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Wochenschau.

Der an dem Rathenaumord beteiligte und verurteilte Prust Werner Pechow ist nach 7½ jähriger Haft entlassen Wor- den.— Nach den Fememördern auch die Rathenaumörder amnestiert, wann werden in dieser großzügigen Weise auch mal die politischen Gefangenen der Linken, die öoft schon tzoit Jahren in Zuchthäusern und Gefängnissen sitsen, frei⸗ gelassen?

Der Welfenschatz, ein wertvolles fürstliches Kunstwerk, wurde an drei Frankfurter Firmen, J. u. S. Goldschmidt und J. Rosenbäum verkauft. Der Welfenschatz umfaäßt etwa 82 Kunstwerke, die einen Wert von rund 10 Millionen Mark Präsentieren.

Bei der Verteiluns der Ministerposten in Thülringen wird der Nationalsozlalist Dr. Frick das Ministerium für Volks⸗ bildung und des Innern Übernehmen,— und damit dér deut- schen ölkentlichkeit zum erstenmale Gelegenhelt bieten, Nationalsozlalisten nicht mehr nur schreien zu hören, son- dern auch arbeiten zu sehen.

Der russische Hnugrant Uralzew, der die Ralfleisenbank bekanntlich um 20 Millionen betrogen hat, ist bis heute Wetzen seiner Betrügerelen noch nicht verhaftet Worden. Ptrektor Albert von der Ralfleisenbank erklärte in der Un⸗ tersuchuns:„Die Zustände in der Buchführung seien ein- fach unglaublich gewesen“. Dafür darf jetzt die Préuſßzen- kasse bezw. der Steuerzahler bluten.

Der Reichsrat hat dem Zündwarenmonopolgeésetz t.g6⸗ stimmt, Außerdem wurde von ihm das Reichsmiestengesetz und das Mieterschutzgesetz bis 30, Juni 1932 verlängert.

Der Reichskanzler hat es abgelehnt, das Hugenberg'sche Freiheitsgesetz““ zu verkünden, da es die erforderliche Stimmenzahl nicht aufgebracht hat.

Der bayerische Finanzminister Schmelzle erklärt, erst dann den bayerischen Staatshaushaltsetat vorlegen zu können, Wenn die Finanzausgleſehsverhandlungen mit dem Reich zum Abschluß gebracht worden seien.— Das kann noch lange dauern, denn diese Verhandlungen haben noch gar nicht be⸗ Sonnen.

Das Wahlprütungsgericht des Dreulsischen Landtages hat die Preußenwahlen für gültig erklärt. Das letzte Wort wird zu dieser Frage der Staatsgerichtshof am 17. d. M. sprechén, der bekanntlich die gegenteilige Mein Ung vertritt.

Im Etat 1930 werden für den Panzerkreuser 4(Hrsatz Preußen) 11 Millionen Mark gefordert, von denen voraus⸗ sichtlich 2 Millionen bewilligt werden. Glelchzeſtig werden aber auch schon 8 Millionen für den Panzerkreuzer B auge⸗ tordert. Ob sie bewilligt werden, bleibt abzuwarten.

Prälat Schofer hat den Fraktlonsvorsitz in der badischen Landtagsfraktion des Zentrums niedergelegt. Den Partei- Vorsitz wird er nach wie vor noch behalten.

Schaumburg-Lüppe hat sich Preußzen angeschlossen wird in Zukunkft den Charakter einer preußischen haben.

Die Hamburg -Amertka-Linie hat ihren Dampfer„Luden- dorfl“ in„Mecklenburg “ umgetauft.

Das preußische statistische Landesamt hat 230 Angestell- ten, das statistische Reichsamt 400 Angestellten gekündigt. Bel den Liquidationsbehörden werden annähernd 400 Ang stellte zur Untlassung kommen. Der Berliner Magistrat sieht Sbenfalts große Untlassungen von Angestellten vor.— Wir wären einmal sehr gespannt darauf, zu e kahren, Wieviel Direktoren und sonstige höhere Beamte, von denen es be⸗ stimmt eine grösß Anzahl Üüberzählige gibt, entlassen Werden.

