gelte 4 f Nummer 172
SAZ-Sport am Mbntag
Montag, <te» 8. Septeenft«? ja
Deutsche leichtathleten siegen in Meran Siarf itl die ” eue ttandbaii-Saison
Ueberraschende Niederlage des VfL Neckarau
Bei der ersten internationalen Hochschul-Sportwoche in Meran begannen am Samstag die Leichtathletik-Wettbewerbe der Männer, wobei sich die deutsche Vertretung durch fünf Siege gleich die Führung in der Länderwertung vor Italien sicherte. Höhepunkt des Samstags war die 4 X 400 - Meter - Länderstaffel, die Deutschland in der Besetzung Wege-
Neuer Weitsprungrekord
Die deutsche Weitsprungmeisterin Elfriede Brunemann, TK Hannover , stellte am Sonntag in Hannover mit 6,21 m einen neuen deutschen Rekord im Weitsprung auf. Sie blieb damit nur vier cm hinter dem Weltrekord von Fanny ■ Blankers- Koen (Holland ) zurück und nimmt mit dieser Leistung den ersten Platz in der Weltbestenliste des Jahres 1949 ein. Im Speerwerfen erzielte der Hamburger Circenis mit 62,60 m eine in diesem Jahre noch nicht erreichte Weite.
Württemberg vor Bayern in Frankfurt
Württemberg gewann mit 177 Punkten gegen Bayern mit 171, Hessen mit 143,5 und Baden mit
91,5 Punkten den Leichtathletik- Vierländerkampf. im • Frankfurter Stadion. Der württembergische SprinterZandt gewann die 100 m in 10,8 und die 200 m in 21,6 Sek. Ueber 400 siegte Wutke (Württem berg ) mit 48,5 Sek. gegen Ulzheimer (Hessen ) mit 48,8 Sek. vor Eitel (Württemberg ) ließ sich die 5000 m mit der guten Zeit von 14:44,8 Min. nicht nehmen. Den Jugend-Länderkampf gewann Hessen mit 8 Punkten gegen Bayern mit 6 und Würt temberg mit 4 Punkten.
Lohmann gewann den großen Preis von Nürnberg
Der Deutsche Meister Walter Lohmann (Bochum ) gewann am Sonnabend Ben „Großen Preis“ van Nürnberg über 60 Kilometer vor Exweltmeister Lamboley (Frank reich ) und Umbenhauer (Nürnberg ) ganz überlegen.-
Stretz neuer Mittelgewichtsmeister
Vor 22 000 Zuschauern errang der Erlanger Hans Stretz am Sonntag in einem harten Zwölfrundenkampf gegen den fünffachen deutschen Amateuermeister Rudi Pepper. Dort mund , in der Berliner Waldbühne den frei gewordenen Titel eines deutscheh Mittelgewichte-Boxmei- sters.
Müller punktete Besselmann aus
Der deutsche Exmeister Peter Müller besiegte den früheren Europameister Jupp Besselmann im Mittelgewichts-Hauptkampf einer Kölner Berufsbox Veranstaltung nach Punkten,
ner (Kiel ), Bergmann (Braunschweig ), Steines (Mainz ), Sailen (Köln ), in der hervorragenden Zeit von 3:19, Min. vor der mit mehreren Olympia-Teilnehmern besetzten italienischen Mannschaft gewann. -Zu einem Triumph für Deutschland wurden die 200 Meter, wo Wittekind (Frank furt ), Boger (Pforzheim ) und Kreßle (Tübingen ), die ersten drei Plätze belegten. Ueber 800 Meter mußte sich der Bezwinger des Olympiasiegers Gaston Reiff , der Luxemburger Bartel, durch die deutschen Steines und Kirchgeßner geschlagen bekennen.
Die Ergebnisse:
200 Meter: Wittekind (Deutschland )
22,6 S.; Boger (Deutschland ) 22,8; Kreßle (Deutschland ) 22,9.
800 Meter: Steines (Deutschland ) 1:55,0 M.; Kirchgeßner (Deutschland ) 1:56,0; Bartel (Luxemburg ) 1:56,2; Spree (Deutschland ).
5000 Meter: Coli (Spanien ) 15:55,6 M ; Amores (Spanien ); Jabra (Spaniens . Winkler (Deutschland ).
400 Meter Hürden: Vazzidi (Italien ) 55 4 S.; Frey (Schweiz ).
Weitsprung: Toso (Italien ) 6,99 m; Wuerth (Oesterreich) 6,84; Hammer (Luxemburg )-6,82; Wuensche (Deutsch land ) 6,82.
