Dienstag, 3#. Dezember 1940
S AZ
Nummer IST / Seite I
Die Offenbarter kamen ungeschlagen über die Vorrunde D,e M JrS£Zä n * u
Oberliga Süd:
Ottenbach . Kickers—VfB Mühlburg 5:0 SV Waldhof—1. FC Rödelheim 3:2
Oberliga Nord
Eimsbüttel — TSV Braunschweig 2 :1 Berliner Stadtmeisterschaft
Südring — Oberschöneweide 1 :3
Prenzlauer Berg — Tiergarten 2 :0 Tempelhpf — Wilmersdorf 3 ; 3
Freundschaftsspiele:
VfL Osnabrück —Schwab. Augsbg. 3:0 FC St. Pauli—Bayern München 1:3 VfR Mannheim—TuS Neuendorf 1:2 Bremer SV—Wormatia Worms 0:4 TSV Braunschwg.—Wormat. Worms 6:1 Holstein Kiel —Bayern München 3:1 VfR Kaiserslautern —VfR Mannheim 3:1 VfB Mühlburg—FK Pirmasens 3:4 VfB Ingolstadt —VfB Stuttgart 0:1 SpVgg Fürth—VfB Stuttgart 1:0
BC Augsburg—Wadcer München 3:3 SSV Reutlingen—BC Augsburg 2:3 1860 München—Landesligaauswahl 2:0 Stuttgarter Kickers—SF Stuttgart 1:1 Union Niederrad—Eintr. Frankfurt 2:0 SV Wiesbaden—Mainz 05 3:5
Shweinfurt 05—VfR Schweinfurt 2:2
Hamburger SV —Auswahl Barmbeck 4:0 Arminia Hannover—Hannover 96 2:2
Viktoria Hamburg —VfB Lübeck 1:1 VfB Bielefeld—Borussia Dortmund 1:7 Duisburger SV—Borussia Dortmd. 1:1 Westf. Herne —Rotweiß Oberhausen 2:0 Fortuna Düsseldorf —Turu Düsseldf. 2:3 1. FC Köln—Rhenania Würselen 2:1 SV Herten—Schalke 3:2
Hamborn 07—Meidericher SV 3:2 Helene Essen—Horst/Enischer 2:1
Haben Sie richtig getipptT Beim Fußball-Toto Nr. 13, der Spiele an den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen umfaßt, gab es an Weih
nachten folgende Ergebnisse:
Kickers OffenBach — VfB Mühlburg 5:0 SpVgg Fürth —VfB Stuttgart 1:0
St. Pauli — Bayern München 1:3
VfR Mannheim — T^iS Neuendorf 1:2
Länderspiel;
Internationale Spiele:
1. FC Saarbrücken—Admira Wien ltl Rotweiß Lörrach—SF Basel 1:1
FC Barcelona —BC Kopenhagen 1:1 Stade Francai» Paris—Athletico
Madrid 03
Wiener SC—Helsingborg/Sehweden 4:0 Heidjuk Split/Jugosl.—Heisingborg 2:0 Istambul—Austria Wien 2:4
Die besten Torschützen
Der Offenbacher Mittelstürmer Maier, der im Spiel gegen den VfB Mühlburg die ersten 3 Tore schoß, sowie der Waldhofer Halbstürmer Herbold stehen in der Torschützenliste der Süddeutschen Oberliga mit je 10 Treffern an erster Stelle. Mit je 0 Toren folgen der Mühlburger Bachtel sowie die Offenbacher Weber und WirsdiiAg.
Über Weihnachten wurde nur im Süden um die Punkte gekämpft. Die Offenbacher Kickers verteidigten ihre Vormachtstellung durch einen 5:0-Sieg über den VfB Mühlburg, der seinem Ruf als „Favoritenkiller“ am Bie- berer Berg keinen neuen Glanz verleihen konnte. Die Lederstädter beendeten damit als erster Verein die Vorrunde und sind in 15 Spielen ohne Niederlage. Sie übertrafen damit den Rekord des VfB Stuttgart aus dem Jahre 1945/46. Der SV Waldhof schob sich durch einen 3:2-Sieg im Wiederholungsspiel gegen den 1. FC RöM- heim auf den fünften Rang vor.
