te von seiner Mannschaft, die das verpflichten­de Erbe von Schalke übernommen hat, sie spiele englischen Fußball mit Wiener elasti­schem Schwung — Mannheim wird von Bum- bas Schmidt betreut, der einst an entscheiden­der Stelle zu Schalkes glanzvollen Zeiten bei­trug. Er will dafür sorgen, daß sich der typische Zweck- und Erfolg fußball, der sich das Finale über die Meister des Nordens und’ des Südens erkämpfte, auch noch gegen den Meister des Westens durchsetzen wird. Glor­reiche Ungewißheit eines Fußballspieles — 90 000 werden im Neckarstation dabei sein, wenn 22 die deuts:he Fußballmeisterschaft 1949 entscheiden!

Erfahrungsaustausch südbad. Städte

Lahr . In gewissen Abständen treffen sich die Oberhäupter oder ihre Stellvertreter der sechs südbadischen Städte über 15 000 Einwohner, einschließlich der kreisfreien Städte Freiburg , Baden-Baden , Konstanz , zu einem Erfahrungsaustausch. In dieser Woche wählte man als Ort der Zusammenkunft die Schutterstadt Lahr , wobei Oberbürgermeister Dr. W a e 1 d i n den Vorsitz führte. Zunächst wurde über das Ergebnis des jüngst beende­ten Deutschen Städtetages berichtet, an dem mehrere Vertreter südbadischer Städte teil­genommen hatten (Berichterstatter Stadt­rechtsrat Neck, Lahr ). Außerdem erörter­ten die anwesenden Stadtoberhäupter kom­munalpolitische Fragen, u. a. beamtenbesol­dungstechnischer Art, sowie verschiedene Ge­setzentwürfe, über die demnächst im Landtag abgestimmt werden soll. Die Zusammenkunft ergab ein erfreuliches Bild der Einmütigkeit und Zusammenarbeit auf allen Gebieten. Die Aussprache endete mit einem gemeinsamen Rundgang durch den Stadtpark und das Hei­matmuseum. Die Parkanlagen, die bald wie­der ihr von früheren Jahren her gewohntes Bild darbieten werden, fanden ' in ihrem tadellos gepflegten Zustand allgemeine Be­wunderung.

Bundestag soll Bundessitz bestimmen

Frankfurt hat bisher 136 Millionen investiert — CDU weiterhin für Bonn — Empfehlun­gen zur Sparsamkeit

WIRTSCHAFT Wiesbaden

. Der Hauptausschuß der aus den westdeutschen Regierungschefs und Vertre­tern des ehemaligen Parlamentarischen Rates, der französischen Zone sowie des Wirtschafts­rates besteht, beschloß auf seiner Konferenz , in Schlangenbad , die Entscheidung über den vorläufigen Sitz der künftigen Bundesorgane nicht an die Parlamente der Länder in den Westzonen zu verweisen, sondern an der Ent­scheidung des Parlamentarischen Rates fest­zuhalten, bis der Bundestag allenfalls eine andere fällt. Dieser Beschluß ging als Em­pfehlung an die Ministerpräsidentenkon­ferenz. Die Regierungschefs nahmen den Be­schluß ohne Kommentar zur Kenntnis. Sie werden ihn an die Militärgouverneure weiter­leiten.

Der Beschluß wurde auf Grund eines ge­meinsamen Antrages von Ministerpräsident Karl Arnold und Jakob Kaiser sowie der Sozialdemokraten Erich Olienhauer und Carlo Schmid gegen eine Stimme gefaßt. Er emp­fiehlt sämtlichen beteiligten Stellen, ihre Vor­bereitungen auf das Maß zu beschränken, das erforderlich ist, um den ordnungsgemäßen Beginn der Tätigkeit der Bundesorgane zu gewährleisten. Außerdem wurde mit 16 gegen 6 Stimmen ein Antrag des Ministerpräsiden­ten von Schleswig-Holstein , Hermann Lüde- mann, angenommen, der dem Bundestag empfiehlt, angesichts der großen Verarmung des deutschen Volkes „bei der Festsetzung des vorläufigen Sitzes der Bundesorgane die bereits zur Unterbringung von Verwaltungs­organen getroffenen Investitionen maßgeb­lich zu berücksichtigen“. Ein Antrag, der dem künftigen Bundestag empfiehlt, „alsbald nach seinem Zusammentreten über den vorläufigen Sitz der Bundesorgane zu entscheiden“,, wur-

