Meldungen verletzten l der Ge- üie Wohlschaft ge- Mauern !ie Garni- beiten.
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ßland.
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^tz die Eisenbahntarife revidiert und die ungleiche Be- Mdlung beim Export aufgehoben wird. Auch wird ^-fordert, daß eine bestimmte Menge von Getreide und Ah die im Lande verbleiben müsse, festgesetzt und daß je Exportrommission im Landwirtschaftsministerium Mich 6 Landwirte ergänzt wird.
WTB Netvhork, 12. eDz. Ter „Associated Preß " «rd aus Peking gemeldet, daß Manschikai die Kai- hMÜrde angenommen habe.
Aus Stadt und Land.
** Adelshelm, 13. Dez. In der herben Kriegeszeit, j, der so viel Kummer und Elend in so vielen Häusern Akehr halten, war das gestrige geistliche Konzert -n Herrn P. von der Au aus Mainz in der ev- Stadt- tzche eine freundliche Abwechslung und ein wahrer «stiger Genuß. Durch erklärende und belehrende Körte führte uns der Künstler, den wir nachher als
«Mandant *>er Instrumente
Ai-ieok. als trefflich geschulten Sänger kennen lernten, in 1 r;iäb ik Geheimnisse der zum Vortrag gelangenden Kompo- - Dionen ein. Es kamen sowohl klassische, wie auch moderne Meister zur Geltung. Von elfteren waren eS ßach, der in seiner Großen Orgel-Fuge D-dur die Wüsche Kraft und die deutsche Macht wuchtig zum Ausdruck bringt, während wir in Händels Orgel Konzert cahtet aus jMr deutsche Gemütlichkeit und Fröhlichkeit empfanden, ier Tagen M Orgelstücke der modernen Meister Grieg , Elgar , an komme Maerts und Wagner fanden ebenso freundliche Allste, sowies «hme. Mit äußerst sympathischer, vollklingender rtwährend britonstimme hatte der Konzertgeber vier Gesangset cm der «mmern zum Vortrag gebracht, wovon das Lied „Sei g der eng- jll" von Raff am stimmungsvollsten und ansprechend- tet, von >m war. Des feinfühligen Begleiters der Gesänge sei n sei nicht Unfalls anerkennend gedacht. Einen würdigen Abschluß tzkomman- es andachtsvollen Konzertes bildete die Konzert- antasie über ,O du fröhliche' von Lux, welche zart- chmrg "lüg auf das nahende Weihnachtsfest deutete.
** AdelSheiw, 13. Dezbr. Die vergangene Woche dol ^ vdete mit einer sommerlichen Wärme von 12 Grad R.
c m Samstag Nachmittag und wenn der Kalender uns eb eurer ^ ^6en würde, daß in 14 Tagen das Christkindchen ommt, könnten wir uns nahezu in den Sommer ver- „ ^ ^ cht fühlen, denn der gestrige Spätnachmittag brachte
stmp »s ein Gewitter, das nicht nur Blitz und Donner, nnv ^ - mdern auch einen kräftigen Regen im Gefolge hatte, ausdrük- «wiß eine Seltenheit, um diese Jahreszeit noch von ^sicb aiili, dkm Gewitter überrascht zu werden. Durch dasselbe Alle bul- ^kn auch, wie uns das hiesige Postamt mitteilt, ver- 1 über die stedene Telephonleitungen beschädigt, sie werden im m Zander "ufe des heutigen Tages aber wieder hergestellt werden, üssn Mn. W Sindolstzeim, 12. Dezbr. Dem Reservisten Karl o richtete lartin, Sohn der Gottfried Martin Witwe von erfreu- kr, ist für tapferes Verhalten vor dem Feinde das k machten llerne Kreuz 2. Klasse verliehen worden. Derselbe ist niens uni? lr Zeit wegen Kriegsbeschädigung in die Heimat > rien bezo-' rurlaubt. Das Ehrenzeichen in ihm vor einigen Tagen ! ne Worte.' dch seinen Truppenteil zugesandt worden Dem ! -rbündeten' ßftren Soldaten unseren herzlichsten Glückwunsch, en immer ' 's Buch a. Ahorn, 12. Dez. Leider hat wieder eine kauerbotschaft uns verkündigt, daß einer unserer Söhne r das Vaterland gefallen ist. Der seit 26. September I. vermißte Grenadier Gottfried Gern er wird als : „Prepo- t gemeldet- Bald nach Ausbruch des Krieges ist sein einen bai- auf dem Felde der Ehre gefallen und ein zwei- i M ' Bruder befindet sich in französischer Gefangenschast- . zge xx gesund wieder in die Heimat zurückkehren, den Ge- " was es ^klen aber werden wir ein ehrendes Andenken bewahren.
