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— Stuttgart , Sept. (Fahrpreisermäßig gung.) Die Leitung der Straßenbahn hat den Schülern und Schülerinnen, die sich an der Laubheusammlung be­teiligen, eine Fahrpreisermäßigung auf' 5 Pfg. für jede, Fahrt ohne Rücksicht auf die Strecke, bewilligt. Von dem, dankenswerten Entgegenkommen wird reichlich Gebrauch

gemacht. ^

(-) Stuttgart , 4. Sepr. (Gefährliches Spiel-, zeug.) Vorgestern nachmittag hantierte in einem tzaus< der Kriegerstraße ein lOjähriger Knabe der Familie^ Käser an einem Sprengkörper, wobei dieser explodierte.; Außer schweren Verletzungen im Gesicht und am Kör­per wurden ihm sämtliche Finger der linken Hand weg- gerissen. '

(-) Hedelfingen, 4. Sept. (Die Wespenplage.) Nach der „Untertürkheimer Zeitung" haben Schul­kinder in den letzten Wochen 1463 Wespennester und 89 Hornissennester vernichtet, wofür die Gemeinde Beloh­nungen in Höhe von 328,20 Mk. ausbezahlt hat. l

(-) Lndwigsburg, 4. Sept. (Ein Ludwigs- burgcr Gedenktag.) Gestern, am 3. September, jährte es sich zum 200. Mal, daß der Gründer un­serer Stadt, Herzog Eberhard Ludwig , Ludwigs­ burg zur Oberamtsstadt gemacht, zur dritten Hauptstadt des Landes erhoben und „ihr aus besonderer Gnade" die Führung der im herzoglichen Wappen befindlichen Reichssturmfahne gestattet hat. Aus diesem Anlaß ha­ben im Namen der bürgerlichen Kollegien der Ober­bürgermeister und der Obmann des Bürgerausschusses dem König eine Ergebenheitsadresse überreicht, worauf lt. „Ludwigsb. Ztg." vom König folgendes Telegramm aus Bebenhausen eingelausen ist: „Am heutigen Tage, da zweihundert Jahre vergangen seit Erhebung Lud- wigsburgs zur Oberamtsstadt und dritten Hauptstadt, ge­denke ich mit den wärmsten Wünschen der treuen Stadt, die mir immer besonders nahe gestanden. Möge sie für alle Zeiten blühen und gedeihen! Ich meiner­seits werde nie aufhören, nach besten Kräften für sie zu wirken, und ihr für alle Zeiten mein herzliches Wohl­wollen bewahren. Wilhelm."

(-) Vaihingen a. E., 3. Sept. (Ausreißer.) Gestern abend sind von den im hiesigen Armenhaus untergebrachten Gefangenen acht Franzosen durchge­brannt.

(-) Neckarsulm , 4. Sept. (Franzosen als Jagdbeure.) Bei seiner Heimkehr von der Abend- birsch entde.t am letzten Freitag Oberamtspfleger Ernst in einem Wemberghäuschen auf dem Scheuerberg drei Franzosen. Rasch entschlossen nahm er sie fest und transportierte sie, trotz ihrer Bitte um Freilassung, in das Wachlokal nach Neckarsulm . Sie waren in Eber­stadt entwichen und für die Flucht reichlich mit Pro­viant v:rshsn.

(-) Backnang , 4. Sept. (Die Ruhr.) Wie das K. Oberamt bekannt macht, ist die übertragbare Ruhr in stärkerem Maße ausgetreten und in zwei Fällen töd­lich verlaufen.

(-) Giengen a. Br., 4. Sept. (Das Brandfest.) Jedes Jahr am 5. September wird hier das „Brandfest'1 mit Gottesdienst vormittags und abends abgehalten zur, Erinnerung an die böse Zeit des 30jährigen Kriegs.'; Nach der Nördlinger Schlacht wurde die Reichsstäot Giengen besonders schlimm mitgenommen, indem sie von spanischen Horden am 5. September 1634 angezündet wurde. Bis auf drei Häuser brannte sie nieder. 500 Fa-, milien flohen nach Ulm . Im folgenden Jahre kehrten 66 Zurück und iinaen an. die Stadt wieder aufzubauen.

