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Dienstag, 3#. Dezember 1940

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Nummer IST / Seite I

Die Offenbarter kamen ungeschlagen über die Vorrunde D,e M JrS£Zä n * u

Oberliga Süd:

Ottenbach . Kickers—VfB Mühlburg 5:0 SV Waldhof—1. FC Rödelheim 3:2

Oberliga Nord

Eimsbüttel — TSV Braunschweig 2 :1 Berliner Stadtmeisterschaft

Südring — Oberschöneweide 1 :3

Spandau — Köpenick 2 :1

Prenzlauer Berg — Tiergarten 2 :0 Tempelhpf — Wilmersdorf 3 ; 3

Freundschaftsspiele:

VfL Osnabrück —Schwab. Augsbg. 3:0 FC St. Pauli—Bayern München 1:3 VfR Mannheim—TuS Neuendorf 1:2 Bremer SV—Wormatia Worms 0:4 TSV Braunschwg.—Wormat. Worms 6:1 Holstein Kiel —Bayern München 3:1 VfR Kaiserslautern —VfR Mannheim 3:1 VfB Mühlburg—FK Pirmasens 3:4 VfB Ingolstadt —VfB Stuttgart 0:1 SpVgg Fürth—VfB Stuttgart 1:0

BC Augsburg—Wadcer München 3:3 SSV Reutlingen—BC Augsburg 2:3 1860 München—Landesligaauswahl 2:0 Stuttgarter Kickers—SF Stuttgart 1:1 Union Niederrad—Eintr. Frankfurt 2:0 SV Wiesbaden—Mainz 05 3:5

Shweinfurt 05—VfR Schweinfurt 2:2

Hamburger SV —Auswahl Barmbeck 4:0 Arminia Hannover—Hannover 96 2:2

Viktoria Hamburg —VfB Lübeck 1:1 VfB Bielefeld—Borussia Dortmund 1:7 Duisburger SV—Borussia Dortmd. 1:1 Westf. Herne —Rotweiß Oberhausen 2:0 Fortuna Düsseldorf —Turu Düsseldf. 2:3 1. FC Köln—Rhenania Würselen 2:1 SV Herten—Schalke 3:2

Hamborn 07—Meidericher SV 3:2 Helene Essen—Horst/Enischer 2:1

Haben Sie richtig getipptT Beim Fußball-Toto Nr. 13, der Spiele an den Weihnachts- und Neujahrs­feiertagen umfaßt, gab es an Weih­

nachten folgende Ergebnisse:

Kickers OffenBach — VfB Mühlburg 5:0 SpVgg Fürth —VfB Stuttgart 1:0

St. Pauli — Bayern München 1:3

SV Waldhof —FC Rödelheim 3:2

VfR Mannheim — T^iS Neuendorf 1:2

Länderspiel;

Ägypten —Norwegen ltl

Internationale Spiele:

1. FC Saarbrücken—Admira Wien ltl Rotweiß Lörrach—SF Basel 1:1

Werder Bremen —Weiße Adler

(Jugoslawien ) 3:1

FC Barcelona —BC Kopenhagen 1:1 Stade Francai» Paris—Athletico

Madrid 03

Wiener SC—Helsingborg/Sehweden 4:0 Heidjuk Split/Jugosl.—Heisingborg 2:0 Istambul—Austria Wien 2:4

Die besten Torschützen

Der Offenbacher Mittelstürmer Maier, der im Spiel gegen den VfB Mühlburg die ersten 3 Tore schoß, sowie der Waldhofer Halbstürmer Herbold stehen in der Torschützen­liste der Süddeutschen Oberliga mit je 10 Treffern an erster Stelle. Mit je 0 Toren folgen der Mühlburger Bach­tel sowie die Offenbacher Weber und WirsdiiAg.