ndere mö- (--) Karlsruhe , 10. Dez. Tie Budgetkommission n Wirdes e Zweiten Kammer befaßte sich in ihren fortgesetzten sich selbst rmtunaen sehr eingehend mit den Höh. Schulen. Be- . diese nur nrt wurde dabei der Rückgang der Schülerzahl an e, ge ei- l Gymnasien, der begründet sei durch die Höhe des ir müsse« chulgelds. Notwendig sei eine Aenderung des Lehr- ücht beacht mes der Höh. Schulen, insbesondere müßten Deutsch , kre Geschichte und Geographie mehr gepflegt werkt - >. Der Rückgang der Schülerzahl der Gymnasien geht , ' i folgenden Zahlen deutlich hervor,: Im Jahre 1912
rach b ltug die Schülerzahl 4 773, 1913 4583 und 1914 ^5. Weiter wurde von einem Wgeordneten eine ent- ^ i,wer- kkchcnde germanistische Borbildung sämtlicher Lehrer ? cs. .. ndert, damit die Lehrer sich einen eingehenderen Ein- d "ier- E in die Zusammenhänge der Weltgeschichte verschaf- ' könnten. Ein Abgeordneter gedachte der in großer kri- A gefallener Lehrer und Schüler; die zahlreiche Mel- ^ von Kriegsfreiwilligen aus ihren Kreisen habe be- ^n, daß der an den Höh. Lehranstalten gepflegte A der richtige sei. Ein anderes Mitglied der Kom- 1 und stellte die Frage, ob nicht das ganze bestehende Ajx- hslsystem zu ändern und die Höh. Schulen auf der ck Meü ^schule aufzubauen seien. Die großartigen Leistun- »nd ans ^ des Heeres wären ohne unsere Schulen nicht möglich a ° dffen. Bon verschiedenen Seiten wird die mit aller kft zu betreibende Förderung der Auslandsschulen an- ! Ab- Sgt. Es handle sich dabei um eine sehr wichtige potz We Frage: die Verdrängung des französischen Ein- teldet ans- AZ im Orient sei nur hierdurch möglich. Auch Mi- irtschasmÄ ter Dr. Hübsch trat den Ausführungen über die künf- Deutschou ; Bedeutung der Auslandsschulen vollkommen bei. bsperrMS ch den neuerdings getroffenen Bestimmungen würden Stellung l Lehrern die im Ausland verbrachten Jahre unter >mer ^ssen Voraussetzungen bei Berechnung der Dienstzeit nend d^ Ähgeachtet. In der Sitzung wurde dann ferner die iens, best der Lehramtspraktikanten besprochen und dabei ge- ZntereM kscht, daß die Regierung den Praktikanten möglichst wurde r>« Dhegx„xomine. Ferner wurde eine energische Hand- 'g der Aufsicht über die Privatschulen angeregt, na- ttich auf dem Gebiet der Handelsschule bestünden
Ä erhebliche Miüstände. .
