folgten äußeren Politik zu beharren und wird jede direkte oder indirekte ,,Verkürzung" der dreijährigen Dienstzeit „verweigern-'
** Boxberg , 11. Juni. Mit dem Verpacken der Kroßherzogs-GeburtstagS-Sendung an die badischen Truppen im Felde ist begonnen worden. Der badische Landesverein vom Roten Kreuz wird einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen, in welchem um Gaben, insbesondere um Geldspenden, für die Sendung gebeten wird.
(-) Schweiger«, 10. Juni. Als Bürgermeister Wegert vom Felde mit seinem Fuhrwerk heimkehrte, fiel er von demselben so unglücklich herab, daß er den unken Arm brach. Der Wagen kipple an einem Ram um und Wegert wurd«: heruntergeschleudert Wir wünschen, daß Herr Bürgermeister Wegert bald wieder hergestellt sein
Bobstadt, 10- Juni. Am letzten Sonntag fand die gemeinsame Trauerfeier für 4 tapfere Krieger statt die den Heldentod erlitten haben: für Gustav Behringer. Karl Scherer, welcher schon lange als vermißt gilt, Johann Hoffmann und Karl Fischer. Herr Pfarrer Scharf spendete den trauernden Angehörigen der gefallenen Helden herzliche Worte des Trostes und der Aufrichtung. Er verlas sodann einen ehrenvollen Nachruf des Turnvereins Schweigern , dessen aktives Mitglied Gustav Behringer war und der eine Wordnung zur Trauerfeier gesandt hatte. Ferner verlas der Vorstand des Militärvereins Bobstaot, Schneidermeister Behringer, einen Nachruf und Fräule n Luise Volk legte im Namen der Jungfrauen einen Kranz nieder, ebenso Karl Krieger namens der Jugendwehr. Ehre den tapferen, fürs Vaterland gefallenen Helden!
(-) Mannheim » 10. Juni. In der Lanzschen Kesselschmiede geriet gestern nachmittag ein 150 Liter Oel enthaltender Tank in Brand. Das Feuer griff um sich und verursachte einen Gebäudeschaden und Fahrnisschaden von rund 20 000 Mark. Die Fabrikfeuerwehr unterdrückte den Brand, lieber die Ursache schreibt der Polizeibericht, daß Oel gegen einen brennenden Ofen gespritzt sei. — Beim Zusammenkuppeln zweier Eisenbahnwagen auf dem Zentralgüterbahnhof hier stürzte einem 38 Jahre alten, verheirateten Rangierer von hier ein etwa zwei Zentner schwerer Heuballen von einem Wagen herunter auf den Rücken. Durch die Wucht des Falles wurde der Rangierer zu Boden gedrückt, dabei brachte er seinen linken Arm unter die Räder «des Eisenbahnwagens und der Arm wurde ihm abgefahren. — Am gleichen Tage fiel ein verheirateter Weichenwärter beim Einlegen von Heu in feinen Heuschuppen etwa 5 Meter hoch herunter und zog sich schwere Verletzungen zu.
(-) Karlsruhe , 10. Jüni. Dre Mitglieder des Badischen Landesverein für Bienenzucht haben seit Kriegsbeginn rund 2 220 Mark für das Rote Kreuz gespendet und außerdem noch über 1000 Pfund Honig. Bis jetzt sind 45 Mitglieder des Vereins gefallen.
Heimatblatt.
Es sollte in keinem vaterländisch gesinnten Haus unseres Baulandes als täglicher Gast fehlen.
Tagesberichte.
WTV. «rotzes Hanptgnartier II. Jnut. (Amtl.) Westlicher Kriegsschauplatz.
Feindliche' Vorstöße nordöstlich der Loretto- höhe, sowie wiederholte Angriffe gegen unsere Stellungen nördlich und südlich po« Neuville scheiterte«. Der Rahkamps in de» Gräben nördlich von Eenrie dauert «och an Südöstlich von Hebnterne und Beanmont wurde» feindliche An-
Hoffnung und Hluck.
