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zustellen. Der ohne Debatte angenommene Antrag des Referenten lautet: „Der Gautag beschließt, die Großh. Regierung zu ersuchen, bei der Reichsregierung dahin zu wirken, daß für sämmtliche Arbeiter ein einheitliches Ausweispapier geschaffen werde."
Dritter Punkt der Tagesordnung: „Die Beschränkung der Naturalverpflegung auf die Wintermonate". Der Referent: Bürgermeister Wanner-Säckingen, führt die Gründe für und gegen die Naturalverpflegung sowie die besagte Einschränkung erschöpfend aus und kam zu dem Schluffe, daß man die wohlthätige Einrichtung in ihrer jetzigen Gestalt zu erhalten suchen müsse. Landeskommissär Engelhorn nimmt sich warm der Naturalverpflegungsstationen an und erläutert ausführlich deren segensreiche Wirksamkeit. Redner ersucht die Versammlung, stets dafür zu sorgen, daß obige Anstalten in die Hände vollständig unabhängiger und selbständiger Männer gelegt werden, die sich mit voller Hingabe der guten Sache widmen.
Der Vorsitzende schließt hierauf den Gautag, indem er den Referenten für ihre gediegenen Leistungen und der Versammlung für die Aufmerksamkeit dankt.
Die Entwickelung der Großindustrie des Großherzogthums Gaden während -er Kegierungszeit Lr. Königlichen Hoheit des Großherzogs
Friedrich. II.
Bergbau.
Das Land ist nicht reich an nutzbaren Erzen. In früheren Zeiten wurde im südlichen Schwarzwald Silber, Blei, Kobalt mäßig gefunden und verhüttet, in Wiesloch bei Heidelberg ebenso Zink , an verschiedenen Orten auch Eisen; Gold wurde aus dem Rheinsand gewonnen. Die Betriebe sind schon geraume Zeit theils eingegangen, theils sehr reduzirt. Es wird noch jetzt Zinkerz (Galmei) gegraben bei Wiesloch und Nußloch , silberhaltiges Bleierz in Kappel bei Freiburg und seit einigen Jahren auch Manganerz bei Heidelberg . Verhüttet, bezw. anderweitig verwerthet werden die Erze außerhalb. Am meisten ins Gewicht fällt ein Kohlenbergwerk in Berghaupten bei Offenburg , wo eine für Füllofenbrand recht geeignete anthracitartige Kohle in geringer Mächtigkeit vorkommt, die einzige Kohle des Landes. Im Ganzen sind etwa 150 Personen in diesen Betrieben beschäftigt, der weit größere Theil bei der Kohlenförderung.
Unter bergpolizeilicher Aufsicht stehen auch eine Anzahl Gipsbergwerke, welche sich in den Aemtern Mosbach , Freiburg , Müllheim, Schopf-