(-) Karlsruhe , 12. Dez. Ber der Beratung des Mschlags des Ministeriums des Gvoßherzogl. Hau- der Justiz und des Auswärtigen in der Buogetkom- ' der Zweiten Kammer wurde aus eine Anfrage
' hin von dem Staatsanwalt Dr. Frhr. v. Tusch erklärt, es sei schon längere Zeit geplant, die bisher von den Notariatsinspektoren vorgenommene Prüfung der Dienstführung der Notariate auf die Landgerichte zu übertragen. Die Kommission beschäftigte sich dann weiter mit der Entlastung der Strafgerichte, wobei u. a. auch betont wurde, daß Anzeigen wegen Bekundung deutschfeindlicher Gesinnung, namentlich wenn sie ohne Unterschrift seien, nur mit großer Vorsicht behandelt und die Staatsanwaltschaften entsprechend angewiesen werden sollten. Staatsminister Dr. Frhr. v. Tusch erklärte, mit der Bekanntmachung über die Entlastung der Strafgerichte habe man nur gute Erfahrungen gemacht. Eine Weisung an die Staatsanwaltschaften wegen der Behandlung anonymer Anzeigen der erwähnten Art, halte er in Baden nicht für erforderlich. Bon verschiedenen Abgeordneten wird sodann gewünscht, dem Oberlandesgericht die Dienstaussicht über die Landgerichte zu übertragen. Der Minister sagt Prüfung der Frage unter Anhörung des Oberlandesgerichtes zu. Ein Abgeordneter hält die bisher geübte Besetzung von Sekretärstellen am Oberlandesgericht und an den Landgerichten mit Assessoren für eine wenig glückliche Einrichtung und der Minister stimmt dem bei. Die Justizverwaltung habe bereits begonnen, diese Stellen nach und nach mit mittleren Beamten zu besetzen. Weiter wird sodann gewünscht, daß der Neubau des Landgerichts Ofsenburg alsbald nach Beendigung des Krieges in Angriff genommen wird. Auf die Behauptung eines Mitglieds der Kommission, es bestehe unter den Richtern weitgehende Mißstimmung darüber, daß die Beamten der Staatsanwaltschaft zu sehr bevorzugt würden, erklärt der Minister, von einer grundsätzlichen Bevorzugung derselben könne keine Rede sein.
(--) Karlsruhe , 12. Dez. Sehr erhebliche Geldstrafen sprach die Strafkammer gegen eine Schmugglergesellschaft aus, welche große Mengen Arzneimittel in das Ausland, und zwar in die Schweiz , aussührte. Bon einem bekannten Basler Saccharinschmuggler wurde das „Geschäft" geleitet. Die Pakete kamen aus chemischen Fabriken nach Lörrach und von dort nach Basel und dann wahrscheinlich in das feindliche Ausland. Das Urteil lautete gegen den Schmuggler Hermann Günther aus 6000 Mark, gegen Schuhmacher Wilhelm Kunzmann auf 3000 Mark, gegen den Schuhmacher Anton Reiner auf 4000 Mark und gegen die Markthändlerin Frida Greiner auf 2000 Mark Geldstrafe. Sie alle waren dem Reisenden Fäß aus Basel bei seinem Schmuggel behilflich. Fäh selbst war schon in Lörrach zu 22000 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Außerdem haben die Verurteilten noch den ganz erheblichen Wertersatz in Höhe von 6400 bis 1600 Mark zu leiste«.
(-) Karlsruhe , 12. Dez. Im Alter von fast 59 Jahren ist hier Frau Emflie Bils, die Witwe des früh verstorbenen Rentners August Bils, eines Sohnes des Ln Alt-Karlsruhe bekannten Geh. Rats Bils, des Leibarztes des Großherzogs Leopold und der Großherziogin Softe und später des Großherzogs Friedrich und seiner Gemahlin. Als langjährige Präsidentin der Abteilung 2 des Badischen Frauenvereins , hat die Entschlafene mit reichem Segen gewirkt.
(-) Mannheim , 12. Dez. In einem von Lud wigshafen kommenden Straßenbahnwagen entstand, anscheinend durch Kurzschluß, im Fahrschalter ein Brand. Unter den Fahrgästen des stark besetzten Wagens entstand eine Panik, wobei 4 Personen durch Hinfallen auf den Boden und Schnittwunden von Glassplittern leicht verletzt wurden. — Ein hiesiger Privatmann hatte Mehrere wertvolle Hunde aus der Nachbarschaft vergiftet, weil sie seinen Garten heimsuchten. Er kam zur Anzeige und die Strafkammer verurteilte ihn wegen Sachbeschädigung zu 300 Mark Geldstrafe.
(-) Pforzheim , 12. Dez. In der hier wohnenden Familie Richard Müller hat sich ein tödlicher Unglücksfall ereignet. Beim Füllen einer Bettwärmeflasche mit kochendem Wasser löste sich der Handgriff des Dopses und das eineinhalbjähriges Kind wurde derart verbrüht, daß es starb.