Über Weihnachten wurde nur im Süden um die Punkte gekämpft. Die Offenbacher Kickers verteidigten ihre Vormachtstellung durch einen 5:0-Sieg über den VfB Mühlburg, der seinem Ruf als „Favoritenkiller“ am Bie- berer Berg keinen neuen Glanz ver­leihen konnte. Die Lederstädter be­endeten damit als erster Verein die Vorrunde und sind in 15 Spielen ohne Niederlage. Sie übertrafen damit den Rekord des VfB Stuttgart aus dem Jahre 1945/46. Der SV Waldhof schob sich durch einen 3:2-Sieg im Wieder­holungsspiel gegen den 1. FC RöM- heim auf den fünften Rang vor.

Der Tabellenstand der Südliga:

Kickers Offenbach

15

42:10

28:2

VfR Mannheim ■

14

19:19

18:10

1860 München

14

27:22

17:11

Stuttgarter Kickers

13

27:19

15:11

SV Waldhof

13

23:21

14:12

Schwab. Augsburg

12

18:16

13:11

VfB Mühlburg

13

26:21

13:13

Bayern München

13

24:22

13:13

FC Schweinfurt

13

22:21

13:13

VfB Stuttgart

13

20:24

13:13

Eintracht Frankfurt

13

16:17

12:14

1. FC Nürnberg

13

21:26

11:15

FSV Frankfurt

12

19:22

10:14

BC Augsburg

13

12:21

8:18

FC Rödelheim

14

19:34

8:20

TSG Ulm 46

12

8:28

4:20

Eine „schöne Bescherung" Kickers Offenbach —VfB Mühlburg 5:0

Mit einer solchen „Bescherung“ hat­ten die vielen Unentwegten, die am ersten Feiertag morgens in Mühlburg in die Omnibusse stiegen, um den VfB nach Offenbach zu begleiten, nicht gerechnet. Aber auch am „Bie- berer Berg“ selbst waren unter den 10 000 Zuschauern nicht wenige, die den Gästen auf Grund ihrer Leistun­gen an den Vorsonntagen immerhin eine Remis-Chance vorausgerechnet hatten. Nun, das ominöse 13. Spiel — ohne Lehmann und Bechtel, die durch Seeburger und Traub schlecht ersetzt waren — und eine Offenbacher Elf in wirklich meisterlicher Glanz­form — ergaben dann dieses glatte 5:0, das im Resultat selbst schon mit dem „Null “ auch die Chancen der Gäste klar ausdrückt.

Eine Entschädigung fanden die Mit­reisenden lediglich in dem bestechen­den und fast zauberhaften Kombina­tionsspiel der Kickers, die trotz des hartgefrorenen, mit Eisstellen durch­setzten Bodens das Leder so schnell, flach, sicher und ideenreich von Mann zu Mann laufen ließen, daß manch­mal auch die Mühlburger Akteure fast wie staunende Zuschauer wirk­ten. Der VfB konte sich im ständigen Ansturm dieser 90 Minuten nie zu- «ammenflnden, es blieb ihm keine Luft und keine Zeit, von hinten heraus aufzubauen, zumal die Ab­wehrreihen — auch Gärtner — sich Fehler und Fehlschläge am laufenden Band erlaubten. Scheib W. im Tor war-noch der Beste, denn gegen die fünf Treffer wäre auch jeder andere Torsteher machtlos gewesen, aber ihm ist es doch zuzuschreiben, daß es bei diesem Ergebnis blieb. Im Sturm mühten sich Rastetter und Roth ver­geblich ab, die eisenharte und vollen­det deckende Hintermannschaft Offen­bachs zu überspielen. Als Kunkel dann noch 35 Minuten vor Schluß ver­letzt ausschied, resignierte nach dem dritten Tor auch Rastetter. Seeburger

erneutes Remis der Neckarauer Handballer

Beachtliches Unentschieden des TuS Beiertheim—Birkenau rückt auf

Man kann nicht gerade sagen, daß die beiden Pnnktespiele einen erwar­teten Ausgang nahmen. Neckarau steckt augenblicklich ln einer Form­krise und hatte Giyck, in Beiertheim wenigstens noch einen Punkt zu ret­ten. Birkenau , das bereits am Vor­sonntag dem Spitzenreiter an der Alt- riper Fähre einen Punkt abnahm, siegte am 3. Weihnachtsfeiertag ln Weinheim .

