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BADISCHE WIRTSCHAFTS-ZEITUNG
Nr. 12
Arbeitgeber unverhältnismäßig gering sein im Vergleich zu dem Nutzen, der durch die Verteilung gestiftet wird. Die Blätter erscheinen monatlich einmal zum Preise von 10 Pfg. Demnach würde die Ausgabe für eine Fabrik mit 100 Arbeitern monatlich 10 RM. betragen, eine Summe, die einem solchen Betrieb sicherlich zugemutet werden kann.
Das Amt für Volkswohlfahrt hofft, mit der Einleitung des großzügigen Schadenverhütungswerkes eine grundlegende wichtige Hilfsmaßnahme für die gesamte Aufbauarbeit der nächsten Jahre in die Wege zu leiten. Es ist sich bewußt, daß dieses Werk nur gelingt, wenn ernste
Gebt den alten Kämpfern Arbeit und Brot!
Wir machen nochmals auf die in der letzten Nummer der „Badischen Wirtschafts-Zeitung“ zum Abdruck gebrachten, von den Kreisleitern der NSDAP Karlsruhe und Ettlingen , den Führern der SA-Brigade 58 und des SS -Abschnittes XIX sowie dem Vorsitzenden des Arbeitsamts Karlsruhe eingeleiteten Sonderaktion zur Unterbringung alter Kämpfer aufmerksam.
Auch die Badische Industrie- und Handelskammer schließt sich dieser im Interesse des ganzen Volkes liegenden Aktion an und legt es den Betriebsführern der gesamten badischen Wirtschaft dringend nahe, mitzuhelfen, daß die heute noch arbeitslosen alten Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung alsbald in Arbeit gelangen. Zu diesem Zwecke ist es insbesondere erforderlich, daß die Betriebsführer erneut prüfen, ob nicht auch durch Ersetzung weiblicher Arbeitskräfte und durch Abstellung von Doppelverdienertum Neueinstellungen erfolgen können.
' Dr. Kentrup,
Präsident der Badischen Industrie- und Handelskammer.
und intensive Mitarbeit aller verantwortlichen Volksgenossen erreicht wird. Auch zu dieser Arbeit gehört eine gewisse Begeisterung, eine gewisse verantwortungsfrohe Freudigkeit und eine Zuversicht des in sicherer Aussicht stehenden Erfolges.
I Die Badische Industrie- und Handelskammer ruft daher alle Betriebsführer ihres Bezirks auf, sich in eine Reihe mit den übrigen kämpfenden Volksgenossen zu stellen und dem Amt für Volkswohlfahrt bei der Durchführung seiner Aufgabe nach besten Kräften behilflich zu sein. '
Sonstige Nachrichten.
Verkehr.
Reichs-Firmen-Femsprechbueh.
Das vom Verlag Reichs-Branchen-Verzeichnis G. m. b. H., Berlin W 9, Schellingstr. 1, herausgegebene Reichs- Firmen-Fernsprechbuch 1984 in vier Bänden ist erschienen und liegt zur Einsichtnahme in den Geschäftsräumen der Badischen Industrie- und Handelskammer auf.
Neues internationales Frachtbriefmuster.
Es ist bereits wiederholt in der Tages- und Fachpresse darauf aufmerksam gemacht worden, daß voraussichtlich zum 1. Januar 1985 ein von dem derzeitigen Muster grundsätzlich abweichendes Formular des internationalen Frachtbriefes eingeführt wird. Eine Verlängerung der Aufbrauchsfrist ist nicht vorgesehen. Da sich jedoch größere Mengen internationaler Frachtbriefe noch in den Händen der Verfrachter befinden dürften, ist uns daran gelegen, zu erfahren, wie hoch die Bestände im Bezirk der Badischen Industrie- und Handelskammer sind.
Wir bitten deshalb alle Firmen des Bezirks, uns mitzuteilen, wie hoch die bei ihnen am 1. Januar 1935 voraussichtlich noch vorhandenen Bestände an internationalen Frachtbriefen sind. Wir bitten ferner um Mitteilung, wie hoch sich der Verbrauch an internationalen Frachtbriefen pro Vierteljahr im Durchschnitt stellt.
Rückstrahler.
Wie der Reichsverkehrsminister mitteilt, haben alle Fahrzeuge nach dem am 1. Januar 1935 in Kraft tretenden § 12 Abs. 1 der Reichs-Straßenverkehrs-Ordnung vom 28. Mai 1934 von diesem Tage ab an der Rückseite Schlußlichter oder Rückstrahler zu führen. Ausgenommen sind nur Schubkarren und Handschlitten, die nicht mehr als 1 m breit sind, sowie Kinderwagen. Das Inkrafttreten dieser Vorschrift ist bis zum 1. Januar 1935 hinausgeschoben worden, weil die gegenwärtig geltende Vorschrift über die Beschaffenheit der Rückstrahler (Verordnung .vom 27. April 1929, RGBl . I S. 88) durch die noch in Vorbereitung befindliche Ausführungsanwei-
MOMNGER BIER