Stabhochsprung: Oertel (Deutsch land
) 3,70 m; Gamal (Aegypten ) 3.50.
Dreisprung: Wuert (Oesterreich )
14,03 m; Parellada (Spanien ) 13,82.
Speerwerfen: Koschel (Deutsch land
) 58,79 m; Besone, (Italien ) 56,75.
Hammerwerfen: Paßler (Oesterreich) 45 m; Martinez (Spanien ) 43,49.
Fünfkampf: Kremer (Luxemburg ) 678 Pkt.; Droewen (Schweiz ) 592 Pkt.
Im Mannschafts-Florettfechten belegte die Schweiz mit einem 9:6-Erfolg über Italien den ersten Platz. Dritter wurde Aegypten mit 16:0 über Oester reich . In der Einzelwertung des Florettfechtens belegte Bergamini (Ita lien ) mit elf Siegen den ersten Platz vor seinem Landsmann Mirandoli mit zehn Siegen.
Am Sonntag gab es folgende Ergebnisse: Hochsprung: Theilmann (Deutsch land
) 1,85 m. 110 m Hürden: Faccinl (Italien ) vor Troßbach (Deutschland ). 100 m: Wittekind (Deutschland ) 10,8 S. 400 m: Sailen (Deutschland ). 4X100 m: Italien 42,6 vor Deutschland . Diskus: Torres (Spanien ). 1500 m: Barthe (Lu xemburg ) 3:55,6 M. *
Im Fußball-Turnier-Endspiel kam Italien zu einem 3:1 (2:0) - Sieg über Aegypten , während Deutschland sich mit einem 6:2-Erfolg über Spanien den dritten Platz sicherte. Der ehemalige HSVler Schild erzielte dabei drei, Lauxmann zwei und Schallmeier einen Treffer.
Die Ergebnisse der Frauen;
80 m Hürden: Erhardt Deutschland) 12,5 S.; Zuber (Oesterreich ) 12,8; Quast (Deutschland ) 13,0.
Diskuswerfen: Haidegger (Oester reich ) 38,52 m; Casadio (Italien ) 31,25; Zuber (Oesterreich ) 29,29.
Weitsprung: Sciuto (Italien ) 5,03 m; Quast (Deutschland ) 4,96; Bettinelli (Italien ) 4,96; Jores (Deutschland ) 4,87.
Kugelstoßen: Haidegger (Oesterreich ) 10,20 m; Ferri (Italien ) 10,15; Hillebrandt (Deutschland ) 10,11.
100-m-Lauf: Erhardt (Deutsch ’and)
12,7 S.; Torresi (Italien ) 12,7; Bora (Italien ) 13,0.
Hochsprung: von Buchholtz (Deutsch land ) 1,51 m; Janoni (Italien ) 1,51; Erhardt (Deutschland ) 1,48.
4X100-m-Staffel: Italien 53.9 S.;
Deutschland (Buchholtz, Erhardt, Jores, Quast) 54,3; Luxemburg 55,1.
Mit 30:41 Körben unterlag Deutsch land gegen Spanien im Basket-Ball- Tumier, während Italien mit 34:24 Körben über Aegypten triumphierte.
Ketsch—Neckarau 9:5
Weinheim—Rot 3:7
Bretten—Seckenheim 8:5
Leutershausen—Beiertheim 12:9 Rintheim—Birkenau 6:9
In Ketsch standen sich zwei äußerst standfeste Verteidigungen gegenüber, so daß die Stürmer ihre liebe Not hatten. Mit einer knappen 3:2-
deren Seite aber auch in Fischef einen Torhüter von Format, der mehr denn einmal totsichere Sachen noch heraushechtete und damit Beiertheim vor einer höheren Niederlage bewahrte.
