Friedrich, hon Gottes Gnden Großherzog von Haden,
Herzog von Sähringen.
Wir beauftragen Unféren Minifter Des Innern, Dr. Schenkel, Unſeren getreuen Ständen, und zwar zunächſt der zweiten Kammer, den angeſchloſſenen Ent— wurf eines Geſetzes, die Vereinigung der Gemeinde Kleingemünd mit der Stadtgemeinde Neckargemünd be— treffend, zur Beratung und Zuſtimmung vorzulegen.
Zum Regierungskommiſſär für dieſe Vorlage ernennen Wir den Geheimen Oberregierungsrat Weingärtner.
Gegeben zu Schloß Baden, den 6. Dezember 1905.
Friedrich.
Schenkel.
Auf Seiner Königlichen Hoheit Höchſten Befehl: Dr. Scheffelmeier.
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Beilage zum Prototol der 4. öffentlichen Sitzung der zweiten Kammer vom 19. Dezember 1905,
Geſetzes-Eutwurf. die vereinigung der Gemeinde Kleingemünd mit der Gemeinde Reckargemünd betreffend.
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Friedrich, von Gottes Gnaden Hroßherzog von Baden, Herzog von Jähringen.
Mit Zuſtimmung Unſerer getreuen Stände haben Wir beſchloſſen und verordnen, was folgt:
Sh Die Gemeinde Keingemiind wird auf 1. Januar 1907 aufgelóft wmd mit der Gemeinde Neckargemünd zu einer ein⸗ fachen Gemeinde vereinigt.
$ 2.
In öffeuntlich⸗ rechtlicher Beziehung kommt dem ſeitherigen Aufenthalt in Kleingemünd die gleiche Wirkung zu, wie jenem in Neckargemünd . Mit der Eingemeindung werden die Gemeindebürger von Kleingemünd Gemeindebürger von Neckargemünd .
83.
Während der erſten zehn Jahre nach der Eingemeindung bilden die bisherigen Gemeindebürger von Kleingemünd und diejenigen, welche von ſolchen durch Abſtammung oder Legiti⸗ mation ihr Bürgerrecht ableiten und in der Folge antreten, eine beſondere Klaſſe von Genußberechtigten an dem bis— herigen Bürgergenuß von Kleingemünd mit der Maßgabe, daß das Gabholz für den bisherigen Bürgergenuß von Klein⸗ gemünd erforderlichenfalls auch aus dem Gemeindewald von Neckargemünd zu liefern iſt.
Nach Ablauf dieſer zehn Jahre beſteht in der Gemeinde Neckargemünd für die in den Genuß neu eintretenden Bürger ein einheitlicher Bürgergenuß.
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