Volbswa^e^sparet klagen

200 000 Sparer warten auf den Ausgang des Prozesses — Rechtszuständigkeit der Volks­wägen-GmbH, soll zunächst geklärt werden

Hildesheim . Vor der Zweiten Zivilkam­mer des Landgerichts Hildesheim begann am Donnerstag ein auf Veranlassung des „Hilfs- vereins der ehemaligen Volkswagensparer“ angestrengter Prozeß zweier Volkswagenspa­rer gegen die Volkswagenwerk-GmbH., Wolfs­ burg . Dieser Prozeß soll notfalls durch drei Instanzen bis zum Obersten Gerichtshof der britischen Zone in Köln gehen und einen Präzedenzfall für die Ansprüche der rund 300 000 Volkswagensparer schaffen.

In dem ersten zur ’Verhandlung stehenden Fall war der- Wagen bereits voll bezahlt. Von. der Volkswagen -GmbH: wird die Liefe­rung eines Wagens aüs der jetzigen Serien­produktion bei allenfalsiger Zuzahlüng eines vom Gericht festzustellenden D-Mark-Betra- ges gefordert. Im zweiten Falle war vom Sparer erst eine Teilzahlung geleistet wor­den. Hier wird die Lieferung eines Wagens bei Nachzahlung des restlichen Betrages ver­langt, wobei Reichmark im Verhältnis 1:1 in D-Mark umgerechnet werden sollen.

Das Gericht beschloß, die Verhandlung bis zum 3. Oktober zu vertagen, um der Vertei­digung Gelegenheit zu geben, die Rechtszu­ständigkeit der Volkswagen-GmbH, zu unter­suchen. Es ist zu klären, ob das jetzige Volkswagenwerk tatsächlich die Rechtsnach­folge der ehemaligen Gesellschaft des Volks­wagenwerkes — der Deutschen Arbeitsfront oder deren noch zu bestimmenden Rechts-: nachfolger — angetreten hat. Wie die Ver­teidigung erklärte, soll das gesamte von den Volkswagensparern eingezahlte Kapital in Höhe von rund 300 Millionen Reichsmark bei der ehemaligen Bank der Deutschen Arbeit in Berlin eingefroren sein. Die Ver­teidigung beabsichtigt, nachzuweisen, daß dieses Kapital weder zum Bau des Volks­wagenwerkes noch zum Ingangbringen der Produktion angegriffen wurde.

Es wird damit gerechnet, daß sich dieser Prozeß über mindestens zwei Jahre hinziehen wird.

Hanns Johst Mitläufer

München . Der ehemalige Präsident der Reichsschrifttumskammer, Hanns Johst , wurde am Donnerstag durch die Hauptkammer München mit 500 DM Sühne als Mitläufer eingestuft. Johst war . außerdem Partei­genosse seit 1932, SS-Gruppenführer, preu­ßischer Staatsrat und Präsident der Dichter­akademie. In der Begründung des Spruches stellte die Kammer fest, Johst habe von je­her eine „reine pazifistische und humane Einstellung“ gehabt, die er auch nach sei­nem Parteieintritt beibehalten habe. Mit 40 Monaten Inhaftierung habe er reichlich ge­sühnt und bedürfe einer Bewährung nicht mehr.

Bevin bleibt stur

London . Außenminister Ernest Bevin lehnte am Mittwoch im Unterhaus einen Vorschlag des Labourabgeordneten Emry Hughes ab, die zur Demontage vorgesehene August-Thyssen- Hütte bei Düsseldorf Weiterarbeiten und un­ter internationaler Kontrolle Fertigstahlhäu­ser hersteilen zu lassen.

2000 Arbeiter von Demontage betroffen

Frankfurt . Den synthetischen Benzinanlagen der Gelsenberg-Benzin-AG in Gelsenkirchen ist der Demontagebefehl der britischen Mili­tärregierung erteilt worden. Am 15. August wird diese Firma ihre Lagerbestände aufge- arbeite.. haben. Die Demontage der Anlage wird hiernach unverzüglich in die Wege ge­leitet werden. Etwa 2000 Arbeiter werden yoa der Demontage betroffen.