Zu einem dramatischen Kampf entwickelte sich das Treffen Rint heim gegen Birkenau . Schußpech be- Führung für Ketsch wechselte man t reits während der ersten sieben Mi-
Weltmeister Coppi geschlagen Louis Bobet . Frankreich , verwies bei einem 100-Kilometer-Kriterium- Steherrennen den Weltmeister Coppi, Italien , auf den zweiten Platz. Copoi machte einen müden Eindruck und kam nicht an Bobet vorbei, der das Rennen vom Start an führte.
die Seiten. Als die Einheimischen trotz Drängens der Gäste nach Wiederanspiel zu einem Torerfolg kamen, brach der Neckarauer Widerstand zusammen, denn in kurzer Folge hatte darauf Lemberger die Einheimischen mit 5 weiteren Toren in Vorteil gebracht. — Auch in Wein heim reichte der Widerstand nur während der ersten Halbzeit, dann sorgten Vetter und Becker für eine 2:6-Führung, die nicht mehr aufgeholt werden konnte. — Bretten mußte auf eigenem Platz alle Register seines Könnens ziehen, um bei der harten Spielweise der Gäste nicht unter die Räder zu kommen. Als Bretten nach dem 2:2-Ausgleich das Heft in die Hand nahm, versuchten die Gäste durch zunehmende Härte dem Spiel eine Wendung zu geben. Sie hatten allerdings das Pech, auf einen für eine solche Methode wenig Verständnis aufbringenden Schiedsrichter zu. stoßen (Meder, Karlsruhe ), der das rüpelhafte Verhalten der Gäste durch zwei Platzverweise ahndete. — Trotz der sengenden Hitze kam es in Leutershau sen zu einem schnellen Spiel, wobei aber die Abwehrreihen beider Mannschaften sehr zu wünschen übrig ließen. Die Stürmer • bekamen viel Bewegungsfreiheit, und die erzielten, Tore resultierten ausschließlich aus Abwehrfehlem. Beiertheim hatte zudem noch Schußpech, auf der an
nuten versagte den Einheimischen naheliegende Erfolge und das Ueb- rige tat Bechtel im Birkenauer Tor. Ungenaues Zuspiel und Fangfehler brachten Rintheim um die Früchte erfolgversprechender Angriffe und somit lagen sie beim Wechsel 1:5 im Hintertreffen. Erb, Göckel und öder schafften innerhalb von zehn Minuten nach Wiederanspiel den Gleichstand von 5:5 (drei inzwischen von Rintheim erzielte Tore wurden vom Schiedsrichter nicht gewertet), und die harte Abwehr der Gäste unterbrand mit allen Mitteln den Rintheimer Angriff. Keck verhalt nach groben Verteidigungsfehlern von Rintheim den Gästen zu zwei Erfolgen, und Ziemer und Hofmann stellten nach einem weiteren Erfolg von Göckel den Endstand her.
Bezirksklasse
Mühlacker—Bulach 13:17
Tschft Durlach —SV Ettlingen 5:10 Grünwinkel —KTV 46 7:14
FrSSV Karlsruhe—Daxlanden 5:9 Kronau—Forst 4:7
Oberhausen—Philippsburg 4:8
Kirrlach—Spöck 6:9
Ispringen—Neuthard 5:9
Kreisklasse
Neu'eut—Ettlingenweier 12:10
Malsch—Staifort 14:7
KSV—Jöhlingen 15:1
Neuer Stand der leichfathleten-Bestenliste
In der deutschen Leichtathletik- Bestenliste sind nach dem Stand vom August 1949 die Vorjahresleistungen breits in 20 Uebungen übertroffen worden. Die Liste lautet (Vorjahres- Icistungen):
Männer: 100 m: Wittekindt- Frankfurt und Fischer-Krefeld 10,4 Sek. (10,5); 200 m: Luther und Schreiber-München 21,6 (21,6); 400 m: Hup- pertz-Koblenz 47,8 (48,9); 800 m: Ulz- heimer-Frankfurt 1:50,8 (1:51,8); 1500 m: Petzet-Frankfurt 3:54,5 (3:57,6); 3000 m: Schade - Solingen 8:33,6 (8:40,2); 5000 m: Eitel - Eßlingen
14:42,4 (14:43,2); 10 000 m: Holtkamp- Koblenz 31:34,2 (31:49); Marathonlauf: Bürklein - Stuttgart 2:53:10,8 Sld.; 110 - m - Hürden: Zepernick- Osnabrück und Becker-Bremen 15,0
Wußten Sie schon ...