(-) Lahr , 12. Dez. Tie Obere Mühle des Müllers Karl Rappenecker in Reichenbach ist, weil der Müller Getreide ohne Mahlschein gemahlen hatte, gemäß einer Verfügung des Gr. Bezirksamts geschlossen worden.
(-) Göppingen , 12. Dez. (Messerstecherei.) Ein 16jähriger Arbeiter wurde von einem Mitarbeiter aus Rache wegen eines früheren Streites in den Arm gestochen. Der Täter ist bekannt.
(-) Eutingen (OA. Horb), 12. Dez. (Zu der Bluttat.) Zu der Bluttat in Eutingen wird uns aus Horb weiter gemeldet, daß das zweijährige Kind der Bauerswitwe Maurer gestern vormittag an seinen schweren Verwundungen gestorben ist und nachmittags seziert wurde. Die Frau des Zimmermanns Sckck- ler schwebt immer noch in Lebensgefahr; sie wird aber kaum mit dem Leben davonkommen, da sie mit Stichen am Hals und Kopf übervoll bleckt ist. Inzwischen sind auch die geraubten Wertpapiere und die Axt, mit der Hil-- denbrand die Verletzungen ausführte, gefunden worden. Zur Zeit wird der Bursche vernommen, der noch immer leugnet, aber der Tat überführt werden wird.
(-) Dettenhausen (OA. Tübingen), 12. Dez. Wns Wasser.) Eine ältere Bauersfrau, die seit einigen Jahren schwermütig ist, hat sich im Mühlbach das Leben genommen.
(-) Pfullingen , 12. Dez. (Lebensmüde.) Me schon einige Zeit körperlich leidende Haustochter Staiger hat, wie bereits kurz berichtet, in her Echaz den Tod gesucht, well sie fürchtete, ihrer alten Mutter zur Last zu werden.
(-) Gerabron», 12. Dez. (Briefkastenmarder.) Ein hiesiges Dienstmädchen wurde vom Landjäger in dem Augenblick abgefaßt, als sie den Briefkasten stmes Inhalts entleeren wollte. Sie hat anscheinend diese Arbeit schon längere Zeit verrichtet. ^
Landwirtschaft.
Versteigern»« vo« 2S Pferde» i» Bncke».
Am Dienstag, den 14. Dezember, nachmittags 2 Uhr, veranstaltet die badische Landwirtschaftskammer in Buchen (Platz am Bahnhof zu erfragen) eine Versteigerung von 20 2—4jährigen guten Ardenner Fohlen sowie einigen älteren Pferden. (Näheres siehe Inserat.)
Letzte Nachrichten.
(Mitgeteilt von WTB-Büro.)
K 1VV Gefangene.
Wien 12 Dezember. Amtlich wird verlautbart vom 12. Dezember 1915: Südöstlicher Kriegsschauplatz: Unsere Offensive gegen Nordostmontenegro führte gestern zur Besetzung von Korita und Zozai und zu Nachhutgefechten 12 Kilometer westlich von Jpek- Wir brachten in diesen erfolgreichen Kämpfen 6 100 Gefangene ein und erbeuteten im Gelände zwischen Jpek und Rozat 40 serbische Geschütze. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: von Höffer, Feldmarschalleutnant.
Weiteres engl. Geld für Italien .
WTB. Zürich, 12. Dez. Laut „Züricher Post" meldet der „Avanti" noch einer Mitteilung des Radikalen Pradeletto, daß England an Italien drei Milliarden Lire geliehen habe, die nicht in die gemeldeten 5 Milliarden Kriegskosten einbegriffen seien.
«rieche»la»d gibt imnrrr »ach.
Berlin , 11 Dezember. Eine Rotterdamer Meldung des »Berliner Lokalanzeigers' besagt: Athener Depeschen aus französischer Quelle zufolge soll Griechenland darein gewilligt haben, daß Saloniki in Verteidigungszustand gesetzt und ein Teil der griechischen Truppen zurückgezogen wird. Ueber die übrigen Forderungen der Entente sollen die Verhandlungen befriedigend fortschreiten
Fre«dig-r Ernpfa»g der »«lgare«.
