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Nummer 21, Seile 6

DER START

Donnerstag, 25. April 1946

re jungen Dichter

Das Ergebnis des „Start"- Preisausschreibens um das beste Jugendgedicht

Pegasus , das sagenhafte Flügelroß, das durch das Schlagen seiner Hufe die Quellen der dichterischen Bcgeiste- rudg erschließen soll, i/t schon immer von der Jugend mit 'besonderer Vor­liebe geritten worden. Es war daher keineswegs erstaunlich, daß unser März- Preisausschreiben „Wer schreibt das beste Jagendgedicht?“ in den Reihen unserer Leser ein starkes Echo gefun­den hat. Schon kurz nach seiner Ver­öffentlichung flatterten die ersten Ein­sendungen ins Haus. Kein Tag verging, ohne daß die Post nicht einen neuen Stapel Gedichte gebracht oder junge Verfasserinnen und Verfasser die acht- zeiligen Kinder ihrer Muse seihst der Schriftleitung übergehen hätten. Eine richtiggehende Gedicht-Lawine rollte, täglich an Umfang wachsend, über die Urheber »des Preisausschreibens herein, die nur der Schlußtermin am Monats­ende zum Stehen brachte.

Der Prüfungskommission harrte nun große Arbeit. Ihr oblag es, aus der Fülle von üher fünfhundert* gereimten Einsendungen die wirklichen Gedichte und aus diesen wieder die gültigsten

Hans Thoma : Der jange Dichter

und schönsten auszusuchen. Mancherlei Dinge galt na, dabei zu berücksichtigen: vor allem das Alter der Einsender, den Inhalt, aber auch die sprachliche Form. Sie freute sich üher jeden Beitrags ob es nun die drei Zeilen einer achtjährigen Mannheimern! waren, die „Gedanken der Nacht“ eines 18-jährigen Weinhei- mers, das Lied auf die „Neue Zeit 44 einer 16-jahrigen Schreibern» aus Ep- pingen oder der ihr eigenes Wander­schicksal gestaltende Vers eines Flücht­lings aus Ostpommern. Aus allen Briefen sprasis der Wille der Jugend­lichen, in Versform Erlebnisse dieser Zeit zu gestalten.

Oft war natürlich der gute Wille größer als das sprachliche Vermögen. Bekanntlich stellt noch nicht jeder Vier­zeiler, in dem sich am Ende „Haus“ mit „aus“ und „Plage“ mit „Tage“ schlecht oder recht reimt, schon einen Vers dar. So mußten bereits zahlreiche Einsen­dungen bei der ersten Übersicht aus- scheiden, weil ihre formalen Schwächen zu groß, das Versmaß zu holprig oder der Inhalt zu dürftig war.

Unter den über hundert Gedichten aber, die in die nähere Wahl kamen, befanden sich Arbeiten, die zu lesen wirklich Freude machte. Sie angeregt zu haben, gibt dem gewagten Versuch eines Preisausschreibens der 8—18-Jäh­rigen allein schon seine Berechtigung. Vermitteln sie doch einen lebendigen Einblick in das Denken und Wollen der jungen Generation und zeigen sie durch die Vielfalt ihrer Themenwahl allen Zweiflern, daß unsere Jugend bei aller Schwere der Notzeit die Liebe zum Schönen und Edlen nicht verlernt hat und daß sie sich .ein Ziel für ihre Zukunft stellt.

Inhaltlich befaßt sich, wie es in dieser Jahreszeit nicht anders erwartet wurde, der weitaus größte Teil der Einsendun­gen mit dem Frühling, dessen Durchbruch aus der Winternot meist als Symbol eines kommenden deutschen Frühlings angesehen wird. Als Beispiel dieser Gedichte seieh hier die Verse des 16-jährigen Frifc Rau aus Ettlingen

wiedergegeben, in denen es so schön heißt:

-Erwache aus altem Winterschlaf Erwache zu neuem Leben.

Was immer die Not uns nehmen mag, Die Zukunft wird es uns gehen.