VfL Neckarau

13

120:80

22:4

SG St. Leon

12

101:82

20:4

TV Röt

12

109:63

16:8

KSG Birkenau

13

76:71

15:11

SpVgg Ketsch

12

77:73

13:11

62 Weinheim

11

60:62

12:10

SV Waldhof

12

93:75

11:11

TuS Beiertheim

12

64:104

5:19

TSV Bretten \

12

55:110

4:20

TSV Bulach

11

46:109

2:20

Beiertheim—Neckarau 4:4

Beide Mannschaften 'waren in stärk­ster Aufstellung erschienen. Beiert­heim hatte die beiden Repräsentativen Spengler und Speck dabei und bei Neckarau sah man sowohl Morawetz als auch Reichert. Die Einheimischen paßten sich der Spielweise der Gäste an und vor allen Dingen war es die Läuferreihe, die der Abwehr die nötige Unterstützung bei den rollenden Nek- karauer Angriffen zuteil werden ließ. Im Sturm wurde zwar noch etwas zu zaghaft operiert (Speck), sonst wäre däs Spiel schon in der esten Halbzeit zugunsten von Beiertheim entschieden worden. Schiedsrichter Weiß (Wies- loch) war dem Geschehen keineswegs gewachsen. Ein 13-Meter hüben oder drüben hätte Wunder gewirkt, und die erregten Gemüter wären sicher zur Beruhigung gekommen.

Es dauerte immerhin 10 Minuten, bis nach beiderseitigem Berennen der Tore Spengler für Beiertheim erfolg­reich war. Nicht lange dauerte die Führung, die von Zelher ausgeglichen «uda Brauning aetste unhaltbar

einen Ball Ins Netz, nachdem Speck zweimal in aussichtsreicher t Schuß­position verschossen hatte. Ein grober Verteidigungsfehler konnte Zeiher zum Ausgleich ausnutzen und wenige Mi­nuten später war es Glück, der Nek- karau in Führung brachte. Nach dem Wechsel nahm das Spiel an Härte und unliebsamen Zwischenfällen zu. Feld­mann und Breuning erzielten ln ra­scher Folge zwei Tore. Bis 5 Minuten vor Schluß konnte Beiertheim den knappen Vorsprung halten, dann ge­lang Seiher durch einen Strafstoß über di« Abwehrmauer der Ausgleich. S-r.

Weinheim —Birkenau 3:4

TB Heidelberg Halbzeitmeister Im Basketball a

Der letzte deutsche Meister, TB Heidelberg führt kurz vor Beendigung der Vorrunde klar die Tabelle vor dem Ortsrivalen TSG 78 und dem TV 46 Karlsruhe an. Sowohl die Heidel-, berger als auch die Karlsruher haben erst 2 Verlustpunkte, so daß man auf das Zusammentreffen der beiden Mannschaften, das die endgültige Entscheidung über die Besetzung des

2. Platzes bringt, sehr gespannt ist.

Spiele Körbe

Pkte.

TB Heidelberg

6

270:86

12:0

TSG 78 Heidelberg

5

205:116

8:2

TV 46 Karlsruhe

4

130:91

6:2

BC Heidelberg

4

95:123

4:4

RV Karlsruhe

3

82:107

2:4

TV 46 Heidelberg

2

41:68

0:4

TV 46 Mannheim

3

40:142

0:6

Skiclub Karlsruhe

4

62:173

0:8

Die Frauen liegen mit den Spielen noch zu sehr im Rückstand, so daß man noch kein genaues Bild über die Spielstärke der einzelnen Mannschaf­ten gewinnen kann. TSG 78 Heidel­berg und KTV 46 führen mit 2:0 Punkten vor TB Heidelberg 2:2 und TV 4* Mannheim M,

„schwamm“ ständig und der kleine Traub war seinen kräftigen Gegen­spielern auch körperlich nicht ge­wachsen.