Unbegründete Restitutionsforderungen

Holländisch -belgische Forderungen gefährden Rheinschiffahrt

Stuttgart . Der Wirtschafts- und Verkehrs­ausschuß des württemberg -badischen Land­tags hat in seiner letzten Sitzung folgende Entschließung angenommen: Die drohende Freigabe von über’- 20 000 Tonnen Schiffs­raum eines Mannheimer Schiffahrtsunterneh­mens zur Ablieferung an Belgien gefährdet die Schiffahrt im Lande Württemberg-Baden schwer. Nach dem vorliegenden Material hat der Landtag den Eindruck, daß die Schiffe, deren Rückgabe jetzt gefordert wird, seiner­zeit völlig legal durch einwandfreie Handels­geschäfte nach Deutschland gekommen sind. Der Landtag ersucht die Regierung, an die Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirt­schaftsgebietes heranzutreten, sie möge sich erneut nachdrücklich bei den Besatzungs­mächten für eine Ablehnung der unbegrün­deten Restitutionsforderungen Hollands und Belgiens verwenden.

M inisterpräs?den? enkon terenz verlegt

Wiesbaden . Die ursprünglich für Mitte des Monats geplante Konferenz der westdeutschen Regiei’ungschefs in Konstanz wird nach einer Mitteilung des hessischen Ministerpräsidenten Christian Stock erst Ende Juli und nicht in Konstanz , sondern voraussichtlich in Hessen abgehalten werden.

Stock sagte, die Konferenzteilnehmer könn­ten sich im Hinblick auf den bevorstehenden Wahlkampf keine weiten Reisen erlauben, so daß beabsichtigt sei, die nächste Besprechung der Länderchefs zeitlich mit den Turnusbe­sprechungen der Militärgouverneure zu ver­binden.

Badischer Landtag am Dienstag

Die nächste Plenarsitzung des Badischen Landtags findet am nächsten Dienstagnach­mittag statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a. ein Landesgesetz über die Ernennung der unmittelbaren Landesbeamten und die Beendigung des Beamtenverhältnisses, Landes­gesetz zum Schutz der Kulturdenkmale (Ba­disches Denkmalsschutzgesetz), Landesgesetz über die Wiedereinführung des Rechts der geschlossenen Hofgüter, Landesgesetz über Mindesturlaub für Arbeitnehmer (Soforthilfe­gesetz) und Sozialversicherungsanpassungs- geSetz.

de bei Stimmengleichheit abgelehnt, ebenso gegen drei Stimmen ein Antrag des Minister­präsidenten von Württemberg-Baden , Rein­ hold Maier , wonach der Beschluß des Parla­mentarischen Rates über den vorläufigen Sitz der leitenden Bundesorgane den Land­tagen der elf westdeutschen Länder zur Ge­nehmigung vorgelegt werden sollte.

Die Sozialdemokraten stehen weiterhin auf dem Standpunkt, daß Bonn als vorläufiger Bundessitz ungeeig'net ist und wollen des­halb in der ersten Sitzung des Bundestages einen Antrag auf Sitzverlegung einbringen.

Finanzminister Dr. Hilpert legte zu Beginn der Sitzung eine detaillierte Aufstellung aller bisher in Frankfurt investierten Mittel in Höhe von 136 Millionen Mark vor.

In einer Vorbesprechung der Mitglieder des Parlamentarischen Rates ist nach Verlaut­barung eines FDP -Mitgiledes keine Einigung in der Frage Bonn -Frankfurt erzielt wor­den. Dr. Adenauer äußerte hierzu, daß die CDU -Mitglieder des Parlamentarischen Rates einstimmig der Meinung seien, daß die durch die Länder für Bonn aufzubringenden Mittel weiterhin bezahlt werden müßten. Mit dar Auffassung der hessischen CDU , die Mittel seitens des Landtages sperren zu lassen, müsse man sich nbfinden.

In einer Sondersitzung der Ministerpräsi­denten wurden die Empfehlungen des Haupt­ausschusses zur Kenntnis genommen und be­schlossen, diese den Militärgouverneuren der Doppelzone vorzutragen. Der Militärgouver­neur der französischen Zone, General Koenig, soll von diesen Empfehlungen durch die Militärgouverneure der Doppelzone unter­richtet werden.

Wie Senator Ehler Pressevertretern gegen­über äußerte, hat der Bremer Senat sich gegen den Beschluß, Bonn zum Bundessitz zu machen, ausgesprochen. Damit haben sich Württemberg-Baden , Hessen und Bremen ge­gen die Entschließung des Parlamentarischen Rates gestellt.