(-)'Menningen bei Konstanz , 4. Sept. Vor drei Jahren im August verlor der Müllermeister Lang sen. eine Geldmappe mit 2500 Mk. Papiergeld beim Zu­richten des Stellwerks in der Ablach . Trotz eifrigen Suchens konnte die Mappe nicht gefunden werden. Am letzten Donnerstag entdeckte nun der kleine Sohn des Landwirts Waibel in der Ablach zwischen Menningen und Göggingen die Mappe samt dem Inhalt. Die Mappe ist noch ziemlich gut erhalten, während die Geldscheine größtenteils verschlammt und versetzt sind, doch sind bei einzelnen Scheinen noch deutlich die Nummern ersichtlich.'

(-) Vom Bodenfec, 4. Sept. (Das Wasser­fällt.) Ter Bodensee ist in den letzten Tagen bereits) um einen halben Meter gefallen.

(-) Vom Bodenfee, 4. Sept. (Schließung einer Gastwirtschaft.) Der Gasthof z. Schiff in, Kreßbronn, Gde. Nonnenbach, wird laut oberamt^ licher Verfügung vom 5. September ds. Js. einschließ-, lich ab bis auf weiteres geschlossen, weil sich der Betriebs-^ inhaber in der Befolgung der Pflichten, die ihm durch die, Verfügung über die Regelung des Fleischverbrauchs und, die dazu erlassenen Ausführungsbestimmungen auferlegt sind, wiederholt als unzuverlässig erwiesen hat. H

(--) Friedrichshofen, 4. Sept. (Butterdieb­stahl.) Dienstag Nacht wurden in der Widmannschem Käserei in Markdorf zirka 80 Pfund Butter gestohlen^ Gestern wurde ein Dieb, als er mit dem ersten Zug Reißaus nehmen wollte, verhaftet; 22 Pfund Butter wur-^ den ihm abgenommen.

(-) Friedrichshofen, 4. Sept. (Geschlossenes, Hotel.) Der Betrieb des Kurgartenhotels wird vom' 9. September ab wegen Uebertretungckier Vorschriften über Lebensmittel bis auf weiteres geschlossen. ...n-

Kriegswirtschaft.

— Die gewerbsmäßige Herstellung von Pflau­menmus und Obstkraut ist mit Rücksicht auf die schwache Obsternte von der Reichsstelle für Obst und Gemüse verboten worden; die private Herstellung bleibt wie bisher frei.

— Das Gerede vom Frühdruschgetreide. Um

dem Gerede von der Verderbnis des Frühdruschgetrei­des beizeiten entgegenzutreten, hat das bayer. Mini­sterium des Innern die Kommunalv erblinde angewie­sen, den Ausschüssen und sonstigen Vertretern von Er­zeuger- und Berbraucherkreisen Gelegenheit zur Besich­tigung der Getreidelager zu gcöen, um sich zu überzeu­gen daß das Getreide tadellos ist.

Handel und Verkehr.

— Die Weinpreise. Tie Verhandlungen zwischen den KriegSwucherämtern der weinbautreibenden Staaten Süddeutschlands über ein gemeinsames Vorgehen bei Regelung der Weinpreise für den Herbst 1918 sind nach der „Karlsr. Ztg." zum Abschluß gekommen, nach­dem in allen grundlegenden Fragen, eine Einigung er­zielt wurde. Tie neuen WeiuPreise werden in näch­ster Zeit in den einzelnen Bundesstaaten bekannt ge­geben werden. Sie werden für den Herbst 1918 unter keinen Umständen höher sein als die im Herbst 1917 festgesetzten Richtpreise. Das Kriegswucheramt wird auch im kommenden Herbst durch strenge Ueberwachungsmaß- nahmen für genaue Einhaltung der neuen Preise Sorge tragen und in allen Zuwiderhandlungsfällen die ganze Strenge des Gesetzes gegen den Schuldigen zur An­wendung bringen. Jetzt schon abgeschlossene Trauben­käufe sind ungültig und straibar.

