444 Die IL. Tugend⸗Predigt ⸗ rer Knecht der Geelen? muß ſich von der Seelen als ſeinem Herꝛen regieren laſſen/ und deſſen Befehl nachkon mmen/ da gehoͤrt nun dem Leib auch fein Beot/ ſein Speiß und Tranck und alle Nothdurfft zur Nahrung und Klei e E E aao t/der Leib muf etwag zu were cken und zu eibt er deſto geſůnder und ſtaͤrcker/ aber es gehoͤrt ihm auch ſein Geiſel und Straff/ nicht awar D daß einer ſeinen eigenen Leib wol⸗ te geißlen und peitſchen/ wie die Jeſuiteriſche Flagellanten im Pabſtthum/ ſondern daf cin Chrift feinem Leib ni cht alles ad erſehe oderglaffe ſondern ihn im Zaum halte/ r d alſo regiere/ daß ni jt dadurch See tund feib ing Verderben gerathe. Deſſen haben wir in den verleſnen Worten ein ſchoͤn Erempel an dem heil ligen Apoſtel Paulo ſelbſten/ dann er ſagt: Fh betåu be Vortrag. meinen Leid/ und zaͤhme ihn. Weil wir dann zum nechſten gehoͤrt/ wie wir unſers Leibs warten/ und denfelben mit S peiß und Kletdung gebůhrend ver 9 ſorgen ſollen/ wollen wir jetzo auch etwas weiters reden Von deß Leibes Betaͤubung und Zaͤhmung/ Wunſch. die Wort S. Pauli erſ ilih mit w venigem erklaͤren/ und darauf auch anzeigen was wir zu unſerer Lehr und Nutzen dabey werden zu behalten haben. Darzu uns GOtt der PErꝛ ſein Gnad und S Segen verkkihen wolle- Umen, 2 Erklaͤrung deß Cexts. S: Pani EY ia nae ruo Bait. nen L em arme in olich-veine Leprund Bottſeliges Leben: 2 en a dem Apoſtel Paulo/ dar um als er ſein Chrif ienthum lauffen und kämpffen ſollen/ haͤlt gen Exempel fuͤr und ſagt: Ich lauffe Alo nicht a isau öm oder tåmpffe alfo/nicht aig Dev in Diefufft ftreicht/u nòk l: ite gweren ſondern ich betaͤube meinen Leib und zaͤhme ihn. In den orhe enben Worten. Worten igezeigt/ wie die Roͤmiſche unde riechiſche dauffer und Käͤmpffer ſich wol fůrſehe n/ und ſich hůten voꝛ allem dem/ das ihnen in ihrem a und Rampli rgend eine Hindernuß geben koͤnte: Alſo ſagt er/ thue er auch/ imauff und Kampfffires Ehritent hums/ Ich betãube meinti deib/ und zähme ihn. 2 Im Griechiſchen als in der Grundſprach braucht der Apo⸗ zο ο ſtel zwey ſo derbare Woͤrter/ die wol zu bedencken/ e ſtlich fagter: dronigos gw das heiſt eigentlich einen braun und blau ſchlagen, einenmit aͤuſten oder mit Streitkolben alſo zurichten/ das ihm das Blut haͤuffig unter die Augen ſchieſt/ Striemen und Beulen vo id Den aBMGiRDe/ A. Luther dsxayw- DA tavit teutſcht/ ich betaͤube. Darni 6 Apoftel: Psa yuya das heift ya, eigentlich ihme unterthan und zu Leibeigenen Knechten machen/ unter ſein Gewalt bringen und untertrucken, Deuther jats Teutſch geben: Ich zaͤhme. Wer den alſo beyde Woͤrilein beraͤuben und zahmen allhie verbl mter roih genom⸗ ponni yagli pm DDM m gu ndor puai bn dy Dolus fuatr Raoni f: hy wh eih
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