E s o e een i 144 Vom Uhrſtandt der wůrcklichen Ca A oder Schoͤpffen des Menſchlichen Worts iſt)die Form des Worts im heyligen Ente, als im him̃liſchen Theil der Menſchheit/ ſo hallet das Wort aus heyliger Krafft/ und redet der Mundt der Warheit. 9. Wo aber aus der Eitelkeit aus der Schlangen L/ welche Eva in ſich impresſete, und ihre Klugheit damlt erweckte/ ſo hallet das Wort aus dem Ente der finſtern Welt/ als aus dem Centro zum Feuer-worte/ und da⸗ hinein gehet es auch in ſeinem Ente wang aus der Form ausgehet/ als aus dem Munde; und wo es nun hingehet/ da wuͤrcket es Frucht. 10. Gehet es in einen andern Menſchen/ in deme det Hunger der Liſt und Eitelkett in Begierde offen ſtehet/ in ſein Geheuſe des Thones oder Gehoͤrs/ ſo wirds alſo bal⸗ de/ als in einen fruchtbahren Acker/ eingenommen: be⸗ kleibet und traͤget ſolche boͤſe Frucht/ daraus auch ſolche ſcharffe Worte und ſtachlichte Dornen des Teuffels in Teufliſcher Esſentz ausgebruͤttet werden. 11. Gehets aber leer aus/ nur in falſcher Imaginati. on, ſo ſteigets in Willen des Gemuͤhtes/ und faſſet ſich in Gemuͤhte in eine Subſtantz zu einem Sttze des Teuffels feinem Raub-ſchloß/ das er im Menſchen A l 12. Iſts aber daß das falſche Wort gegen einem heyli⸗ gen Menſchen in Schmach und Laͤſterung ausgehet und es der Heylige in ſich nicht wil einlaſſen/ und ſich in boͤſen Theil der Eigenſchafft mit einem dergleichen boͤſen Worte erwecken; ſo nimts GOttes Grim̃ an auſſer dem Men⸗ ſchen/ und wird damit maͤchtig entzuͤndet/ und nicht alleln das innere Ens GOttes Zornes nach der Geiſtlichen in⸗ ſtern Welt Eigenſchafft/ ſondern es wird auch das euſſere Ens des Grimmes in Turba magna damit angezuͤndet; und ſchwebet dem Gottloſen Menſchen auf ſeinem Kopfe/ und rings uͤm ihn her/ und wird damit gefaſſet/ gleich als ſaͤſſe er im Hoͤlliſchen Feuer. 13. Davon ſagete CHriſtus das/ wenn uns der Bokk⸗ loſe fluchte/ ſo ſolten wir ihn ſegnen/ das iſt das Wortder Liebe gegen ſeinen feuriſchen Worte/ gegen⸗hallen/ und ſein Wort der Boßheit nicht in uns einlaſſen/ daß es yii bl