Sofia, 12. Dez. Jn Ochrida fanden unsere Truppen ^ eine unbeschreibliche Aufnahme. Die ganze Bevölkerung der Stadt war unter der Führung ihrer Priester unseren Truppen entgegengezogen, die sie mit Blumen und grünen Kränzen überschüttete. Die Einwohner vergoßen Freudentränen beim Anblick unserer Soldaten.
! Ernste Vorgänge in Rußland .
Berlin , 13. Dezbr. Dem .Berliner Lokalanzeiger" zufolge wird der »Frankfurter Zeitung" aus Stockholm gemeldet: Ueber die Ursachen der noch immer fortdauernden Unterbrechung des privaten Telegraphenverkehrs aus Rußland find in Stockholm Gerüchte von ernsten Vorgängen im Innern Rußlands im Umlauf. In HelsingforS meuterten angeblich die Mannschaften , des Panzerkreuzers .Gangut". Die treu gebliebenen Schiffe beschossen den Kreuzer, dessen Besatzung sich ergeben mußte. 30 Mann wurden erschossen und 400 verhaftet und nach Petersburg gebracht.
Dentschen-Hrtze.
Kopenhagen , 11. Dezember. Trotzdem Aeußerungen der Rote Kreuz Schwestern über die deutschen Gefangenenlagern bereits vorltegen, setzen Norvoje Wremja, Birsche- wija, Wjedomosti und Rußkoje Slowo die Hetze wegen angeblich schlechter Behandlung der gefangenen Russen fort Das Blatt Djen veröffentlicht einen ernsthaften Aufruf, in dem es die Deutschen auffordert, im Interesse der Menschlichkeit u. aus Rücksicht auf den internationalen Verkehr doch derartige Grausamkeiten gegen Gefangene einzustellen, da die Klagen über deren Behandlung sich stark vermehrten.
Ver«S»fttse Worte.
London , 12. Dezember. „Economist ' schreibt: Wenn das auswärtige Amt, ungehindert durch das Parlament, aber durch eine freie vernünftige Erörterung unterstützt, einen allgemeinen ehrenvollen Ausgleich Herstellen könnte, der dem schwersten Bankerott Europas Vorbeugen würde, würde die Nation Grund haben, dankbar zu sein. DaS ist anscheinend der Sinn der jüngsten sehr verständigen Rede Bouar Laws gewesen. Das Blatt fährt fort: Wir können nicht vergessen, daß jeder Monat die nationale Schuld so verschärft wie die 3 Jahre des Burenkrieges. Der Verlauf der militärischen Ereignisse ist ganz ungewiß Die einzige Gewißheit ist, daß, je länger der Krieg dauert, es desto schwieriger sein wird, die Finanzlage wieder in Ordnung zu bringen. Die i Rede des deutschen Reichkanzlers scheint von der ' deutschen Presse als Friedensrede betrachtet zu werden. Sie enthält jedenfalls kein Wort über die Räumung der belgischen und französischen Gebiete. Eine große Frage ist es, ob ein ehrenvoller Friede erreichbar ist. Wenn das der Fall ist, so wird die finanzielle Erschöpfung allen kriegführenden Mächten eine stärkere Gewähr gegen eine Erneuerung der Feindseligkeiten bieten, als alle Abmachungen und Friedensverträge.
Die beide« Attache- abberufe».
Washington, 11. Dezember. Der deutsche Botschafter Graf Brrnstorff teilte dem Staatssekretär Lanfing mit, daß der Marineattache Boy-Ed und der Militärattache von Popen abberufen worden sind. — Das Staatsdepartement ersuchte den britischen und französischen Botschafter, den deutschen Attaches Boy-Ed und von Papen freies Geleit zu gewähren.
Iapa» hetzt i« Ehima
Berlin, 12. Dezember. Dem »Berliner Lokalanzeiger" zufolge wird den „Baseler Nachrichten" über den Aufruhr in Shanghai berichtet: 200 chinesische Studenten, die in Japan studiert haben, und etwa ein Dutzend japanischer Studenten hatten in der Fremdenniederlassung den Aufruhr organisiert. In ihrer Kaffe befanden sich 400 000 Yen, sodaß auf eine ausländische Unterstützung geschlossen wird.