— Die Weinsteuer. In den Berliner Weinlokalen wird der gewöhnliche Wein mit 7 Mk., mit der Steuer mit 8,40 Mk. das Liier berechnet. Der „Lokalanzerger meint dazu: Der Normaldeutsche, d. h. der Mmmlmg, ver im Kriege nichts verdient, nähert sich wohl oder übel immer mehr dem Ideal der Enthaltsamkeit.

— Weinsteuerbuch, Nach dem neuen Weinsteuer- gesek haben die Weinhersteller und Händler Wein- fteue ckücher zu füh en. W r machen alle die es angcht, hierauf aufmerksam.

— Schleppschiffahrt auf dem Neckar . Schlepp­lohneinnahme im August 987,30 Mk. Gesamteinnahme bis Ende August 158 276,70 Mk. Der andauernd niedere Wasserstand verhinderte die Aufnahme des Betriebs; ein am 13. August in Mannheim abgelassener Schleppzug kam nur bis Haßmersheim , wo er - - -6. August stillliegt.

— Sammelt Dneckwurzelnk Frühling uno Herbst sind geeignet zum Sammeln von Qu eckwur­zeln. Dem Landwirt ist diese Sammlung sehr will­kommen, wird dadurch doch sein Saatland von diesem lästigen Unkraut gesäubert. Tie Sammlung solle sofort nach dem Ackern erfolgen. Je frischer, desto wertvoller sind die Wurzeln. Liegen sie längere Zeit im Freien, so verlieren sie ihren Wert vollständig. Nur dicke Schnüre sammeln! Gesammelte Queckwurzeln sind gut zu wa­schen, dürfen aber nicht zu lange im Wasser gelassen werden, da sie dadurch an Nährwert verlieren. Ge­waschene Wurzeln werden an der Luft getrocknet. Für einen Zentner werden von den Proviantämtern 12 Mk. bezahlt. Fuhrgebühr für einen Zentner und bei einer Entfernung von über 5 Kilometer 50 Pfennig.

^ Kurzer Wochenbericht

2 ? drr Preisberichisstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 27. August bis 2, September 1918.

( Die ungenutzten Weizeumengen Australiens .

' Der „Statist" vom 27. Juli schreibt: Das Landwirtschasts- Institut in Rom bestätigt die Angaben über die ungeheuren .Ueberschußmengen an Weizen in Australien . Die Verschiffer sind des Wartens aus Schiffsraum müde geworden. Man schätzt, daß sich mehr als 130 Millionen Bushels in der Erwartung von Verschiffungsgelegenheit auf Lager befanden, wozu von der letzten Ernte noch 123 300000 Bushels gekommen sind. Es ist schwer, -sich ein Bild davon zu machen, wie selbst mit den sorgfältigsten Vorsichtsmaßregeln eine so große Menge Getreide vor den An­griffen der Nagetiere und Würmer bewahrt werden soll; doch Lind, wie man hört, die Lagerungsoerhältnisse, die wir früher Kritisiert haben, letzthin beträchtlich verbessert worden. Das Durchfchleppen so großer Getreidemengen muß australischen Finanz- Häusern eine große Last aufbürden, und es ist zu befürchten, daß australische Landwirte, durch die Unmöglichkeit der Verschiffung der letzten Ernten entmutigt, kn der Besorgnis vor sinkenden Marktpreisen ihre Erzeugung verringern.

Schlimme Aussichten über die französische Kartoffel­ernte im Fähre 1919. „Humanste" vom 18. August teilt folgende Veröffentlichung des Landwirtschäftsministeriums mit: Die durch die Dürre verzögerte Entwicklung der Kartoffeln hat fast überall neu eingesetzt. Die vor der Dürre gefaßten Kar­toffeln werden slch nicht mehr entwickeln, die fMer gesetzten nicht mehr zur vollen Reise kommen und sich daher schlecht halten. — Nach Hinweis auf die unter diesen Amständen er­forderliche besondere 'Sorgfalt bei der Auswahl, Behandlung und Aufbewahrung der SaatSarioffeln heißt es: LMe die st Vorsichtsmaßregeln werden mit 1919 eine für unstre Ernährung zehr gefährliche Krisis erleben. ^ <

Letzte NaehviHteir.

WTB.» u. Privattelegr. an den Daulander Bote.