Roman von E. o. Buchholtz. 52
13. Kapitel.
Der Tag. an dem vor hundert Jahren Herr Heinrich von Laudeck das Licht der Welt erblickt hatte, war herangekomnien.
Der alte Herr war überglücklich..Nun halte er das Ziel, das ihm als höchst erstrebenswert vor Augen gestanden Halle «reicht. Hundert Jahre!
Die Menge der Blumen und der Glanz der hundert und einen Kerze rührte ihn sehr. Man hatte ihn an seinen Geburtstagstisch tragen müssen; die alten Knochen, heute durch die Erregung besonders geschwächt, versagten ihren Dienst.
Nun saß das heftig mit dein Kopf wackelnde Geburtstagskind auf dem weichsten Lehnstuhl im Kreise seiner Angehörigen vor dem blumengeschmückten Aufbau und führte mit den zitternden Händen, die von jüngeren unterstützt wurden, jedes Geschenk ganz dicht an die armen, schwachen Augen. —
Balder hatte den alten Herrn, von ihm selber unbemerkt, gezeichnet — es war eine sehr ähnliche charakteristische Arbeit 7-und ihm diese geschenkt. Der Alte erschrak davor, «wurde last wütend. Das wäre eine Karikatur. Er sprach kein Wort wehr mit dem Maler.
Da er sehr spät anfgestanden war, wurde erst das zweite frühstück gemeinsam eingenommen. Als Alfred die Gläser voll Wein schenkte, grinste ihn der alte Mann erwartnngsocll an und zitterte vor Spannung; er verlangte eine poetische Huldigung.
Alfred senkte schuldbewußt das Hanpt. er hatte total vergessen. dem Onkel ein paar Verse zu schmieden, andere Gedanken hielten ihn gefangen. Seine Spottlust regle sich; für den kindischen Greis genügte» die Strophen, die er einmal gehört hatte. Er erhob sein Glas:
„Heinrich von Landeck, Dir klingt mein Lied,
Dn Haft nun hundert Jahr geblüht.
Ich geb' Dir noch hundert Jahr zum Reisen,
Dann wirst Du lernen und begreifen.
Was vor Dir gesagt schon mancher Mann:
Ach fing es doch wieder von vorne an."
(-) Karlsruhe , 10. Juni. Erschossen hat sich in verflossener Nacht ein in der Rudolsstraße wohnender, 20 Jahre alter Kriegsfreiwilliger, anscheinend in einem Anfall geistiger Störung. — Erhängt aufgesimden wurde gestern nachmittag im Anwesen einer Wirtschaft im Vorort Rüppurr ein unbekannter Soldat.
(-) Karlsruhe , 10. Juni. Die bisher geltenden Vorschriften über die Ermäßigung der Fahrpreise für Schulfahrten usw. sind geändert worden. Diese gelten für Fahrten zu wissenschaftlichen und belehrenden Zwecken, bei Schulfahrten und Fahrten nach und von Ferienkolonien usw. Bei Fahrten zu wissenschaftlichen Zwecken in zweiter oder dritter Wagenklasse unterscheidet yran Lehrer und Studierende, bei Fahrten im Interesse der Jugendpflege in dritter Wagenklasse die Aufsichtsperson und die jugendlichen Personen. Bei einer Beteiligung von ^ehn Personen werden zwei Lehrer oder Begleiter, bei einer größeren Teilnehmerzahl für je weitere zehn Personen ein Lehrer oder Begleiter zugelässen.
(-) Mühlenbach bei Lahr , 10. Juni. Durch Feuer wurde das Anwesen des Schreiners Matthias Vollmer, der sich zur Zeit beim Militär befindet, vollständig «eingeäschert. Drei Familien wurden obdachlos und sind fast um ihre ganze Habe gekommen. Das Feuer entstand durch spielende Kinder, die zwischen den Holzvorräte» ein Feuer angezündet hatten.
Letzte Nachrichten.
(Mitgeteilt von Wolffs Telegraphenbüro .)
Ausdehnung der Laudsturmpflicht.