Wie jetjt die Sonne wieder scheint Im hellen Frühlingslicht,

So wird auch unsere Zukunft sein Und alles Duukcl bricht!“

Andere Gedichte, und es sind deren eine große Zahl, beschreiben Sendung und Aufgaben der Jugend in unserer Zeit, so wie jene „Am Schei­deweg“ übersohriebene Arbeit des 18-jährigen Erich Hecht aus Durlach :

„Ein junger Mensch am Scheideweg,

Im Herzen den Willen zur Tat.

Er kennt sein Ziel

Er weiß seine Pflicht.

Denn nicht durch Reden

und lange Sicht

wird aufgebaut die zerstörte Stadt.“

Auch die Sportfreunde sind unter die Dichter gegangen und haben Erlebnisse aus dem sportlichen Leben in Verse geformt oder — wie Karl Serden in Ubstadt — gar den „Start“ angedichtet.

Aus all dieser großen Fülle von Ein­sendungen hat der Prüfungsausschuß die besten gewählt und ihren Verfassern die ausgeset^ten Preise zuerkannt. Es s ; nd dies:

1. Preis (50 RM.): Günther Bauer- Karlsruhe, Wutachstr. 7, 18 Jahre („Die Freude“).

2. Preis (30 RM.): Walter St ein-

Karlsruhe, Boeckhstr. 21, 17 Jahre,

„Der Nachbar“.

3. Preis (20 RM.): Lore Weber- Mannheim , Q 7, 11, 12 Jahre, „Der fleißige Bach“.

2 Trostpreise (je 10 RM.): Karl W e i c k -Mannheim. 7 7,5, „Der Ju­gend“ und Monika Porak de Varna- Heidelherg-Handschuhsheim, 16 Jahre, „Pommern flüchtlinge“.

Wir veröffentlichen die ausgezeichne­ten Gedichte in dieser und den folgen­den Nummern. Die Leser aber, denen dieses Mal der erhoffte Erfolg nicht beschieden war, werden in Kürze Gele­genheit haben, von neuem in einem literarischen Preisausschreiben „Wer schreibt die beste Kurzgeschichte?“ mit­einander in Wettstreit zu treten.

—hs.

Freude

Ich wollte Euch von Freude schreiben, Doch ich fand sie nicht.

Ich fand viel Not und Leiden. —- Wo bleibt das Licht?

Da hört ich Vöglein singen Und freute mich. —

JcQt weiß ich, daß in kleinsten Dingen Die Freude ist.

Günther Bauer.

Der Nachbar

Geling! — Was zög’r ich, — will ihm

[zünden

die rolle Scheun’ zu lichtem Brand!! Du, frecher Nachbar, dir soll künden das Feuer Lohn für jene Schand’ü

Doch halt’! — Was hilft das blinde

[Schlagen??

Denn Rache wiedrum Rach’ gebiert! — O Gott, — ich will dem Wahn entsagen, der wild des Herzens Brand nur schürt!

Walter Stein.

Der fleißige Bach

Der Bach dort vor dem Tore, der treibt ein Mühlenrad.

Er muß die Blumen laben, der kleine, fleiß’ge Bach.

Er muß die Erde kühlen, und auch die Wäsche spülen.

Er laßt an Fleiß nicht näch, der kleine, schmale Bach.

Lore Weber.

Abgekürzte Rätsel

Abkürzungen sind wie Rätsel. Man möchte sie lösen, erst mit dem Ver­stand und schließlich auf gut Glück. Kam man dabei schon im deutschen „Zeitalter der Abkürzungen“ auf Irr­wege, so erst recht, wenn es sich um Fremdsprachen handelt.

Wenn z. B. an den amerikanischen Wagen USFET steht, bedarf es doch des Nachdenkens, um herauszubekom­men, daß das United States Forces European Theatre (Streitkräfte der Ver­einigten Staaten auf dem europäischen Kriegsschauplatz) heißt. ARC ist das American Red Cross (amerikanisches Rotes Kreuz) und der amerikanische Rote-Kreuz-Club zeichnet dementspre­chend ARCC.

