Anderer Auftritt.Doch wenn das Schwein begunte ſich zu wüttern/So fieng mein Hertz auch an zu jittern/Gab ich den Silvio nur einen Finger ruͤhren/Go trieb mein Geiſt empor/ ſo ſehr er immer konte:Doch ſchaut ich meine Luſt ſich wiederum verlieren/Nach dem das Schwein zu regen ſich begunte.Das Schwein/ ſo wild und ſtarck mit ungeheurer Pracht/Den ausgetretnen Fluͤſſen/So eilends Baͤum und Haͤuſer eingeriſſen/Sich gantz aͤhnlich hat gemacht/Denn eben ſo muſt alles zu der Erden/Menſch/ Hund und Spieß/Durch Blut⸗und Geſcht⸗gemengten BißDahin geriſſen werden/Wie offte ließ ich dieſe Worte gleitenKoͤnt ich doch vor meines Liebſten LebenMein eigen Blut hingeben;Bald wuͤnſcht ich ſelbſt zu ſtreiten/Greiner Bruſt durch meine Bruſt einen Schutz⸗Schild zu bereiten.Nicht ſelten ließ ich dieſe Sylben ſtreichen:Ach! wildes Schwein/Stelle doch dein Wuͤten ein/Und gedencke nicht den Leib meines Liebſten zu erreichen.So klagt ich voller Angſt bey mir/Als er den HundDer mit ſcharff⸗geſtaͤhlten Spitzen/ wie es Brauch/ gewaffnet ſtund/Lief auf das wilde Schwein herfuͤr/So durch viel verwundte Hirten/ und durch todter Hunde SchaarAlle Stunden ſtoͤltzer worden/ und faſt nicht zu fallen war.Ich kan dir nicht den Muth des Hundes recht beſchreiben/Und silvio thut recht/ daß er ihn liebt,Ja eben/ wie ein Leu/ der aus entbranten Zorn/Des wilden Ochſens Horn/Sich bald laͤſt treiben/Bald ihm auch wiederum genung zu ſchaffen giebt:Wie der/ nach dem er nun mit ſeiner ſcharffen Klauen