Der Tabellenstand der Südliga:
15
42:10
28:2
VfR Mannheim ■
14
19:19
18:10
1860 München
14
27:22
17:11
Stuttgarter Kickers
13
27:19
15:11
13
23:21
14:12
12
18:16
13:11
VfB Mühlburg
13
26:21
13:13
13
24:22
13:13
FC Schweinfurt
13
22:21
13:13
13
20:24
13:13
Eintracht Frankfurt
13
16:17
12:14
1. FC Nürnberg
13
21:26
11:15
12
19:22
10:14
BC Augsburg
13
12:21
8:18
FC Rödelheim
14
19:34
8:20
TSG Ulm 46
12
8:28
4:20
Eine „schöne Bescherung" Kickers Offenbach —VfB Mühlburg 5:0
Mit einer solchen „Bescherung“ hatten die vielen Unentwegten, die am ersten Feiertag morgens in Mühlburg in die Omnibusse stiegen, um den VfB nach Offenbach zu begleiten, nicht gerechnet. Aber auch am „Bie- berer Berg“ selbst waren unter den 10 000 Zuschauern nicht wenige, die den Gästen auf Grund ihrer Leistungen an den Vorsonntagen immerhin eine Remis-Chance vorausgerechnet hatten. Nun, das ominöse 13. Spiel — ohne Lehmann und Bechtel, die durch Seeburger und Traub schlecht ersetzt waren — und eine Offenbacher Elf in wirklich meisterlicher Glanzform — ergaben dann dieses glatte 5:0, das im Resultat selbst schon mit dem „Null “ auch die Chancen der Gäste klar ausdrückt.
Eine Entschädigung fanden die Mitreisenden lediglich in dem bestechenden und fast zauberhaften Kombinationsspiel der Kickers, die trotz des hartgefrorenen, mit Eisstellen durchsetzten Bodens das Leder so schnell, flach, sicher und ideenreich von Mann zu Mann laufen ließen, daß manchmal auch die Mühlburger Akteure fast wie staunende Zuschauer wirkten. Der VfB konte sich im ständigen Ansturm dieser 90 Minuten nie zu- «ammenflnden, es blieb ihm keine Luft und keine Zeit, von hinten heraus aufzubauen, zumal die Abwehrreihen — auch Gärtner — sich Fehler und Fehlschläge am laufenden Band erlaubten. Scheib W. im Tor war-noch der Beste, denn gegen die fünf Treffer wäre auch jeder andere Torsteher machtlos gewesen, aber ihm ist es doch zuzuschreiben, daß es bei diesem Ergebnis blieb. Im Sturm mühten sich Rastetter und Roth vergeblich ab, die eisenharte und vollendet deckende Hintermannschaft Offenbachs zu überspielen. Als Kunkel dann noch 35 Minuten vor Schluß verletzt ausschied, resignierte nach dem dritten Tor auch Rastetter. Seeburger
erneutes Remis der Neckarauer Handballer
Beachtliches Unentschieden des TuS Beiertheim—Birkenau rückt auf
Man kann nicht gerade sagen, daß die beiden Pnnktespiele einen erwarteten Ausgang nahmen. Neckarau steckt augenblicklich ln einer Formkrise und hatte Giyck, in Beiertheim wenigstens noch einen Punkt zu retten. Birkenau , das bereits am Vorsonntag dem Spitzenreiter an der Alt- riper Fähre einen Punkt abnahm, siegte am 3. Weihnachtsfeiertag ln Weinheim .
VfL Neckarau
13
120:80
22:4
SG St. Leon
12
101:82
20:4
TV Röt
12
109:63
16:8
KSG Birkenau
13
76:71
15:11
SpVgg Ketsch
12
77:73
13:11
62 Weinheim
11
60:62
12:10
12
93:75
11:11
TuS Beiertheim
12
64:104
5:19
12
55:110
4:20
TSV Bulach
11
46:109
2:20
Beide Mannschaften 'waren in stärkster Aufstellung erschienen. Beiertheim hatte die beiden Repräsentativen Spengler und Speck dabei und bei Neckarau sah man sowohl Morawetz als auch Reichert. Die Einheimischen paßten sich der Spielweise der Gäste an und vor allen Dingen war es die Läuferreihe, die der Abwehr die nötige Unterstützung bei den rollenden Nek- karauer Angriffen zuteil werden ließ. Im Sturm wurde zwar noch etwas zu zaghaft operiert (Speck), sonst wäre däs Spiel schon in der esten Halbzeit zugunsten von Beiertheim entschieden worden. Schiedsrichter Weiß (Wies- loch) war dem Geschehen keineswegs gewachsen. Ein 13-Meter hüben oder drüben hätte Wunder gewirkt, und die erregten Gemüter wären sicher zur Beruhigung gekommen.