..., daß bei einer Umfrage der Pariser Tageszeitung „Paris Presse“ unter 1000 jungen Menschen 43 Proz. Schwimmen als Lieblingssport an- gaben? Erst an zweiter Steile folgt Fußball mit 18 und an dritter Stelle Leichtathletik mit 7 Proz. 27 Proz. der befragten jungen Leute treiben selbst regelmäßig Sport. In den Tageszeitungen lesen 35 Proz. zuerst „Nachrichten aus aller Welt", 32 Proz. zuerst Sport, 18 Proz. ineressieren sich vor allem für Berichte aus dem Kunstleben, nur 9 Proz. schlagen zuerst die politische Seite auf und 6 Proz. studieren zunächst die kleinen Annoncen,
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.... daß Joe Louis jetzt zum erstenmal in seiner Karriere schon in der ersten Runde k. o. ging? Es war aber nicht im Boxen, sondern in einem Golfmatch, wo Joe von Myron Friedman schnell geschlagen wurde. Der Exweltmeiser meinte: „Ich verlasse mich lieber auf meine Fäuste als auf die Golfschläger.“
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.... daß Ignace Heinrich, Frank reichs Rekordmann im Zehnkampf (mit 7165 Punkten), aus einer wahren Herkules-Familie stammt? Der Vater von Ignace, ein Bauer aus Ebersheim im Elsaß , ist 1,89 m groß und wiegt 280 kg. Der 24jährige Ig- .nace selbst , mißt 1,90 m und wiegt 90 kg. Er hat sechs Brüder und drei Schwestern, die alle ähnlich erstaunliche Körperausmaße haben.
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, daß Jesse Owens , der Weltrekordläufer über 100 und 200 m. als bester Negersportler festgestellt wurde? Aüf dem zweiten Platz steht •— einer Umfrage des Chikagoer Magazins „Ebony“ zufolge.— Boxweltmeister Joe Louis . Dann folgen: 3. Jackie Robinson (Baseball), 4. Satchel Paige (Gewichtheben), 5. Sam Langford (bester Schwergewichtsboxer «einer Zeit), 6. Henry Armstrong
(einst Boxweltmeister im Feder-, Leicht- und Weltergewicht), 7. Joe Gans . (Boxweltmeister im Leichtgewicht von 1902 bis 1908), 8. Harrison Dillard (Weltrekordmann über 220 Yards Hürdenf, Fritz Pollard (Football-Spieler) und Jack Johnson (Schwergewichts-Weltmeister im Boxen von 1908 bis 1915).
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.... daß sich Hollands königliche Familie ganz und gar dem Pferdesport verschrieben hat? Die Prinzessinnen Margrit und Marikje, müssen sich vorerst noch mit Holzpferdchen bescheiden.
..., daß beim Aachener Reitturnier der von Körfer gehaltene deutsche Rekord im Pferdehochsprung von 2,06 m nicht erreicht wurde? Immerhin übersprangen Lanckohr mit „Aster “ und Brinckmann mit „Quo- niam“ die respektable Höhe von je 2 Metern.
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.... daß ein Start der italienischen Radsport-Asse Bartali oder Coppi in Ludwigshafen an den hohen Gagen- Forderungen scheiterte? Bartali verlangte 4000 DM und Coppi gar 5000 DM. Dem Nürnberger Veranstalter Hans Heckei soll es nun aber doch gelungen sein, Bartali (und den Sieger der Schweizer -Rundfahrt Weilenmann) zu einem Doppelstart für ein „Europa -Kriterium“ am 1. und 2. Oktober in München und Nürn berg zu verpflichten.
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.... daß das erste Tor der deut schen Oberligasaison 1949/50 aus einem verwandelten Elfmeter resultierte? Ebeling vom HSV trat den Strafstoß und zum ersten Mal in dieser Saison mußte Holstein-Torwart Drews hinter sich greifen. Das Gegentor der Kieler bei ihrer 1 : 2-Nie- derlage war ein „halbes Eigentor“ Posipahls, sodaß auch HSV -Torwart Waming bereits aus der Liste der ungeschlagenen Schlußleute ausschied.
Sek. (15.0); 400-m-Hürden: Kohlhoff- Kiel 55,7 (55,6); 3000 - m - Hindernis: Kandl-München 9:35 (9:44,4); 4X100 m: Preußen Krefeld (42,3 (42); 4X400 m: HSV Hamburg 3:20 (3:23); 3X1000 m: Preußen Krefeld 7:34,2 (7:45,6); Hochsprung: Nacke-Kiel und Lang- hoff-Rostock je 1,97 (1,94); Weit: Kreulich - Gelsenkirchen 7,58 (7,39); Dreisprung: Bodenhagen-Wolfenbüt- tel (14,44 (14,34); Stabhoch: ßtührk- München und Langschulze - Krefeld 3,95 (3,85); Kugel: Bongen - Krefeld 15,27 (16,30); «Diskus: Marktanner- Stuttgart 48,10 (49,60); Speer : Loose- Hamburg 62,14 (65,50); Hammerwerfen: Storch-Fulda 57,64 (57,70).