Für die Offenbacher Kickers gibt es nur eine Kritik: Meisterhaft von Nr. 1 bis Nr. 11. Sie hätten in dieser Form auch jeden anderen Gegner über­spielt. Dies drückte dem ganzen Spielverlauf den eindeutigen Stempel auf.' Vier Ecken in den ersten sechs Minuten kennzeichnen den Offen­bacher Druck und auch die Qualität- der Mühlburger Abwehr. Nach 15 Mi­nuten schoß der spritzige Mittelstür­mer Maier das erste Tor, dem er nach einer weiteren Viertelstunde als Abschluß einer bildschönen Kombina­tion den zweiten Treffer anreihte. Das dritte Tor hat wohl Gärtner ver­schuldet, der in der 53. Minute mit einem zurückgeköpften Ball Scheib täuschte. Maier brauchte nur noch einzudrücken. Der sonst ausgezeich­nete Schiedsrichter Meißner, Fürth , übersah in der 70. Minute ein Hahd- spiel Maiers, der zu Wirsching wei­terleitete, gegen dessen Bombe Scheib

sich vergeblich streckte. Adolf Schmidt stellte in der 76. Minute mit scharfem, plaziertem Schuß das Endergebnis her. A. W.

SV Waldhof —FC Rödelheim 3:2 Man war in Mannheim auf dieses Wiederholungsspiel sehr gespannt, denn seit dem ersten Dezembersonn­tag, als das Treffen beim Stande von 3:0 für Waldhof wegen des dichten Nebels abgebrochen werden mußte, hatten die Frankfurter Vorstädter be­achtliche Ergebnisse erspielt. Doch gegen Waldhof war nicht viel zu machen, wenn auch durch einen über­raschenden Durchbruch von Muth den Gästen schon nach 5 Minuten der Führungstreffer glückte. Trotz star­ker Überlegenheit gelang der Aus­gleich erst 6 Minuten vor Halbzeit durch Siffling. Durch einen von Her­bold verwandelten Foul-Elfmeter und einen weiteren Treffer des gleichen Spielers zogen die Mannheimer auf 3:1 davon. 7 Minuten vor dem Abpfiff des Oggersheimer Schiedsrichters Ull­rich verbesserte Schöppler auf 3:2.

Rekordweiten beim Weihnachts-Skispringen

94 m am Hochkönig — 69 m am Nebelhorn

Der von allen Wintersportlern so heiß ersehnte Schnee fiel endlich in ausreichender Menge und so waren die Mittel- und Hochgebirge ein loh­nendes Ziel für die Weihnachtsparties zünftiger Skifahrer und um die Sprung­hügel herrschte ein munteres Treiben.

Sepp Bradl sprang 94 Meter

In Bischofshofen , im Salzburgischen, startete die österreichische Elite, mit Weltmeister Sepp Bradl an der Spitze. Die dortige Mammutschanze bewährte sich außerordentlich und Sepp Bradl bewältigte auf Anhieb 94 und 89 m und siegte mit 231,5 vor seinen Lands­leuten Eder (81 und 82,0 m) und Rein­hardt (76 und 74 m). — Als schärfster Konkurrent" Bradls gilt der Oberst- dorfer Sonnleiten-Wirt Sepp Weiler , der beim Springen in Oberstdorf zweimal 69 m stand (Note 231,9) und seinen ebenso bekannten Landsmann Heini Klopfer (64 und 61 m) auf den zweiten Platz verwies. Birger Ruuds Schanzenrekord am Hausberg mit 43 Meter wurde von Erich Windisch ein­gestellt, der sich mit Note 187,0 den Sieg von Robert Engel (1860 München ) und Günther Meergans holte. Windisch gewann auch das Eröffnungsspringen auf der Kleinen Olympiaschanze mit Note 222,0 (Sprünge 56 und 57 m) vor Josef Grassegger und Rudi Gehring (1860 München ). Paul Schneidenbach, der in der Altersklasse }I 218,0 er­

