20 Beſchreibung umb Straßburg Nnjetzo zu dieſer Zeit im Jahr 1674. hat man auß dieſer Kirchen/ ein Lazaret⸗ auß gemacht/ in denie daſelbft/ diein denen daherumb gelegenen Quartierenek⸗ klanckte Soldaten dahin geführt worden/ ſelbige big zu ihrem Auff bruch in die Winterquartier darinnen zu verpflegen. Der Chur⸗Brandenburgiſche TrabantenHauptmann| genamt von Wangenheim /iftams. Nov. a ends ſpaͤt anhero in ſein Quartier wieder zu ruck kommen/ welcher ohnweit Pfaltzburg eine Frantzoͤſiſche Parthey ſo nach Nancy gehen wollen/ angetroffen/darvon yo. auff der ſtell erſchoſſen/ 2. gefangen/ wor⸗ unter ein Major verwund/ und den Reſt in die Flucht gejagt: es ſind darbey 40. Bagage. Wägen geweſen/ deren er 3o. mit 150. Perſonen ſaͤmpt aller Zugehoͤr zur Beuthe bekommen/ die ubrige haben ſich in Pfalgburg flvirt, welchen Paß er wohl erobern/ wann ſich ſeine Leuthe mit dem pluͤndern nicht auffgehalten/ zu⸗ mahlen die geflůchtete Waͤgen in den Thoren nicht fortkommen koͤnnen/ und alſo ſelbige offen geſtanden/ vor welchen ſte die euſerſte Schildwacht erſchoſſen: Die/ ſo nun etliche Tage hero ausgeweſen berichten alle/ daß ſich die rantzoſen faſt zu keiner Gegenwehr ſetzen/ ſondern bald anfangs mnb Quartier bitten; Die Ge- fangenen aber bekraͤfftigen den groſſen Rangel an Lebensmitteln im Turenni⸗ ſchen Lager/ wie dann ein Feld⸗maß Weinr. Reichsthl. und r. Pfund Brod einen halben Reichsthaler koſten ſ olle/ da hingegen Allürter ſeite/ auſſer die kourage, noch alles umb billichen Preiß zu bekommen geweſen. Was noch ferner zwiſchen beederſeits ſtreitenden Partheyen fuͤrgangen/ foll hernach bey Innenheim erzeh⸗ let werden. Groß Goͤfft/ Welches ins gemein in den Landkarten vom Elſaß G. Gelt angezeiget wird/ ligt im Gebuͤrg etwas underhalb Marlen/ bey.kleiner meilen von Straßburg/ aori Dorff dem Herrn Graffen von Leiningen Dagſpurgiſcher Lini ge⸗ orig. i und hat denenſelben zweiffelsfrey dieſes und folgendes Klein Goͤfft zugehoͤrt. Klen GM Dies Dorff ſo ebenmaͤſſig in den Landkarten Gelt geſchrieben wird/ liegt etwas beffer darunter/ als das vorige ſo Groß Goͤfft heiſſet an einem Baͤch⸗ lein/ ſo in die Rohrbach fleuſt/ drey gemeiner Hieilen von Straßburg/ gehoͤrt zum Biſthumb ins Ampt Zabern. t 2: Gottesheim/ Ein bey Dettweiler/ underhalb dem Fluſſe die Sorr/ bey 4. kleiner meilen von Straßburg gelegenes Dorff/ gehört zur Graffſchafft Hanaw ins Ampt Bußweiler. Die von dem alten Burgerlichen Geſchlecht von Gottesheim/ haben vor dieſem viel Jahr nacheinander/ in beyden hoch/ und weitberühmten Staͤtten Straßburg und Hagenau dem Regiment/ gantz getreulich/ ruͤhmlich und loͤblich zu jederzeit fuͤrgeſtanden| wie aus deren Gencalogia bey B. Herzogen Lib. IX. fol. 167, erſcheinet. Inſonderheit aber/ hat Herr Friderich von Gottesheim/ der VI. dieſes Nahniens/ Philippſen des 11. Sohn/ welcher 1548. zum Fuͤnffzehner und 1551. zum Dreyzehner des beſtaͤndigen Regiments zu Straßburg erwoͤhlt worden/ auch in die 30. Jahr Schüͤlherr oder Scholarcha daſelbſt geweſen/ zu zeiten und bey Regierung Kayſer Caroli des V. aller⸗hoͤchſtloͤblichſter Ge⸗ daͤchtnuß/ das Wort GOttes/ und die Augſpurgiſche Tonkellion · wie jhme deſſen Joh. Sleidanus und andere zeugnus geben/ mit allem Ernſt und Trew/ damit alle Menſchen Gott heim gewieſen/ und in ſein Reich befordert wurden/ hoch getrie⸗ Den; farb den 3. Feb. 1581. ohne Leibes⸗Erben. Doch ſind von dieſem Ge. ſchlechte Die Edlen des Goͤfftiſchen Geſchlechts ſind ohngefehr 337. außgeſtorben/ f is W Gr fon M9 Mit i dM