UNO sind die Anfangsbuchstaben der United Nations Organisation (die Ver­einigten Nationen) und UNRRA setjt sich zusammen aus United States Relief and Rehabilitation Administration (Rat der Vereinigten Nationen zur Hilfe und zum Wiederaufbau), DISCC (IRstrict In­formation Services Control Command) ist die Abschnittsnachrichtenkontroll­stelle und das C1C (Counter Intelligence Corps ) der Abwehrdienst.

Wenn die amerikanischen Soldaten sich als Gl bezeichnen, so geht das auf Government Issue (von der Regierung

Neues Theater Karlsruhe

Eröffnung auf 1. September verschoben

Das durch den Leiter der Durlacher Konzertdirektion Bert Metzger ge­plante, vor kurzem durch die Mili­tärregierung lizensierte Karlsruher Pri­vattheater hat seinen kürzlich ange­kündigten Namen geändert und den für 1. Juni vorgesehenen Anfangstermin ver­schoben. E» wird, um von vornherein den Anschein zu vermeiden, als wolle es nur der Pflege moderner, politischer Zeitstücke dienen, nicht die Bezeichnung „Theater der Freiheit“ tragen, sondern als „N esei Theater Karlsruhe 44 <i«h der Oeffentlishkait vorsteUen. Da das in Aussicht stehende Gebäude erst hie zum Spätsommer fertiggestellt wer­den kann, wird die Eröffnung des neuen Theaters erst am 1. September erfolgen.

In der Zwischenzeit setzt die heute berÄts üher 300 Künstler beschäftigende, rührige Ko^zertdirektion -ihre Kultur­arbeit fort, die sich gebietsmäßig auf den Raum bis Freiburg und Weinheim , bis »um Odenwald , Werthei« und Tau­ berbischofsheim

erstreckt und auch gele­gentliche Gastspiele in die nahe Pfalz einsdiließt. Von besonderer Bedeutung ist es dabei, daß auf diesen Tournees nicht nur die Großstädte und Mittelstädte bespielt, sondern auch, wo es die Sual- verhältnisse gestatten, die kleineren Ge­meinden besucht werden.

Die kommenden Monate bis zur Eröff­nung des „Neuen Theaters“ bringen viel Vorbereitungsarbeit vielfacher Art. Da­neben läuft ein Programm, das in Schau­spiel und Oper verschiedene Neuinsze­nierungen vorsieht. „Johannis f euer 44 , „Weibsteufel“, Axel Ivers „Parkstrnße 13“, Ibsens „Nora“ und Friedrich WotfF« „Die Illegalen“ sind geplant, während das Opern-Erwerable den „Barbier von Sevilla “ sowie den „Figaro “ im Stil des ursprünglichen französischen Librettos, die Operette eine Neubearbeitung der „Fledermaus“, „Rosemarie“ und „Gnspa- rone“ bringen will. —df—

zugeteilt) zurück, was in allen Uniform­stücken steht. Pvt JPrivate) ist der ein­fache Soldat, Pfc (Private first dass) der Gefreite, Cpl (Corporal) der Unter­offizier, Sgt (Sergeant) der Feldwebel, Lt (Lieutenant ) der Leutnant, Cpt (Cap- tain) der Hauptmann, Col (Colonel) der Oberst. MG bedeutet Military Govern­ment (Militärregierung), MP Military Police (Militärpolizei), SP Security Po­lice (Sicherheitspolizei ). Die DPs da­gegen sind Verschleppte (Displaced Persons).

Es ist im amerikanischen Sektor oft nicht einfach, sich zwischen den Straßen­schildern zurechtzufinden. Den Suchen­den sei also gesagt: Co heißt Kompag­nie (Company), Btty Batterie (Battery ), Batt Bataillon (Battalion), Rgt Regi­ment, Div Division und HQ Hauptquar­tier (Headquarters). ,

Soweit geht es noch, da hier nur der allgemeine Wissens- und Rätseldurst der Bevölkerung erweckt wird. Wie unange­nehm aber, wenn man sich nach diesen Rätseln richten soll. Off Limits besagt, daß ein Haus „außerhalb der Grenzen“ liegt, also nicht beschlagnahmt werden darf. Es ist gesperrt. Auf den Straßen ist mit Speed limits die Geschwindig­keitsgrenze gemeint. Slow heißt dabei langsam, MPH gibt die Meilen pro Stunde an. Bei No exit ist keine Aus­fahrt, und wenn ein Schild do not enter besagt, darf man nicht in die Einfahrt hineinfahren. One way heißt Einbahn­straße.