Wien , 11. Juni. Infolge der Ausdehnung der Land- sturmpfltcht bis zum so. Lebensjahr ergibt sich die Notwendigkeit, die 43—50jährigen einer Verzeichnung zu unterziehen. Diele bet der großen Anzahl in Betracht kommenden Landsturmpflichtigen längere Zeit beanspruchende Maßnahme wird nun vorgenommen.
Die Krieg-begeifternn-
Berlin . 11. Juni. Wie der „Deutschen Tageszeitung' aus Laibach gemeldet wird, haben sich im Herzogtum Krain über 30000 Kriegsfreiwillige im Alter über SO Jahre gegen Italien gemeldet.
Furchtbare Unwetter.
Berlin . II- Juni. Das „Berliner Tageblatt" erfährt aus Genf : Aus verschiedenen Städten und Ortschaften Savoyens und der Dauphine werden furchtbare Unwetter gemeldet Die Flüsse und Bäche wurden zu reißenden Strömen und setzten Felder und Wiesen unter Master. Viele Bauerngehöfte find verbrannt. Auch wurden durch Blitzschlag mehrere Personen getötet. Eisenbahnen und Chausseen wurden durch bedeutende Erdrutsche vielfach zerstört.
Starke Berlnßte der Italiener
Wien, 10. Juni. Aus dem Kriegspreffequartier wird gemeldet: Die Italiener können auf dem südlichen Kriegsschauplatz bisher, trotzdem sie wiederholte Anstrengungen machten, um Vorteile zu erzielen, keine Erfolge aufweisen. Es bedecken die Abhänge des Krn Hunderte von
remmg lind die Kämpfe an der gesamten Westfront noch überall im Gange, ohne daß an einem Punkte eine wichtigere Entscheidung gefallen wäre. Ueberall wurden die feindlichen Angriffe mit schweren Verlusten für den Gegner abgeschlagen. Nur am Wege Serre-Mailly erzielten die Franzosen einen unbedeutenden Fortschritt. Erfreulich ist, daß auch die wiedererwachten Kämpfe in der Champagne zu unseren Gunsten ausgegangen sind.
Von den beiden ö stlichen Kriegsschauplätzen wird keinerlei Veränderung der allgemeinen Kriegslage gemeldet. An der unteren Dubissa nordwestlich Eiraaola wurden sämtliche russischen Angriffe abgewiesen und hem Feind dabei 300 Gefangene abgenommen.
Der Erste Lord der englischen Admiralität Balfour hat im englischen Unterhause mitgeteilt, daß die deutschen U-Bootsgefangenen künftighin ebenso behandelt würden, wie die anderen Kriegsgefangenen. Im übrigen hat es sich der edle Lord nicht versagen können, den U-Bootkrieg geme in, feige und brutal zu ne neu. Es kann uns voll-
Leichen von Alpini, die wegen des starken Feuers noch nicht geborgen werden konnten. Die italienische Heeresleitung schweigt sich aber über alle Verluste wohlweislich aus.
«iui«-»krisis?
Berlin , 11. Juni. Die „Voffische Zeitung" meldet aus Petersburg : Hier mehren sich die Gerüchte über eine bevorstehende Ministerkrise. In erster Linie soll wahrscheinlich der Ministerpräsident Goremykin gestürzt werden, der als Anhängereines Krieges ohne Ende gelte. Auch der Kriegsminister soll nicht mehr das Vertrauen der Duma besitzen.
Der kraute König.
Athen 10. Juni, abends 8 Uhr. Der Krankheits- bericht besagt: Der Zustand des Königs ist weniger zufriedenstellend. Es haben sich Nierenschmerzen eingestellt und im Urin ist Albumin gefunden worden.
Die Einnahme «onstautinopels anSgeschloffe« Wien , 10. Juni. Das .Neue Wiener Abendblatt' veröffentlicht eine Unterredung eines seiner Mitarbeiter mir Kapitänleutnant von Mücke über die Dardanellenaktion. An die Dardanellen, sagte von Mücke, kann nicht gerührt werden. Ebenso ist diel Einnahme Kon stantinopels ausgeschlossen. Man muß sich vor Augen halten, daß die Türken ausgezeichnete Soldaten find und sich in Gallipoli hervorragend schlagen.