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Berlin . Ein Sprecher der amerikanischen Militärregierung für Deutschland kündigte am Donnerstag an, daß die künftige Hauptstadt der westdeutschen Bundesregierung einen „interzonalen Status“ erhalten wird.

DVP »Kandidaten in Südwürttemberg

Balingen. Auf dem Land es vertretertag der Demokratischen Volkspartei in Südwürt­ temberg wurden die Kandidaten für die Bun­deswahlen aufgestellt. Wirtschaftsminister Wildermuth kandidiert im Wahlkreis Rottweil -Tuttlingen , Landtagsabgeorneter Dr. Eduard Leuze im Wahlkreis Reutlingen - Tübingen . Beide stehen auch an der Spitze der zehn Kandidaten umfassenden Landesliste.

Die Frage des Finanzausgleichs

Freiburg . Im südbadischen Finanzministe­rium wird bestätigt, daß mit den Finanz­ministern der Länder der französischen Zone Verhandlungen im Hinblick auf einen Finanz­ausgleich auf trizonaler Basis aufgenqmmen wurden. Die Frage, in welcher Form, in wel­chem Ausmaß und von welchem Zeitpunkt ab die Einbeziehung der französischen Zone in den Finanzausgleich erfolgen kann, wird je­doch noch Gegenstand weiterer Erörterungen bilden.

Einfuhrverfahren für französische Zone

Frankfurt. Das für die Bizone gültige Einfuhr verfahren gemäß JEIA-Anweisung wird ab 15 auch auf die französische Zone ausgedehnt Dem nach können die deutschen Importeure in der fran zösischen Zone von diesem Zeitpunkt an Einfuhr' anträge direkt bei den Außenhandelsbanken stel len. Die französische Zone wird nunmehr auch bei den wöchentlichen Devisenzuteilungen des gemiseh ten Einfuhrausschusses mitberücksichtigt. Die Mit gliederzahl des Ausschusses wird durch je einen Vertreter der französischen Militärregierung und der deutschen Wirtschaftsbehörden in der franzö sischen Zone von sieben auf neun erhöht Die Außenhandelsbanken, deren Mitarbeit für die' Ein haltung des Verfahrens erforderlich ist, haben in der französischen Zone ihre Tätigkeit bereits auf­genommen.

Bankenstatistik fiir das westdeutsche Währungsgebiet

Frankfurt . Die der Nichtbankenkundschaft ge­währten kurzfristigen Kredite im westdeutschen Währungsgebiet gingen nach einem stärkeren An­stieg in der zweiten Juniwoche in der dritten j u I niwoche wieder um insgesamt 10,1 Mill. DM zu­rück. Von der Abnahme entfielen 8,3 Mill, DM auf Kredite an die private Wirtschaft und 1,8 Mill dm auf Kredite an die öffentliche Hand. Vorwiegend wurden Wechselkredite zurückgezahlt, so daß sich bei den Wirtschafisunternehmen das Weehselobüso der Kundschaft um 16,0 Mill. DM ermäßigte, wäh­rend die Kontokorrent- und Akzentkredite uni 9.3 Mill. DM stiegen. Bei den Bank-an-Bank-Kre- diten (Zunahme 7.1 Mill. DM 1 war .ebenfalls eine Erhöhung der Buchkredite bei gleichzeitiger Ab­nahme des Wechselobligos zu verzeichnen iy,r Wechselbestand (1 371.7 Mill. DM) lag um 23.5 Mill DM über dem .Stand der Vorwoche, während die Indossamentsverbindlichkeiten mit 39,9 Mill. DM rückläufig waren. Den Einlagen der Nichtbanken­kundschaft (nur Freikonto) flössen in der Berirhts- woche 99,4 Mill. DM zu. Die Zunahme der Einlagen verteilte sich auf die öffentliche Hand ( + 64,6 Mill DM), die Konten der sonstigen Gläubiger (+31 { Mill. DM) und auf die Spareinlagen (+3,7 Mill. DM). Im Spargeschäft blieben auch in der dritten Juni­woche die Barauszahlungen (4,2 Mill. DM) hinter den Bareinzahlungen ’ zurück (4,5 Mill. DM). Die Barreserve ist weiter gewachsen (+127,3 Mill. DM) Auch die Nostroguthaben haben zugenommen (+45,8 Mill. DM).