Frauen: 100 m: Petersen-Bre- men 11,8 (11,9); 200 m: Endesfelder- Chemnitz 25,5 (26,3); 80-m-Hürden: Sander-Domagalla - Oberhausen 11.6
(11.8) ; 4X100 m: Werder Bremen 48,0
(48.9) ; Hoch: v. Buchholtz-Stuttgart 1,61 (1,59); Weit: Brunemann-Hanno ver 6,12 (5,84); Kugel: Karen Uthke- Köln 13,21 (13,81); Diskus: Karen Uthke-Köln 41,86 (41,82); Speer : Frau Wolf-Plank - Nürnberg 44,18 (45,74).
1 FC Pforzheim—SV Tübingen 5:1 Im letzten Probegalopp vor den Verbandsspielen empfing der Club die Mannen aus der Universitäts stadt , die ohne ihren gefährlichen Stürmer Lauxmann antreten mußten, da er gegenwärtig in Meran weilt. Trotzdem stellten sie eine gefällige Mannschaft, die streckenweise schnell und bildschön kombinierte. Meistens' jedoch war die Kunst auf Strafraumhöhe zu Ende, wo die Pforzheimer Abwehr, in der Kästner wieder zur alten Klasse zurückgefunden hatte und Woll sein intelligentes und finessenreiches Spiel lieferte, jeden Versuch. zum Torschuß zu kommen, zunichte machte. Weis sie übrig ließ, war eine Beute von Torhüter Bi- schoff, der mit den wenigen Paraden angenehm überraschte. Als durchaus verwundbar erwies sich die Gästeabwehr, in der Torwart Gitschier einen recht unsicheren Eindruck hinterließ. Ein Beweis dafür ist, daß der nicht in bester Verfassung befindliche Clubsturm fünf Tore anbringen konnte. Noch immer ist das Halbstürmerproblem nicht gelöst. Söhnle zeichnete sich wohl durch seinen unermüdlichen Einsatz aus, erscheint jedoch technisch noch nicht soweit, um einen Torjäger wie Rapp mit den entsprechenden Vorlagen zu füttern. Rau* ließ sich erst in den letz-
Georg Meier auch in Hamburg Rekordsieger
Gablenz und Schnell belegten ln ihren Klassen die ersten Plätze
Zu einem begeisternden motor- sportlichen Ereignis gestaltete sich der vorletzte Motorrad-Meisterschaftslauf, der am Sonntag auf der Rundstrecke des Hamburger Stadtparks vor etwa 70 000 Zuschauern bei hochsommerlicher Witterung abrollte.
In allen sechs Konkurrenzen gab es erbitterte Auseinandersetzungen und besonders in der Halbliterklasse das wohl schönste Rennen dieses Jahres, denn zum ersten Male hatte^ Georg Meier, München , auf seiner Kompressor-BMW in Fleischmann, dem NSU-Werkfahrer, einen ganz erbitterten Gegner gefunden. Runde um Runde jagten die beiden mit Maschinenabstand um die Strecke, wobei Georg Meier mit 130,2 km/std einen neuen absoluten Runden-Re- kord erzielte und schließlich mit genau 4 Sekunden Vorsprung die Zwanzig Runden-Distanz für sich entschied. 125,0 km/std betrug sein Durchschnitt.
In der 350 ccm-Klasse war der Zweikampf, der zunächst • zwischen Wünsche, Ingplstadt, auf DKW und dem NSU-Fabrikfahrer Herz zu Beginn entbrannte, leider schon nach der dritten Runde zu Ende, weil Herz mit Motorschaden ausschied. Nun heftete sich der Karlsruher Schnei' auf seiner Schnell-Spezial Wünsche an die Fersen und siegte schließlich hinter dem Ingolstädter , der einen Gesamtdurchschnitt von 112,9 km/std erreichte, als bester Saugmotorfahrer mit 111,8 km/std. Einen noch eir.-'ru'ksvolleren Sieg landete in der 250 ccm-Klasse der
Karlsruher Hermann Gablenz auf DKW . Viele Runden lang wechselte er sich mit dem Vorjahrs-Meister H. P. Müller , Bielefeld , in der Führung ab, bis H. P. Müller in der 14.