Es dauerte immerhin 10 Minuten, bis nach beiderseitigem Berennen der Tore Spengler für Beiertheim erfolgreich war. Nicht lange dauerte die Führung, die von Zelher ausgeglichen «uda Brauning aetste unhaltbar
einen Ball Ins Netz, nachdem Speck zweimal in aussichtsreicher t Schußposition verschossen hatte. Ein grober Verteidigungsfehler konnte Zeiher zum Ausgleich ausnutzen und wenige Minuten später war es Glück, der Nek- karau in Führung brachte. Nach dem Wechsel nahm das Spiel an Härte und unliebsamen Zwischenfällen zu. Feldmann und Breuning erzielten ln rascher Folge zwei Tore. Bis 5 Minuten vor Schluß konnte Beiertheim den knappen Vorsprung halten, dann gelang Seiher durch einen Strafstoß über di« Abwehrmauer der Ausgleich. S-r.
Weinheim —Birkenau 3:4
TB Heidelberg Halbzeitmeister Im Basketball a
Der letzte deutsche Meister, TB Heidelberg führt kurz vor Beendigung der Vorrunde klar die Tabelle vor dem Ortsrivalen TSG 78 und dem TV 46 Karlsruhe an. Sowohl die Heidel-, berger als auch die Karlsruher haben erst 2 Verlustpunkte, so daß man auf das Zusammentreffen der beiden Mannschaften, das die endgültige Entscheidung über die Besetzung des
2. Platzes bringt, sehr gespannt ist.
Spiele Körbe
Pkte.
TB Heidelberg
6
270:86
12:0
5
205:116
8:2
TV 46 Karlsruhe
4
130:91
6:2
4
95:123
4:4
3
82:107
2:4
2
41:68
0:4
TV 46 Mannheim
3
40:142
0:6
4
62:173
0:8
Die Frauen liegen mit den Spielen noch zu sehr im Rückstand, so daß man noch kein genaues Bild über die Spielstärke der einzelnen Mannschaften gewinnen kann. TSG 78 Heidelberg und KTV 46 führen mit 2:0 Punkten vor TB Heidelberg 2:2 und TV 4* Mannheim M,
„schwamm“ ständig und der kleine Traub war seinen kräftigen Gegenspielern auch körperlich nicht gewachsen.
Für die Offenbacher Kickers gibt es nur eine Kritik: Meisterhaft von Nr. 1 bis Nr. 11. Sie hätten in dieser Form auch jeden anderen Gegner überspielt. Dies drückte dem ganzen Spielverlauf den eindeutigen Stempel auf.' Vier Ecken in den ersten sechs Minuten kennzeichnen den Offenbacher Druck und auch die Qualität- der Mühlburger Abwehr. Nach 15 Minuten schoß der spritzige Mittelstürmer Maier das erste Tor, dem er nach einer weiteren Viertelstunde als Abschluß einer bildschönen Kombination den zweiten Treffer anreihte. Das dritte Tor hat wohl Gärtner verschuldet, der in der 53. Minute mit einem zurückgeköpften Ball Scheib täuschte. Maier brauchte nur noch einzudrücken. Der sonst ausgezeichnete Schiedsrichter Meißner, Fürth , übersah in der 70. Minute ein Hahd- spiel Maiers, der zu Wirsching weiterleitete, gegen dessen Bombe Scheib
sich vergeblich streckte. Adolf Schmidt stellte in der 76. Minute mit scharfem, plaziertem Schuß das Endergebnis her. A. W.
SV Waldhof —FC Rödelheim 3:2 Man war in Mannheim auf dieses Wiederholungsspiel sehr gespannt, denn seit dem ersten Dezembersonntag, als das Treffen beim Stande von 3:0 für Waldhof wegen des dichten Nebels abgebrochen werden mußte, hatten die Frankfurter Vorstädter beachtliche Ergebnisse erspielt. Doch gegen Waldhof war nicht viel zu machen, wenn auch durch einen überraschenden Durchbruch von Muth den Gästen schon nach 5 Minuten der Führungstreffer glückte. Trotz starker Überlegenheit gelang der Ausgleich erst 6 Minuten vor Halbzeit durch Siffling. Durch einen von Herbold verwandelten Foul-Elfmeter und einen weiteren Treffer des gleichen Spielers zogen die Mannheimer auf 3:1 davon. 7 Minuten vor dem Abpfiff des Oggersheimer Schiedsrichters Ullrich verbesserte Schöppler auf 3:2.