Die Lage der deutschen Lonza -Gesellschaften Basel . Die deutschen Tochtergesellschaften der Schweizer Lonza-AG konnten nach dem Gesell- sehartstaerient dieses Großbetriebes der chemischen Branche ihre Produktion weiter steigern. Die Schwierigkeiten in der Versorgungslage der Lonza - Werke, GmbH., Waldshut und der Lonzona, Gesell­schaft für Acetat-Produkte, Säckingeri, wurden dank der Hilfe der zuständigen Behörden gemei­stert. Die Lage des Personals hat sich seit der Währungsreform verbessert. Wie weit sich die Währungsreform auf die deutschen Gesellschaften des Unternehmens auswirkt, kann noch nicht voll überblickt werden.

Bauen und Wohnen

Reutlingen . Unter Zusammenfassung aller Kräfte steht die Stadt Reutlingen im Kampf gegen die Wohnungsnot. Bis zum Herbst werden über 140 Wohneinheiten in modernen Wohnblocks geschaffen. Diese Neubauten bilden das Rückgrat der Ausstel­lung „Bauen und Wohnen“, die vom 24. September bis 10. Oktober 1949 in Reutlingen abrollt. In den einzelnen Bauphasen wird weitesten Fachkreisen die Arbeitsweise nach neuzeitlichen Bausystemen vorgeführt. Zur Anwendung gelangen die Groß­blockbauweise, die Leichtbauplattenbauweise, die „Rultul'-Bauweise (Holzbetontafeln. 2/6 cm stark mit 2 cm Zwischenraum), die Schüttbauweise nach Sy­stem Dr: Leonhard, wobei als Schüttmaterial heimi­scher Tuff, gewaschen mit einer, Körnung von 8—18 mm, verwendete wird. So wird es’ gelingen, die Kosten für den qm Wohnfläche bei guter, material­gerechter Ausführung auf DM 200.— herabzudrük- ken, wobei Hartholzboden, Doppelfenster, Fenster­läden und Wasserspülung einbegriffen sind. In diesen neu erstellten Wohneinheiten mit annähernd 7000 qm Wohnfläche sowie auf dem 6000 qm gro­ßen Ausstellungsgelände mit insgesamt drei Hal­len wird ein Ueberblick über zeitgemäße Woh­nungsausstattung geboten. Eine reichhaltige Schau moderner An- und Einbaumöbel, ganzer Einrich­tungen und sanitärer Anlagen ergänzt die Aus­stellung. Modellhäuser, Fertighausbauten und Holz­leichtbauten aller Typen mit angeschlossener Fi­nanzierungsabteilung werben für den Gedanken des sozialen Wohnungsbaues.

* Wohnungsbau soll gefördert werden

Ein Vorschlag des Zweimächtekontrollamtes — 858 Millionen sollen zu Verfügung gestellt werden — Die Mieten sollen erhöht werden

Frankfurt . Das Zweimachtekontrollamt regt in einem Memorandum an den Verwaltungs­rat an, 858 Millionen DM zur Intensivierung des Wohnungsbaues zur Verfügung zu. stellen. Die Summe umfaßt 500 Millionen DM aus dem bizonalen Haushalt, 257 Millionen aus den Länderetats und 83 Millionen DM aus den ERP-Gegenwertsfonds.

Zur Ueberwindung der finanziellen Schwie­rigkeiten schlägt das Zweimachtekontrollamt die Errichtung einer für den Wohnungsbau zuständigen bizonalen Stelle vor, für die der Wirtschaftsrat als Gesetzgeber zuständig sein soll. Außerdem soll er die Zuteilung der Bau­stoffe, die Preiskontrolle und die Mietfest­setzung regeln. Zu diesem Zwecke soll sich der Verwaltungsrat mit dem Zweimächtekon- trollamt in Verbindung setzen.

Das Zweimachtekontrollamt schlägt weiter

Entmenschtes Giftmischerpaar

Ehefrau bewußtlos gemacht und ertränkt, den Mann mißhandelt und in eine Heilanstalt

gebracht

München . Die Eheleute Michael und Therese Sandmayr wurden vom Schwurgericht München wegen Mordes und schwerer Kör­perverletzung mit tödlichem Ausgang zu le­benslänglichem Zuchthaus verur­teilt. Ferner wurden ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt.