‘ Runde wegen Kettenbruch stürzte und ohne ernste Verletzungen aufgeben mußte. Damit war der Sieg für Gablenz endgültig sichergestellt. 108,3 km/std betrug sein Gesamtdurchschnitt. In der Achtelliter- Klasse schließlich war der Wies badener DKW - Kompressorfahrer Döring in keiner Phase des Rennens gefährdet.
Neue Rekordzeiten und wiederum zwei Siege in beiden Seitenwagen- Rennen schaffte der Münchener BMW - Fahrer Klankermeier und zwar kam er in der 600 ccm-Klasse mit seiner Kompressormaschine auf einen Gesamtdurchschnitt von 106,6, wobei der NSU-Fahrer Schmid mit 100,7, weit zurückliegend, der beste Saugmotorfahrer wurde.
In der 1200 ccm-Klasse fuhr Klankermeier mit 106,7 km'std Beiwagen- Bestzeit.
Die zwischen diesen Motorrad- Meisterschaftsläufen ausgetragenen Wagen-Konkurrenzen enttäuschten. Zwar fuhr in der Kleinstrennwagenklasse Deutz, Lüdenscheid , auf „Scampolo“ mit 102,5 einen höheren Durchschnitt als der Gewinner der 1100 ccm Sportwagenklasse, der deutsche Meister .Petermax Müller aus Velpe. In beiden Rennen waren die Ausfälle außerordentlich stark, so daß man besser auf diese Darbietung verzichtet hätte. A.B.
ten 30 Minuten gut an. Einwandfrei waren die beiden Außen, wobei Schnepp noch die bessere Figur abgab. Sein tnickreiches Spiel ohne jede Effekthascherei läßt viel erhoffen. '
Nach sehr schnellem Start serviert Schradi eine Flanke auf Rapps Schußbein, und schon steht es 1:0. In der 25. Minute kann Tübingens Halblinker Ehret nach schöner Flachpaßkombination ausgleichen. Aber schon im Anschluß läßt der Schlußmann der Gäste einen haltbaren Roller von Rau passieren. Nach der Pause wird die Ueberlegenheit des Clubs drückender, obwohl man den angeschlagenen Schradi gegen Burkhardt I ausgewechselt hat. Rapp erhöht nach einem prächtigen Alleingang auf 3:1. Schnepp und Rau stellten den Endstand her.
ASV Durlach —;Phönix Karlsruhe 4:2 Als letzte Probe vor den Punktspielen wird dieses Treffen beide Seiten nicht ganz befriedigt haben. Durlach hatte die eifrige und auch härtere Elf zur Stelle, aber nur de! unauffällig spielende Stopper Öles erreichte Format. Der Ex-Phönixler Sommerlatt gewann als Sturmdirigent zwar manchen Zweikampf gegen den früheren Durlacher Stopper Biedenbach, doch mangelte es im Angriff der Einheimischen an Zusammenhang. Phönix spielte zu phlegmatisch und war auch zu weich, lediglich Rohrer und Motzer konnten bei den Schwarzblauen gefallen. Zunächst hatten die Gäste mehr vom Geschehen, als aber in der 18. Minute Schön einen Foulelfmeter verwandelte, war der Phönixeifer verpufft. Durlach erspielte sich nunmehr eine Ueberlegenheit und. Sommerlatt erhöhte noch vor dem Wechsel auf 2:0. Gleich nach dem Wechsel setzte eich Wasco sehr schön durch und schoß sicher zum 3:0 ein. In der letzten Viertelstunde wurde das Treffen noch einmal lebhaft. Zunächst verkürzte Reeb auf 3:1, doch kurz darauf verwertete Streibel eine Maßvorlage von "Friese und schließlich stellte” Reeb im Anschluß an einen Strafstoß das Endergebnis her. Schiedsrichter Häberer konnte befriedigen.
Fußball in England
Arsenal—Liverpool 1:2
Birmingham City—Burnley 0:1 Blackpool —Wolverhampton Wand. 1:2 Bolton Wanderers—Sunderland 2:1 Derby County—Stoke City 2:3
Everton—Huddesfield Town 3:0 Fulhäm—Charlton Athletic 1:2 Manchest. United—Manchesl. City 2:1 Middlesbrough—Portsmouth 1:5 Newcastle United—Aston Villa 3:2 Westbromwich Albion—Chelsea 1:1
Schottland
Aberdeen—Rangers 1:1
Celtic—Saint Mirren 4:1
East Fife—Hearts 4:3
Hibemians—Queen of the South 5:3 Motherwell—Clyde - 1 :1
Striling Albion—Raith Rovers 4:1