12 Der Erſten Abhandlung——So wiſſe/ daß ſich ihrer Flammen MahtHier ungetheilt in meinem Hertzen findet ⸗Und was ſoll die Perle dieſem/ der der Perle Glantz veracht?Erg. Durch ſolche Heurath ſoll uns wieder ſeyn gebracht/Was bis anher Areadien verlohren.Haſtu denn nicht gehoͤret ⸗Wie Cynrhia hier wird verehret/Und Ihr jaͤhrlich eine Jungfrau zu dem Opfer wird erkohren?Afirt. Ich bin ein Freinder hier; Dis ſind nur neue Sachen;Mir iſt der Wald an ſtatt der Welt/Weil es dem Himmel ſo gefaͤllt.Doch was hat die Goͤtter doch ſo erzuͤrnet köͤnnen machen?Erg Ich bin hereit dir dieſes zu erzehlen⸗Was aüch die harten EichenVermoͤchte zu erweichen/Solt ihnen ja der Menſchen Thraͤnen fehlen.Als auch das Prieſterthum der Jugend war vertrauet/Die man noch glatt von Haut und friſch von Jahren ſchauet;Soward ein Prieſter hier durch Liebes Glut entbrannt/Von Adel und Vernunfft/ ſonſt weit und breit bekand.Amintas der began Lucrinen zu behagen;So hieß das junge Paar/ Lucrina konte ſagen/Daß ſie das gantze Land vor ſeinen Zierrath hielt/Doch/ war ihr leichter Geiſt mit Falſchheit angefuͤllt.Gic zeigte lange Zeit Aminten treue Flammen/tnd feste wol vielleicht Betrug und Gluͤck zuſammen:Denn/ als ſie ungefehr ein junger Hirt erblickt/So ward ſie unvermerckt in fremdes Garn geruͤckt.Sie fühlte neue Brunſt ihr in das Hertze kommen/Eh ihr Amintas wird vom Eifer eingenommen;Amintas, der forthin nicht beſſer wird geacht/Als Kertzen bey der Sonn/ und Spiegel bey der Nacht.Es ward nunmehr ihr Geiſt auf ſeinen Schimpf befliſſen/Sie wolt auch nicht ein Wort von p Liebe wiſſen:Du/ als exfahrener/ wirſt kennen diefk Pein.Nirt. D Peinder keine Pein recht gleiche weiß zu ſeyn.a>z2 Zrrw