Wie die Beweisaufnahme ergab, hatten die beiden die Frau des ehemaligen Polizeimajors Martin Schaube während eines Spazierganges an der Isar im Juni 1946 vergiftet und die Bewußtlose dann in den Fluß geworfen. Die Leiche konnte drei Tage später geborgen wer­den. Danach hatten sie Martin Schaube unter ständiger Gifteinwirkung gehalten, die ihn .körperlich völlig schwächte. Außerdem hatten sie ihn so geschlagen, daß er halbseitig ge­lähmt und geistig verwirrt wurde und sein Erinnerungsvermögen verlor. Ohne einen Arzt zu konsultieren, hatten sie ihn nach einiger Zeit in die Nervenheilanstalt Eglfing/Haar eingeliefert, wo er infolge seines geschwäch­ten Gesundheitszustandes einer Lungenent- Bündung erlag. Zuvor hatten eie eich durch

z. T. notariell beglaubigte Kaufverträge alle Wertgegenstände, Möbel und sogar Pensions­bezüge der Ermordeten überschreiben lassen, die sie dafür angeblich bis an ihr Lebensende versorgen wollten. Das Ehepaar Sandmayr das auf Grund von Indizienbeweisen über­führt wurde, widerrief seine vor der Polizei abgelegten Geständnisse und behauptete, diese seien erpreßt worden. Die Verteidiger werden Revision des Urteils beim Obersten bayerischen Landesgericht beantragen.

Aschenregen fällt vom Himmel

Santa Cruz. Der Vulkan P e 1 e d a auf der Insel Las Palmas brach am Mittwochmorgen erneut aus. Dicke Rauchwolken hängen über einer Fläche von 700 Metern im Umkreis des Kraters und glühender Aschenregen fällt vom Himmel. Die Einwohner der umliegenden Dör­fer wurden evakuiert, die Straßen in der Nähe des Vulkans sind unbefahrbar gewor­den. Die Umgebung von Peleda wurde wegen der aus dem Vulkan ausströmenden Schwefel- dämpfe mir Gefahrenzone erklärt.

vor, die Mieten heraufzusetzen, die Zinslast zu vermindern und die Baukosten je Woh­nung sowie die Steuern für Neubauten zu reduzieren. Zur Zeit betrügen die Baukosten für eine Arbeiterwohnung 12 000 DM, die Jahresdurchschnittsmieten für solche Woh­nungen lägen aber bei 480 DM, wobei die tatsächlichen Ausgaben ohne Berücksichti­gung der Zinsen für investiertes Kapital um 100 DM höher seien. Lege man den Vor­kriegsanteil am Bruttoeinkommen mit 20 v. H. zugrunde, so sei eine Mieterhöhung von 40 auf 50 DM je Monat für eine Arbeiter­wohnung den heutigen Verhältnissen ange­paßt, ohne dem Arbeitnehmer besonders Här­ten aufzulegen. Nur auf diese: Weise könne

nach Ansicht des Zweimächtekontrollamtes eine vernünftige und produktive Kapitallen­kung für den Wohnungsbau erreicht werden. Der Staat müsse lediglich den Mut zu der­artigen Anordnungen aufbringen.

Wie ein Sprecher des Verwaltungsrates zu dem Memorandum des Zweimächtekontollam- tes erklärte, haben sich deutsche Stellen seit langer Zeit mit diesem Problem befaßt Der Verwaltungsrat studiere zur Zeit da Memorandum, um entsprechende Vorschläge zur Durchführung oder Aenderung vorzuöe- reiten, die dem Zweimachtekontrollamt un­terbreitet werden sollen.

VUettevbevicht

Vorübergehend Schauer- und Gewitterbildung

Zwischen einem großen Hoch westlich der Witi sehen Inseln ünd tielem Druck über su<äll rJ®^ , und Ostsee hält der Zustrom feuchter Me«res nach Mitteleuropa zunächst an. Der sich seii chen bis an unser Gebiet erstreckende _H einftuß wird dabei zeitweise zurückgedrangt.

Aussichten bis Wochenende. » weise stärkere Bewölkung mit Neigung zu senau artigen Regenfällen oder Gewittern, dann Tyyhrie aufheiternd. Im ganzen nur mäßig -warm. Ho Tagestemperaturen in den Niederungen mei sehen 20 und 25 Grad. .

„DAS NEUE BADEN“ Chefredakteur: Adolf Kimmig Anschr. der Hedakt.: Lahr/Schw ., P 03 *^- 22CI 'Xgcjjw, Verlag: Demokratische Verlagsges.

Druck: Moritz Schauenburg Labr/SsBWW ®”“