Der von allen Wintersportlern so heiß ersehnte Schnee fiel endlich in ausreichender Menge und so waren die Mittel- und Hochgebirge ein lohnendes Ziel für die Weihnachtsparties zünftiger Skifahrer und um die Sprunghügel herrschte ein munteres Treiben.
In Bischofshofen , im Salzburgischen, startete die österreichische Elite, mit Weltmeister Sepp Bradl an der Spitze. Die dortige Mammutschanze bewährte sich außerordentlich und Sepp Bradl bewältigte auf Anhieb 94 und 89 m und siegte mit 231,5 vor seinen Landsleuten Eder (81 und 82,0 m) und Reinhardt (76 und 74 m). — Als schärfster Konkurrent" Bradls gilt der Oberst- dorfer Sonnleiten-Wirt Sepp Weiler , der beim Springen in Oberstdorf zweimal 69 m stand (Note 231,9) und seinen ebenso bekannten Landsmann Heini Klopfer (64 und 61 m) auf den zweiten Platz verwies. Birger Ruuds Schanzenrekord am Hausberg mit 43 Meter wurde von Erich Windisch eingestellt, der sich mit Note 187,0 den Sieg von Robert Engel (1860 München ) und Günther Meergans holte. Windisch gewann auch das Eröffnungsspringen auf der Kleinen Olympiaschanze mit Note 222,0 (Sprünge 56 und 57 m) vor Josef Grassegger und Rudi Gehring (1860 München ). Paul Schneidenbach, der in der Altersklasse }I 218,0 er
reichte (Sprünge 55 und 57 m) triumphierte an der Karwendelschanze des SC Mittenwald mit 223,0 (61 und 60 m) vor Toni Eisgruber und Günther Meer gans , während Windisch mit 60 und 61 m in der allgemeinen Klasse mit 222 auf den ersten Platz vor Rudi Gehring und Josef Grassegger kam. In Oberstaufen waren vorwiegend Allgäuer Springer am Start, wobei Asal (Oberstdorf ) mit 50 und 51 m den Jubiläumssprunglauf gewann. In Bischofs grün im Fichtelgebirge stand auf der Ochsenkopf-Schanze Heinrich Zapp mit 41 m den weitesten Sprung und verwies mit Note 222,0 den Einheimischen Georg Zeitler (220,5) knapp auf den zweiten Platz. Zeitler gilt als aussichtsreicher Anwärter auf den Goldenen Ski in der deutschen Meisterschaft. Das Franz-Haselwantner-Ge- dächtnisspringen in Reit im Winkl holte sich Simon Berger (Oberaudorf ) mit Note 330,5 (53,55 und 59 m) und in Bayrisch-Zell sicherte sich der Österreicher Hammerschmidt mit 40 und 41 m und Note 218,0 den Sieg. Bemerkenswert, daß hier in der Altersklasse Gustl Müller, ein Senior des deutschen Skisports, immer noch seine große Klasse unter Beweis stellt.
Die Langläufer hatten Startmögiich- keit in Oberwarmensteinach, wo Neukam den 10-km-Lauf in 28:43 Minuten gewann und in Rettenberg , wo Toni Rupp (Sonthofen ) über 14 km in 57:41 vor Franz Hofer (Nesselwang ) erfolgreich blieb.