Reichsbankpräsident Schacht soll des öf bren geine Posi- tion gegen die Republik migbraucht haben. Die réepublikani- tchen Partelen beabsichtigen gegen Dr. Schacht vorzugehen.

Der Reichsbankdiskont wurde von 7 auf 6½% herab- gesetzt.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg in Deutschland auf über 1/ Million,

Die Verhandlungen Über den Staatsvertrag der evan⸗ gelischen Kirche und Preuſzen stehen unmittelbar vor dem Absohlußz. In der preußischen Kabinettssitzung vom 21. Jan. Werden über den Vertrag weitere Frörterungen gepflogen.

*

Gesandten in

und Provinz

Jere

Zum russichen wurde Owsenko ernannt.

sterreich hat mal wieder seine politischen Sensatiohen. Prälat Dr. Seipel beabsichtigt, die Christlich-soziale Partei kallen zu lassen und eine neue Partei,„Staatspartei der Ständée“, zu bilden. Damit kommt er der Heimwehrpolitik ein gutes Stück nüher.

Präsident Hoover haät dem Senat die Hrnennung des Sena- tors Sacketts zum Botschafter in Berlin zugehen lassen.

Die Absicht Aman Ullahs, Wieder nach Afghanistan zu- rückzukehren, stößt bei den Stkmmen auf hektigen Protest.

Senator Borah hat in einer Urklärung die Urnennunß eines zivilen Gouverneurs für Haiti gefordert. Auch grifft er scharf das Verhalten Amerikas in der Besetzungsfrage Haitis an. Amerika habe die Haftianer 12 Jahre lang betrogen und es golle sich schämen, seine jetzige Aktion auf Haiti als eine im Inteèresse des Frledens gelegene zu bezelchnen.

In Schönau(Böhmen ) fanden splelende Kinder eine Hand- granate auf einem Schutthauken. Dieselbe kam àur Exploslon, tötete zwei Kinder und verletzte zweli weitere schwer.

Die indische Hisenbahngewerkschaft der Great Indian Pen- ingular-Linte haät eine Reihe von Forderungen geéstellt zur Besserstellung der Arbeits- und Lohnbedingungen. Falls diese Forderungen nicht bis zum 4. Februar erfüllt sind, Wird man sie mit dem Streik erzwingen, ögsterreichische Heimwehrführer und Putschist Fapst benbstehtigt die österreſlchische Staatsangehörigkeit zu er⸗ Werben und die AUfzugeben Damit verzichtét er auch auf seine bithherige, von der deutschen Republik be⸗ nogene Maſorspenston, Solcher Penslonsempfünger haben Wir Menuge in Deutschland Übrig. Papst kommt von und putseht in österreleh und Hitler kommt und putscht in Deutschland .

Amerika hat 2. Zt, drei Millionen grohhen Börsenkrach in der Wallstreet Fehaktslage sehr verschlechtert

Der dänische Reichstag hat mit 90 gegen 465 Stimmen die Abschafkung der Todesstrake beschlossen.

In der Mongolel sind rund 165 000 Menschen erkroren, In Hankau ÜUber 100 chinesische Arbelter.

In der englischen Industriestadt Manchetk“ Kam es, au Frollen Ausschreitungen von Kommuntsten. Iber 10 000 Kommuntsten demonstrlerten vor dem Rathaus und verlang ten höhere Arbeitslosenunterstütsung.

Die Sowietreglerung verlangt von Fränkrelch die Ausltete rung des sehémaligen russischen Botschafters Hessedowskis, da es stich hier nicht um einen politischen Flüchtling handele, Einen Flüchtling deér Gerechtigkelit. Besse

Wégen Wirtschaktlicher chteiligung dteser zu 10 Jahren Gekänguts vérurtellt

Warschau Antonow

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Die portuglesische Regierung löt inkolge der Wirtgchakts krise und der stoh daraus ergebenden Meinunssverschleden Leiten zwischen Ministerpräüsidenten und dem PFinans iuinister zurlokgetreten