Vielleicht wird mancher einige dieser Lösungen behalten oder sich wenigstens daran erinnern, wenn ihn die MP hei der Einfahrt in exit oder in der fal­schen Richtung in einer Straße mit one- way-Bezeichnung erwischt, und schnell versichern, daß er nicht englisch ver­steht. Allerdings — es sind auch oft deutsche Schilder daneben, was der Freude am Rätselraten aber keinen Ab- brmh zu tun braucht.

Junge Leser!

„Der Start“ ist Eure Zeitung!

Schreibt ihm Eure Wunsche und Meinungen, berichtet ihm Eure Erleb­nisse im Alltagsleben, aus den Gruppen, von den Fahrten.

Berichtet ihm, was Ihr über Eure Aufgabe, über Euren Beruf denkt.

Alle Einsendungen redaktioneller Art richtet an: Schriftleitung „Der Start“« Karlsruhe , Waidstraße 28.

Gebrauchsgeschirr

Eine Ecke ln der sehenswerten Ausstellung der Staatl. Majolika-Manufaktui Karlsruhe

Neue Keramik / Manufaktur stellt aus

Wer inmitten von Trümmern auf­wächst und jahrelang den Genuß des eigenen Heimes entbehren muß, den mutet der Besuch einer solchen Aus­stellung wie ein Gang durch ein wirk­lichkeitsfernes Märchenreich an. Fast träumend nimmt er all das Schöne in sich auf, das da vor ihm gebreitet liegt. Aufgeschlossenen Sinnes besieht er sich all die mannigfachen Zeugnisse echter deutscher Heimkultur, die von der Staatlichen Majolika-Manu­faktur in einer geschmackvollen Aus­stellung „K eramik und Graphik“ zusammengestellt worden sind. Mit Freude stellt er dabei fest, daß die berühmte, einst auf Hans Thomas An­regung gegründete Manufaktur nach Überwindung der vor allem durch die umfangreichen Brandschaden entstande­nen erheblichen Schwierigkeiten ihre Arbeit in kleinem, bescheidenen L^m- fang wieder aufgenommen hat und daß sic sich sichtbar bemüht, die altbe­währte Tradition auch in Zukunft zu bewahren.

Im Vordergrund der Schau steht keineswegs, wie man etwa erwarten könnte, das für den ersten Nachkriegs- ^aufbau so dringend nötige Gebrauchs­geschirr. Es wird selbstverständlich von der Manufaktur, ßoweit es die gegebe­nen Möglichkeiten zulassen, mit beson­derer Sorgfalt hergestellt und ist auch in der Ausstellung in einem eigenen Raum in vielen Tellern, Schüsseln und Vasen von klarer, ihre Herkunft aus dem Handwerklichen bezeugenden For­men vertreten.

Was der Ausstellung aber ihre be­sondere Anziehungskraft verleiht, sind die Zeugnisse des künstlerischen Schaf­fens zweier Meister: Professor Karl H u b b u c h s und Erwin Spulers. Eine stattliche Zahl älterer und jüng­ster' Werke der beiden Künstler zeigen ihre Besonderheiten auf und vermitteln un6 Zugang zu ihrer Arbeit. Da fesseln vor allem die farbkräftigen, beseelten Pflanzenkeramiken Prof. Hubbuchs un­seren Blick, seine an Peter Breughels Bauernszenen erinnernden Ofenplatten für ein Weingut oder die Kacheln mit den die ganze frohe allcmanische Fast­nacht einfangenden badischen „Hänsele“. Feder- und Kohlezeichnungen und Aquarelle ergänzen das Bild seines viel­seitigen künstlerischen Schaffens.