reichte (Sprünge 55 und 57 m) trium­phierte an der Karwendelschanze des SC Mittenwald mit 223,0 (61 und 60 m) vor Toni Eisgruber und Günther Meer­ gans , während Windisch mit 60 und 61 m in der allgemeinen Klasse mit 222 auf den ersten Platz vor Rudi Gehring und Josef Grassegger kam. In Oberstaufen waren vorwiegend All­gäuer Springer am Start, wobei Asal (Oberstdorf ) mit 50 und 51 m den Ju­biläumssprunglauf gewann. In Bischofs­ grün im Fichtelgebirge stand auf der Ochsenkopf-Schanze Heinrich Zapp mit 41 m den weitesten Sprung und ver­wies mit Note 222,0 den Einheimischen Georg Zeitler (220,5) knapp auf den zweiten Platz. Zeitler gilt als aus­sichtsreicher Anwärter auf den Gol­denen Ski in der deutschen Meister­schaft. Das Franz-Haselwantner-Ge- dächtnisspringen in Reit im Winkl holte sich Simon Berger (Oberaudorf ) mit Note 330,5 (53,55 und 59 m) und in Bayrisch-Zell sicherte sich der Österreicher Hammerschmidt mit 40 und 41 m und Note 218,0 den Sieg. Bemerkenswert, daß hier in der Al­tersklasse Gustl Müller, ein Senior des deutschen Skisports, immer noch seine große Klasse unter Beweis stellt.

Die Langläufer hatten Startmögiich- keit in Oberwarmensteinach, wo Neu­kam den 10-km-Lauf in 28:43 Minuten gewann und in Rettenberg , wo Toni Rupp (Sonthofen ) über 14 km in 57:41 vor Franz Hofer (Nesselwang ) erfolg­reich blieb.

Die Boxweltmeister sind „vergreist"

Vor wenigen Tagen erfuhr Europa von einem Weltmeisterausscheidungs­kampf in New York . Der durch seine Kämpfe gegen den englischen Eu­ropameister Woodcock und den schwe­dischen Maler-Boxer bestens bekannt gewordene amerikanische Schwerge­wichtler Joe Baksi verlor gegen den 25jährigen Neger Charles aus Cincin­ nati in der 11. Runde entscheidend. 1937 begann dieser Ezzard Charles seine Boxkarriere als Amateur und gewann genau wie Joe Louis einst, mehrere der in den Staaten berühm­ten „Goldenen Handschuhe"-Turniere als Amateur. 1940 wurde er Profi und reihte k. o.-Sieg an k. o.-Sieg. Dieser talentierte junge Nachwuchsmann soll das Zeug dazu in sich haben, einmal in die Reihe der „Unsterblichen“ der Sullivan, Dempsey usw. einzugehen. Um das Interesse am Berufsboxsport wieder zu haben, wäre es nur zu be­grüßen, wenn der fast um zehn Jahre jüngere Ezzard Charles den seit elf Jahren „regierenden“, heute Säjähri­gen „Braunen Bomber" ablösen würde. Studiert man die Liste der augen­blicklich herrschenden übrigen Welt­meister, so kann man überraschend feststellen, daß auch hier zum größten Teil „alternde Männer“ die Weltmei­stertitel inne haben. Nur Im Halb­schwergewicht dürfte der Engländer Freddie Mills mit seinen 27 Jahren noch zu den Jüngsten zählen. Gus Lesnevich, dem er den Titel abnahm, -war bereits 34 Jahre alt und Tony Zale verlor mit ebenfalls 34 Jahren «eine Krone an den um ein Jahr jün­geren „Löwen von Marokko“. Marcel Cerdan . Der Meister der Bantamge­wichtler, der nun schon jahrelang an der Spitze seiner Klasse steht, Manuel Ortlz (Mexiko ), hat auch schon mehr als 31 Jahre auf dem Buckel, und Ray Robinson , der Herrscher unter den Weltergewichtlern, ist auch um die dreißig, obwohl er bisher offiziell nicht verraten hät, wie alt er tat­sächlich ist. Rinty Monoghan, der Mei­ster im Fliegengewicht, zählt ebenfalls bereits 28 Jahre. Addiert man zu die­sen „Jahren“ noch die 34 von Joe Louis Barrow hinzu, so kommt man auf ein Durchschnittsalter von 30‘i«. Das Küken unter den Weltmeistern ist Ike Williams (Leichtgewicht), der erst in diesem Jahre das 25. Lebens­jahr vollendete.