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nur noch eine Auflage von höchstens 4000! Ihr

der

cholögtsch Wohl verständliche Tatsache eintreten, daß die Autorität von Kundgebungen, Entschließungen dieser Auto- ritäten, soweit sie das politische und wirtschaftlich-soziale Leben betrafen, keine einheitliche Beurteilung oder gar Be⸗ achtung mehr finden konnten. Schon bei der Fürsten⸗ abſindung vertzagte dieses Einsetzen kirchlicher Autorität bei Millionen deutscher Katholiken. Es kam aber damit auch die Erscheinung, daß auch rein kinchliche Erlasse immer weniger Beachtung und tatsächliche Darnachachtung in die- sem Volke fanden. Erlasse über die Kleidermode, das Tur- nen der Frauen und Mädchen usw. verpufften in der Wirk⸗ lichkeit heutiger Verflachung und geistig-sittlicher Degene- ration. Geistige Inquisition und Einengung.

Zu dem kamen noch andere Erscheinungen: Das Vor⸗ gehen gegen Wittig, die Exkommunizierung dieses Bres- lauer Théologen auf Betreiben bestimmter Kreise um Köln herum, nahm eine Entwicklung, die sie nicht zu haben bruuchte. Das Vorgehen gegen„Das neue Volk“ reihte sich dem an. Dr. Ernst Michels Buch kam auf den Index, ohne daßb ihm auch die inkrimierten Stellen angegeben worden wären. Nun kommt das Vorgehen gegen einen Mann, den das Volk wie einen Heiligen in seinem persönlichen Leben und seiner strengen Askese betrachtet, und dem man keinen dogmatischen Irrtum vorwerfen kann, gegen Professor Ude in Graz , und zwar nicht aus dogmatischen, sondern aus poli- tischen Gründen, Weil er gegen die Seipelpolitik mit seiner ganzen prophetischen Schärfe vorgegangen ist und allen, Seipelanhängern wie Sozialisten, Heimwehrlern wie Schutz- bündlern die derbe, ungeschminkte Wahrheit sagte.

Es ist Stickluft überall! Erdrosselung jeder sachlichen EKritikl Erdrosselung jedes freien Wortesl Kleinlichkeit, Angst, Enge, Zugeknöpftheit. An Stelle des mittelalterlichen Scheiterhaufens die geistige Grohinquisition.

Das Niveau der Zentrumspresse.

Dazu kommt, dahb das Niveau der Zentrumspresse immer mehr sinkt. Damit sinkt auch deren Bedeutung. Die„Köl⸗ nische Volkszeitung“ muß von Klöckner, einem Juden usw,. finanziert werden. Nur durch den„Lokalanzeiger“ wird der Schwund der„Kölnischen Volkszeitung“ etwas parallelisiert. Die„Germania“, das Hauptorgan der Zentrumspartei , hat Abon⸗ nentenzahl ist im Laufe der letzten Jahre um die Hälfte ge⸗ günken, Es schreibt dazu der„Dortmunder Generalanz.“:

„Kein Wunder, denn sie(die Zentrumspresse) darf auch zu den Dingen, die nicht Dogmen berühren, keinerlei Stel- lung niehmen, sie darf nicht kritisieren, sie muß alles im deutschen Katholizismus für gut und schön finden. Es ist klar, daß da jedes geistige Leben erlahmen muß, und es ist weiter nicht verwunderlich, wenn man hört, daß unter die- gen Umständen auch di n der einzigen geistig hoch- stehenden Mönatsschri Hqchlands“, bedroht ist.“

Und die néueste Phase: Das Vorgehen der Zentrums⸗ presse, wenigstens eines bestimmten Teils derselben, gegen die anderé Zeitschrift„Allgemeine Rundschau“, aus dem Grunde, weil diese verschiedene Erscheinungen des deut-

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schen politischen Katholizismus mit notwendiger Kr seziert hatte.

W'elche Bedeutung haben kür uns all diese Erschei- nungen?

Wir sehen immer klaret, daß die Zeiten konfessioneller Parteipolitik vorbei sindl Der Versuch im evVangelischen Lager, im„christlich-sozialen Volksdienst“ etwyas, wie ein evangelisches Zentrum herauszustellen, Wird nicht viel weiter führen als der schon einmal gemachte Versuch Stöckers, bei der alten christlich-sozialen Partei. Sie wird einen kleinen Kreis erfassen können, einige Unzufriedene bei den Deutschnationalen einige Zehntausend evangelische Frauen, die unter dem direkten politischen Linfluß der Pastoren stehen, aber sie wird niemals größere politische Bedeutung bekommen, noch weniger Entscheidungslinien aufziehen können. Das Scheidende und Entscheidende in unserm deutschen Volke ist heute nicht der Gegensatz von katholisch oder protestantisch! Im politischen Leben und in der politischen Aufgabenerfassung steht eine ganz andere

8 heutigen Politik!