Wechsel im stellv. Generalkommando. ^

München , 4. Sept. Der General der Infanterie z. D. Freiherr von der Thann ist aus Gesundheits­rücksichten von seiner Stellung als stellv. kommandierender General des 1. Bayerischen Armeekorps zurückgetreten und durch den General der Infanterie z. D. Ritter von Martini ersetzt worden.

Teuerungsanleihe.

München , 4. Sept. Ta die im September fäl­ligen einmaligen Teuerungszulagen für die Beamter, und Arbeiter des Staats in Höhe von 60 bis 70 Millionen aus lausenden Mitteln nicht zu decken sind, beabsichtigt die Regierung eine Anleihe aufzunehmen.

Das .Auslandsgeschäft in Leipzig .

Leipzig , 4. Sept. Die Ausfuhrbewilligung von Waren, die dem Ausfuhrverbot unterliegen, wird be­kanntlich vom Reichskommissar für Aus- und Einfuhr­bewilligung unter gewissen Bedingungen erteilt, wenn es sich um Bestellungen ausländischer Einkäufer auf der Leipziger Mustermesse handelt. Nach der diesjährigen Herbstmesse sind vom Meßamt bis heute 3408 Anträge aus Ausfuhrbewilligungen über einen Gesamtbetrag von 178,5 Millionen Mark unterbreitet worden, gegen 2013 Anträge über 50 Millionen Mark nach der letzten Früh-^

jahrsmesse. Ta eine Reihe der wichtigsten Meßartikek? wie 'Porzellan, und Steingut, ohne besondere Erlaubnis ausgeführt werden dürfen, so ist ersichtlich, wie bedeu-j tend das Auslandsgeschäft an der Herbstmesse gewe­sen ist. ^ ^

Der Fall Greber.

Köln , 4. Sept. Ter Pfarrer Greber, der ein; Reichstagsmandat angenommen hatte, ohne die Erlaub-^ nis des Bischofs einzuholen, ist vom Bischof von Trier ) seines Amtes enthoben worden. Die dagegen eingelegt«; Berufung wurde von Kardinal v. Hartmann abgewie-, sen. Tie Zentrumsfraktion hat die nachgesuchte Aus-; nähme Grebers in die Reichstagsfraktion abgelehnt. (Gre-) ber war gegen den offiziellen Zentrumskandidaten von) den christlichen Gewerkschaften als Zentrumskandidat aus-) gestel lt u nd gewählt morden.) > . .

König Ludwig in Sofia . s

^ München , 4. Sept. Nach der Korrespondenz Höfs­mann ist König Ludwig gestern abend zur Erwiderung^ des Besuchs des Königs der Bulgaren in Begleitung des Staatsministers des Aeußern, v. Dandl, des! Kriegsministers v. Hellingrath und des auch am bulgarischen Hofe beglaubigten bayerischen Gesandten in Wien , Freiherr v. Tücher, nach Sofia abgereist.

Die Zusatzverträge ratifiziert.

Moskau , 4. Sept. Tie Ratifizierung der Zusatz­verträge zum Brester Frieden durch den Vollzugsaus­schuß erfolgte gestern abend einstimmig bei zwei Stimm- entMltungen. Der Lettenführer Wazetes ist zum Ober­kommandierenden an allen Fronten ernannt worden.

Die Explosion in Odessa.

Wien , 3. Sept. Das Wiener K. K. Korr.-Bur. meldet aus Odessa: Bei der Explosion wurden über 50 Personen getötet und mehrere Hundert verletzt. Meh­rere Tausend Personen sind abdachlos, da die Häu­ser ganzer Straßen durch den ungeheuren Luftdruck der einfallenden Granaten und den ausgebrochenen Brand vernichtet sind. In den Gassen liegen nicht explo­dierte Geschosse teilweise schwersten Kalibers. Der Scha­den beträgt sicherlich mehrere Hundert Millio­nen. Die bisherige Untersuchung ergab, daß die Kata­strophe, so wie jene von Kiew , durch Agenten der Entente hervorgerufen worden ist. Das Muni­tionslager gehörte eigentlich der ukrainischen Regierung, mit der die österreichisch -ungarische Heeresverwaltung wegen Erwerbs des Lagers verhandelte. Die übrigen Vorräte und die Obdachlosen wurden vorläufig in Asylen untergebracht. Die Bedürftigen werden aus Fahrküchen der österreichisch -ungarischen Truppen gespeist. Der Bahn­verkehr, der mehrere Stunden unterbrochen war, ist in vollem Umfang wieder ausgenommen. Das Leben in Odessa geht bereits wieder seinen gewohnten Gang.