Die Arbeiterführer lege« sich ins Zen- Berlin, 10 Juni Der „Täglichen Rundschau' wird aus London berichtet: Nach der .Times" wollen die Arbeiterführer der Vereinigten Staaten erneut den Versuch unternehmen, die Ausfuhr von Kriegsmaterial zu verhindern und um auf jeden Fall einen Krieg mit Deutsch land zu vermeiden, sofern keine Verletzungen der ameri kanischen Grenzen erfolge.
Rene kanadische Truppe»
London, 10. Juni. Nach einer Timesmeldung aus Toronto hat der Verteidigungsminister einen Aufruf zur Erlangung von 35 000 neuen Soldaten erlassen. Das neue Kontingent soll aus 27 Infanterieregimenten» und 6 Batterien Artillerie bestehen. Wenn eS zustande gekommen ist, wird Canada im ganzen 150 000 Mann aufgebracht haben.
Dewet Var Gericht.
Bloemfontein , 10. Juni. (Reuter.) Heute hat die Verhandlung gegen Dewet, der des Hochverrats mit der Allernativfrage des Aufruhrs angeklagt ist, begonnen. Dewet erklärte, des Hochverrats nicht schuldig, d s Aufruhrs aber schuldig zu lein. Nach Vernehmung wichtiger Zeugen wurde die Verhandlung vertagt._
Wetterbericht.
Der Hochdruck im Osten beginnt zu schwanken. Bon Nordwesten her naht ein neuer Luftwirbel. Unter seinem Einfluß sind für Samstag und Sonntag zahlreiche Gewitter zu erwarten, im übrigen wird das Wetter vorwiegend trocken und warm bleiben.
—. ^aap, uvci. nicht, es wieoer zu nehmen.
Wir verwirklichten neue Gewinne im Labyrinth. In der Gegend von Hebnterne haben wir unsere Gewinne ganz behauptet, die sich auf eine Front von 1800 Meter und auf eine Tiefe von einem Kilometer erstreckt. Nichts Neues auf dem Rest der Front.
Abends 11 Uhr: Im Abschnitt nördlich von Arras dauerte der Artilleriekamps an. Er wurde indes durch einen sehr dichten Nebel gehemmt. Der ergänzende Bericht über die Einnahme von Neuville-St. Vaast stellt fest, daß der nördliche Teil des Dorfes und die Schanze, die der Feind hergerichtet hatte, mit äußerster Hartnäckigkeit verteidigt worden sind. Durch einen Kanrpf Schritt für Schritt, Haus um Haus hatte sich unsere Infanterie der ganzen Stellung bemächtigt. Die Deutschen haben sich nur im letzten Notfall zurückgezogen, wobei sie in unseren Händen zahlreiches Material zurückließen, darunter eine 77er Kanone und mehrere Maschinengewehre. Wir haben in den Häusern in den Laufgräben und in den Kellern nahezu 1000
Der Alte ivar gerührt, während die anderen lachten. Er stieß mit allen Anwesenden, in dem stolzen Bewußtsein, der gefeierte Mittelpunkt zu sein, andächtig au und bemühte sich, jedem einzelnen liebenswürdig znznlächeln. Es sah fürchterlich ans, wie sich dabei die dürren Lippen bis zu den nackten Kinnladen öffneten; das mumienhafte Gesicht war brauublaß wie Pergament.
Viola hatte einen Ekel vor der Berührung der welken Haut, die nur aus Runzeln bestand, aber der Greis empfand den Mangel au Zärtlichkeiten als Kränkung. Er blinzelte ein wenig mit den ausgetrockneten Augen, die nicht mehr weinen konnten und jammerte über die Herzlosigkeit der heutigen Jugend. Im nächsten Augenblick war er jedoch wieder versöhnt tind kramte Kindheitserinnerungen ans, bei denen er aber nie über den Anfang hiiiauskam. „Mein Gedächtnis beginnt schlecht zu werden," klagte er lallend, „bald werde ich nur noch genau wissen, daß ich Alfred von Laudeck heiße."
