Oberelsaß) sondern für das ganze Weinland Elsaß- Lothringen . Schon heute sollen Rebparzellen, die noch vor wenigen Jahren einen Wert von 500—600 Mack hatten, für 200 Mark zu haben sein — wenn sich Käufer fänden. Soll der elsässische Winzerstand, dem Nässe und Rebkrankheiten in den letzten Jahren das Leben sauer gemacht haben, sich wieder erholen, so muß ihm von Reichs wegen geholfen werden.

(--) Sigmaringen , 29. Dez. (Ter Geschützdonner.) Der Kanonendonner war am ersten Weihnachtsnachmittag bis in die tiefe Nacht hinein auch hier deutlich zu hören. Die Posten sagten aus, daß der Donner bis nachts 3 Uhr angehalten habe, dann aber mit einem Schlag verstummt fei. Am deutlichsten war er auf den Höhen vernehmbar, doch hörte man ihn auch unten im Tale, wie ein fort­während dumpfes Rollen, dann unterbrochen durch rasen­des Schnellfeuer, so daß das Ohr die einzelnen Schüsse gut unterscheiden konnte.

(-) Karlsruhe , 29. Dez. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielten: Hauptm. Davids Platzmajor am Gar- nisonsrommando Rastatt ; Leutn. Max Wille, Heidelberg und August Bartel, Unteroffizier beim Pionierbataillon 10, Mannheim . Sämtliche der Genannten besitzen auch das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Das Eiserne Kreuz

2. Klasse erhielten: Augenarzt Dr. Georg Hutvald und Prokurist Otto Kaser, beide aus Pforzheim ; Dtrafanstalts- aufseher Joseph Decker, Leutn. beim Regt. 170 Franz Kremp und Vizewachtmeister d. R. Kaufmann Bernhard Kauffmann, sämtliche von Bruchsal ; Postassistent Ambros Baumgärtner, Neuthard bei Bruchsal : Rechtsanwalt Dr. Franz Heinsheimer und Dr. I. Reis, sämtliche ans Heidelberg ; Vizefcldw. d. L. Dr. Fritz Hammes, Reservist im Regt. 110 Karl Gerstner und Drag, im Regt 21 Hans Gallei, sämtliche von Mannheim .

(-) Karlsruhe , 29. Dez. Ten Tod fürs Vaterland starben: Zahntechniker Karl Dötsch , Karlsruhe ; Ober­matrose d. R. Arthur Siegel, Bruchsal ; Landwm. August Kist , Musk. Erwiy Rivoir, beide von Pforzheim ; Dr. Fritz Krauß, Heidelberg ; Heinrich Reißner, Spechbach ; Krieasfreiw. im Regt. 145 Jakob Blaus und Hauptm. Kurt Gieser, Ritter des Eisernen Kreuzes , Wilhelm Weil, sämtliche von Mannheim .

Landwirtschaft.

Durchhalten in der Viehfülterung.

Bei Ausbruch des Krieges stand man vor einer großen Sorge. Wer soll unsere Ernte unter Dach und Fach bringen. Manche hatten geglaubt, unüberwind­liche Schwierigkeiten würden sich einstellen. Und doch ist unsere Ernte geborgen worden. Tie Not hat uns gelehrt, selbst der größten Schwierigkeiten Herr zu werden. Alles hat zusammengearbeitet und geholfen. So ist es gelungen.

Heute steht unsere Landwirtschaft vor einer neuen Sorge. Wie sollen wir unser Vieh durchfüttern? Manche Futtermittel fehlen uns, die sonst vom Auslande herein­kamen. Ter Bundesrat hat die Verfütterung von Brot­getreide verboten. War das unrecht? Nein, gewiß nicht. Tenn die Ernährung unserer Bevölkerung ist das Erste und Wichtigste. Und hier steht die Brotversorgung an erster Stelle. Tie Engländer spekulieren darauf, uns aus­zuhungern. Wenn jetzt einer von uns unseren Brot­vorrat verkürzen wollte, indem er das Brotgetreide ans Vieh verfütterte, der würde sich unbcwußterweise zum Verbündeten Englands machen.

Erst das Brot und dann das Fleisch. Für beides müssen die Landwirte sorgen. Es ist ihre Pflicht und Aufgabe. Wie unser Feldheer da draußen, so muß die Landwirtschaft im Innern den Sieg erkämpfen helfen. Wenn der Bauer sich bewährt, wird er auch als Sieger geehrt. Darum tun wir unser Bestes. Wenn wir den ganzen Viehstand nicht durchhalten können, so wol­len wir doch einen tüchtigen Stamm aufrechterhalten. Wenn wir jetzt alles Vieh verschleudern würden, dann

käme nachher die grvße Not. Nicht allein für die Konsu­menten, die dann die teuren Fleischpreise zu bezahlen hätten. Nein, auch für die Bauern selbst, die später bei rentablen Preisen nichts mehr zu verkaufen hätten. Und wenn schließlich infolge des Mangels später die Vieh­preise sehr hoch würden, dann müßten die Bauern selbst enorm teures Geld für das neue Einstellvieh bezahlen, um die Lücken wieder auszufüllen.