Die Ereignisse im Osten.

Japanischer Heeresbericht: Am Morgen des 24. Augup pglei, die Alliierien ihre Offensive fort und verfolgten den Femd dis zum Flusse Uaeraya, wo die Zerstörung der Brücken die Ver­folgung zum Stocken brachte. Eine Abteilung ist in Mand- schuli am 23. August eingetroffen. Ihre Hauptmacht erreicht« die UMebung am 24. August. Semenow steht 35 Meilen westlich Mandschuli. - u ^

Heeresbericht Semenow vom 21. August: Wir nahmen Ol 0 - viania durch ein Umgehungsmanöver, eroberten 4 Geschütze und Maschinengewehre und machten Gefangene.

Englischer Heeresbericht aus Nordrußland vom 31. August: Die feindlichen Stellungen unmittelbar nördlich von Obozerskäja 75 Meilen südlich von Archangelsk an der Wologdaeisenbahn, wurden von den alliierten Streitkräften einschließlich der russi­schen Truppen angegriffen und genommen. Unsere Truppen rücken aus Obozerskäja vor.

London , 4. Sept. Ter „Times" wird aus Wla­ diwostok vom 30. Aug. gemeldet: Nach hier eingelau­fenen Berichten ist der Feind am Ussuri in vollem Rückzug in der Richtung auf Chabarowsk . Eine plötz- l che Flank.nbewegung der Japaner führte zur Abschnei­dung der Bahnlinien und zur Eroberung von zwei Panzerwagen. Ter Vormarsch der Alliierten hat be­gonnen. Tie feindliche Hauptmacht muß am Onon zu­sammengezogen sein. Tie Amurbahn ist an mehreren Stellen schwer beschädigt. Die allgemeine militärische Lage der Alliierten hat sich gebessert. Trotzdem ist es nötig, daß sie General Dietrichs so kräftig wie möglich unterstützen. Mit Japan sind Unterhandlungen über die Entsendung weiterer Truppen im Gang.

Moskau , 4. Sept. Nach der „Krasnaja Gazeta" wurde im Gouvernement Wologda eine neue Vcrschivö- rung von Offizieren entdeckt, die mit englischer Unter­stützung arbeitete. Von den Verhafteten wurden 10 Offiziere erschossen.

Die „Times" meldet aus Wladiwostok : Tie Semst- wos (Gemeindeverwaltung) von Wladiwostok , Niklosk, Jman und Oginsk haben die gesamte Gewalt der si­birischen Regierung übertragen.

Wegen der Bedrohung der Stadt Nishnij-Now- gorod durch die Tsch'cho-Slowaken steht die Verlegung der Herstellung von Etats papieren von dort nach Mos­ kau bevor. Auch der bisher in Petersburg geblie- tene Teil der Staatdruckerei wird nach Moskau über­geführt Infolgedessen werden in Moskau gegen 40000 Arbeiter und Beamte, ausschließlich ihrer Familien un­tergebracht werden müssen.

Die nächsten sechs Woche« ...

Berlin , 5. Sept. Der Temps schreibt: General F 0 ch ist immer noch der Hoffnung, einen Winterfeld- zug vermeiden zu können. In Albert versicherte Foch, die n ä ch st en sechs Wochen würden die Ent­scheidung dieser Frage bringen.

Schwarzenwerbung in den deutsche« Kolonien.

Gens, 5. Sept. Der Matin meldet, daß die Alliier­ten die Anwerbung von freiwilligen Schwarzen in den besetzten Kolonien erörtern. Die Frage wird jeden­falls auf der nächsten Versailler Konferenz zur Erledig­ung gebracht werden. — (Wenn die Alliierten das an­gekündigte Vorhaben „freiwillige" Schwarze in den besetz­ten (soll heißen deutschen!) Kolonien für den Kampf ist