Die Boxweltmeister sind „vergreist"
Vor wenigen Tagen erfuhr Europa von einem Weltmeisterausscheidungskampf in New York . Der durch seine Kämpfe gegen den englischen Europameister Woodcock und den schwedischen Maler-Boxer bestens bekannt gewordene amerikanische Schwergewichtler Joe Baksi verlor gegen den 25jährigen Neger Charles aus Cincin nati in der 11. Runde entscheidend. 1937 begann dieser Ezzard Charles seine Boxkarriere als Amateur und gewann genau wie Joe Louis einst, mehrere der in den Staaten berühmten „Goldenen Handschuhe"-Turniere als Amateur. 1940 wurde er Profi und reihte k. o.-Sieg an k. o.-Sieg. Dieser talentierte junge Nachwuchsmann soll das Zeug dazu in sich haben, einmal in die Reihe der „Unsterblichen“ der Sullivan, Dempsey usw. einzugehen. Um das Interesse am Berufsboxsport wieder zu haben, wäre es nur zu begrüßen, wenn der fast um zehn Jahre jüngere Ezzard Charles den seit elf Jahren „regierenden“, heute Säjährigen „Braunen Bomber" ablösen würde. Studiert man die Liste der augenblicklich herrschenden übrigen Weltmeister, so kann man überraschend feststellen, daß auch hier zum größten Teil „alternde Männer“ die Weltmeistertitel inne haben. Nur Im Halbschwergewicht dürfte der Engländer Freddie Mills mit seinen 27 Jahren noch zu den Jüngsten zählen. Gus Lesnevich, dem er den Titel abnahm, -war bereits 34 Jahre alt und Tony Zale verlor mit ebenfalls 34 Jahren «eine Krone an den um ein Jahr jüngeren „Löwen von Marokko“. Marcel Cerdan . Der Meister der Bantamgewichtler, der nun schon jahrelang an der Spitze seiner Klasse steht, Manuel Ortlz (Mexiko ), hat auch schon mehr als 31 Jahre auf dem Buckel, und Ray Robinson , der Herrscher unter den Weltergewichtlern, ist auch um die dreißig, obwohl er bisher offiziell nicht verraten hät, wie alt er tatsächlich ist. Rinty Monoghan, der Meister im Fliegengewicht, zählt ebenfalls bereits 28 Jahre. Addiert man zu diesen „Jahren“ noch die 34 von Joe Louis Barrow hinzu, so kommt man auf ein Durchschnittsalter von 30‘i«. Das Küken unter den Weltmeistern ist Ike Williams (Leichtgewicht), der erst in diesem Jahre das 25. Lebensjahr vollendete.
Es wäre also an der Zeit, daß diese boxgeschichtlich gesehenen „alten Herren“ recht bald durch jüngere ersetzt würden. Denn 1900 mußte der 43jäh- rlge Halbschwergewichtmeister Bob Fitzsimmons seinen Titel an den blutjungen Jack O’Brien abgeben. Zwei Jahre später erfuhr der 30jährige Ad Wolgast im Leichtgewicht dasselbe Schicksal. Der 21jährige Willie Rltchle «erschlug diesen eiternder Thronin
haber. Es genügt schließlich, wenn man noch weiß, daß der unvergeßliche Benny Leonard , ebenfalls erst 21 Jahre alt, in derselben Klasse den 31 jährigen Fred Welsh abzulösen vermochte und Jack Dempsey mit 24 Jahren den 36jährigen Jesse Willard und der heute 34jährige Joe Louis , kaum 23- jährig, den 32jährigen Jimmy Brad- dock die Weltmeisterkrone entriß.
Ezzard Charles wurde durch seinen Sieg gegen Baksi Titelanwärter Nr. 1 im Schwergewicht. Auch er hat „Dynamit“ in beiden Fäusten und Joe Louis wird sich verdammt vorsehen müssen. Hoffen wir, daß im Sinne einer gesunden sportlichen Entwicklung der Jüngere siegen und der Ältere in Ehren unterliegen möge. nl.
Boxen: Um die deutsche Leichtgewichtmeisterschaft kämpften in Mün chen Meister Herbert Niinberg (Ham burg ) und Hans Hafner (Bamberg ) unentschieden. In Berit» kam Dieter Hucks zu einem erfolgreichen come back, als er Schmidt (Mannheim ) in der ersten Runde k.o. schlug.
Leichtathletik: Die Hamburger Hoch- «pringerin von Buchholz (ehemals DSC Breslau) ist den Stuttgarter Kickers beigetreten.
Januar
Schottland — Irland England — Wales Februar
Irland — England (Am.)
März
England — Wales Belgien — Holland Spanien — Portugal Wales — Irland Holland — Luxemburg Holland — England (Am.)