Es wäre also an der Zeit, daß diese boxgeschichtlich gesehenen „alten Her­ren“ recht bald durch jüngere ersetzt würden. Denn 1900 mußte der 43jäh- rlge Halbschwergewichtmeister Bob Fitzsimmons seinen Titel an den blut­jungen Jack O’Brien abgeben. Zwei Jahre später erfuhr der 30jährige Ad Wolgast im Leichtgewicht dasselbe Schicksal. Der 21jährige Willie Rltchle «erschlug diesen eiternder Thronin­

haber. Es genügt schließlich, wenn man noch weiß, daß der unvergeßliche Benny Leonard , ebenfalls erst 21 Jahre alt, in derselben Klasse den 31 jähri­gen Fred Welsh abzulösen vermochte und Jack Dempsey mit 24 Jahren den 36jährigen Jesse Willard und der heute 34jährige Joe Louis , kaum 23- jährig, den 32jährigen Jimmy Brad- dock die Weltmeisterkrone entriß.

Ezzard Charles wurde durch seinen Sieg gegen Baksi Titelanwärter Nr. 1 im Schwergewicht. Auch er hat „Dy­namit“ in beiden Fäusten und Joe Louis wird sich verdammt vorsehen müssen. Hoffen wir, daß im Sinne einer gesunden sportlichen Entwick­lung der Jüngere siegen und der Ältere in Ehren unterliegen möge. nl.

Boxen: Um die deutsche Leichtge­wichtmeisterschaft kämpften in Mün­ chen Meister Herbert Niinberg (Ham­ burg ) und Hans Hafner (Bamberg ) un­entschieden. In Berit» kam Dieter Hucks zu einem erfolgreichen come back, als er Schmidt (Mannheim ) in der ersten Runde k.o. schlug.

Leichtathletik: Die Hamburger Hoch- «pringerin von Buchholz (ehemals DSC Breslau) ist den Stuttgarter Kickers beigetreten.

Januar

Schottland — Irland England — Wales Februar

Irland — England (Am.)

März

England — Wales Belgien — Holland Spanien — Portugal Wales — Irland Holland — Luxemburg Holland — England (Am.)

Irland — Luxemburg England (Am.) — Luxemburg April

Bulgarien — Polen England (Am.) — Frankreich Frankreich — Italien Schottland — England Holland — Belgien Polen — Tschechoslowakei Österreich — Schweiz Griechenland — Türkei Ungarn — Schweiz Mai

Österreich — Ungarn Rumänien — Albanien Schottland — Belgien Schweiz — Schottland Italien — England Ungarn — Tschechoslowakei Portugal — Irland Frankreich — Schottland Türkei — Österreich Spanien — Irland ^

Norwegen — Holland Juli

Ungarn — Rumänien Belgien — Frankreich Holland — Schweden Dänemark — Norwegen Tschechoslawakei — Frankreich Schweiz — Spanien Dänemark — Finnland Rumänien — Bulgarien Holland — Irland Dänemark — Polen Jugoslawien — Albanien Schweden — Österreich Island — Irland Bulgaren — Jugoslawien Island — Finnland Rumänien — Tschechoslawakei August

Norwegen — USA Polen — Jugoslawien September

Norwegen — Finnland Polen — Ungarn Finnland — Schweden Norwegen — Schweden Dänemark —.England Irland — England Oktober