Erwin Spuler , der Karlsruher Maler und Bildhauer, zeigt gleichfalls eine Reihe alter und neuer Schöpfungen in Keramik, Plastik und Pastell. Neben seiner, von meisterlichem Können kün­denden Pufjkeramik „Europa auf dem

Manufaktur stellt aus

Stier“, neben der antike Formen mit moderner Auffassung besonders glück­haft paarenden „Jünglingsgcstalt“ au» der Vorhalle eines Stuttgarter Kranken­hauses, greift er in seinen neueren Werken mehrmals das Madonnen-Motiv auf, dem er eine eigenwillige, dem Werkstoff der Keramik entsprechende Eigenform, verleiht. Auch seine Stu­dienzeichnungen, vor allem aber die in ihre* Farbengestaltung wie in der An-

Ofen aus Künsilerhand

(Aus der Ausstellung der Majolika-Manufaktur) Foto Wörner

läge eigenwilligen Pastelle südfranzö­sischer Landschaften (Hafen von Mar­ seille , provencalischer Friedhof) sind von besonderem Reiz.

Daneben vermittelt die Ausstellung eine Fülle weiterer Beispiele vorbild­licher Heimgestaltung: etwa in den Kaminen des noch nicht aus dem Kriege zurückgekehrten Gustav Heinkel, seinen Fayence-Vasen und Tellern, oder in Max Heinzes, an der mittel­alterlichen Formenwelt geschulten Lcuchter-Engel und gotischen Madonna, in den Keramiken von Vaulamaria Walter und der Pforzheimerin Else Bach .

Wenn es auch noch geraume Zeit dauern wird, bis die Schätje dieser Aus­stellung in größerer Zahl hergestellt werden und in die neuen Heime wan­dern können — schon allein sie gesehen und kennen gelernt zu haben, bedeutet für jeden Kunstfreund reichen Gewinn.

—hs.

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Der Jugendausschuß gibt bekannt:

1. Vortragsreihe: Freitag, den 26. April 1946, um 19 Uhr, spricht Pro­fessor Dr.-ing. Plank (Rektor der Tech­ nischen Hochschule ) über „Russi­sche Dicht u n g“, Rezitationen von Staatsgchauspiclerin Rita Graun. Der Vortrag findet statt im Munzsaal, Wald- str. 79. Eintritt frei. Kartenausgabe an den bekannten Stellen.

2. Die Kurse fallen in der Oster­woche aus und beginnen erst wieder mit der Woche ab Montag, 6. Mai 1946.

Prof. Ritter in Karlsruhe

Ein Vortrag im Matthäus-Kirchensaal

Auf Einladung der Überparteilichen Demokrat ischen Arbeitsgemeinschaft Karlsruhe spricht der Professor fiir neuere Geschichte an der Universität Fieiburg , Dr. Gerhard Ritter , am 7. 5 1$46, im Saal der Matthäuskirche über „Die Verwüstung des deutschen Ge­schichtsbildes im Hitlerreich“. Prof. Dr. Ritter war seit langem als Gegner des Nationalsozialismus bekannt und als Freund Dr. Gördelers 1944 verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt wor­den.

Von der Techn. Hochschule

Professor Dr. Wulzinger spricht

Im Rahmen des großen Colloquium» der Tcchn. Hochschule hält Professor Dr, K, Wulzinger am Samstag, dem 27. April, im Redtenbacherhörsaal, um 16.00 Uhr c. t., einen Vortrag über „Frühkul­turen und die Anfänge ^der Baukunst in Mesopotamien “.

MiiiiiimiiiiiiiisiMiiimiiiiiiiiiiiiiiiiimmmiiiiiitifiMim«

Lebensregeln

von Benjamin Franklin (1706—1790)

Sei gut zu deinem Freund, um ihn zu erhalten, und zu deinem Feind, um ihn zu gewinnen.

«

Schau vor dich, oder du wirst dich hinten finden.

*

Wie für jedes unnütze Wort, so müs­sen wir fiir jedes unnütje Schweigen Rechenschaft .ablegen.

Wenn die Quelle trocken »St, erken­nen wir den Wert des Wassers.