Darum heißt es: Durchhalten in der Viehfütterung! Mittel und Wege lassen sich da schon finden. Vieles gibt es beim Kapitel der rationellen Biehfütterung noch zu lernen, und die Not ist eine vortreffliche Lehrmeisterin. Bor drei Jahren hatten wir auch das schlimme Futter­notjahr. Auch darüber sind wir hinweggekommen. Gar mancher Landwirt hat d amals gesagt, daß er dem Futter­notjahr eigentlich dankbar sein müßte, da dieses ihn erst auf die rationelle Fütterung hingewiesen und ihm die Angen über die bisherige Verschwendung geöffnet habe. Man muß nur den Kopf oben behalten und mittun. Der Bauer steht nicht allein. Unsere landwirtschaftlichen Organisationen sind da und stehen für jeden bereit mit Rat und Tat. Hier heißt es nur zugreifen und Zusammen­arbeiten. Tann gelingt auch das Durchhalten. (Pf. B.)

Letzte Nachrichten.

_ Znm Tode vernrteilt.

Berlin , 29. Dez. Der engl. Kriegsgefangene, Straßen­bahnschaffner William Lonsdale , der am 22. Dez. vom Ge­richt der Inspektion der Jmobilen Garde wegen tätlichenAn- griffeS gegen einen Vorgesetzten im Dienst vor ver­sammelter Mannschaft und im Felde zu 10 Jahren Ge­fängnis verurteilt worden ist, wurde heute infolge Be­rufung des Gerichtsherrn vom Oberkriegsgericht deS Gardekorps zum Tode vemrteilt.

Da» Urberfchwem«n«g»gebiet bei Rieuport.

Mailand , 29. Dezbr. „Corricre della Sera" weist darauf hin, daß das Ueberschwemmungsgebiet bei Nieuport das sogen. Polderland, einen 31 Kilometer langen und 4 Kilometer breiten See bildet, der durch ca. 25 Zentimeter hohe Schlammbänke unterbrochen ist, in denen man bis über die Knie einsinkt und die jede Truppenbewegung ausschließen. Jenseits der über­schwemmten Gegend, in der Nähe von Dpern liegt ein waldreicher Teil, wo die Deutschen versteckte, mit Stahl­schildern geschützte Schützengräben haben.

Die große Offensive ohne Erfolg.

Rotterdam , 29. Dez. In einer Uebersicht über die militärische Lage erklärt der „Nieuwe Rotterdamsche Courant": Die große Offensive, die von Joffre am 17. Dezember angekündigt wurde und durch die die Deutschen vernichtet werden sollten, ist ohne Erfolg geblieben. Die Verbündeten haben 20 Dörfer an die Deutschen verloren. Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" spricht von 150 000 bis 200 000 Mann Verlusten der Verbündeten und hält die Joffresche Offensive für er­folglos.

Die Stärke der Waffenbrüder.

Berlin , 29. Dez. Die Anzahl der Deutschen , Oester­reicher und Ungarn , welche die Russen an verschiedenen Punkten angreifen, wird auf der ganzen 200 Meilen langen Front auf 1,5 Millionen geschätzt.

Eine gnte Weinernte.

Paris , 29. Dezember. Dem Amtsblatt zufolge be­trägt das Ergebnis der Weinernte in Frankreich für das Jahr 19!4 61 853 705 Hektoliter gegen 44 845 731 Hektoliter im Jahre 1912.

Amerikanische Pferde für Kraukreich.

Basel, 29. Dez. Wie die „Baseler Nachrichten" aus Bosten melden, sind 30 000 von der französischen Re­gierung in den Vereinigten Staaten angekaufte Pferde auf griechischen Schiffen nach französischen Häfen ver­laden worden.

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England borgt nicht «ehr.

Berlin , 29. Dez. Aus Brüssel wird gemeldet: Der Brüsseler Korrespondent der „Kreuzzeitung " meldet aus Brüssel , daß infolge der russischen Niederlage in Polen die Verhandlungen über die neue Milltarden-Krieas- anleihe Rußlands mit englischen Bankhäusern auf un­bestimmte Zeit vertagt worden seien.

England» täglich- Kriegskoste».

Berlin , 30. Dezbr. Die täglichen Kriegskosten Eng­lands sollen jetzt 54 Millionen Francs betragen. Im August betrugen sie nur 25 Millionen. Die englische Regierung erließ in den Blättern Aufrufe zur Ein­schränkung des Luxus.

Köln , 29. Dez. Der „Kölnischen Zeitung " zufolge wird vom Weißen Meer unter dem 24. Dezbr. berichtet daß die Dwina erhebliche Eisschwierigkeiten bereitet. Die Schiffe können nur bis Maimak (etwa 2 Fahr­stunden vor Archangelsk ) gelangen. Das Weiße Meer ist noch befahrbar. Die Eisbrecher fahren den Fracht­dampfern voraus, brechen das Eis beim Ein- und Aus­lauf und halten auf diese Weise eine Fahrrinne offen.

Der AapS soll helfe«.

Berlin , 30. Dezbr. Der in London erscheinenden „Jndependance Beige" zufolge, hat die belgische Regier­ung die Hilfe Japans zur Befreiung Belgiens angerufen. Darnach scheint Belgien , so meint die „Vosfische Ztg.", zu der Kraft des Dreiverbandes nicht mehr Zutrauen genug zu haben.

Gottesdienst-Ordnung.

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! Do««erStag, de» 31. Dezember.

' Abends 6 Uhr: Gottesdienst.