Irland — England Schweden — Dänemark ScSWetzr^ Ysthethoslowanei Frankreich — Belgien Wales — Schottland Polen — Rumänien Rumänien — Ungarn Polen — Finnland Tschechoslowakei — Österreich November Irland — Schottland Bulgarien — Ungarn England — Wales Österreich — Schweden Schottland — Irland Belgien — Holland Türkei — Griechenland Dezember England — Schweiz Irland — Schweiz Norwegen — Dänemark Ägypten — Norwegen

Olympisches Fußballtumler

Luxemburg — Afghanistan Holland — Irland Jugoslawien — Luxemburg Türkei — China England — Holland Frankreich — Indien Korea — Mexiko Schweden — Österreich Dänemark — Ägypten Italien — USA Jugoslawien — Türkei England — Frankreich Schweden — Korea Dänemark — Italien Jugoslawien — England Schweden — Dänemark Dänemark — England Schweden — Jugoslawien

8:0

7:8

6:0

8:4

1 :l

1 :0 2:1

1:1 0:3 1:8 0:2 2:2 3:1 3 :1 1:3 7:4

3:0 0 :1 2 :1 1:2

2:4

1 : 0 x : x

3:3 1 :3 0 : 0 1 :5 1:0 3:1

0:1 1 : 0 1:0 2:1 3:2 1:1 2:1

0 :

3 :

6 :

4 :

4 :

2 :1 5:3 :0 : 1 : 0 : 1 : 0 : 0 ;3 : 1 2 3 : 1

Die besten deutschen Sportler des Jahres 1948

121 Sportjournalisten wählten: von Cramm, Hein ten Hoff u. Fritz Walter

Der. Im Auslande seit langem ge­übte Brauch, den besten Sportler des Landes durch eine Abstimmung der Sportjournalisten festzustellen, ver­anlaß te die Internationale Sportkorre- spondenz, am Jahresende 1948 erst­mals auch die deutschen Sporjourna- listen zu einer solchen Abstimmung aufzufordern. Aus allen vier Zonen trafen die Stimmzettel ein, wobei Jeder teilnehmende Journalist 15 Stimmen abgeben konnte (fünf für den besten deutschen Sportler, vier für den zweit­besten und eine für den fünfbesten), von Cramm wurde mit fast 100 Stim­men Vorsprung zum besten Sportler gewählt.

1. Gottfried von Cramm (Tennis) 349 Stimmen. 2. Hein ten Hoff (Boxen) 250.

3. Fritz Walter (Fußball) 181. 4. Georg Meier (Motorsport) 152. 5. Gerd Luther (Leichtathletik) 150. 6. Leo Llckes (Leichtathletik) 97. 7. Annemarie Büch­ner-Fischer (Ski) 88. 8. Walter Klinge (Schwimmen) 85. 9. Lena Stumpf

(Leichtathletik) 74. 10. Theo Wied (Turnen) 70. II. Herbert Klein (Schwim­

men) 58. 12. Rudolf Lüttge (Gehen) 52.

13. Heinz Ulzheimer (Leichtathletik) 33. 14. Walter Lohmann (Radsport) 23.

14. Jakob Streitle (Fußball) 23. 16. Frau Marga Petersen (Leichtathletik) 21. 17. Rudi Pepper (Boxen) 15. 18. Heinrich Schwarzer (Radsport) 13. 18. Frau Inge Wolf-Plank Leichtathletik) 13. 20. Lud­ wig Koppenwallner (Leichtathletik) 10.

Kurz und bunt

Eishockey: Um den Leinweber-Pokal: SC Riessersee —HC Augsburg 8:1, Auf­stieg zur Oberliga: Mannheim —Ham­ burg 5:4.

Radsport: Das Weihnachtsrennen

über 100 km in München gewannen Mirke/Prelskeit in 2:19:02 Std. vor Kittsteiner/Stubbe und Ehmer/Umben« hauer.

Fußball; Zu Besprechungen Ober aktuelle Fragen wurden Dt. Walter und Kurt Schaffner (Stuttgart ) vom Deutschen Fußball-Ausschuß nach Zü­ rich eingeladen.