EKonfession oder Weltanschauung. Diese Aufgaben 8

kommen, solnidern gan⸗

N, 18. Januar 1958 W W

Entscheidungslinie. Die breiten Massen des käatholisch Wie des evangelischen Volkes tragen auch in sich nicht meßt diese konfessionell⸗politischen Entschei Hauern, Arbeiter, Mittelständler sagen überall

deutsch : Es gibt keine katholische und keine protestantis Wirtschaft, keinen katholischen oder protestantischen keihe katholischen oder protestantischen Preise und Löh oder Wohnungsnot oder Panzerkreuzerl

Die Forderung der Zeit

ist diè Entdogmatisierung, Entklerikalisierung, Eütkonfestig nalisierung der gesamten Politikl Die politischen, auben- ung innenpolitischen Probleme, sowie vor allem die Wirtschalt lichen und sozialen Fragen, die den Millionen, wie den gan zen Völkern auf den Fingern brennen, sind das Korrelat de Die Weltanschauungen und Kirchen k nen fhren Einfluß auf die verschiedensten Parteien dahit tend machen, daß ihre Freiheit und ihre Belauge g lüigend gesichert werden, aber in den direkten politi wirtschaftlich-sozialen Fragen sollen sie die Aufg

habung und die Lösungsversuche

und Lösung SWege politischen Faktoren, dem politischen Volke überlassen, LE Reich der Politik ist die Aufgabe der Regelung der Verhällt lisse dieser Erde, dieses Volkes und dieses Europasl Und ag dieser Aufgabe haben alle mitzuarbeiten, gleich welche zinck ni

mals konfessionell zu lösen, sie müssen mit d

Schichten und M

heterogensten Kreisen, Acliten wWerden.

Die Aufgaben der Kirchen.

4 Die gewaltigen Aufgaben der Kirchen und Religions gemeinschaften werden damit nicht eingeengt, sondervn Werden vertieft. Diese Aufgaben liegen dort, o das Gottes zu suchen ist. des religiös der tiefen, innerlichen Seelsorgearbeit an den Menschen, die auch wieder Glieder des Volkes, des Staates, damit der ver schiedensten Parteien und politischen Faktoren sind, bes diese Aufgabe ganz besonders hervorragend in der ſetsi Zeit. Und damit, daß die Kirchen den inneren sitt Zerfall bei den einzelnen Menschen aufhalten, den Men schen von innen heraus persönlich erlösen und pei neue Kraft aus tiefer Religiosität heraus geben, schaffen sig gänz entwicklungsmäbig und tatsächlich sich auswirkend auch all jene politischen Faletoren, Führer wie Massen, di dann aàus dieser ihrer persönlichen Religiosität im öffent lichen Lel ttlichen Kräfte des Christentums Keligion zur Entkfaltung brin Und die Kirchen, Se sorger können viel freier, viel intensiver, viel vertraue erweckender an dieser Aufgabe arbeiten, wenn sie nicht mi dem Parteistempel ab: zum einzelnen Men ganz der gute Hirte, ganz als d Seelenhirte, als der Apostel, der das wirkliche Evangeliuuin bringt den Herzen und Seelen. 13

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stempel

Die neue Front.

Darum muß auch iminer stärker Kerausgearbeitet werdeé dah die neue Front neuer Pölitik, nicht eine konfessionel abgegrenzte und abgeschnürte ist, sondern die Front de sozialen Schichtung, die Klassenfront, die Front der Bauieli

und Werletätigen, die Front der Kriegsgegner, die Front de

junigen Generation!