Irland — Luxemburg England (Am.) — Luxemburg April
Bulgarien — Polen England (Am.) — Frankreich Frankreich — Italien Schottland — England Holland — Belgien Polen — Tschechoslowakei Österreich — Schweiz Griechenland — Türkei Ungarn — Schweiz Mai
Österreich — Ungarn Rumänien — Albanien Schottland — Belgien Schweiz — Schottland Italien — England Ungarn — Tschechoslowakei Portugal — Irland Frankreich — Schottland Türkei — Österreich Spanien — Irland ^
Ungarn — Rumänien Belgien — Frankreich Holland — Schweden Dänemark — Norwegen Tschechoslawakei — Frankreich Schweiz — Spanien Dänemark — Finnland Rumänien — Bulgarien Holland — Irland Dänemark — Polen Jugoslawien — Albanien Schweden — Österreich Island — Irland Bulgaren — Jugoslawien Island — Finnland Rumänien — Tschechoslawakei August
Norwegen — USA Polen — Jugoslawien September
Norwegen — Finnland Polen — Ungarn Finnland — Schweden Norwegen — Schweden Dänemark —.England Irland — England Oktober
Irland — England Schweden — Dänemark ScSWetzr^ Ysthethoslowanei Frankreich — Belgien Wales — Schottland Polen — Rumänien Rumänien — Ungarn Polen — Finnland Tschechoslowakei — Österreich November Irland — Schottland Bulgarien — Ungarn England — Wales Österreich — Schweden Schottland — Irland Belgien — Holland Türkei — Griechenland Dezember England — Schweiz Irland — Schweiz Norwegen — Dänemark Ägypten — Norwegen
Olympisches Fußballtumler
Luxemburg — Afghanistan Holland — Irland Jugoslawien — Luxemburg Türkei — China England — Holland Frankreich — Indien Korea — Mexiko Schweden — Österreich Dänemark — Ägypten Italien — USA Jugoslawien — Türkei England — Frankreich Schweden — Korea Dänemark — Italien Jugoslawien — England Schweden — Dänemark Dänemark — England Schweden — Jugoslawien
8:0
7:8
6:0
8:4
1 :l
1 :0 2:1
1:1 0:3 1:8 0:2 2:2 3:1 3 :1 1:3 7:4
3:0 0 :1 2 :1 1:2
2:4
1 : 0 x : x
3:3 1 :3 0 : 0 1 :5 1:0 3:1
0:1 1 : 0 1:0 2:1 3:2 1:1 2:1
0 :
3 :
6 :
4 :
4 :
2 :1 5:3 :0 : 1 : 0 : 1 : 0 : 0 ;3 : 1 2 3 : 1
Die besten deutschen Sportler des Jahres 1948
121 Sportjournalisten wählten: von Cramm, Hein ten Hoff u. Fritz Walter
Der. Im Auslande seit langem geübte Brauch, den besten Sportler des Landes durch eine Abstimmung der Sportjournalisten festzustellen, veranlaß te die Internationale Sportkorre- spondenz, am Jahresende 1948 erstmals auch die deutschen Sporjourna- listen zu einer solchen Abstimmung aufzufordern. Aus allen vier Zonen trafen die Stimmzettel ein, wobei Jeder teilnehmende Journalist 15 Stimmen abgeben konnte (fünf für den besten deutschen Sportler, vier für den zweitbesten und eine für den fünfbesten), von Cramm wurde mit fast 100 Stimmen Vorsprung zum besten Sportler gewählt.
1. Gottfried von Cramm (Tennis) 349 Stimmen. 2. Hein ten Hoff (Boxen) 250.
3. Fritz Walter (Fußball) 181. 4. Georg Meier (Motorsport) 152. 5. Gerd Luther (Leichtathletik) 150. 6. Leo Llckes (Leichtathletik) 97. 7. Annemarie Büchner-Fischer (Ski) 88. 8. Walter Klinge (Schwimmen) 85. 9. Lena Stumpf
(Leichtathletik) 74. 10. Theo Wied (Turnen) 70. II. Herbert Klein (Schwim
men) 58. 12. Rudolf Lüttge (Gehen) 52.
13. Heinz Ulzheimer (Leichtathletik) 33. 14. Walter Lohmann (Radsport) 23.
14. Jakob Streitle (Fußball) 23. 16. Frau Marga Petersen (Leichtathletik) 21. 17. Rudi Pepper (Boxen) 15. 18. Heinrich Schwarzer (Radsport) 13. 18. Frau Inge Wolf-Plank Leichtathletik) 13. 20. Lud wig Koppenwallner (Leichtathletik) 10.
Kurz und bunt
Eishockey: Um den Leinweber-Pokal: SC Riessersee —HC Augsburg 8:1, Aufstieg zur Oberliga: Mannheim —Ham burg 5:4.
Radsport: Das Weihnachtsrennen
über 100 km in München gewannen Mirke/Prelskeit in 2:19:02 Std. vor Kittsteiner/Stubbe und Ehmer/Umben« hauer.
Fußball; Zu Besprechungen Ober aktuelle Fragen wurden Dt. Walter und Kurt Schaffner (Stuttgart ) vom Deutschen Fußball-Ausschuß nach Zü rich eingeladen.