Die Anwesenden tauschten Blicke — der Alte merkte nichts davon. Er wirrde bald in sein Zimmer gebracht, damit er ruhte, den» zu Mittag war ein großer Kreis von Bekannten geladen.
Und nun war die Zeit des Diners herangekommen. — Vor dem Kuvert des hundertjährigen Geburtstagskindes stand ein schönes Blumenarrangement, sein Lehnsessel war bekränzt, die Armleuchter angezündet. Alles sah so festlich wie möglich aus. Unter den vielen Gästen, die gekommen waren, um die Zentenarfeier würdig zu begehen, war auch der Bürgermeister von Elshansen. Sein dekorativer Globus-Bauch, der durch den Frack mit einer Anzahl Orden sehr stattlich ergänzt wurde, erschien für solche Feste förmlich prädestiniert.
Frau von Laudeck saß neben ihreinOnkel, sorgsam bemüht, alle seine Ungeschicklichkeiten beim Essen zu verhüten oder den Augen der Gäste zu emziehen.
Der alle Mann zitterte starkoorAnfregung.„Wanda." lallte er. „wenn das mein seliger Vater erlebt hätte!" Und nun vertiefte er sich in Jugenderiiluerungeii, während die Gegenwart in haltlosen Umrissen vor diesen verschwand.
Beim Braten erhob sich der Bürgermeister.
„Verehrte Anwesende, liebe Festgeiiossen!" Und nun hielt er eine schwungvolle Rede an den Hundertjährigen, in der
die Worte: „Stolz der Familie — ehrwürdiges Greil'en- haupt — alttestameutarisches Alter — immerdar von Gott behütet — segensreiches Alter" in wohltuender Abwechslung den Inhalt bildeten. „Und so laßt unS," fuhr das brave Els- hausener Stadtoberhaupt sott, „die Gläser erheben und au- stoßen auf den Chef der hochoerehrten Familie von Laudeck dem es vergönnt ist. das Fest der hundertjährigen Wiederkehr seines Geburtstages in einer so seltenen geistigen und kör- perlicheu Frische zu verleben. Lassen Sie uns darauf ansto- ßeu, daß dem würdigen Geburtstagskinde noch manches Jahr beschert sein möge, wie bisher von seinen Angehörigen geliebt und verehrt, als einer, auf dessen Erfahrungsschatz die ganze Familie bewundernd blickt, diesen Tag zu begehen."
Ein lautes, dreimaliges Hoch schallte durch den Raum. Der alte Mann zitterte noch stärker, das Glas, das er in der Hand hielt, schlotterte derartig, daß Frau von Laudeck es mir anfassen mußte.
Langsam und mühsam erhob er sich, alles Abraten war nutzlos, der Hundertjährige wollte durchaus selber im Toasts danken.
„Meine Lieben, Verehrten," begann er stammelnd. — Dann hielt er iune, er wußte nichts weiter. „Meine Lieben "
— setzte er nochmals an. Plötzlich wurde das Zittern stärk«.
— die wankenden Knie brachen unter ihm zusammen — er fiel auf seinen Stuhl zurück — die Augen bewegten sich n, eigentümlicher Drehung nach oben — noch ein leiser Seufzer
— der alte Mann war tot. °
Man stürzte auf ihn zu. horchte aus den Atem Der kam nicht wieder. Das hundertjährige Leben war ausgelöscht. —
Es entstand eine große Bewegung, ein großer Schreck —der Schreck vor dem Tode. Trauer war nicht dabei. Der kindisch« Greis war eine uberzeitige Frucht geioesen; es erschien wie eilte gewisse Erlösung für alle, daß sie endlich vom Baume des Lebens gefallen war. Nur schade, daß dies gerade heute ge. schehen mußte, dachte mancher, der sich aus die opulente Mahlzeit gefreut hatte, bedauernd.
Die Leiche wurde heraus getragen. — Die Gäste fuhren ab
— die Tafel mußte abgedeckt werden. — Aus dem Geburls- tagshaus war ein Sterbehaus geworden.
Nach drei Tagen war die Beerdigung. 222,22