Und deine Politik und Partei, die das exkennt, wie wir von der CSRP., kanni sich niemals konfessionell verkrampfen, g sehr auch ihre Mitglieder innerhalb konfessioneller Glay

bensbetätigung stehen als Menschen, als Glieder ihrer Kit'

chen, sondern sie muß die proletarische Front aller Ausge beuteten sein, die gemeinsame Front aller Arbeiter un Bauern, gleich, ob evangelisch oder katholisch. Das„Christ liche“ hat zu hedeuten, daß diese Front ihte geistigen Kräft holt aus der Kraft, dem Ethos, der Moral des Christentums Dem ganzen Zerfall innerhälb der konfèsionell abgestempel“ ten Parteien gegenüber muß diese Front das Positive neue Zeitaufgabe in sich tragen.

Darum: Je mehr um uns das Alte verfällt und versinle't- lasset uns am Neuen bauen! V. H

E mub1lfr,

Herr Schacht bietet Schach .

Schon glaubte man, im Haag im wesentlichen einig zu sein und das Schlußprotokoll unterzeichnen zu können, als die Anwesenheit des Reichsbankpräsidenten die Befürch⸗ tungen der verschiedensten Kreise in Erfüllung noch übertraf, Herr Schacht hat wiederum durch sein Vorgehen eine Lage gese Haff. U, die die offizielle deutsche Delegation nicht nur in grobe Verlegenheit brachte,

Prompt gehen lieh, ſa,

sondern sie zwang, mit ihm vor Weiterkührung der Kon ferenz zu Verhandeln

Herr Schacht hat in einem Schreiben an die Konkeren:z bzw. das Komitee zur der Internationalen Zahlungsbank erklärt, daß die Deutsche Reichsbank sich unter den gegebenen Verhältnissen leider an der Gründung dieses Instituts nicht beteiligen könne. Dieses neue Beispiel dürkte der deutschen Cffentlichkeit immer mehr zeigen, wer in entscheidenden Momenten die politische Macht ausübt, ganz zu schweigen von der wirtschaftlichen. In republika nischen Kreisen scheint es allmählich zu dämmern, allerdings an der verkehrten Seite. Man will gegen Herrn Dr. Schacht im Reichstage anläblich der Beratung des Voungplanes eine grohe Herr Dr. auch die Reichsbank„personell entrepublikanisiert“ habe, Ein sol ches Argument dürkte das allerungeeignetste gein, um gegen Herrn Schacht zu opeérieren Aktion darin be- stehen soll, dab man im Reichstag ein Mißtrauensvotum an bescheinigt, dabhb man Ver⸗ nicht aber

Erric htung

Aktion einleiten, Weil Schacht

Wenn diese

nehmen wird oder sich selbst

treter der deutschen politischen Interesgen gei,

Herr Dr. Schacht, dann wird das ähnlich verlaufen wie die Aktion der Hermann Müller gegen Herrt Schacht, die damit endete, dab sich die Regierung in de Finanzreformfrage und der Kreditbewilligungsfrage nahezu restlos unterwarf, Herrn Schacht und seinen Methoden 16 nur beizukommen auf dem Wege über das Bankgesetz, alle andere ist unsinnig und nur geeignet, dem Volke über den wahren Sachverhalt Sand in die Augen zu streuen.

Regierung

Waäs mag Herr Dr. Schacht mit seiner Weigerung im Haag erreichen wollen? Die Dinge sind noch nicht ganz zu übersechen. Eines ist jedoch gewih: Herr Dr. Schacht will die Unahhängigkeit seines Instituts, der deutschen Währungs bänk, möglichst erhalten, damit seinen pertzönlichen Machts“ bereich sichern. Oder sollten die internationalen interessler ten Mächte Herrn Schacht in seiner Stéllung in dem neuen Institut zu wenig geboten haben?

Möchte unseren Volksvertréetern bald ein Licht aufgehet

über die Aufgaben eines Reichswährungsinstituteg wie dert

Deutschen Keichsbank und ihres Chefs, Herrn Dr. Schachtz

und über die klägliche Rolle unserer Volksvertreter ihm

gegenüber in den letzten Monaten. An Anschauungse

unterricht über diese Materie liegt kein Mangel vor.

Wenn nur das Volle erst begreifen wollte, dall es nichts Weiter ist als eine Herde Gefangener, die durch Feste und Aufzüge verblendet wird, damit man sie nachher besser tälil schen und daflür bestrafen kann, dalb sie Volle ist.

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