12 Beſchreibung umb StraßburgA a ETAS e l ee r T$ n 7worauf ein theil(C) von der Allürten linckerem Flügel mit dem Turenniſchen0 5 zum volligen Treffen kommen| fo von halber 8. Uhr an| bif umbhalber s. abends unter continuirlichem donnern des Geſchuͤtzes vornemlich aberumb den Mittag/ mit aller menſchlichen Dapfferkeit/ zu beeden Theilen daurete/worbey ſich der Hertzog von Holſtein/ jederzeit mitten unter Fewer und Dampff/als ein hertzhaffter Feldherr bezeiget und nachdem jhme der Hertzog von Bour-noaville die(D) Lotharingifhen umd( E) Minfterifehen Truppen gu húlffe ge-fandt/ auch der Herr Marggraff von Baden/ welcher immerdar an der ſpitze/(§) gegen dem Dorff bey der Kaͤyſerlichen Intanterie geſtanden und das ſeinigetrefflich gethan/ einige Battaillons zum Securs geſchicket/ hat Er den Feind zumoͤfftern geſchlagen.—Der Herr General-Lieutenant Caprara/ welcher mit ſeiner unterhabenderReutterey/ wegen des Paſſes und der tieffen Gråben/(N)(welches ohngefehrtwo(Y) gefchehen/)/ defliren muͤſſen/ hat den Feind mit ſolchem Nachtruck ange⸗griffen/ daß ſelbiger jhme/ doch mit Verluſt ſeines Majors gewichen/ und wannder Herr Generaͤl⸗Wachtmeiſter von Duͤnewald/(welcher mit dem Boutnou-villiſchen und ſeinem Regiment/ ſo faſt ʒu euſerſt(2) geſtanden ſnebenſt dem Hn.Graffen Taff/ mit den Holſtein imd Lotharin giſchen Truppen/ ſamnt den(H) Croaten und Reiffenbergiſchen(1) Tragonern/ dein Feind in den Rucken zu gehen/commandirt waren j ehender úber die Graͤben haͤtten kommen koͤnnen waͤre deſ⸗ſen lincker Fluͤgel gaͤntzlich geſchlagen worden; nachdem aber ſelbiger durch etlichefriſche Squadronen verſtaͤrcket/ und von den Stuͤcken auß der BournouvilliſchenLeib⸗Compagnie 9. Reutter ſampt den Pferde erlegt woͤrden| haben fte fich ingute Dronung(Aau ruct/ ui auf die andere feite/ ihren lineteit Fligel gu fecundi-ren, gewendet ien welchem ſie umb 4. Uhr angelangt/ und beede Paͤrtheyen můdund naß/ dann es den gantzen Tag geregnet gleichſam in einem Stillſtand derWaffen/ auſſer/ daß bißweilen/ von denen Allürten ein Schuß geſchehen und ge⸗hoͤret worden/ angetroffen/ woruͤber die Nacht eingefallen/ und ſich die Frantzo⸗ſen etliche Stunden eher als die Allüirten/ in den Wald zu ruck/ dieſe aber nachIllkirch und Gravenſtaden zu ihrer Bagage gezogen.= aWie dieſe Allirte/ ingleichem die Frantzoſen fuͤr dem Treffen logirt geweſen/fi nh in zweyen beſondern Kupffern in offenem Truck außgangen und darauffzu erſehen. o: o aDie Alltirte haben 16.oder 11. Standarten/ darunter eine von der Koͤnigl.Guarde, etliche Fahnen und Heerpaucken auch unterſchiedliche Officiers gefangenbekommen: hingegen das Caprariſche Regiment+: Standarte und die Lüne⸗burgiſche 2. Fahnen verlohren/ fuͤr welche Uberbringung Ihre Majeſtaͤt der Koͤ⸗nig in Franckreich dem Monſ del Eſtant, Licutenarit des Gardes de Monst. de Lürenne500. Duplonen porom und verehrt haben folle/ die Wolffenbuͤtteliſche aber ha-ben 6. kleine R) Regiments⸗Stuͤcklein/ weilen die Artillerie · Pferde und Fuhr⸗leuthe darbey erſchoſſen worden/ ſtehen laſſen.Frantzoͤſiſcher Seite ſind z5o0. biß 4000. Mann auff dem Platz tod blieben:wiewohl man zur zeit weder die gewiſſe Zahl/ noch die Specification der vornehm⸗ften Perſonen/ ſo dabey geblieben/ haben kan/ dieweilen die meiſten/ ohne die/ ſoauff der Wahlſtatt liegen blieben/ und bey Ankunfft Ihrer Churfuͤrſtl. Durchl.von Brandenburg/ allererſt zur Erden beſtattet worden/ in einer Scheure bey⸗ſammen(wie man ſagt) durch Anordnung Hn. Marſchall von Turenne verbrandtworden. Dannoch aber iſt gewiß/ daß ſie ſehr den groſſen Schaden beklagen/welchen ihnen der Allürten Geſchuͤtz gethan/ ſchaͤtzen der Verwundten bey 2000.darunter 800. hohe und niedere Offciers, ſo man zu curiren, nacher Zabern undHagenawMimNtiqi